Symbolbild: Kunden stehen vor einem Elektronikmarkt an. (Quelle: dpa/Michael)
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Video | 29.06.2020 | Marek Walde und Heike Schüler | Bild: dpa/Michael

Mehrwertsteuersenkung ab Juli - "Es profitieren die, die es eigentlich nicht benötigen"

Die Mehrwertsteuersenkung soll ab Juli die Preise in den Läden um im Schnitt 1,6 Prozent purzeln lassen. Doch Kritiker bemängeln, dass sich die Maßnahme nur bei wirklich großen Investitionen bemerkbar macht. Von Johannes Frewel

16 statt 19 und fünf statt sieben Prozent – die Mehrwertsteuersenkung lässt bei Waren und Dienstleistungen ab Juli bis Jahresende die Preise purzeln. Das Statistische Bundesamt erwartet inflationsgewichtet einen Rückgang der Verbraucherpreise um rechnerisch 1,6 Prozent.

Nahrungsmittel, Bekleidung, Elektronik oder Dienstleistungen dürften im alltäglichen Warenkorb die Haushaltskasse nach der Steuersenkung weniger strapazieren. Die Mehrwertsteuer für Bahn-Ferntickets sank bereits vor Corona im Januar von 19 auf sieben Prozent. Völlig wirkungslos bleibt die jetzige Steuersenkung auf Mieten, denn für sie kassiert der Staat ohnehin keinen Steueraufschlag.

Mehrwertsteuer = Umsatzsteuer

Doch was kann die geringere Mehrwertsteuer bewirken? Sie wird auf den Umsatz erhoben und deshalb auch Umsatzsteuer genannt. Einige halten die Senkung für einen wichtigen Wachstumsmotor auf dem Weg aus Krise, andere hingegen für ein bürokratisches Monster ohne wirklichen Effekt. Sie soll Verbraucher zum Konsum anregen und so die Wirtschaft ankurbeln. Experten zweifeln allerdings, ob die Wachstumswette auf den Schnäppchenboom tatsächlich aufgeht.

Insgesamt schüttet der Staat durch die Steuersenkung zwanzig Milliarden Euro über Deutschland aus. Zu schlecht vorbereitet, überstürzt, vieles bleibe unklar, kritisiert Lisa Paus, Finanzexpertin der Grünen im Bundestag. Denn bei weitem nicht alle Anbieter würden den Preisvorteil an Verbraucher weitergeben, sie müssen das nicht einmal. "Das ist eigentlich eine gute soziale Maßnahme", sagt Paus, so wie sie aber gemacht sei, werde sie ganz bestimmt nicht sozial ausgleichend wirken. Es gebe bereits ein Schreiben des Finanzministeriums: es müssten nicht alle Preise umetikettiert werden. "Wenn sie nicht umetikettiert werden, gibt es auch keine Preisnachlässe für die Verbraucherinnen und Verbraucher", rechnet Paus vor, "das ist absoluter Irrsinn und deshalb sind das zwanzig Milliarden Euro, die verpuffen".

Beim Selbstversuch können 2.000 Euro gespart werden

Insgeheim gilt die Mehrwertsteuersenkung auch als Bonbon für die Autoindustrie. Das wäre ein willkommener Effekt, argumentiert CDU-Wirtschaftsexperte Matthias Heider. "Also wenn‘s denn ein Bonbon wird, dann hätte ich nichts dagegen, denn das ist ein Filetstück der deutschen Wirtschaft", argumentiert Haider. Sein Bundestags-Wahlkreis in Nordrhein-Westfalen liegt in einer Region, in der Autozulieferer zahlreichen Menschen Lohn und Brot geben. "Das bedeutet Einkommen für viele Familien dort", sagt er. "Zugegeben, beim Brötchen beim Bäcker an der Ecke bleibt von der Mehrwertsteuersenkung nicht mehr ganz so viel von übrig", ordnet der CDU-Wirtschaftsexperte die Wirkung der Steuersenkung ein, "aber gerade bei großen Investitionen, macht sich das natürlich schon bemerkbar".

