Security-Mitarbeiter stehen vor dem Kaufhaus des Westens (KaDeWe) und informieren Kunden darüber, dass bislang nur 800 Quadratmeter Verkaufsfläche geöffnet sind. (Quelle: dpa/Bernd von Jutrczenka)
Bild: dpa/Bernd von Jutrczenka

800-Quadratmeter-Regel für Kaufhäuser gekippt - KaDeWe öffnet fast wieder komplett

Nach einem Gerichtsurteil hat das Berliner Luxuskaufhaus KaDeWe am Dienstag wieder nahezu die gesamte Verkaufsfläche geöffnet. Lediglich einige Restaurants und die Essensstände in der sechsten Etage bleiben weiterhin geschlossen, wie eine Sprecherin mitteilte.

Im Gegensatz zu anderen Kaufhäusern in Berlin hatte das KaDeWe zunächst nicht seine vollständige Verkaufsfläche geöffnet. Karstadt- und Kaufhof-Filialen in Berlin hatten nach einem Gerichtsurteil bereits seit Samstag wieder auf ganzer Fläche geöffnet.

Klage in anderen Bundesländern gescheitert

Am Donnerstag hatte das Berliner Verwaltungsgericht die vom Senat verordnete Beschränkung der Verkaufsfläche auf 800 Quadratmeter für das KaDeWe sowie für Galeria Karstadt Kaufhof in einem Eilverfahren gekippt. Die Richter waren mit den unterschiedlichen Vorgaben für Warenhäuser und Shopping-Center nicht einverstanden.

Während Warenhäuser bis dahin einen Großteil der Verkaufsfläche abriegeln müssen, gilt diese Regelung bei den Einkaufszentren nur für die einzelnen Geschäfte. Den Kunden steht daher ein Großteil der Gesamtverkaufsfläche in den Shopping-Malls zur Verfügung.

In anderen Bundesländern hingegen war die Galeria Karstadt Kaufhof GmbH mit ähnlichen Klagen gescheitert. So gilt beispielsweise in Brandenburg weiterhin die 800-Quadratmeter-Regel. Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen hingegen haben angekündigt, diese Beschränkung komplett abzuschaffen. Am Mittwoch wollen sich die Länderchefs auf der Konferenz der Ministerpräsidenten über ein abgestimmtes Vorgehen beraten, wie die Senatsverwaltung für Wirtschaft mitteilte.

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Antwort auf [Gabi] vom 13.05.2020 um 02:07
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6 Kommentare

  1. 6.

    Weiß jemand wie man genau auf 800-Quadratmeter kommt ? Also 1.000 oder 500 wäre doch für den Beamtenarsch zwecks Bußgeld leichter zu errechnen.

  2. 5.

    Hygienevorschriften ? Es soll sogar einen Corona-Bußgeldkatalog geben, der in Innenräumen gültig ist.

    Zum Glück für Karstadt und KaDeWe kontrolliert niemand die Abstandsregeln.

    Dabei könnte das Land Berlin dort soviel Geld einnehmen. Die übliche Einnahmequelle: Falschparker wäre ein Witz dagegen.
    Und noch mehr wenn sich erst herumgesprochen hat das Karstadt gleich mal 20 % Rabatt auf fast alles gibt.

  3. 4.

    Zählt Möbel Höffner auch als Warenhaus, oder warum haben diese in Berlin komplett geöffnet? Ich bin davon ausgegangen, dass dies ein Möbelhaus ist und hier die Grenze von 800cm2 gilt

  4. 3.

    Das Restaurant bleibt wahrschlich dicht wie alles in Berlin in den nächsten Wochen.
    Ab nach Sachsen-Anhalt und Mc Pom

  5. 2.

    Es wäre interessant zu schauen, wie sich die Kaufkraft bzw. der Umsatz der fehlenden Touristen gerade beim KaDeWe durch die Berliner alleine überhaupt auch nur teilweise aufdrängen lässt ...

  6. 1.

    Das blöde ist, dass die Vorstände oder Geschäftsführer dieser Unternehmen dazu verdonnert sind diese Klagen anzustrengen. Weil sie per Job-Definition alles versuchen müssen ihre Läden zu öffnen. Sonst werden sie persönlich von den Inhabern auf Schadenersatz wegen Unterlassung verklagt. Das ist keine Ironie, sondern Realität. Leider wird der Image-Schaden einer solchen Aktion immer noch nicht hoch genug oder überhaupt bewertet. Und skandalöserweise entlasten die Aufsichtsräte oder Inhaber Ihre Vorstände oder Geschäftsführer nicht davon, diese Versuche unternehmen zu müssen.

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