Arbeitskräftemangel in Berlin und Brandenburg - Jetzt werden auch ungelernte Arbeitskräfte knapp

Do 12.01.23 | 17:41 Uhr | Von Jan Pallokat
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Ein Schild mit dem Schriftzug „Ab sofort; wegen Personalmangel / Krankheit Montag geschlossen“ steht vor einem Geschäft.(Quelle:dpa/S.Sauer)
Bild: dpa/S.Sauer

Viele Geschäfte schränken ihre Öffnungszeiten ein, Kitas gehen in den Notbetrieb, Behörden schließen wochenweise. Der Arbeitskräftemangel beginnt den Alltag in der Region zu prägen. Ein Vorgeschmack - denn in den Unternehmen wird es immer enger. Von Jan Pallokat

  • Nach den Fachkräften gehen Unternehmen auch Beschäftigte für einfache Tätigkeiten aus
  • Über eine halbe Million Stellen könnten in Berlin und Brandenburg bis 2035 unbesetzt bleiben
  • Personalgewinnung wird zur Mammutaufgabe und bindet selbst viel Personal

Wer in Berlin und Brandenburg Dienstleistungen in Anspruch nehmen will, ist immer häufiger mit dem Problem konfrontiert, dass das Personal dafür fehlt. Telefonläden haben beispielsweise Werkstätten für Handy-Reparaturen, aber kein Personal, um das Glas auszutauschen. Die digital gesteuerte Fußbodenheizung funktioniert tagelang nicht, weil die Wartungsfirma keine Techniker auftreiben kann. Die Kita fleht per SOS-Kurzbotschaft Eltern an, ihre Kinder früher abzuholen, weil das Personal für die Betreuung fehlt.

Oft ist der enorme Krankenstand der vordergründige Anlass. Doch selbst wenn alle gesund wären, wäre das grundlegende Problem nicht vom Tisch. Wegen der demographischen Struktur tun sich Unternehmen immer schwerer, Ersatz zu finden für Mitarbeiter, die nun massenhaft in Rente gehen, weil sie geburtenstarken Jahrgängen angehören. Und die immer dünneren Personaldecken werden zunehmend auch außerhalb der Unternehmen sichtbar.

Nicht nur Fachkräfte fehlen, sondern auch Ungelernte

"Gaststätten wechseln auf Selbstbedienung. Der Bäcker macht um 14 Uhr zu, und im Hotel können sie nicht mehr vor vier Uhr einchecken, weil früher kein Putztrupp zu finden ist", so beschreibt Detlef Gottschling von der Industrie- und Handelskammer (IHK) in Potsdam die derzeitigen Herausforderungen für Unternehmen. "Der Arbeitsmarkt ist leergefegt. Fachkräfte fehlen schon 20 Jahre. Jetzt fehlen auch Arbeitskräfte." Was Gottschling damit meint, sind etwa Angelernte, die im Hotel die Betten glattstreichen.

Bei den besonders begehrten Fachkräften ist der Mangel längst chronisch. Das offenbart der am Donnerstag erschienene "Fachkräftereport" [dihk.de] der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK). In ihm ist von zwei Millionen vakanten Arbeitsplätzen in ganz Deutschland die Rede. Jedes zweite von 22.000 befragten Unternehmen hat demnach angegeben, Stellen nicht besetzen zu können, und zwar ausdrücklich auch aus sogenannten Zukunftsbranchen: Energie, Hochtechnologie, Datenverarbeitung. 100 Milliarden Euro weniger erwirtschaftet Deutschland deswegen.

Und der Mangel wird sich weiter verschärfen, auch in Berlin und Brandenburg. Wohin die Region steuert, zeigt das "Fachkräftemonitoring" [fkm-brandenburg.de] - ein Prognose-Instrument, das in allen Kammerbezirken eine ähnliche Entwicklung voraussagt: Auf der einen Seite sinkt die Zahl verfügbarer Arbeitskräfte in den nächsten Jahren stark. Auf der anderen Seite geht die Nachfrage nach ihnen nur ganz allmählich zurück.

In Zahlen heißt das: Im Land Brandenburg dürfte sich die Fachkräftelücke von derzeit gut 40.000 binnen zwölf Jahren auf 160.000 unbesetzte Stellen ausweiten. Auch für Berlin wird eine Vervierfachung erwartet - von jetzt 100.000 auf 400.000 unbesetzte Arbeitsplätze, sagen die Prognostiker. 400.000 Menschen weniger, die Lohnsteuern zahlen oder eine Familie ernähren und die Wirtschaft am Laufen halten.