Selbstversuch: Wenn man sich im Internet einen sparsamen Dieselkombi mit modernster Abgastechnik zusammenklickt, den ein großer Hersteller aus dem grün regierten Baden-Württemberg dieser Tage neu auf den Markt bringt, landet man - ohne teure Extras wie Metallic-Lack und Ledersitze, dafür aber mit Schiebedach und Sicherheitsassistenten - bei mehr als 65.000 Euro. Die Mehrwertsteuersenkung könnte für dieses Modell etwa 2.000 Euro Preisvorteil bringen.

Kunden schoben Kaufentscheidungen auf

So rechneten im Juni offenbar viele Kaufinteressenten und schoben den Kauf auf, beklagt Martin Endlein von der Autosachverständigenorganisation DAT. Wieviel Prozent der Kunden deshalb ihre Kaufentscheidung hinausgezögert haben, fragte die DAT Händler vor der Steuersenkung im Juni. Das Ergebnis: fast zwei Drittel. "Es waren 57 Prozent Umsatz, der deshalb fehlt, das ist eine ganz schwierige Situation für den Handel", fasst Endlein zusammen. Die meisten Einnahmen bleiben aus, die Kosten laufen jedoch weiter, am Ende könnte die Pleite drohen.

Zumindest theoretisch große Mehrwertsteuernachlässe bei teuren Waren für Gutverdienende, hingegen nur Centbeträge für Kurzarbeiter beim Supermarkteinkauf: die soziale Bilanz sei schwierig, räumt Marcel Fratzscher, Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung DIW ein. "Menschen mit geringem Einkommen, die sozial Schwächsten, werden nicht sehr stark davon profitieren", erwartet der Berliner Wirtschaftswissenschaftler, "viel mehr profitieren diejenigen, die es eigentlich nicht benötigen". Der Vorteil der Mehrwertsteuersenkung sei, dass sie sehr schnell umgesetzt werden könne. Wenn die Unternehmen die Senkung nicht weitergeben, komme sie den Firmen selbst zugute.

Produkte können nicht rechtzeitig auf dem Markt sein

Corona-bedingt klemmt es nach wie vor weltweit in den Lieferketten. Gut möglich, dass manche Zulieferteile und daraus gefertigte Produkte nicht rechtzeitig auf den deutschen Markt kommen. Denn die niedrige Mehrwertsteuer soll nur bis Jahresende gelten.

Sendung: Inforadio, 29.06.2020, 13:07 Uhr

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41 Kommentare

  1. 41.

    Oha, das ist eine harte und wieder generalisierende Aussage - die sich noch dazu nicht mit meinen eigenen Erfahrungen deckt. Aber bei der Arche Essensausgabe für bedürftige Kinder war ich tatsächlich auch nie. Woraus schließen Sie denn, dass die Menschen mit denen Sie in der Arche gesprochen haben, nicht mit Geld umgehen können? Werden die Kinder denn immer von Ihren Eltern begleitet? Ich kenne das System dort nicht.

  2. 40.

    Ja uns hat es schwer getroffen, aber wir kämpfen.

    Ich kann ihnen sagen, das ich bei der Arche Mittag verteilt habe und umso mehr kam ich zu dem Schluss das die Menschen kein Geld bekommen sollten, sondern ihnen anders geholfen werden sollte. Viele können einfach nicht mit Geld umg

  3. 39.

    Ich bedauere zu hören, dass die Corona-Krise Sie offensichtlich wirtschaftlich hart getroffen hat und wünsche Ihnen, dass Sie ernsthafte existenzielle Folgen abwenden können und es wieder bergauf geht!

    Unabhängig davon: Sie schreiben es ja selbst, alle Alg2 Empfänger über einen Kamm zu scheren, ist nicht sonderlich fair und angebracht. Schwarze Schafe gibt es überall, aber warum müssen unter diesen Minderheiten argumentatorisch eigentlich immer alle leiden? Waren Sie mal bei einer zB Berliner Tafel und haben sich angeguckt, wer da so vorbeikommt, in welchem Zustand und mit welchen Lebensgeschichten? Kann ich nur empfehlen. Ich musste da oft Schlucken und kann einfach nicht akzeptieren, das diese Armut trotz Arbeit und langer Erwerbsbiografien in unserem Land möglich ist.

  4. 38.

