Kein russisches Gas für mindestens zehn Tage - Gas-Pipeline Nord Stream 1 wird für Wartung abgeschaltet

Mo 11.07.22 | 06:04 Uhr
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Rohrsysteme und Absperrvorrichtungen in der Gasempfangsstation der Ostseepipeline Nord Stream 1 (Bild: dpa/Jens Büttner)
Audio: rbb24 Inforadio | 11. Juli 2022 | Christina Fee Moebius | Bild: dpa/Jens Büttner

Nun wird es spannend: Am Montag werden russische Gaslieferungen für zehn Tage eingestellt: Die Pipeline "Nord Stream 1" wird planmäßig gewartet. Ob danach wieder Gas geliefert wird, ist offen.

Die zuletzt wichtigste Verbindung für russisches Erdgas nach Deutschland wird am Montagmorgen abgeschaltet. Grund sind jährlich wiederkehrende Wartungsarbeiten an der Ostseepipeline "Nord Stream 1", die der Betreiber bereits vor längerer Zeit angekündigt hatte.

Unter anderem Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hat akute Bedenken geäußert, dass Russland den Gashahn auch nach Abschluss der Wartung nicht mehr aufdrehen könnte. Wie die Betreibergesellschaft Nord Stream AG mitteilte, sollen die Arbeiten bis zum 21. Juli dauern. In dieser Zeit werde kein Gas nach Deutschland befördert.

Es könne sein, dass anschließend mehr Gas fließe, aber auch "dass gar nichts mehr ankommt", erklärte Habeck im Deutschlandfunk. Im schlimmsten Fall müsse der Staat dann als Ultima Ratio entscheiden, "wo die Versorgungssicherheit gewährleistet werden muss und wo nicht". Er bezeichnete eine mögliche staatliche Zuweisung von Energie als "politisches Albtraumszenario". "Das wird Deutschland vor eine Zerreißprobe stellen, die wir lange so nicht hatten."

Industrie wäre von Lieferstopp wohl als Erstes betroffen

Derzeit ist die Gas-Versorgung in Deutschland noch stabil. Selbst eine dauerhafte Abschaltung von Nord Stream 1 hätte wohl keine unmittelbaren Konsequenzen. Bei einer Mangellage wäre die Industrie aber als Erste von Abschaltungen betroffen. Als geschützt gelten hingegen private Haushalte, öffentliche Einrichtungen sowie die Gesundheitsbranche, etwa mit Krankenhäusern.

Vor allem in der energiehungrigen Chemie- und Pharmaindustrie sind die Sorgen vor einem Gasmangel groß. Die Branche ist laut dem Verband der Chemischen Industrie (VCI) mit einem Anteil von 15 Prozent größter deutscher Gasverbraucher. Sie braucht Gas als Energiequelle und als Rohstoff zur Weiterverarbeitung in Produkten - etwa in Kunststoffen, Arzneien oder Düngemitteln. Die Preise für Gas seien "atemberaubend" hoch, sagte VCI-Präsident Christian Kullmann. Um lieferfähig zu bleiben, stocke die Branche Lager auf, um Kunden im Krisenfall trotzdem weiter versorgen zu können.

"Wir bereiten uns für eine Drosselung oder sogar Einstellung der Gasimporte vor", sagte VCI-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Große Entrup. Die Unternehmen im Süden und Südosten Deutschlands würden wegen des Pipeline-Systems als Erstes leiden. Im Norden und Westen ist die Versorgung über Häfen hingegen einfacher.

Auch in anderen Unternehmen laufen längst Vorbereitungen für den Ernstfall. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag befürchtet bei einem Totalausfall russischer Gaslieferungen allerdings trotzdem eine tiefe Rezession in Deutschland. Präsident Peter Adrian sagte der Deutschen Presse-Agentur, der DIHK schließe nicht aus, dass die Wirtschaftsleistung in einem solchen Fall in den Wintermonaten sogar um einen zweistelligen Prozentwert abstürzen könne.

Auslastung war schon vor der Wartung deutlich gedrosselt

Das russische Staatsunternehmen Gazprom hatte im Juni bereits die Liefermenge durch die mehr als 1.200 Kilometer lange Pipeline von Russland nach Mecklenburg-Vorpommern deutlich gedrosselt - und das auch mit dem Fehlen einer Turbine von Siemens Energy begründet, die wegen der Sanktionen nach abgeschlossener Wartung nicht mehr aus Montréal nach Russland geliefert werden konnte. Derzeit wird die Leitung laut Bundesnetzagentur nur zu etwa 40 Prozent ausgelastet.

