Warnstreiks in Geld- und Wertbranche - Ersten Geldautomaten in Berlin geht das Bargeld aus

Sa 02.07.22 | 20:48 Uhr
Menschen stehen vor Geldautomaten der Volksbank (Quelle: imago-images/Michael Gstettenbauer)
Audio: Antenne Brandenburg| Sa 02.07.22 | 20:48 Uhr| Poppendieck, J. | Bild: imago-images/Michael Gstettenbauer

An einigen Geldautomaten in Berlin gibt es kein Bargeld mehr. Grund sind Warnstreiks in der Geld- und Wertbranche, die am Freitag begonnen haben.

Von der bundesweiten Aktion sind nach Angaben der Gewerkschaft Verdi in Berlin das Unternehmen Ziemann und in Potsdam das Unternehmen Prosegur betroffen. Die Warnstreiks sollen bis einschließlich Montag dauern.

Verhandlungen werden Mittwoch fortgesetzt

Die Berliner Sparkasse teilte auf rbb-Anfrage mit, dass aufgrund des Streiks "leider auch unsere Geldautomaten vorübergehend nicht wie geplant von unserem Dienstleister befüllt" würden. Sie empfehle ihren Kunden das bargeldlose Bezahlen. Zudem gebe es am vielen Supermarktkassen und Tankstellen die Möglichkeit, sich Bargeld auszahlen zu lassen.

In der Nacht zu Donnerstag waren die Tarifverhandlungen über die Gehälter der bundesweit etwa 11.000 Beschäftigten der Geld- und Wertbranche vertagt worden. Sie sollen am 6. Juli fortgesetzt werden.

Verdi-Verhandlungsführerin Sonja Austermühle erklärte, die Arbeitgeber seien noch weit von den Forderungen der Arbeitnehmer entfernt. Verdi fordert unter anderem – je nach Tarifgebiet und Art der Dienstleistung – eine Anhebung der Stundenlöhne zwischen 16,19 Euro und 20,60 Euro sowie für betriebliche Angestellte eine Erhöhung der Bruttonentgelte um bis zu elf Prozent.

Sendung: Abendschau, 02.07.2022, 19:30 Uhr

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