Berlin nützt seine Attraktivität wenig

Die Berliner Wirtschaft sei durch eine hohe Dichte personalintensiver Branchen besonders von dieser Entwicklung betroffen, betont Nicole Korset-Ristic, Vizepräsidentin der Berliner IHK. Wie schon in Potsdam, heißt es auch hier: "Wir sprechen nicht mehr nur über begehrtes Fachpersonal, sondern über fehlende Arbeitskräfte für Basisarbeiten in Bereichen wie Handel, Gastgewerbe, Reinigung, oder Logistik."

Die Attraktivität der Stadt gerade für viele junge Leute helfe da wenig. "Kommen 400.000 junge Leute in die Stadt?", fragt die IHK Berlin. "Und bleiben sie nach dem Studium?"

Personalgewinnung als Dauerlauf

Wer kann, versucht durch Ausbildung und Umschulung eigene Kräfte aufzubauen. Beim Berliner Betreiber "Kindergärten City" mit 56 Kitas im Stadtzentrum sind dennoch 40 bis 50 der rund 1.400 Stellen dauerhaft unbelegt, sagt die pädagogische Geschäftsleiterin Katja Renner. Es wären möglicherweise noch deutlich mehr, wäre nicht inzwischen fast jede fünfte Stelle mit Quereinsteigern in Umschulung oder Auszubildenden besetzt. Darunter leide aber zwangsläufig die Qualität, räumt Katja Renner ein. "Wir betreuen die Kinder." Dem Bildungsauftrag könne man so oft nur eingeschränkt nachkommen.

Überhaupt müsse der städtische Betrieb immer mehr Zeit und Mühe investieren, um seine Mannschaftsstärke einigermaßen zu halten. "Wir haben ununterbrochene Bewerbungs- und Auswahlverfahren und versuchen bei der Rekrutierung alles nur Mögliche", sagt Renner. Doch mit einer erfolgreichen Einstellung ist die Schlacht noch längst nicht geschlagen. Parallel muss sie dafür kämpfen, dass die, die angefangen haben, auch bleiben. Denn heute sei der Arbeitgeber oft nur einer von vielen. Die neue Stelle wird von vielen nicht mehr als Berufung, sondern als "Lebensphase" gesehen, sagt die Geschäftsleiterin.

Die beginnende Verrentungswelle der "Babyboomer" kommt da zur Unzeit: "Menschen, die lange bei uns waren und Vollzeit arbeiteten, durch solche zu ersetzen, die nicht so lange bleiben und auch nicht voll arbeiten wollen - das ist eine Herausforderung für die Qualitätssicherung."

Streit um Ausbildung

Die hohe Fluktuation und die angespannte Situation in vielen Betrieben gefährde auch den Betriebsfrieden, sagt Jan Otto, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Berlin. Teilweise seien die Probleme aber auch hausgemacht, erklärt er. "Gerade in Berlin müssen die Unternehmen endlich mehr ausbilden", fordert Otto. Nirgendwo in Deutschland sei der Azubi-Anteil an den Beschäftigten geringer, nämlich bei 3,2 Prozent.

Der Vorwurf der Gewerkschaften, dass nicht genug ausgebildet werde, erheben die Gewerkschaften jedes Ausbildungsjahr aufs Neue - die Arbeitgeber verweisen auf Unzulänglichkeiten vieler Bewerber. Doch selbst wenn die Wirtschaft ihre Anstrengungen vervielfachen würde - die Arbeitskräftemisere könnte sie allein dadurch kaum mehr beheben.

"Man muss ein guter Arbeitgeber sein."

Im IHK-Bezirk Frankfurt/Oder tut sich hingegen etwas: Von einem "positiven Trend" bei der Ausbildung und einem Plus um sieben Prozent im aktuellen Ausbildungsjahr berichtet Michael Völker, bei der ansässigen IHK für Aus- und Weiterbildung zuständig ist. Doch könnten 1.500 Azubis nicht einmal die altersbedingten Abgänge ausgleichen, räumt er ein. Die bestehende Fachkräftelücke von derzeit etwa 5.000 Menschen im Brandenburger Osten schließen, könnten sie erst recht nicht.