Kanada hat inzwischen aber angekündigt, die Lieferung der gewarteten Turbine aus Montréal trotz der Sanktionen gegen Russland zu ermöglichen [tagesschau.de]. Dazu werde Kanada "eine zeitlich begrenzte und widerrufbare Erlaubnis" an Siemens Canada geben, sagte der für Bodenschätze zuständige Minister Jonathan Wilkinson am Samstag. Die Turbine soll aus Kanada erst nach Deutschland und anschließend nach Russland geliefert werden.

Wartung beinhaltet Stromversorgung, Brandschutz und Software-Updates

Angesetzt wurde die Dauer der Abschaltung von Nord Stream 1 vom Betreiber auf zehn Tage. Die Rede ist von einer Überprüfung und gegebenenfalls Instandsetzung oder Kalibrierung etwa der Stromversorgung, des Brand- und Gasschutzes sowie bestimmter Ventile. Auch Software-Updates würden vorgenommen.

Laut Bundesnetzagentur finden die Arbeiten nicht direkt an der Leitung, sondern an den Verdichterstationen statt, etwa in Lubmin. In Modellrechnungen geht die Behörde von bis zu 14 Tagen aus, hat dabei allerdings schon einen zeitlichen Puffer eingerechnet. Die Arbeiten sollten unter normalen Umständen aber im geplanten Zeitraum fertiggestellt werden können.

Sendung: Tagesschau, 11.07.22, 20:15 Uhr

 

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49 Kommentare

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  1. 49.

    "was hat deutschland " 2 dicke Direktleitungen nach Rußland vorbei an Polen und anderen Transitländern. ;-)

  2. 48.

    deutschland kann aus polen gas kaufen ,wir haben 97 %
    wir haben 2 LNG TERMINAL
    BALTICK LEITUNG NACH NORWEGEN
    gas leitung nach litau zu LNG TERMINAL

    was hat deutschland

  3. 47.

    Sollte es im Winter zum Schlimmsten kommen dann werde ich mein Herz durch ein Hochzeitbild von Lindner erwärmen.

  4. 46.

    Warum sollte Deutschland kein Gas mehr aus Russland bekommen? Wenn die Summe der Rechnung in Rubel in Russland eingeht wird das Gas, nach der Revision der Leitung, auch wieder strömen. Die Länder denen der Gashan zugedreht wurde wollten diese Rechnung nicht in Rubel begleichen. Und nach dem Gesetz des Marktes müssen die Gaspreise bei der gleichen Durchflussmenge wie vor der Ukraine kriese sich auch wieder in diesem Preisniveau einpendeln. Machen Sie aber mit Sicherheit nicht. Woran es wohl liegt

  5. 45.

    Ich finde es jetzt schon lustig, wenn jeder Haushalt mind. 2000-3000 W Dauerlast fürs E-Heizen rund um die Uhr anstehen hat, um Gaspreise zu vermeiden, dafür ist das Berlin-Netz gar nicht ausgelegt. Das wird dann Ratz fatz auslösen. Gut dass wir am Rand wohnen.

  6. 43.

    Spätestens im Dezember, wenn die Speicher leer sind, wird Nord Stream 2 ans Netz gehen und die gleichen Leute, die noch im Frühjahr für die Ukraine frieren wollten, werden darüber jubeln. Nicht schön, aber alternativlos, wenn Europa wenigstens noch paar Jahre Bedeutung im Weltgeschehen haben will..

  7. 42.

    "Mir ist nicht bekannt, dass die USA gerade einen anderen Staat überfallen haben..." Gerade nicht, aber oft genug.

  8. 41.

    Wenn die Wessis aller couleur den Russen nicht trauen können sie ja ihr Westdeutschland samt Westberlin wie vor Mauerzeiten versorgen, Ruhrgas AG (heute e-on) etc.
    Die Russen haben immer geliefert. Der Westen nur rumgehetzt.
    Und nun herumjaulen... und wegen Wartung im Hochsommer. Kriegt euch mal wieder ein. Und die Drosselung ist auch bald Geschichte, wenn Siemens aus dem A* kommt.

