Zur Herstellung des Seebodens am künftigen Cottbuser Ostsee sind bis zu 90 riesige Dumper mit einer Ladefläche von 20 Kubikmetern im Dauereinsatz. (Quelle: imago/Rainer Weisflog)
Bild: imago/Rainer Weisflog

Cottbuser Ostsee - Ehemaliger Tagebau ab November 2018 flutungsbereit

In einem Jahr soll die Flutung des ehemaligen Tagebaus Cottbus-Nord beginnen. Das hat der Betreiber Leag im Braunkohleausschuss bekräftigt. Die Pläne für den Cottbuser Ostsee sind ab Anfang Dezember für die Öffentlichkeit einsehbar. Das Braunkohleplanverfahren Jänschwalde-Nord wurde unterdessen eingestellt.  

Der ehemalige Tagebau Cottbus-Nord soll ab November kommenden Jahres flutungsbereit sein. Das hat der Tagebaubetreiber Leag am Donnerstag bei der Sitzung des Braunkohlenausschusses in Cottbus bekräftigt. Die Vorbereitungen seien im Zeitplan.

In die Pläne für den Cottbuser Ostsee soll nochmals die Öffentlichkeit einbezogen werden. Wie das Landesamt für Bergbau mitteilte, können die Unterlagen vom 4. Dezember bis zum 12. Januar eingesehen werden. Sie werden ins Internet gestellt sowie in Cottbus, Peitz, Burg und Neuhausen ausgelegt. Bis Ende Januar können Einwände eingereicht werden.

Flutung wird Jahre in Anspruch nehmen

In dem stillgelegten Tagebau soll der größte künstliche See Deutschlands mit einer Wasseroberfläche von 19 Quadratkilometern entstehen. Der Cottbuser Ostsee soll vor allem touristisch genutzt werden.

Die Flutung wird einige Jahre dauern. Der Seeboden und das Schließen der ehemaligen Kohlebahnausfahrt soll demnach im Juni 2018 abgeschlossen sein. Danach gebe es noch Feinarbeit. Die Abflachung der Böschungen sei bereits zu 95 Prozent fertig.

Keine Vergrößerung des Revierbereiches Jänschwalde-Nord

Die Geschäftsstelle des Braunkohlenausschusses teilte am Donnerstag außerdem mit, dass das über Jahre gelaufene Braunkohleplanverfahren zur Vergrößerung des Revierbereichs Jänschwalde nordöstlich von Cottbus eingestellt wurde. Anfang September hatte die Gemeinsame Landesplanung Berlin-Brandenburg über die Einstellung informiert. Im Mai hatte die Landesplanung den Schritt bereits angekündigt. Hintergrund ist, dass der Tagebaubetreiber Leag frühere Pläne des vorigen Gruben-Eigentümers Vattenfall eindampfte und keinen neuen Tagebau Jänschwalde-Nord im Grenzgebiet zu Polen mehr aufschließen will.

Sendung: Brandenburg aktuell, 22.11.2017, 19.30 Uhr

Kommentar

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3 Kommentare

  1. 3.

    Flutet den BER gleich mit! Erspart weitere Ausreden. Dann Bauernopfer suchen. Fertig.

  2. 2.

    Diese Flutung wird zwangsläufig des Ökosystem der Spree bis nach Berlin belasten. Zeit den Menschen endlich reinen Wein einzuschenken.

  3. 1.

    Hat sich an der Gefährdungseinschätzung für unser Trinkwasser etwas geändert? Wird die Spree jetzt noch stärker mit Sulfat etc. belastet? Aus einem früheren rbb Bericht: "Eine Stellungnahme des Umweltverbands "Grüne Liga" lautet: "Der Tagebausee wird die bergbaubedingte Versalzung der Spree mit Sulfat weiter erhöhen. Die Trinkwasserqualität für zwei Millionen Wasserkunden in Berlin und Brandenburg ist dadurch zunehmend bedroht.""

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