Ist also alles schon verloren? Einige Unternehmen setzen auf Automatisierung, andere darauf, dass Deutschland doch irgendwann eine qualifizierte Einwanderung nach Vorbild Kanadas hinbekommt. Und: "Man muss halt ein guter Arbeitgeber sein“, sagt Kita-Betreiberin Renner.

Personalgewinnung für viele Unternehmen zu teuer

Die Berliner S-Bahn setzt derweil vor allem auf große Investititonen in der Personalgewinnung. Laut einer Sprecherin spürt das Unternehmen den Arbeitskräftemangel deswegen kaum: "Im Gegenteil, wir bauen aus und stellen jährlich 200 Lokführer ein." Als Erfolgsgeheimnis verweist sie auf besonders kreative Rekrutierungsaktionen, aufs "Speed-Dating im Zug" etwa. Größere Unternehmen sind auch auf Messen und an den Hochschulen präsent - und holen sich hier ihren Nachwuchs ab.

In der kleinteiligen Berliner Wirtschaft aber, geprägt von Firmen mit 10 bis 50 Mitarbeitern, können sich nur wenige einen derartig dauerhaften und preisintensiven Aufwand im Kampf um die Köpfe leisten.

Sendung: rbb24 Inforadio, 12.01.2023, 14:35 Uhr

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Beitrag von Jan Pallokat

63 Kommentare

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  1. 63.

    Tja das hat man nun davon dass man ständig solche Typen wie die von den klimakläbern überall hofiert, anstatt denen alle geldmittel zu entziehen damit sie arbeiten gehen müssen.
    Und es muss ja auch jeder studieren mittlerweile um dann nach der Ausbildung eine 20 Stunden Woche zu haben.
    Naja mir soll es egal sein ich werde auf jeden Fall auswandern damit fällt auf jeden Fall eine weitere 50 Stunden - Woche Kraft weg.
    Deutschland und vor allem links grün haben es so gewollt.

  2. 62.

    Also irgendwas verstehe ich dann wohl tagtäglich in den Medien falsch, hmmm...

    Seit 2015 wird immer wieder von den Unzähligen Fachkräften berichtet die seitdem tagtäglich in unser Land kommen und dieses damit bereichern !!!

    Und unsere Regierung wird uns doch wohl nicht belügen, oder ??? ;o)

    Also wo ist dann das Problem, dann müsste es doch eher heißen wir haben Arbeitsplatzmangel, auf Grund der zu vielen Fachkräfte !!!
    Hmm... verstehe ich nicht...

  3. 61.

    Genau so ist es, seit diesen Jahr verschärft die Politik die Situation noch weiter mit den Arbeitsverhinderungsgesetz (Bürgergeld). Es wird damit ausschließlich die Motivation gefördert weiterhin auf der TV Couch sitzen zu bleiben. Die die Arbeiten gehen müssen Steuern und Abgaben zahlen, sie trifft auch die Inflation viel härter, da sie für Alle Ausgaben selber aufkommen müssen. Also der Arbeitskräftemangel ist politisch genau so gewollt.

  4. 59.

    Glauben Sie wirklich, dass nur Blutdeutsche arbeiten wollen und Werte haben? Warum trifft man dann z.B. auf den schlecht bezahlten Arbeitsplätzen in Pflegeheimen oder bei den Reinigungsfirmen vor allem Migranten? Wie viele Migranten kennen Sie persönlich?

  5. 58.

    Ich habe eine multinationale Familie und war vor 45 Jahren einige Zeit selbst Migrantin im Ausland. Dort wurde mein Studienabschluss auch nicht anerkannt. Einiges hat sich zwar durch das Schengen-Abkommen etwas verbessert. Aber vielfach ist die Situation genau wie von Ihnen beschrieben. Bei meinem Mann dauerte es sieben Jahre, bis er Anfang der 1990er Jahre endlich eine Arbeitserlaubnis erhielt. Aber seine Studienabschlüsse wurden nicht anerkannt und mit damals Anfang 40 galt er als zu alt für den Arbeitsmarkt. Kurz nach der Wende hatten Migranten ohnehin kaum Chancen auf einen Arbeitsplatz. Aber das ist 30 Jahre her. Leider hat sich nicht allzu viel geändert. Die bürokratischen Hürden sind für Migranten noch immer unglaublich hoch. Und wer versucht, ohne Arbeitserlaubnis zu arbeiten, riskiert, wenn er erwischt wird, seine Ausweisung als Straftäter inklusive Einreisesperre.

