rbb|24-Datenrecherche - Bei einfachen Snacks und Imbissen schlägt die Inflation besonders zu

Mi 26.04.23 | 07:51 Uhr | Von Haluka Maier-Borst
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Ein Mädchen isst Pommes
Audio: Fritz | 26.04.2023 | Anja Haufe | Bild: dpa/R.Utrecht

Gemüsesuppe für vier statt zwei Euro und Pommes für das Dreifache des Preises von vor einem Jahr: Eine rbb|24-Datenrecherche zeigt, dass gerade in der einfachen Gastronomie sich die Preise besonders stark verteuert haben. Von Haluka Maier-Borst

Am Wochenende mit Freunden und Freundinnen schick essen gehen. Oder nach einem langen Arbeitstag noch schnell ein einfacher Snack. Das gehört zu den kleinen Vorzügen des Lebens. Doch in Zeiten der Inflation sind gerade der Imbiss und die einfachen Gerichte auswärts sehr viel teurer geworden, wie eine Datenrecherche von rbb|24 zeigt.

Während kleine Gerichte und Beilagen sich binnen neun Monaten im Mittel um mehr als 25 Prozent verteuert haben, sind es bei Gerichten, die bislang zehn Euro und mehr gekostet haben, nur acht Prozent.

Besonders deutlich wird die Situation, wenn man sich einzelne Extrembeispiele für Gerichte anschaut. Während zum Beispiel ein T-Bone-Steak in einem Berliner Restaurant nun 32,90 Euro kostet anstatt wie bisher 28,90 Euro, gibt es in einem anderen Berliner Restaurant die Portion Kartoffelpuffer inzwischen für sportliche 11,90 Euro – anstatt für zuvor sehr preiswerte 3,50 Euro.

Ähnlich ist es mit den Pommes. Je nach Restaurant finden sich hier Preissprünge von 2,90 auf 3,50 Euro (plus 21 Prozent) oder gar von sehr günstigen 1,80 Euro auf 5,90 Euro (plus 228 Prozent). Gleichzeitig ist ein "Scampi-Pfännchen" im Preis "nur" von 23,50 Euro auf 25,50 Euro (plus 8 Prozent) gestiegen.

Dass vor allem die zuvor günstigen Gerichte extrem im Preis zulegen, ist ein Muster, das vergleichbar ist mit einem anderen Phänomen in der Inflation. Nämlich dass Discounter-Produkte deutlich mehr im Preis angezogen haben als Marken-Produkte. Und auch hier können wieder verschiedene Gründe angeführt werden.

Woher kommen die Daten?

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Argumentiert man aus der Sicht von Gastronomen, so ließe sich sagen, dass kleine Imbisse und Restaurants wohl knapper kalkulieren. Entsprechend schlägt die allgemeine Inflation viel heftiger durch als in der gehobenen Gastronomie, weil die Preise der Zutaten und die Kosten für die Energie einen größeren Anteil des Endpreises ausmachen.

Hinzu kommt, dass generell in der Gastronomie die Arbeitskräfte fehlen. Entsprechend müssen Restaurants inzwischen mit deutlich mehr als dem Mindestlohn Arbeitskräfte locken, wie Britta Schautz, die Projektleiterin für den Bereich "Lebensmittel und Ernährung" der Berliner Verbraucherzentrale erklärt. Nicht jeder stark angezogene Preis sei also per se unverhältnismäßig.

Argumentiert man aber aus Verbrauchersicht, so sind die Preissteigerungen trotzdem oft zu hoch. Denn während die allgemeine Vorjahresmonat-Inflation bei 7,7 Prozent für Berlin liegt, ist selbst das mittlere Gericht laut rbb|24-Recherche 13 Prozent teurer geworden. Und das alleine im Zeitraum Juni 2022 bis April 2023. Schautz sagt: "Wo wir vom anderthalbfachen, doppelten Preis oder mehr reden, kann man schon sagen, dass das weder der Inflation noch einer überfälligen Anpassung geschuldet ist."

Grundsätzlich deutet die rbb|24-Datenrecherche auch an, dass die veröffentlichten Zahlen des Statistischen Landesamtes die aktuellen Probleme der Inflation nur unzureichend beleuchtet. Denn wie auch bei den Lebensmitteln scheint es massive Unterschiede zwischen der Verteuerung bei günstigen und Premium-Produkten zu geben. Es unterscheidet sich aber dabei auch die Methodik der Statistischen Landesämter von der Methodik, mit der rbb|24 rechnet.