  9. 38.

    Sie schreiben die Antwort selber: Wir tauschen den einen Diktator (Großlieferant Russland) gegen mehrere andere Zulieferer aus. Dadurch wird das Risiko der Abhängigkeit deutlich kleiner. Es wird auf mehrere Lieferanten verteilt. Im Zuge der Energiewende soll der Gasbedarf in Deutschland in den kommenden Jahren sowieso sinken. Der Ausbau von erneuerbare Energien bringt uns Frieden und Unabhängigkeit. Mit Nord Stream 2 war ja mal angedacht, dass wir um die 70 Prozent unseres Gases aus Russland beziehen. Was für ein Wahnsinn. Man kann nur froh sein, dass es nicht soweit gekommen ist. Sonst wären die Probleme ja sogar doppelt so groß wie jetzt.

  10. 37.

    "Die Russen sind die zuverlässigsten Handelspartner"
    Das sagt die Ukraine, Polen, Tschechien, Österreich, Ungarn, Italien, Deutschland und jeder der noch weiter westlich abhängig ist.
    Ganz bestimmt.

  11. 36.

    Äh… nee. Wir verzichten auf preiswerteres Erdgas und kaufen Flüssiggas, das aber eigentlich nicht so auf Halde lag. Also steigen die Preise. Das ist nicht der Händler, sondern der Gaseigentümer, der sich die Kunden aussuchen kann.

  12. 35.

    "Nicht umsonst ist Journalist kein anerkannter Beruf. "
    FALSCH!
    Vielleicht nochmal nachlesen.

  13. 34.

    Mein Kommentar bezog sich auf die Zeit des Kalten Krieges. Warten wir doch mal die weitere Entwicklung ab. Geld stinkt ja bekanntlich nicht.

  14. 33.

    Was Russland damit zu tun hat? Das Land führt Krieg in Europa, gegen die Ukraine. Menschen sterben, Städte werden verwüstet. Deshalb die Sanktionen. Sieht so etwa ein seriöser Geschäftspartner aus? Russland lehnt unsere Lebensart ab und hat mit dem Gas eine Möglichkeit, unsere Gesellschaft schwer zu schädigen. Soll Putin damit durchkommen? Das mit der Turbine ist doch nur eine Ausrede. Wenn er das Gas abstellen will, dann macht er es. Irgendeine fadenscheinige Begründung wird sich schon finden, garantiert. Daran können wir gar nichts machen. Es ist reine Willkür. Genauso, wie er es mit den Gaslieferungen an andere Länder auch schon getan hat.

  15. 32.

    Vielleicht hilft Ihnen ein Zitat von Egon Bahr als Urgestein der dt. Politik beim Nachdenken weiter (so es nicht wieder der Zensur zum Opfer fällt):
    "Meine Erfahrung ist: bitte keine Politik des Exports von Demokratie und unseren anderen Werten. Ich habe dankbar registriert, dass kein Kommunist je versucht hat, mich zu bekehren. Ich habe das auch unterlassen. (...) Die Hoffnung auf eine friedliche Welt verlangt neben dem Stolz auf den eigenen Weg die Demut gegenüber allen, die eine andere politische Struktur und einen anderen Weg gehen wollen." Bahr in seinem 2012 erschienen Buch "Ostwärts und nichts vergessen!"

  16. 30.

    Das war eine Replik auf die Anmerkung zum IStG des Kommentators.
    "Es geht hier um die Zuverlässigkeit bzw. Unzuverlässigkeit von Russland als Gaslieferant" Die Sowjetunion und auch Rußland sind einer der zuverlässigsten und preiswertesten Lieferanten für Deutschland durch eine lange Geschichte gewesen - schon aus eigenem Interesse. Überlegen Sie doch mal, worauf diese Art Gegen-Embargo eine Antwort sein könnte.
    "Mir ist nicht bekannt, dass die USA gerade einen anderen Staat überfallen haben" Würden mir einige einfallen allein aus den letzen gut 20 Jahren (auch immer wieder gern mal ohne UNO-Mandat).

  17. 29.