  6. 57.

    Na wir haben es doch. Deutschland ist ein reiches Land und vor allem haben wir noch viel Platz .

  7. 56.

    Als wenn dann Bürgergeldempfä her anfangen unqualifizierte Arbeit nach zu gehen. Es fehlt doch an Identifikation und den Werten. Es sind andere Kulturkreis, da wird nichts auf den Staat gegeben, nur auf die Familie.

  8. 55.

    Ja, ein Freibrief für Missbrauch. Ob das die Gründungsväter des GG im Hinterkopf hatten?

  9. 54.

    CDU Chef Merz hatte es doch gesagt, die Zuwanderung von Migranten hat eine Million weiterer Sozialleistungsbezieher in Deutschland entstehen lassen.

  10. 53.

    Tja, in einer Gesellschaft, wo ein Youtuber/-in mit 500.000 Followern mehr verdient als ein Mechatroniker bei VW ist das so, dass alle nur noch Blogger werden wollen. Mit hipp/hop dem wirtschaftlichen Kollaps entgegen.

  11. 52.

    Als Erzieher habe ich die Tage an verschiedenen Einstellungsgesprächen teilgenommen. Getränke standen auf dem Tisch, angeboten hat man mir nichts. Das macht was mit einem und rückt den potentiellen Chef in eine Ecke, in der er sich wohl eher nicht sehen will.
    Die "Zeitenwende" auf dem Arbeitsmarkt ist in den Köpfen vieler Personaler noch nicht angekommen. So wird es sich verschieben, hin zu den Arbeitgebern mit Profil und Attraktivität.

  12. 51.

    Hartz 4 lässt grüßen!

  13. 50.

    Heute Morgen im INFO-Radio gehört ,Deutschland hat z.Zt. 84 Mio. Einwohner , soviele wie noch nie .
    Wie kann es da Arbeitskräftemangel geben ?
    Irgendwas läuft da schief !

  14. 49.

    "Wer nach der 3 . Arbeitsvermittlung die Arbeit ablehnt, wird das Bürgergeld gestrichen," Yep, auf dem Papier. In der Realität kommt dann der Gelbe Schein. Das "Bürgergeld" wird dann lieber genommen, statt eine Erwerbstätigkeit aufzunehmen.

  15. 48.

    Vielen Dank für Ihren Hinweis. Wir bitten den Fehler zu entschuldigen!
    Liebe Grüße,

    Ihr rbb24-Team

  16. 46.

    Aktuell gibt es mit 45,9 Millionen Beschäftigten in Deutschland eine Rekord-Quote wie nie zuvor.
    Dazu 3 Millionen Arbeitslose + die verdeckte Arbeitslosigkeit.
    Offenbar mangelt es also nicht an Menschen, die die Arbeit verrichten können.
    1. Die Wirtschaft hat vergessen, genug Menschen rechtzeitig auszubilden.
    2. Die Politik fördert nicht vorrangig die Jobs, die wir brauchen. Es werden Millionen ins Ideologie-Segment gekippt.
    3. Politiker sorgen mit zu hohen Steuern und SV-Abgaben für Geringverdiener bei gleichzeitig nahezu bedingungslosen Sozialleistungen dafür, dass für viele Wohnkonstellationen gar kein Anreiz zur Arbeitsaufnahme besteht.

  17. 45.

    Liebes RBB Team,
    die pädagogische Geschäftsleitung heißt Katja Grenner und nicht Katja Renner.
    Mfg. eine pädagogische Fachkraft des Eigenbetriebes Kindergärten City

  18. 44.

    Also, wenn Sie einen Abschl. einer Staatl. Universität o. Staatl. Hochschuleinrichtung besitzen, stehen die Chancen gar nicht so schlecht. Nur ist es prakt. so, dass ein Flüchtling andere Umstände erlebte, als an die Mitnahme seines Originalpapiers des Bildungsabschlusses zu denken. Es gibt Schwierigkeiten bei digitalen Aufnahmen & Papier-Kopien. Auch die Frage, welcher Art, diplomat. Abkommen der Länder mit D sind, die dann eine Entscheidung dt. Seite erlauben. Das kann Bürger kaum beeinflussen. Ich habe aber auch Personen aus Syrien erlebt, m. Originalpapieren wie ein Kunstwerk, in dem aber wesentl. Angaben zur Zeit der Ausbildung von-bis, Ort & Namen der Bildungseinrichtung fehlten(Festgest. bei der Übersetzung)durch vereid. Übersetzer. Also nicht einf., aber auch nicht ganz hoffnungslos. Einzelfallentsch. d. Behörden. Aber nur Mut, auch ehem. DDR-Bürger hatten derart Schwierigkeiten u. mussten tw. fehl. Prüfungen nachholen. Oder umschulen.