    Die Mehrwertsteuersenkung ist eine Mogelpackung. Ein Beispiel ist Saturn oder auch der Ottokonzern. Sie geben zwar die 3% an die Kunden weiter, aber erhöhen die Preise. Bspw. kostete ein Speicherkarte von SanDisk 128 GB letzten Monat 26 Euro , so sind es jetzt 29,23 Euro. Es bei vielen anderen Produkten dasselbe Bild. Besonders mit Algorithmen von Otto und Amazon spart man nicht wirklich. Es wird die Senkung für eine Erhöhung der Preise genutzt. Darüber sollte der rbb berichten. Die Kunden sollten ihre Macht ausspielen und nicht kaufen. Ich finde es eine Frechheit von den Unternehmen. Die sind einfach nur Geldgeil und nicht solidarisch gegenüber denen, denen es wegen der Pandemie nicht gut geht.

  5. 37.

    Richtig es sind nicht meine Probleme.
    Mir geht es gerade schlimmer. Wir haben keine Einnahmen mehr und müssen kämpfen.

    Im Gegensatz zu Alg 2 Empfängern wird mir nicht jahrelang alles in den Hintern geblasen.
    Ja , es gibt wirklich bedürftige und die meine ich mit meiner Antwort nicht, aber es gibt auch viele andere....die einfach so nichts machen wollen.

    Ich bleibe bei meiner Meinung Alg 2 sollte nicht erhöht werden. Es sollte auch noch ein Anreiz da sein für mehr Geld arbeiten gehen zu müssen.

  6. 36.

    Aja. Ein Argument für diese steile These wäre nicht verkehrt.

    @Zenzi Kruse
    Du kannst 4 Euro zusätzlich in die Wirtschaft stecken. Für den einzelnen kaum bemerkbar,in der Masse aber schon.
    Ich hatte ja schon geschrieben,dass ein Konsumgutschein mir lieber gewesen wäre.

  7. 34.

    @Muttet: Sie haben die Berichterstattung zu den Problemen bei Alg2 Empfängern in Zeiten von Corona wohl nicht verfolgt. Tatsächlich wurde mehrfach darüber berichtet, dass die ohnehin knappe "Existenzsicherung" durch das Wegfallen anderer sozialer Institutionen und Unterstützungen, wie z.B. geschlossene Tafeln, Kleiderausgaben, Schulküchen usw. zu erheblichen Problemen/Schieflagen in den entsprechenden Familien geführt haben. Und hier sprechen wir selbstverständlich von einer direkten und für die Betroffenen sofort spürbaren existenziellen Not. Vielleicht sollten Sie das in Ihrem Kommentar berücksichtigen, auch wenn es ganz offensichtlich nicht Ihre Probleme sind?

  8. 33.

    Über den Sinn und die Notwendigkeit des Solibeitrages kann man streiten. Aber Sie sind da nicht so richtig auf dem Laufenden. In der Zwischenzeit wird der Beitrag nicht nur für die neuen Bundesländer genutzt, sondern zu einen nicht unerheblichen Teil auch für schwache Gebiete in den alten Bundesländern.

  9. 32.

    Über den Sinn und die Notwendigkeit des Solibeitrages kann man streiten. Aber Sie sind da nicht so richtig auf dem Laufenden. In der Zwischenzeit wird der Beitrag nicht nur für die neuen Bundesländer genutzt, sondern zu einen nicht unerheblichen Teil auch für schwache Gebiete in den alten Bundesländern.

  10. 31.

    Und überhaupt alle, die vom Sozialstaat leben und keine Steuern zahlen. Daher der Weg über die „Märchensteuer“. Nur ist das im Grunde ein lächerlicher Anreiz, da er sich nur bei größeren Summen überhaupt bemerkbar macht. Die können die sozial Schwachen wieder nicht leisten usw... Also hätte man es auch gleich „ungerecht“ machen können, und über Steuersenkungen mehr erreicht. Aber auch bei einem Autokauf sind die Steuern nun das geringste Problem. Da ist der Nachlass vom Händler eh Verhandlungssache. Also, die 3% sind insgesamt lächerlich. Das ist beim Gießkannenprinzip immer wieder dasselbe Problem. Wirkung ist für den einzelnen kaum erkennbar. Aber unter dem Strich werden weniger Steuern eingenommen und hinterher kann dann ganz genau gesagt werden, wie viel man dem Konsumenten zugeschossen hat. Lässt sich dann gut als Erfolg verkaufen

  11. 29.

