Neue Zuggeneration - ICE 4 in Lausitzer Werk mit Gurkenwasser auf Namen "Cottbus/Chóśebuz" getauft

Fr. 06.06.25 | 17:31 Uhr
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Tobias Schick (l-r, SPD), Oberbürgermeister der Stadt Cottbus, Daniela Gerd tom Markotten, Vorständin für Digitalisierung und Technik der DB AG, Angelina Tantow, Auszubildende der DB im 3. Lehrjahr zur Fahrzeuglackiererin und Dietmar Woidke (SPD), Ministerpräsident von Brandenburg, taufen mit Gurkenwasser im neuen Werk der DB Fahrzeuginstandhaltung GmbH einen ICE am 06.06.2025. ( Quelle: dpa/Patrick Pleul)
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Video: Brandenburg Aktuell | 06.06.2025 | Aline Anders-Lepsch | Bild: dpa/Patrick Pleul

"Cottbus/Chóśebuz" lautet der Name eines neuen ICE 4 der Deutschen Bahn (DB). Der Hochgeschwindigkeitszug der neuen Generation wurde am Freitagmittag im neuen Bahnwerk in Cottbus mit Spreewälder Gurkenwasser getauft. Neben dem Namen der Stadt am Rande des Spreewalds ist auch das Stadtwappen zu sehen.

Der 350 Meter lange ICE war zuvor drei Wochen für eine Instandhaltung im Bahnwerk, wie das Unternehmen mitteilte. Einen ICE-Halt gibt es in Cottbus aber nicht. Die Zugtaufe "lässt uns weiter davon träumen, dass die ICE-Flotte künftig nicht ausschließlich zur Instandsetzung nach Cottbus/ Chóśebuz kommt", sagte Oberbürgermeister Tobias Schick (SPD). Auch Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) feierte mit und enthüllte den Schriftzug an der Spitze des ICE.

Rollender Botschafter der Lausitz

"Dass nun ein Zug dieser neuen Generation "Cottbus/Chóśebuz" heißt, steht sinnbildlich für den erfolgreichen Strukturwandel in der Lausitz", sagte die für Digitalisierung und Technik zuständige DB-Vorständin Daniela Gerd tom Markotten. "Da alle 137 ICE 4 der DB-Flotte für die schwere Instandhaltung in die Lausitz kommen, schlägt hier das Herz des ICE 4."

Bis September 2024 war laut Deutscher Bahn ein ICE vom Typ 2 mit dem Namen "Cottbus" unterwegs. Er wurde nun von dem Modell der neueren Generation abgelöst.

Woidke dringt auf Schienenausbau

Die Deutsche Bahn nahm im Januar 2024 in der Stadt ein großes ICE-Instandhaltungswerk in Betrieb. Mittlerweile wird eine zweite Werkshalle gebaut. Sie soll laut Unternehmen bis Ende 2026 fertiggestellt sein.

Ministerpräsident Woidke dringt bei der Bundesregierung derweil auf den Ausbau im Schienenverkehr. Er sagte laut einer Mitteilung, insbesondere die Strecke Lübbenau-Cottbus müsse vordringlich weiter ausgebaut werden, damit sie wie geplant im Jahr 2027 zweigleisig in Betrieb genommen werden könne.

Sendung: rbb24 Brandenburg Aktuell, 06.06.2025, 19:30 Uhr

27 Kommentare

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  1. 27.

    Ich finde das Werk weiterhin falsch dort, es hätte nach Ffo gehört. Es gibt schon genug Millionen für die Lausitz, die Region Ostbrandenburg wird dagegen vollkommen von Potsdam vergessen, das Einzugsgebiet von Ffo ginge ja bis weit in das Oderbruch. Momentan gibt es im Land nur Potsdam, Potsdam, Potsdam und Lausitz, wenn es politisch Potsdam hilft, der Rest des Landes interessiert Potsdam überhaupt nicht ernsthaft.

  2. 26.

    Und nun finden Sie mal die Kurve wieder zurück von ihrem FFO und polnischen Staatsgebieten zur Eröffnung des Bahnwerkes in Cottbus, das viele Arbeitsplätze und Zukunftsperspektiven für Familien dort schafft.

  3. 25.