Das Statistische Landesamt sammelt monatlich Daten dazu, wie sich bestimmte Produkte oder zum Beispiel bestimmte Gerichte in Läden oder eben Restaurants verteuert haben. Das hat den Vorteil, dass die Inflation danach berechnet wird, was typischerweise jemand im Restaurant bestellt. Sobald aber jemand von diesem Idealtyp der Statistik abweicht, kann seine persönliche Inflation sehr anders ausfallen.

rbb|24 hat dagegen von 44 Restaurants in Berlin die kompletten Speisekarten digital gescannt und die mittlere Inflation all dieser Produkte errechnet. Entsprechend können sich die errechneten Preissteigerungen unterscheiden. Das ist somit die durchschnittliche Menü-Inflation gewissermaßen. Wie oft oder selten ein Gericht vielleicht aber bestellt wird, fließt bei dieser Berechnung nicht ein.

Die Tatsache, dass speziell die günstigeren Speisen teurer geworden sind, hat aber auch eine soziale Komponente. So sagt die Verbraucherschützerin Schautz, dass insbesondere die Einkommensschwachen diese Entwicklung hart trifft. "Diese Menschen müssen sowieso schon mehr sparen, weil eben Lebensmittel im Einzelhandel teurer geworden sind und wenn nun auch die einfachen Gerichte stark im Preis anziehen, dann wird Essengehen zu etwas sehr Exklusivem."

Und an dieser Situation wird sich wohl erstmal nichts ändern. Denn das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung in München (Ifo) zeigte in seiner jüngsten Branchenumfrage zu den Preiserwartungen, dass sowohl im Einzelhandel als auch der Gastronomie nach wie vor die Mehrheit von weiter steigenden Preisen ausgeht.

So abgedroschen es klingen mag: die Inflation wird wohl auch in den nächsten Monaten weiter die Ärmeren deutlich härter treffen als die Reichen.

Sendung: Fritz, 26.04.2023, 06:30 Uhr

Beitrag von Haluka Maier-Borst

61 Kommentare

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  1. 61.

    Es gibt nur dumme Käufer,das bewahrheitet sich immer wieder.Wenn mir der Preis exorbitant zu hoch ist,lasse ich es,obwohl ich es könnte.Mir gehts um das Prinzip.

  2. 60.

    Imbissbuden hatten von allen gastronomischen Einrichtungen am wenigsten unter den Corona-Maßnahmen zu leiden.

  3. 59.

    Ich brauche weder lactosefreie noch sonst was für Neuschöpfungen an Lebensmitteln. Auch sonst fehlt es bei an mir an Hype & drive.
    Dennoch fragt man sich, was es bei Magerquark 20% eines Preisaufschlages von fast 1 EUR bedarf.
    Vielleicht haben Sie da ja eine Erklärung?
    Im übrigen sind Ihre Begriffe früher noch ohne (D)Englisch ausgekommen und hießen schlicht und erfreifend:nominal Produkte.

  4. 58.

    Wer ist egoistisch?
    Der Imbissbudenbesitzer, der die Coronajahre durchstehen musste, seine Leute/Preissteigerungen finanzieren muss, evtl. um sein "Familienunternehmen" bangt, seine eigene Miete ect. bezahlen muss und nicht weiß (wie wir alle), was noch so auf uns zukommt?
    In der derzeitigen Situation würde Sie zum Unkostenpreis verkaufen oder doch versuchen etwas "vorzusorgen"?

  5. 57.

    Alle springen auf den Zug auf, der Mensch ist halt egoistisch. Finde ich übrigens gut.

  6. 56.

    Danke für den interessanten Artikel. Wohl wahr, die Preissteigerungen treffen vor allem die, die ohnehin wenig haben. Und normalerweise verkneift man sich dann den Luxus. Der Besuch am Imbissstand oder im Restaurant ist zwar schön, aber nicht lebensnotwendig. Und - wenn es sich um Fastfood handelt - auch nicht unbedingt gesund. Andererseits kann man das hier eingesparte Geld möglicherweise für hochwertigere Lebensmittel im Supermarkt einsetzen. Hängt halt davon ab, wie oft man sonst üblicherweise außerhalb isst. Aber wenn es möglich ist, hat man sogar was gewonnen. Und selber zu kochen kann ja auch Spaß machen. Think positiv!