    Also ich habe Kaufentscheidungen nicht aufgeschoben. Im Supermarkt waren reichlich Angebote vorhanden.
    Diese lächerlichen Prozentpunkte sind doch pillepalle. Und für große Anschaffungen ist mir die Corona Zeit viel zu unsicher...

    Echt wissenschaftlich ausgetüftelt kann ich dazu nur sagen...
    Wahrscheinlich weiß keiner von den Politikern was das Essen so kostet, das ihnen ihre Partner vorsetzen. Ausgesprochen lebensnah. Ich lach mich kaputt....

  12. 28.

    Wer glaubt denn, dass jemand der reichen Eliten der Mittel- und Unterschicht helfen will. Gibts wirklich Leute die so dumm sind?

  13. 27.

    Ein simples Beispiel: Bei einem Wocheneinkauf im Supermarkt von 50 Euro netto zahlt man bisher 3,50 Euro Mehrwertsteuer (der Einfachheit gehen wir mal davon aus, dass wir nur Produkte zum ermäßigten Steuersatz kaufen), ab Mittwoch 2,50 Euro.

    So könnte ich über vier Euro im Monat sparen! Das macht mich natürlich viel wohlhabender und heizt ordentlich meine Konsumlaune an (während alle möglichen Politiker und Journalisten mir gebetsmühlenartig erzählen, Lebensmittel müssten viel teurer werden).

    Und in der Krise werde ich sicher teure Anschaffungen machen.

    Vielleicht sollten die Damen und Herren Politiker mal einkaufen gehen. Und/oder mit einem Durchschnittseinkommen leben.

  14. 26.

    Da bin ich bei Ihnen...Man beachte das Zitat von Ingrid Arndt-Brauer SPD Abgeordnete aus NRW im Bundestag ; "Verhalten Sie sich so, wie wir es uns wünschen, gehen sie konsumieren. Haha!! Bei 1000 € Lebenshaltungskosten spare ich etwa 30€ pro Monat. Das sind im halben Jahr 180 €. Juhu davon kaufe ich ein Elektroauto oder fahre in den Urlaub. Ein Kasperletheater das ganze.

  15. 24.

    Super! Naja es gibt halt leute die nicht verstehen das die Mwst senkung nur dem Staat zu gute kommt, weniger Einnahmen und im Paket schon mit drin.

  16. 23.

    Juhu
    Nun kauf ich mir bestimmt ein Elektroauto,
    Von meinem erhöhten Kurzarbeitergeld
    der E Prämie
    der gesenkten UST

    und ALLES zu Weihnachten.........

  17. 22.

    In ALG 2 können Sie ganz schnell landen, wenn Sie mal schwer erkranken und nicht innerhalb der vorgeschriebenen Zeit der Krankenkasse wieder gesund und arbeitsfähig sind ... also ich würde den Mund hier mal nicht all zu weit aufmachen.
    Und ich kenne Selbständige, die schon vor Corona an der Steuer vorbei gearbeitet haben und jetzt Coronahilfe kassiert haben, obwohl der Tresor voll ist.
    Es wird nie eine hundertprozentige Gerechtigkeit geben, aber von der Senkung der Mehrwertsteuer haben ALLE was, zumindest beim Kauf von Lebensmitteln, Strom und Wasser.

  18. 21.

    Alle Bürger zahlen Soli? Wir haben auch noch Kinder und Rentner! Die würden bei Ihrer Variante leer ausgehen ....

  19. 20.

    Es stimmt irgendwie meckern die Deutschen immer.
    Ich zum Beispiel hätte es auch besser gefunden, wenn nur die was bekommen hätten, die alles verloren haben.

    Warum sollten Alg2 Empfänger noch mehr bekommen? Die hatten keine Probleme, das Geld kam pünktlich wie immer und in der gleichen Höhe.
    Arbeitnehmer hatten und haben Lohneinbußen und selbstständige, die können gern mal jammern
    Ich kenne jemanden der hat alles verloren, ewig für geacketz und nun alles weg.

    Ich sehe jedenfalls nicht ein, das der Alg2 Satz erhöht werden soll

  20. 19.

    "Konsumgutschein, so ein Quatsch."
    Ich liebe Argumente..

    Also mein Internetanbieter gibt die Senkung direkt an mich weiter. Das ist zwar letztlich nur ein kleiner Betrag,aber auf die Bevölkerung bezogen läppert es sich und kommt somit der Wirtschaft zu Gute. Und nur darum geht es.

