Eine Reisende läuft am Berliner Hauptbahnhof auf einem Bahnsteig entlang. (Bild: dpa/Karl-Heinz Spremberg)
Audio: Inforadio | 05.10.2020 | Juliane Kowollik | Bild: dpa/Karl-Heinz Spremberg

Risikogebiet Innenstadt - Berlin stoppt wegen Corona Tourismus-Kampagnen

Weil sich die Corona-Situation in Berlin zuspitzt, sollen Touristen vorerst nicht weiter angeworben werden. Die Hauptstadt hat deshalb zum Samstag alle Werbekampagnen gestoppt, sagte der Geschäftsführer von Visit Berlin, Burkhardt Kieker, am Montag dem rbb.

Wenn deutschlandweit von den Berliner Corona-Hotspots berichtet werde, passe es nicht, für einen Besuch in der Hauptstadt zu werben, so Kieker im rbb-Inforadio. Sonst könne eine Werbekampagne auch kontraproduktiv sein. Die Werbung sei deshalb unterbrochen worden, zunächst für einige Tage, denkbar seien auch Wochen.

Vier Berliner Innenstadtbezirke überschreiten derzeit den Wert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche, nämlich Friedrichshain-Kreuzberg, Mitte, Neukölln und Tempelhof-Schöneberg. Mehrere Bundesländer erließen Einreisebeschränkungen für Bewohner aus diesen Bezirken.

Sendung: Inforadio, 05.10.2020, 14:45 Uhr

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17 Kommentare

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  1. 17.

    Man steckt sich doch nicht nur beim Feiern an. Woher kommt eigentlich diese dubiose Behauptung? Wenn dem wirklich so ist, dann kann man weltweit einfach nur das Feiern verbieten und Corona gehört der Vergangenheit an.

  2. 16.

    Hier im Schöneberger Norden ersetzen die Trinker-Touristen mit süddeutschen Akzent die spanischen Touristen. Das lebendige, weltoffene, bunte noch vor 10 Jahren ist einer Szene gewichen, die nur säuft, grölt und erbricht. Allerdings vermute ich,dass diese Besucher nicht durch die Tourismuswerbung motiviert wurden, sondern durch die Erfahrungsberichte anderer auf socialmedia. Aufgrund eines Plakats von Visit Berlin ein einer Kleinstadt kommt keiner zum Trinken und Kiffen nach Berlin. Was hier stattfindet, ist nicht mal mehr Party sondern nur primitiver Exsess. Party konnten bis vor einigen Jahren die Schwulen im Kiez: bisschen Musik, Bier, Gras und am nächsten Morgen lagen fast alle leeren Flaschen und Plastikbecher unter dem vollen Mülleimer am Spielplatz. Ging doch mit dem Feiern!

  3. 15.

    Wer ist bitte „Berlin suggeriert“? Nicht nur in den regionalen Medien wird seit längerem der Unmut der Kreuzberger und Friedrichshainer Anwohner thematisiert, so dass klar sein müsste :Berlin feiert hier im Kiez definitiv nicht.
    Es profitiert lediglich der Senat und Staat an Sauftouris, die sich sonst natürlich „Biogesund“ ernähren und freitags für die Umwelt demonstrieren. Wäre toll, wenn manche wenigstens ihren Partymüll aufräumen würden!!

  4. 14.

    Arbeiten heißt nicht Feiern - soll wohl einen Unterschied machen.

  5. 13.

    Na ja, wenn aber Berlin suggeriert, bunt, laut, schrill, egal zu welchem Preis, lockt das natürlich die coolen Leute aus den "langweiligen"Gegenden an. Die Behörden in Berlin haben ja auch echt andere Sorgen. Wenn sich zum Beispiel Anwohner erdreisten, ungefragt Blümchen zu pflanzen oder eine Bank aufzustellen. Da muss dies Ordnungsbehörde ran. Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man darüber lachen.

  6. 12.

    Wo hatten Sie noch mal Virologie/Epidemiologie studiert?

  7. 11.

    Ihre Aussage wurde sehr deutlich in einem Bericht in der Abendschau vor einigen Wochen belegt. Da äußerte sich ein junger Mann. Er kam aus Karlsruhe, weil man, wie er sagte, dort nicht feiern könne. In Berlin schon. Das sagt doch alles. Egoismus scheint die vorherrschende Eigenschaft in bestimmten Bevölkerungsgruppen zu sein und Berlin bietet ideale Bedingungen, diesen auszuleben. Und unser unauffällig Regierender mahnt, überlegt und erwägt statt zu handeln. Volksvertreter definiere ich anders.

  8. 10.

    Darf ich Ihnen dann ins Gesicht husten? Passiert ja nix, wenn wir draußen sind.

  9. 9.

    Wer im Glashaus sollte nicht ....
    Infektionen unter freiem Himmel sind durchaus möglich und nicht gerade unwahrscheinlich - s.Trumps "Party" im Rosengarten oder sie werden vom einem "Draußen-ist-Sicher-Vertreter" in freier Wildbahn angeseucht - z.B. als Passant in der Nähe einer "Openair Veranstaltung" der Gattung "Maskenlos durch die Nacht".

  10. 8.

    Auch hier wieder dumme Menschen, die nicht wissen dass die Ansteckungen nur in Innenräumen, also bei Familienfeiern passieren und nicht draußen.

  11. 7.

    Anstatt Einreiseverbot für Kreuzberger und Neuköllner in manchen Bundesländer einzuführen, bitte endlich ein Einreise der Sauf- und Drogentouris, auch aus anderen Berliner Bezirken verhängen!
    Ich lebe in Kreuzberg und der Großteil des obigen Klientel kommen von außerhalb!!

  12. 6.

    In dem Artikel steht überhaupt nichts von einer politischen Entscheidung. Es werden auch keine Politiker genannt, die etwas mit der Entscheidung die Kampagne zu unterbrechen zu tun gehabt haben könnten. Es war die Entscheidung von VisitBerlin. Von welchen „politischen Deppen“ reden Sie?

  13. 5.

    Was passiert eigentlich mit Personen die in einem sogenannten Risikobezirk ihren Arbeitstag verbringen????? Alles ungeklärt und nicht zu Ende gedacht..wann wird endlich in Bezug auf die Partynächte konsequent durchgegriffen..aber Nein rechtschaffende Leute müssen immer noch mehr Einschränkungen ertragen ...leider bald nicht mehr vermittelbar , Partys u.Demos sind ja so wichtig....weiter so!

  14. 4.

    Diese politischen Deppen tun so als gebe es dieses Virus erst seit gestern. Es wird nur gelabert wie immer in dieser Stadt, tretet einfach komplett zurück!

  15. 3.

    Endlich mal ein positives Zeichen im Kampf gegen Corona und die wilden Partys.
    Hochachtungsvoll Stoll Karl-Heinz

  16. 2.

    Ja das wäre schön. Ist aber bei RRG Wunschdenken. Das ist das Letzte was sie unterbinden werden. Wenn alles den Bach runter geht, Demos werden erlaubt und die Partyguros werden auch nicht in ihre Schranken verwiesen.

  17. 1.

    Na anstecken können wir aleine da brauch wir nich noch Touris die da mitmachen. Reicht schon bei den Demos wo kein Riegel vorgeschoben wird. Sollen doch zu Hause ohne Maske demonstrieren und Leute anstecken und auch Feiern.

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