  7. 55.

    Ein Glück habe ich noch nie irgendwelche Imbissbuden frequentiert. Wurst und Döner und Glutamat-Nudeln - nee danke. Hat mir zum Glück alles noch nie geschmeckt. Ich gehe lieber einmal im Monat lecker und dann auch etwas teurer essen und ernähre mich ansonsten von Selbstgekochtem.

    Vielleicht wird die Gesellschaft ja durch diesen enormen Preisanstieg etwas gesünder und schlanker - dann ist es doch eigentlich eine positive Entwicklung.

  8. 54.

    6 Döner Buden auf 500 Meter, da sollte doch der Verbraucher etwas machen können!
    und beim Preis ist es natürlich nur Zufall, wenn alle im Gleichschritt erhöhen

  9. 53.

    Mit Inflation ist die Preissteigerung an den Imbissbuden nicht zu begründen, sondern mit Morgenluft. Also Finger weg, dann regelt Angebot und Nachfrage das von alleine und keiner von den Gierhälsen wird dadurch mehr Umsatz machen (und gesünder isses auch noch) ...

  10. 52.

    Wie muss der Preis gesetzlich angegeben werden? Frage beantwortet.

  11. 51.

    Sie behaupten, sie müssen liefern. Ich zweifle lediglich ihre kruden Behauptungen an. Kleiner Tipp: lesen sie weniger Unsinn im Internet, erhöht die Lebensqualität ungemein.

  12. 50.

    "lag aber immer über Mindestlohn"

    "Dann hat sie gekündigt und bekommt jetzt woanders Mindestlohn"

    Ihre Verwandte verdiente Mindestlohn und kündigte, um anschliessend wieder Mindestlohn zu verdienen?

    Ergibt Sinn.

  13. 49.

    Deswegen esse ich nicht mehr solches Fast Food. Die Preise sind einfach zu hoch.

    Gleiches auch bei Süßigkeiten. 2,59 EUR für Kinder Country, was ich schon mit 1,99 EUR zu teuer empfand, weil der Preis 1,49 EUR zuvor schon an der Schmerzgrenze war, denn es sind immerhin 2,99 DM, was wiederum an damalige Tankstellenpreise erinnert.

    Nein, danke. Für mich sind Süßigkeiten nun langsam ein Relikt aus der Vergangenheit.

  14. 48.

    Entwarnung Leute. Es geht niemand pleite. Die verkaufen nur nichts mehr. Vorrübergehend natürlich. Wie sie mit den Schulden dann einen neuen Imbis öffnen oder ihre Kredite abzahlen, da muss Habeck noch mal zu Maischberger zum beantworten.
    Ich kaufe mir auch keinen Döner mehr für 6 Euro oder teurer. Nicht zu vergessen: doppelter Preis = doppelte Steuereinnahmen für Lindner. Könnte man auch sagen der Staat saniert sich durch die Folgen seiner Sanktionspolitik?

  15. 47.

    Die Leute wissen traurigerweise so wenig über Ernährung. Sie sind einfach zu faul

  16. 45.

    Dann benennen Sie doch auch nur einen einzigen Buchstaben dieser Aussage, der nicht der Realität entspricht. Zur Erinnerung "WIR verzichten auf günstige Energie und Rohstoffe. Kaufen lieber das exorbitant überteuerte von unseren "Freunden", die un s schamlos ausplündern." Der User schreibt doch auch noch "schöne Grüße an PCK" PCK bekommt kein/zu wenig ÖL weil ? weil ? ? ? Weswegen bauen wir Flüssiggasterminals in Naturschutzgebiete um da völlig überteuertes LNG von wem anzuliefern ? ? weil ? weil ? ? ? Wie kann man nur so Faktenignorant sein? Das sind doch keine Propagandainformationen von irgendeinem fremden Terrorstaat sondern das kann jeder in unseren eigenen Medien nachlesen. Natürlich könnte man darauf kommen, wenn einer ein Embargo verhängt und dann behauptet der andere setzt das unter Embargo liegende als Waffe ein schon mal nachdenklich werden.