  21. 18.

    Am besten wären Gutscheine gewesen. Es wird nix ankommen beim kleinen, im gegenteil wir werden noch draufzahlen weil kein Mensch mehr durchsieht wo was angeblich gespart wird.

  22. 17.

    Da geht es um den Län­der­fi­nanz­aus­gleich.
    Den Soli zahlen alle Bürger direkt von ihrem Einkommen und diese 5,5% summieren sich gerade bei höheren Einkommen auf recht hohe Summen.
    Über 30 Jahre zahlt man dann ganz gewaltig für den Osten ohne etwas davon zu haben.

  23. 16.

    "Zielführender wäre die komplette Abschaffung des Solidaritätszuschlags gewesen, dann hätte alle Bürger sofort mehr Netto in der Tasche"

    Naja, nicht alle Bürger. Nur die über dem Freibetrag. Und den vollen Satz von 5,5% zahlt man auch nur ab einer bestimmten Grenze. Mehr Netto bedeutet dann halt auch mal 9,50 € im Monat (2000 Brutto Klasse I).

  24. 15.

    Werden Steuern erhöht, meckern die Leute, werden sie gesenkt dann auch... Das ist Deutschland....

  25. 14.

    Da kommen mir die Tränen. Im gengenzug zahlt unter anderem Bayern für Berlin auch Westberlin. Das akzeptieren sie wieder ?

  26. 13.

    Der Soli wäre schon lange nicht mehr notwendig gewesen aber im Rahmen der corona Millionen werden wir ihn wohl alle weiter zahlen! Ps ich hoffe nur das sie Thomas ihre Aussage nicht so meinten das im Osten keiner soli zahlt ?

  27. 12.

    Das Geld kommt beim Gros der Verbraucher nicht an. Aber alle müssen es mitbezahlen.
    Abwrackprämie ging an mir vorbei, könnte mir kein Auto kaufen.
    Heute ist es so, ich habe das Geld. Die Händler wollen aber nicht. Mehrfache Anfragen blieben unbeantwortet. Außerdem ist der Restwert des jetzigen Fahrzeuges in den Keller gesunken. Die Differenz muß aufgefüllt werden.
    Vieles ist die letzten Wochen teurer geworden, der zweite Preisschub wird im nächsten Jahr kommen.
    Unter dem Strich wird nichts gespart und was uns nächstes Jahr an Steuererhöhungen blüht ist noch nicht ausgemacht.
    Konsumgutschein, so ein Quatsch. Abgaben runter und Soli weg wäre allemal effektiver.

  28. 11.

    Statt Mehrwertsteuer-Senkungen könnten viele Berliner Verbraucher und Einzelhändler den von den Grünen geforderten „Vor-Ort-Gutschein“ gut gebrauchen. Amazon & Co. und Aldi Co. sollten draußen bleiben. Der drohenden Verödung der Berliner Kieze muss entgegengewirkt werden. JETZT!

  29. 10.

    Bei dieser ganzen Hysterie besteht die große Gefahr, dass diejenigen, die sonst am 20. des Monats Probleme mit ihrem Geld haben, das nun schon am 15. haben werden.

  30. 9.

    Wenn ein Kunde einen bestimmten Betrag ausgeben möchte,spielt es natürlich eine Rolle für die Unternehmen,wie hoch die Umsatzsteuer ist.

    Ich denke die Maßnahme ist sinnvoll,auch wenn ich einen Konsumgutschein von ungefähr 250 Euro für jeden von den 20 Milliarden für wirkungsvoller befunden hätte - und gerechter.
    Menschen mit hohen Einkommen konnten in der Krise eh genug sparen,da man sein Geld ja nirgends ausgeben konnte.

  31. 8.

    Zielführender wäre die komplette Abschaffung des Solidaritätszuschlags gewesen, dann hätte alle Bürger sofort mehr Netto in der Tasche und es wäre keinerlei Bürokratie erforderlich.
    Seit 30 Jahren zahlen wir jetzt für den Osten - das sollte langsam mal genug sein!

  32. 7.

