05.05.2020, Berlin: Auf dem Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor sind nur wenige Menschen. (Quelle: dpa/Christophe Gateau)
Bild: dpa/Christophe Gateau

Weniger Übernachtungen - Corona-Krise trifft Tourismus in Berlin und Brandenburg schwer

Die Corona-Krise sorgte im März 2020 für einen enormen Einbruch der Gäste- und Übernachtungszahlen in Berlin und Brandenburg. Nun erwartet die Branche in beiden Ländern, dass der Tourismus ab Ende des Monats schnell wieder anläuft.

Die Zahl der Übernachtungen in Berliner und Brandenburger Hotels und Herbergen ist im März im Vergleich zum Vorjahresmonat dramatisch gesunken. Mit rund 907.000 Übernachtungen meldeten die Beherbergungsbetriebe Berlins im März nur ein Drittel der Übernachtungen des Vorjahresmonats. In Brandeburg waren es mit rund 475.000 Übernachtungen nur etwa die Hälfte, wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg am Donnerstag mitteilte.

Berlin: Vom Besucherrekord in die vorübergehende Schließung

In Berlin wurden für das erste Quartal 5,4 Millionen Übernachtungen gezählt, 23 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Den stärksten Rückgang verzeichnet das Amt bei Besuchern aus China und Hongkong mit 91,4 Prozent weniger Gästen und 88,0 Prozent weniger Übernachtungen, gefolgt von Israel mit einem Minus von 90,4 beziehungsweise 90,8 Prozent. Die Zahl der Gäste aus dem Inland ging um 61,2 Prozent zurück, die der Übernachtungen um 59,7 Prozent.

Die Absage der internationalen Tourismusbörse ITB und die Corona-Schutzmaßnahmen belasten die Branche enorm. Fast 260 und damit ein Drittel aller meldepflichtigen Betriebe haben den Angaben zufolge eine vorübergehende Schließung gemeldet. Dabei hatte das Amt erst im Februar für 2019 einen Besucherrekord in Berlin gemeldet: 2019 besuchten knapp 14 Millionen Touristen die Hauptstadt.

Brandenburg: Jeder zehnte Betrieb verzeichnete im März überhaupt keine Gäste

Auch die Brandenburger Tourismusbranche wurde von der Pandemie und den Eindämmungsmaßnahmen schwer getroffen. Insgesamt wurden im ersten Quartal 2020 1,8 Millionen Übernachtungen gezählt - etwa 15 Prozent weniger als im Vorjahresquartal.

Anfang März waren zunächst noch 1.360 Beherbergungsstätten mit mehr als zehn Betten geöffnet. Rund die Hälfte dieser Betriebe gab jedoch im Laufe des Monats eine vorübergehende Schließung an, weil Brandenburg zur Eindämmung des neuartigen Coronavirus ein Vermietungsverbot zu touristischen Zwecken erlassen hatte. Jeder zehnte Betrieb verzeichnete überhaupt keine Gäste im März.

Der Tourismus in Brandenburg soll ab Mitte Mai wieder anlaufen. Ab 15. Mai soll Dauer- und Wohnmobilcamping wieder möglich sein, ab 25. Mai sollen Hotels und Ferienwohnungen öffnen, wie Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) am Mittwoch angekündigt hatte.

Sendung: Abendschau, 07.05.2020, 19:30 Uhr

Was Sie jetzt wissen müssen

Kommentar

Bitte füllen Sie die Felder aus, um einen Kommentar zu verfassen.

Kommentar verfassen
*Pflichtfelder

Mit Nutzung der Kommentarfunktion stimmen Sie unserer Netiquette sowie unserer Datenschutzerklärung (Link am Ende der Seite) zu. Die Redaktion behält sich vor, einzelne Kommentare nicht zu veröffentlichen.

5 Kommentare

  1. 4.

    Was für eine Erkenntnis! Den Artikel hätte rbb|24 sich sparen können. Wer hat profitiert von der Corona-Krise - das wäre mal ein interessantes Thema.

  2. 3.

    Corona-Krise trifft Tourismus in Berlin und Brandenburg schwer? Das ist jetzt aber überraschend.

  3. 2.

    @Encice, wo Du recht hast, da hast du recht. Dein Kommentar ist allerdings nicht nur albern, sondern auch ausgesprochen dämlich.

  4. 1.

    So ein alberner Artikel!

Das könnte Sie auch interessieren