  17. 44.

    Alles ein Wahnsinn, macht alles keinen Spaß mehr!

  18. 43.

    Momentan sind die Imbisse etc noch dabei, die Preissteigerungen des letzten Jahres zu verkraften, drohen doch ordentliche Nachzahlungen im Energiebereich. Und solange sie noch keine Abrechnung haben und nicht wissen wo sie wirklich stehen, werden sie mit ihren Preisen trotz jetziger Preissenkungen nicht sofort runtergehen (können). Dafür habe ich Verständnis.
    Ob man jetzt 5 € für eine Bratwurst ausgibt/ausgeben kann, wird natürlich jede/r selbst entscheiden. Wenn einem was an diesen Läden oder deren Inhabern liegt, wird das wohl eine Zeitlang (?) In Kauf nehmen. Die anderen natürlich nicht. Der Vorwurf der Preistreiberei würde ich diesem traditionell nicht gerade reichen Gewerbe allerdings nicht machen. Zu fragil ist deren Existenz.

  19. 41.

    Wenn ich mein Geld zusammen halten muss ist es das erste, was ich weg lasse, am Imbiss oder überhaupt auswärts zu essen.
    Das ist doch nun wirklich nicht schlimm, finde ich, meine Enkelin sieht das anders, muss noch viel lernen, das Kind :-)

  20. 40.

    Doch, ich glaube es.
    Eine Verwandte von mir bekam bei einem "privaten" REWE-Markt in Berlin als Verkäuferin auch über 10 Jahre keine Lohnerhöhung, lag aber immer über Mindestlohn, da davor Tarif gezahlt wurde. Sie hat es ertragen und sich schön geredet wegen netter Kollegen, kurzem Arbeitsweg und schlechten Chancen wegen ihrem Alter Ü50. Dann hat sie gekündigt und bekommt jetzt woanders Mindestlohn und feste Arbeitszeiten; aber 1h Anreise.

  21. 39.

    Für ne Bratwurst am Imbiss sollten wir 5,-€ zahlen.
    Das wären für zwei 10,-€.
    Ne, da verkneifen wir uns das lieber, holen uns eine Packung Wurst aus dem Supermarkt oder Discounter, braten oder grillen die zu Hause oder im Garten. Kostet umgerechnet um die 1,-€.
    Wenn wir länger unterwegs sind dann wird ein sogenanntes Lunchpaket fertig gemacht (Stulle mit was drauf) u. etwas zum trinken mitgenommen.
    Ich glaube bei den Preisen wird bald so mancher Imbiss Pleite gehen.

  22. 38.
    Antwort auf [Wossi] vom 26.04.2023 um 09:56

    Was ist daran unmoralisch???
    In der kapitalistischen "Logik" aber wohl nicht anders machbar.

  23. 37.

    Schonmal etwas vom Hype gehört?

    CleanEating - gibt es seit Jahrtausenden.

    Unverschämt billig ist es auch.

    3,33 Passt schon.

  24. 36.

    "Nicht nur beim elektrischen Strom und bei der Currywurst explodieren die Preise."

    Verbreiten sie bitte keine Fakenews. Der Strommarkt hat sich insgesamt entspannt. Für Ökostrom zahle ich aktuell 38 Cent pro kWh.

  25. 35.

    "WIR verzichten auf günstige Energie und Rohstoffe. Kaufen lieber das exorbitant überteuerte von unseren "Freunden", die un s schamlos ausplündern."

    Dieser Satz reicht aus, um ihre Geisteshaltung einzuordnen.

  26. 34.

    "Wir bekommen halt keine Gehaltserhöhung (seit bald 10 Jahren)"

    Das glaubt ihnen kein Mensch.

  27. 33.

    Das wäre ein Tagessatz von 3,33 EUR. Was essen Sie da? Gesund? Und gut verpflegt?
    Entweder Sie kennen die Presie nicht oder müssen nicht genau sehen, was Sie in Ihren Einkaufskorb packen.
    Ich kann mir zwar etwas mehr als diesen Tagessatz (doppelt!) leisten, aber "ganz schön enge" ist es trotzdem.

  28. 31.