    "Ein Diktator, der den "Westen" und die Demokratie hasst, ist kein seriöser Geschäftspartner mehr." Das ist ein löblicher Vorsatz, den ich auch gern unterschreiben würde. Was ist dann aber Katar, das jetzt zum wichtigen Lieferanten für fossile Rohstoffe aufsteigt (neben etlichen anderen schon bestehenden arabischen Ländern als Lieferanten)? Warum wollten insbesondere die grünen Minister nochmal die WM in Katar boykottieren?

  18. 28.

    Was hat denn Russland damit zu tun?
    Die RGG-Koalition will doch ein Embargo,

  19. 27.

    Russland dermaßen "vertragstreu", dass es verschiedenen Ländern trotz laufender Verträge einseitig die Gaslieferungen abdreht. Wer diesem Kriegstreiber noch loyales Vertrauen entgegen bringt, der ist wirklich naiv. Ein Diktator, der den "Westen" und die Demokratie hasst, ist kein seriöser Geschäftspartner mehr.

  20. 26.

    Was soll dieses Sommertheater? Offensichtlich muß eine Pipeline mindestens 1 x jährlich gewartet und ggf. repariert werden, da bietet sich der Sommer an, weil dann nicht so doll geheizt wird. Oder man lässt diese Anlagen endgültig bis zum Totalschaden verrotten...

    Ist wie bei S- und U- und Straßenbahn: werden die Gleise gewartet und ggf. erneuert, meckern viele <> werden die Gleise nicht gewartet und ggf. erneuert meckern auch viele (evtl. dieselben Meckerpötte).

  21. 25.

    Soll das jetzt Whataboutism werden? Es geht hier um die Zuverlässigkeit bzw. Unzuverlässigkeit von Russland als Gaslieferant, nicht um die USA. Mir ist nicht bekannt, dass die USA gerade einen anderen Staat überfallen haben und diversen Ländern das Gas abdrehen.

  22. 24.

    >>Es könne sein, dass anschließend mehr Gas fließe, aber auch "dass gar nichts mehr ankommt", erklärte Habeck im Deutschlandfunk. <<

    Die Russen sind die zuverlässigsten Handelspartner trotz jahrzehntelanger Hetzerei und Sabotage durch deutsche Politiker und ungebildeter Dumpfbirnen aka Journalisten. Nicht umsonst ist Journalist kein anerkannter Beruf.
    Und dass der weiniger floss ist wohl Deutsches Versagen seitens Siemens.

  23. 23.

    ja richtig so

    polen braucht kein gas aus russland

    wir haben 2 LNG TERMINAL
    BALTICK LEITUNG NACH NORWEGEN
    gas leitung nach litau zu LNG TERMINAL

    deutschland kann aus polen gas kaufen ,wir haben 97 %

  24. 22.

    Das sehe ich genau so Deutschland und die EU drehen sich den Gas und Oel Hahn selber zu.
    um uns dann zu sagen wir müssen gas mit LNG Tankern aus den USA holen, sehr Klimafreundlich?
    So wollten es die Grünen schon beim Bau der Nordstrim 2.

  25. 21.

    "Russland erkennt ja noch nicht einmal den internationalen Strafgerichtshof in Den Haag an." Da sind sie nicht allein, die USA erkennen den auch nicht an und hatten Ermittlern dort schon mal mit Sanktionen gedroht, sollten die Ermittlungen weiter vorgetrieben werden - da nehmen sich die Großmächte wohl nicht so viel auf internationaler Bühne.

  26. 20.

    Aber man muß nicht alle Szenarien in der Öffentlichkeit durchspielen, welche sowieso nur begrenzt ausreichend Informationen hat zur Bewertung der Szenarien. Oder spielt unser Generalstab demnächst auch alle überhaupt denkbaren Szenarien für die Bundeswehr in aller Öffentlichkeit über die Medien durch und jeder darf mal mitdiskutieren und sich dazu Gedanken machen?

  27. 19.

    Vielleicht ist Jamal schon wieder explodiert, wie schon 1982:
    http://www.informatik.uni-oldenburg.de/~iug14/cy/Geschichte/geschichte.html

  28. 18.

    Sehe ich genauso.
    Vorbereitung ist gut, aber nun sollte man wirklich mal die Kirche im Dorf lassen und nicht den Menschen Angst vor dem Winter, verbunden mit Pleite, machen.

  29. 17.