  19. 43.

    Wer nach der 3 . Arbeitsvermittlung die Arbeit ablehnt, wird das Bürgergeld gestrichen,

  20. 42.

    Wenn jeder nur noch das machen muss, worauf er Bock hat, dann können wir in Deutschland wohl bald die Rollläden runterlassen.

  21. 41.

    Hinterfragen Sie solche Meldungen eigentlich auch?
    Wie können ungelernte Kräfte knapp werden?
    Wir haben fast 3 Millionen Arbeitslose - wenn nicht sogar inoffiziell fast 4 Millionen.
    Sind da denn keine Menschen dabei, die arbeitsfähig sind?

  22. 40.

    Es sitzen aber auch noch genug ungelernte Kräfte im Bundestag. Die könnten dann an der sogenannten Basis mal ganz neue Erfahrungen machen. Vielleicht verstehen sie dann auch das arbeitende Volk, das nicht bis 70 arbeiten will und kann, damit alle Schmarotzer gut durchs Leben kommen .

  23. 39.

    Deine Antwort ist vor Dummdreistigkeit kaum zu toppen.
    Noch mehr so geistige Tiefflieger Sprüche?

  24. 38.

    Momentan finde ich keine nennenswerte Arbeit. Bin 44, sehr gesund aber außerhalb meines alten Jobs als Baumpfleger und Gärtner auf der Suche zum Quereinsteigen in vielen Bereichen unterwegs (gewesen).
    Keine Antwort oder Absagen gab es nahezu immer.
    Ob in Berlin oder mittlerweile hier (weit weg) in Trier - wollen Sie eben nur Superhelden mit 150 Jahren Berufserfahrung.
    Sooo dolle scheint die Not ja wohl nicht zu sein.
    Auch im Bekanntenkreis höre ich manchmal von sehr (sehr) wählerischen Betrieben - wie so oft in der Realität ganz im Gegensatz zu den schrillen Notrufen aus den Medien.

  25. 37.

    Vielleicht informieren Sie sich einfach mal, welche Bedingungen man erfüllen muss, um eine Arbeitserlaubnis beantragen zu können. Es dauert Monate bis Jahre, bis der Aufenthaltsstatus geklärt ist. Menschen mit nicht abgeschlossenem Asylverfahren erhalten beispielsweise keine Arbeitserlaubnis. Sie dürfen auch ihren Wohnort nicht wechseln, so lange sie keine entsprechende Aufenthaltsgenehmigung haben. Und wenn sie diese Hürde genommen haben, kommen erst Deutschkurse usw. Ausländische Abschlüsse und Ausbildungen werden in Deutschland meist nicht anerkannt. Das Problem sind nicht arbeitsunwillige Migranten, sondern die schwerfällige deutsche Bürokratie.

  26. 36.

    Mensch die wollen doch garnicht, haben sie das noch nicht begriffen??
    Die Türken die wollen,arbeiten alle und zwar sehr fleißig . Der Rest will NICHT

  27. 35.

    Falls Bedarf besteht: Es sitzen genug ungelernte Kräfte im Bundestag.

  28. 34.

    Dass dein Lohn so niedrig ist, ist mit deine Schuld. Rede mit Chef oder kündige und suche dir was anderes.

  29. 33.

    1. Das ist von 2005. Also uralt.
    2. Das sind die Daten von "Zugewanderten", wie klar deklariert wird. 2. und 3. Generation sind nicht zugewandert.

  30. 32.

    Es scheint das die vielen ungelernter Migranten auch nicht willens sind diese einfachen Tätigkeiten auszuüben.

  31. 31.

    Traurig ist auch Ihr Kommentar weil Sie einfach nicht verstehen wollen/können, dass man für seinen Lebensunterhalt arbeiten muss statt nur die Hand aufzuhalten. Das Volk (oder sagen wir besser Leute Ihrer Einstellung) ist nicht ausgebrannt, sondern verwöhnt von den letzten 30 Jahren!