    Es bringt doch nichts über die Symptome zu jammern. Man muss die Gründe und Verursacher zur Rechenschaft ziehen. WIR verzichten auf günstige Energie und Rohstoffe. Kaufen lieber das exorbitant überteuerte von unseren "Freunden", die un s schamlos ausplündern. Neben den Preiserhöhungen zerstören wir damit unsere Wettbewerbsfähigkeit. WIR betreiben Embargos (Gruß an alle PCKler)WIR kündigen Verträge auf und halten uns nicht an Absprachen. Wir schalten unsere Atomkraftwerke ab (was eigentlich gut ist), kappen aber gleichzeitig auch die dafür geplante Brückentechnologie, was Idiotie ist, denn man hat für nichts Ersatz. Wenn ich an einer Formel Parameter ändere, dann kommt am Ende natürlich nicht mehr das Selbe Ergebnis heraus wie zuvor.

  29. 30.

    Nur das die Preise im unteren Sektor auf breiter Front explodiert sind, selbst Magarine ist keine Alternative mehr (Beispiel). Selbst wenn jetzt die Preise für einige Lebensmittel wieder sinken, die Preise in anderen Sektoren ziehen jetzt nach.

  30. 29.

    Inflation hin o. her, es spielen mehr Faktoren bei der Preisentwicklung eine Rolle. Wie sind die Gewerbemieten, gibt es den Imbiss/das Restaurant schon lange oder eher nicht? Liegt der Imbiss im Zentrum/den Hotsports oder außerhalb? Dann sind da noch Angebot u. Nachfrage. Viele Gäste/Touris, höhrere Preise= mehr Einnahmen. Es gibt durchaus Gastwirte, die daran verdienen wollen und die Erhöhungen ungerechtfertigt sind. In den Restaurants/Gaststätten/Imbisse, die zu unseren Stammlokalen gehören, auch mal für einen schnellen Snack, kann es sich Ottonormalverbraucher auch noch leisten und trotzdem sehr lecker und gepflegt essen gehen. Vielleicht sollte der rbb die Datenrecherche mal etwas detaillierter veröffentlichen. So liest es sich nur negativ, was es nicht in jd. Fall ist.

  31. 28.

    Das ist natürlich besonders schlimm. Vor allem wenn man bedenkt, dass zwar den Medien zufolge Kochen voll im Trend liegt (aber sowas von!), aber sich ein Großteil der Berliner von Fast Food und ähnlichem Fraß zu ernähren scheint. Anders könnten die zahllosen Döner- und Burgerbuden, die mittlerweile nicht nur in Touristengegenden einen Großteil des verbliebenen Einzelhandels ausmachen (der andere Löwenanteil besteht aus "Spätis", Verkaufsschlager: Bier), nicht überleben.

    Freilich: Wer regelmäßig sechs bis acht Euro für einen Döner ausgibt, sollte sich vielleicht nicht wundern, wenn er die Stromrechnung oder die Miete nicht mehr bezahlen kann. Oder auch: Was so alles als soziales Elend gilt ...

  32. 27.

    Nicht nur beim elektrischen Strom und bei der Currywurst explodieren die Preise. Auch bei den Wärmepumpem sehen die US Investoren goldene Zeiten anbrechen und Viessmann geht in die USA. Jetzt will Habeck da den Verkauf "prüfen". Wenn man einmal in den Markt eingreift (Wärmepumpenzwang de facto) , dann muss man damit rechnen solche Dinge herauf zu beschwören. Mal sehen ob er dann wieder einen neues Gesetz macht (der nächste Eingriff) um den ursprünglichen Fehler zu „verbessern“.

  33. 26.

    Die Aussage im Artikel ist nur zum Teil richtig. Denn: Es gibt sie noch, die gemütlichen kleinen Imbisse u. Restaurants z.B. in den vielen Grünanlagen Berlins, in denen der Priesaufschlag moderat und durchaus zu vertreten ist. Doch dazu müsste man sich abseits der großen Touri-Hotspots bewegen. In Mitte oder am Ku´damm ´ne Curry mit Pommes? Oder am/im Zoo? Nee. Wir sind als Berliner sehr viel unterwegs, sowohl beruflich als auch privat und haben die Erfahrung gemacht, dass überwiegend dort, wo sich viele Touris bewegen und auch Gewerbemieten wahrscheinlich exorbitant hoch sind, die Preise in die Höhe geschnellt sind, so dass einem der Appetit vergeht. Es ist wie im Urlaub: Wir bevorzugen die zweite o. dritte Linie, also weg aus dem S-Bahnring. In der Wo. nimmt man sich seinen Imbiss eben von zuhause mit und bummelt nur am WE durch die Stadt. Ist entspannter ...und günstiger

  34. 25.