    Teil 3: Ich nehme mal an, daß Sie meinen Satz vorsätzlich sinnentstellend verkürzt haben. Das ist nicht unbedingt eine ausgewogene Diskusssionskultur.

  4. 24.

    Teil 2: Wo ist Ffo wirtschaftlich gut aufgestellt? Ffo ist weiterhin hoch verschuldet und kann nicht genug Einnahmen generieren, da viel Verwaltung vom Land nun mal wenig für die Stadtkasse bringt. Es fehlt Ffo weiterhin Industrie, die vorher für Einnahmen und Arbeitsplätze sorgte - momentan gibt es viele Pendler in Ffo, weil hier nicht so viel ist. Weiterhin liegt der Oderhafen de facto brach, da die Oder kaum von Deutschland als wichtiger Schiffahrtsweg genutzt wird, im Gegensatz zu den Ambitionen von Polen, welche ich sehr begrüße.

  5. 23.

    Ich kann Ihre Aufregung nicht nachvollziehen. Die Mark Brandenburg war immer geteilt zwischen Frankfurt und Potsdam. Frankfurt hat sein wirtschaftliches Hinterland wegen der deutschen Kriegsschuld großteils verloren. Als kleine Kompensation gab es in der DDR mit der Bezirkseinteilung die Bezirke Potsdam, Frankfurt und Cottbus. Mkt der Wiedergründung des Landes Brandenburg hat sich aber Potsdam zum Alleinherrscher aufgeschwungen auf Kosten der Bezirke FF und CB, das empfinde ich als nicht richtig. Es geht nicht um Geschichtsrevisionen, es geht um eine gerechtere Aufteilung der Mark wie sie ist und bleibt.

  6. 22.

    „ Das wäre nicht notwendig, wenn Ffo seinen Regierungbezirk wiederbekommen würde - da der Großteil jetzt in Polen liegt“
    What??? In welchem Jahrhundert leben Sie denn? Jetzt ist aber genug! Aber gut, dass Sie uns ihren politischen Hintergrund mal offenbart haben. Wir leben im Jetzt und Hier. FFO ist wirtschaftlich ja nun überhaupt nicht schlecht aufgestellt mit z.B. einer Arbeitslosenquote unterhalb des Landesdurchschnitts.

  7. 21.

    Eine ICE-Verbindung Berlin-Warschau über Ffo wäre da wohl sinnvoller in Punkte erzielbarer Auslastung.

  8. 20.

    Das wäre nicht notwendig, wenn Ffo seinen Regierungbezirk wiederbekommen würde - da der Großteil jetzt in Polen liegt, müßte Potsdam das durch Weggabe von seinem Gebiet kompensieren. Dann hätte Ffo wieder sein wirtschaftliches Hinterland und Potdam müßte nicht gnädig Almosen nach Gutdünken verteilen und sich als großer Gönner aufspielen. Außer der Lausitz und der unmittelbaren Potsdamer Umgebung interessiert doch Potsdam der Rest der Mark sowieso nicht wirklich.

  9. 19.

    Zu den Instandhaltungen sind es immer Überführungsfahrten. Die enden im Instandhaltungswerk und nicht auf einem Personenbahnhof, weil solche Überführungsfahrten keine regulären Personenzüge samt allem nötigen Personal sind. Auch wenn es hier ICE Züge sind, muss das Ziel dieser Überführungsfahrten nicht ins ICE Netz der Deutschen Bahn eingebunden sein.

  10. 18.

    CB und FF bekamen und bekommen immer ihre Förderungen, Ansiedlungen usw. von Land, Bund und EU - das stimmt Hundertprozentig, Viele Grüße.
    Da braucht FF nicht neidisch auf CB sei und umgekehrt natürlich auch nicht.

  11. 17.

    Kann es sein, dass da bei Ihnen der Neid durchkommt? FFO bekam und bekommt andere Möglichkeiten von Gewerbeansiedlungen auch mit Förderungem vom Bund und Land. Aktuell ist da was mit IT Chips im Gespräch.

  12. 16.

    Und wo wäre da ein lohnenswerter Endbahnhof für eine ICE-Strecke über Cottbus? Die Provinzstadt Cottbus wird nicht ausreichen für einen wirtschaftlichen Betrieb.