  32. 30.

    Das Bürgergeld sollte weiter erhöht werden, sonstige Subventionen auch.
    Wenn das Nichtstuen nach allen Regeln der Kunst gefördert werden, ist Arbeit und Erwerb nicht notwendig.

  33. 29.

    Das war doch klar, bei dem Bürgergeld+Miete+Energiekosten + was weiß ich noch, hat doch keiner mehr Bock auf Arbeit. Aber die Sozis und Grünen verstehen das nicht........

  34. 27.

    und was wollten Sie damit der geschätzten Öffentlichkeit mitteilen? ..... Habe nämlich keinen Fernseher:)
    Leider hat man jeden Tag ganz legal Kontakt mit den bestehenden Problemen. Und noch mehr, wenn man ehrenamtlich tätig ist. Wobei ich echt am Überlegen bin, ob ich das nicht doch noch aufgebe. Denn der Politik beim Arbeiten zusehen zu dürfen, ist schlicht belastend! Aber man benimmt sich auch, auch eine Erfahrung! Andererseits hat man mitbekommen, dass die Bürger mehr durchsetzen könn(t)en, wenn sie es denn wollen.
    Nicht nur meckern, sondern (selber) die Veränderungen auf den gebotetenen Wegen erreichen, die Ur-alt-Weisheit.
    Vor allem hoffe ich, dass die Betr. nun endlich mal den 1. Schritt machen:IHK, ich will ! ...

  35. 26.

    Verstehen tue ich dies alles nicht, es gibt doch soviele Sozialleistungsempfänger.Sind wirklich alle so krank,m dass diesen kein Job zugemutet werden kann?

  36. 25.

    Schonmal bemerkt Ihr Volk, was nicht mehr folgt: seit mindestens 2 Jahren aus allen Bereichen des öffentlichen Lebens, aus der Gesellschaft nur noch katastrophale Nachrichten, gönnt euch doch mal einen entspannten Nachrichtenabend im ÖRR von 19.00 heute über 19.30 rbb und dann 20.00 Tagesschau...Depression nicht nur in der Wirtschaft, auch das Volk ausgebrannt und ohne Zuversicht....die Politiker ohne Visionen, galoppieren von einer Talkshow zur nächsten und haben
    Keine Antworten... traurig

  37. 24.

    Was nutzt eine Attraktivität der Stadt , wenn ich Mo-Sa/So in 2-3.Schichtbetrieb arbeiten soll ? Ob Kassierer bis 21-22 Uhr , oder als Produktionshelfer am WE arbeite. Bsp. Tesla 24/7. Nicht nur mir ist Freizeit wichtiger. Ich muss dabei auch nicht mal Hungern. Zahlt anständige Löhne , verheizt die Leute nicht , und hört auf über Rente mit 70. zu Diskutieren.


  38. 23.

    Laut Migrationsbericht 2021 (gestern im Kabinett verabschiedet) haben von 1,3 Mio zugezogenen Ausländern ca. 40.000 Personen eine Arbeitserlaubnis beantragt. Also ca. 3% wollen und können offiziell arbeiten.
    Die Interprätation dieser offiziellen Zahlen darf jeder für sich selbst vornehmen!

  39. 22.

    Dem Bürgergeld sei Dank!

  40. 21.

    Komisch, dabei sind doch kürzlich Millionen von Fachkräften eingewandert.

  41. 20.

    Ein Beitrag aus der TAZ von 2020, der so betitelt steht: „ Türken gehen in Berlin unter“

    75% der Berliner Türken haben keinen Schulabschluss, jeder zweite lebt von Sozialleistungen, die Arbeitslosenqoute liegt bei 44%, 14% absolvieren das Abitur und 25% der Frauen sind erwerbstätig. Das ist übrigens die 2.und 3. Generation der früheren Gastarbeiter. Quelle ist das DIW.
    Wie kann es sein, dass wir diese Menschen einfach vergessen haben und niemanden mitgenommen haben, sie in ihrer Welt sich selbst überlassen. Ein brachliegendes Potential von Arbeitskräften, die uns anscheinend völlig egal sind.
    Ist es genug, wenn diese in der Schattenwirtschaft verschwinden und dort ausgebeutet werden?
    Ich wollte das gar nicht glauben, ich finde das ist unverständlich, denn es geht um die 2.und 3. Generation, die wir einfach ins Abseits geschoben haben.
    Warum bieten wir diesen jungen Männern und Frauen nicht einen fair bezahlten und steuerpflichtigen Arbeitsplatz?