    In Ihrer Welt haben alle ein Auskömmliches Einkommen und sind nur zu geizig anständig und nachhaltig zu Essen. Ist aber eh egal, bei diesen , schon im Supermarkt für Geringverdiener, Grundrenten und "Bürger"geldempfängern erstmals existenzbedrohenden Preisen bleiben die (seltenen) Besuche beim Imbiss oder Spätkauf eh aus. Zeitweise waren sogar Bioprodukte gleich - oder wenigerteuer als Eigenmarken, aber das ist vorbei. Danke Herr Habeck und Herr Lindner.

  35. 24.

    "Dass vor allem die zuvor günstigen Gerichte extrem im Preis zulegen"
    Die günstigen Gerichte sind allermeist Convenience-Ware aus dem Großhandel. Und der hat auch schon mal satte Preise aufgeschlagen. Sobald irgendwann mal das Stichwort Preissteigerung fällt, schalten alle Großhändler gleich auf Mitnahme-Effekt und knallen noch zusätzliche Prozente rauf. Das macht auch der Imbiss, der diese Waren beim Großhandel einkauft. Mit jedem Verkauf kommt immer noch ne Portion Extra oben drauf. So kommts dann, dass Kartoffelpuffer oder Flühlingslolle mit Blokollie im Imbiss heute locker das drei- bis vierfache kosten als noch vor 2 Jahren. Doppelt teuer wäre bei den normalen Preissteigerungn auch für Strom oder Grundprodukte wie Bratfett oder Bratöl noch nachvollziehbar.

  36. 23.

    Nun gut, dann geht man halt nicht essen und kauft nix, was einem suspekt erscheint hinsichtlich der Teuerungsrate. "Diese" Restaurants werden dann schließen, "diese" Artikel aus dem Sortiment fliegen und die Hersteller insolvent werden. Dann war es für 1-2 Monate mehr Umsatz (und vermutlich auch Gewinn), danach aber null. So funktioniert der Markt, die Volkswirtschaft. Es gibt wenig, was man wirklich braucht: Klopapier. Medikamente. Bei fast allem anderen kann man ersetzen.
    Wenn das so gewollt ist (in der Pandemie wurde sofort die USt gesenkt, derzeit reibt sich das Finanzressort die Hände...), dann ist es so.
    Aber vergesst nicht den Kunden. Keine Nachfrage führt zu fallenden Preisen, wenn der Laden nicht schon vorher Pleite ging...

  37. 22.

    Beherrschen Sie Prozentrechnung? Niemand ist „doppelt betroffen“, das entspringt eher einem falschen Anspruchsdenken. Gewinnmaximierung, teuerer Mercedes, teure(s) Wohnung/Haus etc.

  38. 21.

    Dinge, die wir praktisch nie konsumieren/kaufen. Als der Döner von 1,75€ auf 3,20€ hochsprang, wurde er aus unserem Speiseplan gestrichen, Fleisch ist ja eh nur noch homöopathisch enthalten. Ich würde auch niemals am Bahnhof, unterwegs oder einfach so belegte Brötchen oder Togo-Kaffee kaufen, einfach weil das viel zu teuer ist. Wir bekommen halt keine Gehaltserhöhung (seit bald 10 Jahren) und sparen lieber ein wenig Geld, für die Gesundheit oder Unvorhergesehenes.

  39. 20.

    Ob diese Teuerungen immer berechtigt sind wage ich zu bezweifeln.
    Die Inflation wird zur GIER.

  40. 19.

    Warum soll roher Fisch gesünder sein? Glauben sie wirklich, dass in den allyoucaneat-Butzen immer die Kühlkette eingehalten wurde? Selbst beim Discounter gammelt das Sushi tagelang im Kühlregal herum. Zum Vergleich: frisches Hack an der Theke z.B. darf nur am Produktionstag verkauft werden.

  41. 18.