    Wozu das alles? "Die sozial Schwächsten profitieren nicht sehr stark..." Sie profitieren gar nicht! Sämtliche Preise wurden ja schon im Vorfeld mächtig angehoben, so dass selbst eine Weitergabe der Steuersenkung nichts bringt. Aber die Politik lässt sich für dieses "Bonbon" feiern.
    Ich wünsche niemanden was Schlechtes, aber so manchem, dass er sich selbst mal begegnet!

  33. 6.

    Die Politik hätte von Anfang an ehrlich sein sollen und sagen, wie es ist. Die Mehrwertsteuersenkung kommt praktisch nicht beim Endverbraucher an. Kostet ein Produkt jetzt 119 €, muss der Verkäufer 19 € davon abführen (Nettoumsatz=100 €). Ab 01.07. kostet das Produkt immer noch 119 €, der Verkäufer muss aber nur noch 16,41 € abführen (Nettoumsatz=102,59 €). Im Gegenzug kann sich der Verkäufer auch nur 16% Vorsteuer abziehen.
    Aber es kommt darauf an, was beim Endverbraucher ankommt. Kauft man bei McD einen Burger zum Mitnehmen (=7% USt.), dann kostet er den Kunden genauso viel wie beim Verzehr im Laden mit 19%.
    Die Mehrwertsteuersenkung soll der Wirtschaft helfen und das ist auch gut so. Vielleicht gibt der eine oder andere Händler ja einen Extrarabatt...dann hat der Kunde auch etwas davon.

  34. 5.

    Es k**z mich an. Ständig wird gefordert und gemeckert. Die Deutschen immer unzufrieden was immer die Regierung auch macht.
    Auf der anderen Seite tun die Bürger alles um die erreichten Erfolge in der Corona Krise kaputt zu machen.
    Die Masken stören, die Abstandsregeln sowieso und die Milliarden reichen bei weitem nicht - mehr, mehr,mehr!
    Ist Deutschland noch zu retten?

  35. 4.

    Unter den gegebenen Umständen macht zwangloses shoppen sowieso überhaupt keinen Spaß mehr.
    Das obige Symbol bild zeigt eindeutig warum. Obwohl Anstehende Schlangen derzeit eher das Problem sind. Ich war mal vor Kurzem bei Saturn, Mediamarkt. Oben im Regal, steht zwar das Anschau - Produkt. Aber mal einfach, unten das originale Neu verpackte Gerät aus dem Regal ziehen ist derzeit eher nicht die Regel. Leere Regale bei Rasierapparate, Haarschneidern, usw. Geht vieles nur auf online Bestellung.
    Derzeit bestelle ich viele Dinge des alltäglichen Lebens als prime Kunde. Gestern bestellt, heute ist mein scharfes Kochmesser geliefert worden.
    Ja, der Online Handel boomt dadurch immer mehr und geht zu Lasten des Einzel Handels. Nebenbei gesagt, hab ich mich als Kunde bei Karstadt nie gut beraten gefühlt.
    In meinem ganzen Bekanntenkreis geht bzw. war schon lange Zeit keiner mehr in irgendwelche Center. Die meisten haben sowieso alles zu Hause.

  36. 3.

    oh wer hätte das gedacht?!
    mit ein paar sekunden, oder okay, bei dem heut allzuoft anzutreffendem intellekt auch mal 5 minuten, nachdenken hätte man wissen können WER da denn von am meisten profitiert, nämlich nicht der kleine laden von nebenan, für die ist das nämlich nur ein riesen, eigentlich unzahlbarer aufwand, der fast nix bringt.

  37. 2.

    Für Unternehmen spielt die Höhe der Umsatzsteuer keine Rolle. Sie ist nur ein durchlaufender Posten. Ein Unternehmen spart demnach gar nichts, wenn sie sich einen Neuwagen anschafft. Der Anteil gewerblich zugelassener Fahrzeuge steigt enorm und betrug 2019 65,5%. Interessant wird es für die Berechnung der sog. 1% (0,5 bei Hybrid bzw. Elektro) bei privat genutzten Dienstwagen. Denn die Grundlage für die Berechnung ist der Listenbruttopreis, also die unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers zzgl. MwSt.

  38. 1.

    Verstehe den Artikel nicht. Es geht doch bei der Senkung nicht um eine Entlastung für die Verbraucher. Die sollen nur animiert werden zu konsumieren. Die Entlastung ist für die Unternehmen / Wirtschaft.

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