    Lieber Hans,
    Einen ganz ganz ganz kleinen Unterschied gibt es schon. Breshnew hat kein europäisches Land überfallen. Das die Ukraine sich dem Westen zuwendet ist ihre Entscheidung, Ergebnis freier Wahlen und mit der Abgabe der Atomwaffen auch von dem der sich jetzt Herrscher nennt akzeptiert.

  30. 16.

    Mein Gott, erst jault alles rum "Boykott, Boykott, frieren für dir Ukraine" und wenn konkret wird wirst auch wieder rumgejault.
    Stellt euch von den Bundestag und demonstriert statt hier artig über das Stöckchen zu springen

  31. 15.

    Es liegt mir fern Putin zu Munde zu reden. Aber auch in der schlimmsten Zeit des Kalten Krieges war Russland immer vertragstreu. Denke es wird weiterhin demnächst Gas geliefert werden.

  32. 14.

    Ich möchte auch mal wissen, wer jetzt gerade und zu welchen Wucher-Preisen Gas für's nächste Jahr kauft bzw. verkauft ? … Diese Händler und Lieferanten sollten sich was schämen, uns jetzt so abzuzocken … Oder ihre Gewinnmarge endlich in absoluten Zahlen und nicht im Umsatz-Rendite-Prozent zu kalkulieren … Die haben 0,0 Mehrkosten … Und, es besteht (weltweit) eigentlich kein Gas-Mengen-Defizit … Vorsicht, eine Kuh sollte man nicht „tot melken“ ... Und wir vergessen auch nicht so schnell, wer uns da jetzt abzockt !

  33. 13.

    hallo

    unsere politiker grüne fdp oder spd haben keine schuld mit gas
    die haben es nicht verbockt,sonder 16 jahre cdu politik

    man hätte sich andere lieferketten gesucht ausser russland
    hauptsache billig


    die polen waren sehr schlau haben sich 2 LNG terminal gebaut ( gas wird von katar und usa geliefert)

    dabei baltic pilne gebaut nach norwegen
    eine leitung nach litaun zu litauische lng terminal

    mann kann denn gas aus polen kaufen die haben 97% vollen gas speicher

  34. 12.

    "Wieso erhalten wir über die Jamal-Pipeline kein russisches Gas mehr? "
    Polen hat den Vertrag mit Russland gekündigt - Kabinettbeschluss vom 13.5.2022
    Vorher war bereits an der Grenzstation Belarus/Polen der Strom von 52Mio m³ auf 23Mio m³ geschrumpft, was dann die Ausleitung D -> PL zur Folge hatte.

  35. 11.

    Sie haben es auf den Punkt gebracht. --
    Es ist enormes in Bewegung gebracht worden, sich endlich von fossilen Energieträgern zu trennen. Ich hoffe, das wir das immer noch andauernde Ressourcenausverkaufs-Niveau der russ. Regierung unter P. oder ferner, falls in RU kein Wechsel im Wirtschaften erzwungen werden kann, danach sieht es ja nun gar nicht aus, - nicht länger in Anspruch nehmen sollten! Es existieren genügend Untersuchungen, dass wir im Einsparen von fossilen Ressourcen viel mehr machen könnten, als dass es z.Z. vermittelt wird. Ich konnte es zunächst auch kaum glauben, aber die Gegenmeinungen zum alternativlosen Festhalten an fossilen Rohstoffen wird sich Bahn brechen. Jetzt die Verknappung, dann u.U "Gas-Deckel" und die Spekulationen, was nun kommen mag, geht alles in die falsche Richtung: nach oben. Das kann keiner bezahlen (können o. wollen). Habe trotzdem "zu knabbern".

  36. 10.

    Und wenn es soweit kommt, das wir kein Gas mehr aus Russland bekommen..... wär ist dann dafür Schuld,die Grünen die mit ihrer Hetze gegen Russland immer mehr Öl ins Feuer gießen.

  37. 9.

    Schon die Tatsache, daß die
    deutsche Kassandra Habeck die Kanadier ausdrücklich um die Rücklieferung der dort gewarteten Verdichterturbine bat, verdeutlicht, wem seine Sanktionen schaden. Nämlich dem "deutschen Volk". Aber von einem Minister, der "mit Deutschland noch nie etwas anfangen kann" erwarte ich, daß er die Volkswirtschaft ohne Horrorszenarien am Laufen hält. Doch da kommt nichts - außer "heißer Luft".