    Currywurst "wächst" leider nur in klimaschädlicher Tierhaltung. Besser gegrillte Grillen futtern.

  42. 17.

    Die Aussagen des Artikels können wir in allen Punkten bestätigen. Sie gelten auch für andere Bundesländer und Städte. Hochwertiges Essen ist zehn bis 20 Prozent teurer geworden; Döner und Bratwürste mit Pommes Frittes sind 30 - 60 Prozent teurer geworden. Wir machen dass, was wir schon immer gemacht haben, wir wohnen in Pensionen statt in Hotels und gehen am Abend in Restaurants von Hotels essen. Am gedeckten Tisch sitzen, spontan das Essen, auf was man Appetit hat, nicht einkaufen, nicht eindecken, vor allem nicht kochen, nicht abräumen, nicht abwaschen ist Lebensqualität und Lebensart, auf die wir nicht verzichten möchten.

  43. 16.

    Sushi ist auch teurer geworden (mag ich aber nicht).
    Und das ist ja wohl gesünder als Currywurst (mag ich total) .
    Der Beitrag gefällt mir sehr gut. Sprachlich homogen und mal so richtig recherchiert.

  44. 15.

    Das reguliert & bereinigt der Markt - wenn wir zu teure Snacks konsequent verschmähen. Die Preise für Chinapfannen, Dönerteller, Pizzen to go usw. verdoppelten sich binnen der vergangenen drei Jahre vielerorts - wie der Vergleich mit älteren Preislisten offenbart.

  45. 14.

    Und wenn das dazu führt, dass wir stadtweit vielleicht 100 Restaurants weniger haben, dafür aber Menschen, die stattdessen irgendwas im Bereich erneuerbarer Energien, dem ÖPNV, der Pflege oder sonstwas bei auch langfristig sicherem Auskommen machen... und dazu gut und gerne 200 Wohneinheiten mehr vorhanden sind, dann haben doch letztendlich alle was davon.

    Genau wie ich keinen Mangel an Bloggern oder U-Tubern erkennen kann, so gibts derzeit eben ggf. auch das ein- oder andere (Schnell-) Restaurant zu viel. Hier in irgendeiner Art und Weise zu intervenieren, verlängert nur Phasen des Siechtums und erinnert stark an das Aussterben der Videotheken damals.

  46. 13.

    Tatsächlich wundert mich diese Teuerung nicht.
    Mich wundert, dass Leute in den Imbiss gehen und dort essen.
    Geld scheint insgesamt nicht das Problem zu sein.
    Neulich rief mir ein alter Imbissbudenbesitzer über die Straße zu, warum ich nicht bei ihm essen komme.
    Weil der Döner dort mittlerweile 6,50€ kostet. Ich habe ihm gesagt, dass mir das Essen in Schnellrestaurants und Imbissen einfach zu teuer geworden ist. 4,90€ für eine Thüringer Bratwurst am Foodtruck...WTF!
    Dafür bekomme ich beste Nürnberger Bratwürschtl in Bioqualität mit Haltungsform 4.
    Ohne mich Freunde.

  47. 12.

    Alles richtig, aber hohe Preise scheinen viele trotzdem nicht vom Fastfood abzuhalten. Hier um die Ecke ist ein McDonalds und der ist weiterhin zu beinah allen Tageszeiten gut besucht. Dabei ist das Preis-Leistungs-Verhältnis da doch schon lange schlecht.

  48. 11.

    Wenn die Preise mehr anziehen und mehr Kunden werden wegbleiben. Das ist ein Teufelskreis, genannt Gelspirale.

  49. 10.

    Haben sich die Preise für VHS-Kurse, in denen erwachsene Menschen lernen, sich ne Stulle zu schmieren, Nudeln/Reis/Hülsenfrüchte/Kartoffeln zu kochen, oder Spiegeleier zu braten denn auch vervielfacht ?

    Ich behaupte nach wie vor, dass man sich für 100 Euro monatlich (massvoll, aber stets satt) verpflegen kann und das sogar in lecker !

    Natürlich wird das Geld knapp, wenn man monatlich 14 Eisbeine und 12 Döner auswärts verputzt und sich per Fertigerzeugnissen mit Glutamat vollpumpt ! (man also dadurch praktisch NIE satt ist).