  42. 19.

    Auf jeden Fall! Bzw ne kleine Karrenzeit wie in Italien. Ich glaube dort waren es 8 Monate, danach wird der staatliche Geldhahn zugedreht.
    Na mal schauen wie es dieses Jahr wird, wenn du ALG II Empfänger noch zusätzlich Geld bekommen wenn sie eine Weiterbildung/Ausbildung machen. Vielleicht kommen dann ja welche von der Couch....

  43. 18.

    Ich wundere mich über gar nichts mehr, gehörte ich zu der sog. Generation, der man unverblümt sagte, sie sei zu alt, denn mehr war mir/uns nicht vorzuwerfen. Die Wirtschaft hat sehr gut an uns verdient in dieser Zeit, da wir aus Angst, den Arbeitsplatz zu verlieren, nahezu alles mitgemacht haben, auch ungerechtfertigte Unterbezahlung in Kauf genommen haben, weil die damaligen HartzIV-Regelungen den totalen Abstieg bedeuteten. Ich hatte ledigl. den Fehler gemacht, einen Sozialberuf/Lehre zu studiere. Was sich als unverzeihl. herausstellte. Jetzt muss die damit Wirtschaft klarkommen, dass jetzt einige Verbrauchergruppen, aus der Gewinnerwirtschaftung herausfallen. Denn die Rente von ü40 Arbeitsjahren reicht fürs kleine Wohnen & noch zum Essen, wenn man sich einschränkt. Gelegentl. für einen schönen Tag. Das sog. Dasein jenseits der 67(RZF: 1,09 hatte ich mir ein wenig anders vorgestellt. Aber das Geld einteilen, das konnte ich ü 25 J. einüben!

  44. 17.

    Oh nein, müssen jetzt etwa die Bürgergeldbezieher befürchten,zur Arbeit verdonnert zu werden?

  45. 16.

    Lustig was hier wieder so abgesondert wird;)
    Die üblichen Verdächtigen wieder.
    Das "disziplinierte,preußische"(prust),6Tage woche.Da kommt man aus dem staunen und lachen nicht mehr raus.Aber plustern se sich ruhig weiter auf;)sind ihre Nerven.An-suche in Neukölln damit diese "Personen" nicht auf dumme Gedanken kommen(lach)naja jeder blamiert sich so gut er kann.Die armen Arbeitgeber,nun sollen die sich auch noch Mühe geben,sowas aber auch.

  46. 15.

    Was ist mit den Menschen die Bürgergeld erhalten? Ich meine die Gesund sind und keinen Bock haben zu arbeiten. Eine Arbeitspflicht und nicht nur die Hand aufhalten.

  47. 14.

    Meinen Sie, irgendwer bekommt das Bürgergeld nachgeschmissen? Meinen Sie, man könne davon leben? Wahrscheinlich unterteilen Sie die Menschen in Faule und Fleißige. Aber so einfach ist das da draußen in der realen Welt nicht, da nützt es nicht, wenn die Armen Verteilungskämpfe kämpfen, da muss man zusammenhalten und in eine Richtung schauen.

  48. 13.

    Wenn kein Personal vorhanden ist,
    macht mensch weniger, plant länger, kauft
    besserwertiger, pflegt mehr.
    Wer Personal als billigen Fußabtreter
    benutzt,
    wer Den einstellt Der gerade durch die Tür
    kommt,
    wen Arbeitszeiten, Feiertage und Urlaub
    nicht interessieren,
    Familien egal sind ...
    Macht Das Licht Aus.

  49. 12.

    Sehe ich auch so. Nicht nur Neukölln hat viel Potenzial. Dann kommen auch diese Personen, nicht mehr auf dumme Gedanken. Wenn sie den ganzen Tag schaffen müssen, wie tausende Andere, sind sie Abends anteilig ausgepowert.

  50. 11.

    Ausbildung/Bezahlung/Anspruch unter einem Hut zu bringen erfordert immer mehr Kreativität auf beiden Seiten. Es ist auch eine Chance sozial Schwächeren mit Chancengleichheit zu helfen. Sei es die duale Ausbildung, sei es Alleierziehenden Arbeitszeiten zu bieten, dass sie Vollzeit machen können, sei es Wohnungen in Arbeitsnähe anzubieten usw. Eine echte Herausforderung. Da ist Mindestlohn ein Witz.
    Ein echt kreatives Mittel: Die Arbeitszeit von 5 Tagen auf 4 Tage um zu verlegen. Oder umgedreht, von 5 Tagen auf 6... Warum nicht?

