In Trachtenkleidung bieten diese Spreewälderinnen am 21.01.2008 auf der Grünen Woche in Berlin in der Brandenburghalle Gurken aus Golßen an (Quelle: dpa/Nestor Bachmann)
Audio: Antenne Brandenburg | 14.01.2019 | Sandra Fritsch | Bild: dpa/Nestor Bachmann

Märkische Aussteller in Halle 21A - "Grüne Woche ohne Brandenburg? Unvorstellbar!"

Saure Gurken, Teltower Rübchen, regionale Biere: Ab Freitag können Besucher auf der Grünen Woche in der Brandenburg-Halle allerlei verköstigen. Nach Dürre und Milchkrise hoffen die Landwirte mit dem Start der Messe auf ein leichteres Jahr. Von Sandra Fritsch  

"Eine Grüne Woche ohne Brandenburg? Unvorstellbar!" Mit diesen Worten hat Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger (SPD) am Montag die Aussteller der weltgrößten Messe für Ernährung und Landwirtschaft präsentiert.

Fast schon traditionell dabei ist der Gastronom und Hotelier Daniel Reuner. "Für uns ist die Grüne Woche wichtig, um uns in Berlin zu präsentieren und für die Brandenburger Produkte zu werben", sagte Reuner im rbb.

Als starke Wettbewerber präsentieren und für Region werben

Die Brandenburg-Halle 21A ist für zehn Tage der zentrale Treffpunkt für Verbraucher und Produzenten der brandenburgischen Agrar- und Ernährungswirtschaft.  

"Für ein Flächenland wie Brandenburg ist die weltgrößte Verbrauchermesse insgesamt eine gute Gelegenheit, um auf die Vielfalt der ländlichen Region hinzuweisen und für Agrarprodukte die Werbetrommel zu rühren", so Vogelsänger.

Daniel Reuner (re.) und ein Mitarbeiter vom Hotel und Gasthof Reuner zeigen ihr Angebot (Quelle: rbb/Sandra Fritsch)Daniel Reuner (rechts)

Die Landwirte der Mark starten mit der Messe in ein neues, hoffentlich etwas leichteres Jahr. Die Dürre 2018 und die Milchkrise haben Spuren hinterlassen, bekräftigte Henrik Wendorff, Präsident des Landesbauernverbandes. "Die Futterspeicher sind leer, wir sind angewiesen auf eine gute Ernte. Trotzdem ist der Optimismus bei den Betrieben im Moment vor der Grünen Woche wieder zurück", sagte Wendorff.

Von Finnen lernen

Die Sorgen der Branche sind dennoch präsent. So fehlen im Land zum Beispiel mittelständische Verarbeitungsbetriebe. Dazu gehören Mühlen oder Schlachter. In vielen Unternehmen mangelt es auch an Nachwuchskräften. Auch da könne die Grüne Woche eine Chance sein, sagte die pro-agro-Vorstandsvorsitzende Hanka Mittelstädt. "Wir zeigen, was wir haben. Brandenburg kann so lecker und auch so schön sein mit seiner Natur", so Mittelstädt. "Und Brandenburg kann auch Wirtschaft. Alles das zählt zur Attraktivität und das wollen wir weiter ausbauen, um vor allem junge Familien in den ländlichen Raum zu ziehen."

Viele Unternehmen wollen sich bei der Messe selbst präsentieren und vermarkten, auf der anderen Seite aber auch schauen, wie sich die Märkte entwickeln. Landesbauernpräsident Henrik Wendorff sagt klar, er will sich auf jeden Fall das Partnerland Finnland näher anschauen. Dort werden innovative Hafer- und Roggenprodukte angeboten. "Vielleicht können wir uns was abschauen. Hafer und Roggen haben wir schließlich auch im eigenen Land", so Wendorff.

Der Großteil der märkischen Aussteller präsentiert sich in der Halle 21A. Aber nicht nur dort. Der Landkreis Elbe-Elster zum Beispiel ist auch in Halle 4.2 unterwegs. Dort heißt es "Lust aufs Land". Die Landesgartenschau Wittstock wirbt zudem in der Gartenhalle 8.1. Die Rinder- und Schafzüchter aus Brandenburg und Berlin finden Besucher in der Tierhalle 25.

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