    Wer heute unter den Gastro-Preisen ächzt, der hat auch früher bereits lediglich massvoll in Restaurants gegessen, und tut dies heute erst recht. Oder anders gesagt: Mir ist egal, ob man nen Porsche für 100 000 oder ne million kaufen kann, mir ist egal ob Starbucks 20, oder 2 Euro für nen Getränk aufruft, solange mich niemand zwingt, solche Produkte zu kaufen !

  50. 9.

    Bin nach der Arbeit viel zu müde, um zu kochen... eine Stulle muß reichen.

    Am WE keine Lust, auch weil man vielleicht mal draußen sein möchte, anstatt nur Hausarbeit..., also gehts doch wieder ins Restaurant. Fragt sich nur wie lange noch. Wenn man Rentner ist, hats sich damit erledigt. Ja, die Vergnügungen (Theater, Kino, Reisen etc.) werden immer weniger.

  51. 8.

    Man darf nicht vergessen, dass die Inhaber kleinerer Geschäfte etc doppelt von der Inflation betroffen sind. Sowohl im Geschäft als auch privat. D.h. sie müssen dafür sorgen, dass man die höheren Kosten im Geschäft auffängt, damit es weiter existieren kann, und als Privatperson benötigt man zusätzlich nochmal mehr Geld, um die ihn als normaler Verbraucher, Mieter und Kunde betreffenden Erhöhungen stemmen zu können. Im Grunde müssten sie also ihre Preise noch viel mehr erhöhen, um über die Runden zu kommen.

  52. 7.

    Klingt zunächst schlimm. Ändert aber vielleicht auch das in weiten Teilen ungesunde Essverhalten.
    Das schnelle Fastfood mit häufig schlechter Qualität aber gesundheitsschädlichen Zusatzstoffen sollte durch gesünderes Essen, selbst gemacht, geht auch mit wenig Zeitaufwand, ersetzt werden.
    Mehr Zeit fürs Essen statt sinnlosem Datteln im Netz könnte auch helfen.

  53. 6.

    worüber wollen wir diskutieren?? All dieses und mehr ( höhere Preise/Kosten ) haben wir selbst verursacht, weil wir sie auch gefordert haben. keine Lebensmittel Verschwendung, höhere Preise durch sinkende Produktionszahlen, höhere Löhne, weniger Unterstützung Lebensmittelspenden für die Tafeln, Steigende Stromkosten, steigende Mieten sowie Pacht, höhere Renten uvm. weil wir die Deutschen sich vor den eigenen Gesetzen die Augen verschließen andere mit in den Abgrund ziehen und jetzt wird gejammert. Was treibt was steigende Preise die mehr Ausgaben der Bürger oder steigende mehr Ausgaben der Bürger die Preise.???

  54. 5.

    Preissprung für eine simple China-Nudelbox beim bisherigen Imbiss meines Vertrauens: von 2,50 klein und 3,50 groß auf 5 und 6 Euro. Die Portionen sind zusätzlich auch noch kleiner geworden, was eine weitere Teuerung bewirkt. 5 Euro für eine winzige Nudelbox, nicht viel größer als ein normaler Kaffeepott! Das werde ich zukünftig nicht mehr kaufen!

  55. 4.

    Die Konsequenz ist früher sind wir so 2 mal im Monat Essen gegangen .
    Heute gehen wir noch 2 mal im Jahr Essen am Geburtstag.
    Ansonsten wird halt schön zuhause gekocht und beim Einkaufen schön auf Angebote geachtet.

  56. 3.

    Mit einer Krise kommt auch immer die Gier. Kartoffelpuffer für 12€? Döner für 10€? Ich kann es mir leisten, ich bin aber nicht bereit dafür. Der Kunde kann es aussitzen, der Imbissbetreiber nicht, haha.

  57. 2.

    Normaler Döner für 6 Euro, 7 Euro, 8 Euro (Hallesches Tor) ist Abzocke.

    Mindestlohn wird oft gar nicht gezahlt, sind Familienunternehmen,

    Abzocke, wer es mitmachen möchte, nur zu…

  58. 1.

    Inflation trifft immer die Armen. Dazu die "erzieherischen" Preisaufschläge. Den Bestverdienern ist es egal, deren Futter ist ohnehin teuer.

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