  51. 10.

    Wie sagte der Mann von der Handelskammer: „Das disziplinierte „preußische“ mögen die Jugendlichen nicht so sehr.“
    Das ist genau das, was den Meisten fehlt, Disziplin in der Ausbildung. Sie wollen sofort ohne sich groß anzustrengen das große Geld verdienen.

  52. 9.

    Seien wir doch mal ehrlich, ich habe zwei Lehrberufe, Maschinenschlosser und Elektriker, mein Stundenlohn beträgt 14,50 €. Der Mindestlohn liegt bei 12 bis 13 €, der Unterschied ist eigentlich gar nicht so groß. Wenn man allerdings so verschiedene Meinungen hört von Leuten die früh morgens nicht aufstehen müssen, dann ist die am häufigst vertretenste, warum sollte ich mir das antun wenn ich Miete und Heizung bezahlt kriege. Auch wenn einige es nicht wahrhaben wollen wir haben hier gerade bei uns in Berlin viele die sich eingerichtet haben in der sogenannten sozialen Hängematte. Es gebe Möglichkeiten zu differenzieren, zwischen denen die Arbeiten könnten aber nicht wollen und denen die nicht können. Man muss sich nur die Mühe machen.

  53. 8.

    "400.000 Menschen weniger, die Lohnsteuern zahlen oder eine Familie ernähren und die Wirtschaft am Laufen halten."
    Absurd - wenn man keine "Familie ernähren" muss.
    Zudem kann man NIEMANDEN zwingen einer bestimmten Artbeit nachzugehen - Art 12 GG
    Und in einem anderen RBB-Bericht war zu lesen, dass der Übergang ins Berufsleben scheinbar Vielen schwerfällt.
    Selbst die vielen arbeitslosen Jugendlichen aus den EU-Nachbarländern sind nicht so doof hier zu "malochen".
    Link: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/74795/umfrage/jugendarbeitslosigkeit-in-europa/

  54. 7.

    Klar, warum soll man denn arbeiten gehen und/oder einen Beruf erlernen, wenn man Geld vom Amt geschenkt bekommt?
    Völker der Welt, schaut auf diese Stadt, hier braucht man nur die Hand aufzuhalten …
    Sooo traurig …

  55. 6.

    Es gibt mehr als genug Arbeitslose, um die leeren Stellen aufzufüllen. Der Staat bekommt das nur nicht auf die Reihe.

  56. 4.

    "fehlende Arbeitskräfte für Basisarbeiten in Gastronomie, Handel etc...."Na logisch. Wenn der Mittelstand schon Probleme hat mit seinem Einkommen seine Lebenshaltungskosten zu decken ,wie will die selbsternannte, "für junge Leute attraktive Stadt Berlin " dann Arbeitskräfte anlocken die bei Löhnen von 12 oder 13 Euro für Ungelernte keine Chance haben um sich z.B Wohnraum zu leisten?

  57. 3.

    Dieses ach so „neue“ Problem wurde unter der Primisse Sparzwang und Aussitzen vor über 20 Jahren begonnen…..jetzt bitte nicht Jammern und selbst Hand an legen wie z.B Handwerk.Dazu gibt es gute Tipps aus der Zeit nach 45 zu sehen im Blogger TV, damals ARD. Nur Mut Freunde!

  58. 2.

    Denn heute sei der Arbeitgeber oft nur einer von vielen. Die neue Stelle wird von vielen nicht mehr als Berufung, sondern als "Lebensphase" gesehen, sagt die Geschäftsleiterin.

    Und das wurde höchste Zeit, angesichts der Abgabenlast, die man als einfacher Arbeitnehmer in Deutschland zu bewältigen hat. Viel zu lange haben sich die deutschen Arbeitnehmer überwiegend ausbeuten lassen aus Angst keine neue Stelle zu finden.

  59. 1.

    Grundsicherung( ALG II, bzw. „Bürgergeld“) nur noch für Arbeitsunfähige(chr. Kranke, Behinderte, Rentner,Kinder) bewilligen, dann gibts wieder Arbeitskräfte.

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