  13. 15.

    Man sollte auch mal über eine ICE Anbindung von Cottbus machdenken !

  14. 14.

    Und warum konnte man das Geld dann nicht in Frankfurt investieren, wo auch über 10000 Arbeitplätze weggefallen sind. Es ist der alte Gegensatz zwischen den Regierungsbezirken Potsdam und Frankfurt, wobei Cottbus zu Ffo gehörte. Potsdam versucht weiterhin alles, um Frankfurt möglichst zu schaden - das hochpäppeln der Provinzstadt Cottbus auf Kosten von Frankfurt, ist doch Absicht von Potsdam. Leider fehlt Ffo das wirtschaftliche Hinterland, Potsdam hat seines behalten. Ffo sollte sich mehr Polen zuwenden, von Potsdam ist da nichts mehr zu erwarten.

  15. 13.

    Wenn ein Werk arbeitet, ausgelastet ist und viele Leute dort Arbeit haben, ist es definitiv kein versenktes Fördergeld. Die Deutsche Bahn hat auch aus eigener Tasche viel investiert. Das macht ein Unternehmen nur, wenn es sich lohnt auf sehr lange Sicht. Dass es nun Cottbus geworden ist, war sicher auch eine politische Entscheidung, die hier mal auch die richtige Region getroffen hat.

  16. 12.

    Die Reichsbahn hatte auch ein Instandhaltungswerk in Frankfurt, das wäre also kein Argument gewesen. Und wenn man die ICE abseits der Hauptstrecke warten möchte, hätte es auch nähere Standorte zBsp in der Nähe von Berlin gegeben (im weiteren Bundesgebiet sowieso). Die Provinzstadt Cottbus ist einfach abwegig dafür, da viel zu weit weg von allem - es ist einfach versenktes Geld, das es zu viel und zu einfach gab.

  17. 11.

    Die Deutsche Bahn hat sicher Cottbus gewählt, weil dort schon immer ein Instandhaltungswerk seit Reichsbahnzeiten war. Und es war sicher auch von der Landespolitik im Rahmen des Strukturwandels gewollt. Ein Instandhaltungswerk muss nicht zwangsläufig an einer stark befahrenen Strecke liegen. Denn diese Instanhaltungsstufen dort sind nicht täglich an den Zügen erforderlich. Dort weden nur die ganz großen Sachen angefasst. Vorteil dann auch für Cottbus: Die Strecke dorthin muss leistungsfähiger gemacht werden durch Wiederaufbau des 2. Gleises und Kreuzungsbahnhöfe. Davon profitiert dann auch die Region durch einen zuverlässigeren Bahnverkehr.

  18. 10.

    Lübbenau-Cottbus war zweigleisig. Es ist kein Ausbau, sondern nur ein Wiederaufbau dwr Strecke. Aber selbst damit liegt Cottbus weiterhin in der Provinz, da es keine weitere Strecke nach Osten gibt, die sich für einen ICE eignen würde, sinnvoller wäre Frankfurt gewesen, da dort nicht nur Platz für das Werk schon vorhanden gewesen wäre, sondern auch perspektivisch eine ICE-Strecke nach Osten aufgebaut werden könnte, wie sie schon die Fliegenden Züge bedienten (damals nach Breslau, von Ffo ginge aber auch Warschau oder die Anbindung zur Ostbahn über Kreuz ins Baltikum).

  19. 9.

    Cottbus liegt viel zu sehr abseits der Hauptstrecken in der Provinz, es ist ja noch nocht einmal gelungen, die Strecke nach Berlin wieder zweispurig herzurichten. Sinnvoller wäre das Werk in Frankfurt gewesen an der Hauptstrecke, Platz wäre bereits da gewesen. So hätte man auch gleich eine Hochgeschwindigkeitsstrecke Richtung Osten wieder aufbauen können, die ja früher auch über Ffo ging (Fliehende Züge), von Cottbus kommt da nirgendwohin weiter, es bleibt so immer ein Werk in der Provinz.

  20. 8.

    N Ding mit'm Pfiff und 'ner Leier dran.:-) Hoffentlich fängt der Zug nicht an der Stelle an zu rosten.

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