Symbolbild: Elektroräder (Quelle: dpa)
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S-Bahn-Ausbau, E-Bike und Verkehrmittel-Kombi - Besser Pendeln in der Zukunft

Allein nach Berlin pendeln täglich fast 280.000 Menschen. Das ist häufig Stress pur. Pendeln lässt sich nicht vermeiden, aber es kann einfacher, umweltfreundlicher und planbarer werden. Beispiele für das Pendeln der Zukunft von Teresa Nehm und Stefanie Mnich.

Für das Pendeln der Zukunft in der Region um die Metropole Berlin ist vor allem die Kombination verschiedener Verkehrsmittel wichtig: "Pendler könnten per E-Car-Sharing zur nächsten U-Bahn-Haltestelle fahren, und das letzte Stück des Arbeitsweges dann mit dem Leihfahrrad zurücklegen", sagt Mobilitätsforscher Florian Lennert vom Innovationszentrum für Mobilität und gesellschaftlichen Wandel.   

Öffentlicher Nahverkehr bleibt Basis für das Pendeln

Dafür muss aber der öffentliche Nahverkehr ins Umland erweitert werden. Vor allem ein Ausbau der S-Bahn von Berlin in den Norden und Nordwesten wäre denkbar, sagt Jens Wieseke vom Berliner Fahrgastverband IGEB.

Auf Radschnellwegen können Pendler auch größere Entfernungen stau- und stressfrei zurücklegen. Das ist mittelfristig denkbar. Mögliche Strecken hat der ADFC im Sommer in einem Ideenwettbewerb prämiert.

Große Unternehmen kümmern sich um ihre Pendler

Einige Großunternehmen investieren in Systeme, wie Fahrgemeinschafts-Apps, die das Pendeln ihrer Arbeitnehmer angenehmer gestalten, weiß Martin Randelhoff vom Blog "Mobilität Zukunft". "Das stressfreie Reisen steht dabei aber nicht an erster Stelle, die Investitionen lohnen sich ökonomisch für die Firmen." Die Beschäftigen kommen dadurch pünktlicher, sind besser vernetzt und auch die CO2-Bilanz verbessert sich.

Mehr Fahrräder, weniger Autos

"Das Pedelec ist ideal zum Pendeln. Es hält den Arbeitnehmer fit, wodurch das Unternehmen Geld wegen Krankheitsausfällen spart", sagt Randelhoff. Das Pedelec wurde bereits im Pendelverkehr in Berlin getestet. "Es konnte die Teilnehmer überzeugen", meint auch Martina Hertel vom Deutschen Institut für Urbanistik. Für den Einsatz dieser Fahrräder fehle es aber noch an Infrastruktur. Das Gleiche gilt für Elektroautos. Extraspuren für Pendler in normalen Pkw sind nach Ansicht vieler Experten keine Option. Dafür sind die Straßen nicht breit genug und die notwendige Erfassung der Pendler ist datenschutzrechtlich problematisch.

Pendeln kann in Zukunft deutlich angenehmer werden - was in nächster Zeit in Berlin und Umgebung schon umsetzbar wäre, fnden Sie in der Bildergalerie.

Vom E-Auto bis zum Radschnellweg

Beitrag von Teresa Nehm und Stefanie Mnich

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