  38. 8.

    Von Klagen wegen Vertragsbruch wird sich Russland wahrscheinlich nicht beeindrucken lassen. Wer andere Länder kriegerisch überfällt, hält sich nicht an Recht und Ordnung. Russland erkennt ja noch nicht einmal den internationalen Strafgerichtshof in Den Haag an. Menschenrechte werden brutal gebrochen. Die pfeifen auf unser westliches Rechtssystem. Ein Schreiben wegen Gas-Schadensersatz kann man gleich direkt an den Papierkorb senden.

  39. 7.

    Man muss schon alle Szenarien durchspielen, um nicht hinterher hilflos dazustehen. Einfach nur die Augen schließen und den Dingen freien Lauf lassen, ist keine gute Idee. Das ist Aufgabe der Bundesnetzagentur. Die kümmert sich drum. Der RBB ist nur Überbringer der Nachricht.

  40. 6.

    Weil die Jamal-Pipeline durch Drittländer führt. Vermutlich will Putin an diese Staaten keine Transitgebühr mehr zahlen. Bei Nord Stream geht es stattdessen von Russland direkt unter der Ostsee hindurch nach Deutschland. Es ist für Russland der bequemste Weg.

  41. 5.

    So wird die Stimmung aufgeheizt und dient als modriger Nährboden für das Russland-Bashing.

  42. 4.

    Schlimm, das sich der rbb24 auch dazu gehört die Panik verbreiten.
    Nun wartet doch erst mal ab .
    Es werden Szenarien durchgespielt die , die Angst noch schlimmer machen.
    Ich wünschte mir wirklich mehr sachliche Beiträge.

  43. 3.

    Nun Putin ist durch die Reparatur der Turbine und Lieferung schon einmal seine „Ausrede“ genommen worden. Doch die Ausrede zog auch nicht in der Vergangenheit, da Backuplösung zur Verfügung standen, es sei den diese Backuplösungen werden beim Bau der Gaspipeline nach China vertragswidrig verwendet. Bin auf den 21. gespannt, da fällt die Maske. Dann dürfte bei Vertragsbruch Gazprom zur Kasse gebeten werden, um die Mehrkosten abzudecken!

  44. 2.

    Wollte man vor kurzem nicht sowieso ganz auf russisches Gas verzichten?
    Monitor deutet ja an,dass es sich eh um Panikmache handelt.
    https://www1.wdr.de/daserste/monitor/sendungen/gas-embargo-russland-100.html

    Gibt es denn konkrete Hinweise,die einen kompletten Lieferstop plausibel machen?
    Wenn das Gas nach der Wartung ganz normal weiter ankommt,wird die Vorberichterstattung mit hoher Wahrscheinlichkeit ganz schnell vergessen werden.
    Letztlich geht es darum,dass man im Vorfeld eines eventuellen Lieferstops bereits einen Verantwortlichen auserkoren hat,nämlich Putin. Doch verantwortlich ist einzig und allein die Bundesregierung. Dazu sollte sie auch stehen. Ob die Mehrheit der Bürger das genau so sieht,ist anzuweifeln.

  45. 1.

    Wieso erhalten wir über die Jamal-Pipeline kein russisches Gas mehr?

    Im ersten Halbjahr 2021 sind über die von Westsibirien über Belarus und Polen nach Deutschland verlaufende Jamal-Pipeline insgesamt 149.000 TWh an Erdgas nach Deutschland geflossen. 149.000 TWh entsprechen übrigens fast genau der kompletten Kapazität der deutschen Gasspeicher.

    Bis Ende Juni 2022 kamen nur vereinzelte Kleinmengen über die Jamal-Pipeline in Deutschland an. Dafür flossen in umgekehrter Richtung 20.000 TWh von Deutschland nach Polen. Das wiederum entspricht der Hälfte der polnischen Reservekapazitäten. Polens Gasspeicher sind heute randvoll. Der aktuelle Verbrauch polnischer Haushalte und Industriebetriebe wird jedoch auch heute noch zum Teil über deutsche Gasexporte gedeckt. Anstatt russisches Gas nach Deutschland zu transportieren, wird die zwischen Deutschland und Polen in beide Richtungen betreibbare Jamal dafür genutzt, russisches Gas aus Deutschland direkt nach Polen weiterzuleiten.

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