01.10.2020, Berlin. Eine Frau traegt eine Tasche von Media Markt mit der Aufschrift "Alles Meins" (Bild: dpa/Wolfram Steinberg)
Bild: dpa/Wolfram Steinberg

Einzelhandel in Berlin - Mehr Menschen zieht es vor Teil-Lockdown in Geschäfte

Vor dem Teil-Lockdown ab Montag hat der Einzelhandel in Berlin noch einmal eine verstärkte Nachfrage gespürt. Es seien deutlich mehr Kunden in die Geschäfte als sonst an einem Samstag gekommen, sagte der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Berlin-Brandenburg, Nils Busch-Petersen. Das Plus zwischen zehn und 20 Prozent sei aber auch auf den Feiertag in Brandenburg zurückzuführen.

Auch wenn der Einzelhandel von den geplanten Schließungen ab nächster Woche nicht betroffen ist, hätten viele Verbraucher ihre Einkäufe auf Freitag und Samstag vorgezogen. Das entschädige aber nur zum Teil für die Verluste der vergangenen Wochen, sagte Busch-Petersen. Vor allem in den innerstädtischen Bereichen habe die Pandemie mit ihren Folgen dem Einzelhandel schwer zugesetzt.

Busch-Petersen: Handel braucht öffentliche Hilfen

In den letzten zwei Wochen sei dort der Umsatz zum Teil um weitere 50 Prozent gegenüber dem Ende des ersten Lockdowns zurückgegangen. Deswegen müsse auch der Handel mit öffentlichen Hilfen bedacht werden. "Wir haben zum Sterben zuviel und zum Leben zu wenig", so die Einschätzung Busch-Petersens zur Lage im Berliner Einzelhandel.

Angesichts weiter steigender Infektionszahlen schließen ab Montag bis Ende November etwa Restaurants, Kinos, Theater, Museen und Klubs. Die Geschäfte bleiben offen.

 

Sendung: Abendschau, 31.10.2020, 19:30

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13 Kommentare

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  1. 13.

    Jo - und beim Fleischer muss mind. eine Wurst hängen, damit man den nicht mit 'nen Fliesengeschäft verwechselt. Die Ösis sind da besser dran, die können sogar das Klopapier als Briefmarke verschicken.
    Nee im Ernst, haben se noch 'ne Südfrucht für mich.

    Alter Falter - ich will 'ne Insel.

  2. 12.

    „Ab morgen gilt Schlange stehen, wie zu alten DDR-Zeiten.“ Verkaufsoffene Sonntage waren schon immer zum Jahresende.

    https://www.in-berlin-brandenburg.com/Einkaufen_Berlin/Verkaufsoffener-Sonntag/Einkaufscenter-verkaufsoffen.html

  3. 11.

    Also ich gebe seit Corona mehr Geld aus, alleine weil ich zu 95% mit Karte zahle geht mir die Kontrolle flöten, dazu kommen Desinfektonsmittel, etc, aber auch Preiserhöhungen - in der Summe sind es 50-100€ mehr im Monat die ich ausgebe. Außerdem kenne ich einige, die sich wegen Corona nen neues Auto, Rad, Laptop, Tablet, PC, Smartphone gekauft haben, DSL Verträge abgeschlossen, HomeOffice eingerichtet haben, etc.

    Die Einzigen die im Einzelhandel verluste erleiden, sind die, die mit Halbjährlichen Trends, schlechte Qualität aus Kinderarbeit und Umweltverseuchung an hirnlose Irre verkaufen die das Zeug zu 90% nicht mal nutzen, sondern es nach 3 Jahren Schrank in den Container werfen...

    -> Wenn Ihr erstmal Arm seid, bleibt euch noch noch die Wahl zwischen:
    1) Ärmer auszusehen als man ist
    2) Ärmer zu sein als man aussieht

    Beides zusammen geht nicht...

  4. 10.

    "Vielleicht liegt es ja daran, dass in Brandenburg Feiertag war" Nicht nur vielleicht, sondern das ist auch so. Schon vor Corona sind die Brandenburger am Reformationstag in Berlin einkaufen gegangen.

  5. 9.

    Was ist denn jetzt bitte unvernünftig daran einkaufen zu gehen? Schuldigung, dass die Menschen nicht verhungern wollen! Und wenn ich neue Socken brauche, dann unterstütze ich auch lieber den gebeutelten Einzelhandel als Amazon. Shoppen ist halt eins der wenigen Dinge die noch erlaubt sind und Spaß machen - nicht jeder will nen ganzen Monat lang depressiv zuhause rumsitzen.

  6. 8.

    War doch klar, wurde doch genügend medial angekündigt.
    Ab morgen gilt Schlange stehen, wie zu alten DDR Zeiten.

  7. 7.

    Was ist denn das für eine Prozentzahl der Unvernünftigen?
    Einfach mal ins Horn der Medien blasen - ohne nachzudenken.
    Den verkaufsoffenen Sonntag haben ja wohl nicht die Kunden beschlossen. Es gab Hartz IV und Rente, da sind die Geschäfte un jedem Monat voll.

  8. 6.

    Und wenn noch dazu 75% der Maßnahmen sinnvoll wären hätte man den Jackpot. :D

  9. 4.

    Vielleicht liegt es ja daran, dass in Brandenburg Feiertag war ;-)? Wie war das nochmal mit dem Luther, der ins Reformhaus ging...?

  10. 3.

    ...Sie haben absolut Recht, aber mit Logik hat Kundenverhalten gerade in Krisenzeiten oft nichts mehr zu tun, leider.

  11. 2.

    Nach Gehaltszahlungen ist das zum Monatsende/-anfang immer so, verstärkt durch den unseeligen Feiertag in Brandenburg, der den dortigen Lockdown vorzog auf Samstag. Da alle Arbeitnehmer weiter arbeiten gehen müssen und alle Schüler zur Schule, müssen alle Familien vermutlich einkaufen: Brot, Butter, Zahnpasta, Klopapier. Da braucht sich kein Laden und kein Funktionär was drauf einbilden - Daily Business am Monatsende.

  12. 1.

    Glauben die Menschen, dass es ab Montag nichts mehr gibt? Sich jetzt noch in Geschäfte zu drängen, ist die geballte Unvernunft. So wird das nichts mit dem Absenken der Infektionen. Und morgen noch einmal am verkaufsoffenen Sonntag. Wenn 75% der Menchen vernünftig wären, brauchen wir fast keine Massnahmen, bei 75% Unvernunft helfen keine Massnahmen mehr.

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