Eine junge Mutter schaut auf ihr Smartphone während ihr Kind im Hintergrund auf dem Sofa liegt. (Quelle: imago/photothek)
Audio: Inforadio | 01.09.2018 | Alexander Winkler | Bild: imago/photothek

Kuriose Gadgets auf der IFA - Selbst die Windeln sind jetzt smart

Auf der Elektronik-Messe IFA in Berlin werden nicht nur die neuesten Fernseher und die smarteste Ausstattung fürs Heim ausgestellt, sondern auch jede Menge technische Spielereien. Und die richten sich auch schon an die Kleinsten. Von Alexander Winkler

Smart muss auf der diesjährigen IFA in Berlin fast alles sein – sogar die Windel. Ein kleiner Sensor, der wie mit einem Klett-Verschluss von außen angeheftet wird, schickt eine Benachrichtigung aufs Smartphone, wenn die Windel zu feucht wird. Bis zu fünf Windeln gleichzeitig können laut Hersteller Opro9 in der dazugehörenden App überwacht werden. Damit sollen nicht nur technikaffine Eltern, sondern auch Krankenhäuser oder Pflegeheime als mögliche Kunden angesprochen werden.

Als neuer Freizeittrend werden Hover-Skates beworben: zwei separate Rollen, auf die man mit jeweils einem Fuß draufsteigt. Beschleunigt, gebremst und gelenkt wird, indem man das Körpergewicht verlagert. "Das ist eigentlich ganz intuitiv", erklärt Kira Mittmann, die Sprecherin des Herstellers IO Hawk. Beim Konkurrenten Segway können die IFA-Besucher die Skates testen. Bis zu 12 km/h sollen sie schnell sein und bis zu 45 Minuten lang durchhalten.

Werbeblocker-Würfel und ein leuchtender Weinkühler

Ein kleiner Würfel mit Netzwerkanschluss verspricht, jeden Computer, jedes Tablet, jedes Smartphone im WLAN von Werbung zu befreien: der Werbeblocker für das smarte Zuhause. Den Würfel schließt man an Strom und Router an – "und dann muss man gar nichts mehr machen", verspricht eBlocker-Manager Oliver Köchy: "Innerhalb von fünf Minuten hat der alle Geräte im Heimnetzwerk erkannt und man ist komplett geschützt." Der eBlocker funktioniert allerdings mit einem jährlich zahlbaren Abo-Modell. Sparfüchse können ähnliche Erfolge mit kostenlosen Browser-Erweiterungen selbst hinbekommen

Für eine gemütliche Atmosphäre soll ein leuchtender Weinkühler sorgen. Zwei LED-Ringe im Fuß des Kühlers und am Flaschenhals können in drei Helligkeitsstufen leuchten – "um ein schönes Ambiente zu haben, wenn Sie draußen auf der Terrasse Ihren Wein oder Sekt genießen", sagte WMF-Produktmanagerin Melanie Hanselka. Um die Wein- oder Sektflasche kühl zu halten, muss das integrierte Eis-Pack allerdings auch weiterhin einige Stunden vorab in den Gefrierschrank.

Beitrag von Alexander Winkler, SWR

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4 Kommentare

  1. 4.

    Und die Windeln kommen in den Hausmüll oder ist das jetzt Elektroschrott :)

  2. 3.

    Entwickelt von Nerd-Eltern(?) für Nerd-Eltern, die mehr auf ihr bescheuertes Telefon glotzen als sich mit ihren Kindern zu beschäftigen - egal ob Prenz´lberg oder Neukölln - (fast) alle gleich.
    Unsinnige Zeitverschwendung. Als Elternteil weeß ick, ob mein Kleinkind die Windeln voll hat - das sieht man am Verhalten oder man riecht es - wenn man seine Instinkte (Wortwitz?) nicht der Technik geopfert hat.

  3. 2.

    Die haben doch einen Knall! Und als Argument kommt dann wieder: der Kunde möchte das aber so. Genauso wie die ganzen anderen "smarten" Schnickschnacks, den die Welt nicht braucht.

  4. 1.

    Entschuldigung, aber was ein Scheiss auch erfunden wird.
    Immer mehr Abhängigkeit, immer mehr Überwachung, immer mehr Preisgabe, aber eine Videokamera im Bahnhofsbereich mit allen rechtlichen Mitteln wegen Verstoß gegen das Datenschutzgesetz bekämpfen....
    Irgendwie bekloppt..... Aber nicht verwunderlich....

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