Archivbild: Ein Achtung Betreten Verboten steht am 12.05.2016 bei Welzow, Deutschland an der Kante des Braunkohlentagebau Welzow-Süd. (Quelle: imago/Markus Heine)
Bild: imago/Markus Heine

Abbau langsamer als geplant - LEAG will Tagebau Welzow Süd länger auskohlen

Das Bergbauunternehmen LEAG will aus dem Tagebau Welzow Süd länger Kohle fördern, als bisher geplant. Das hat das Landesbergbauamt am Donnerstag bekannt gegeben.  

Ursprünglich sollte Welzow Süd bis zum Jahr 2023 ausgekohlt sein - doch die LEAG will diese Frist jetzt verlängern. Grund sei, dass die bisherigen Abbaggerungen langsamer vorangekommen sind als geplant.

Keine wesentlichen Änderungen der Abbaugrenzen

Wesentliche Änderungen zur bisherigen Planung, vor allem was die zugelassenen Abbaugrenzen angeht, soll es nicht geben, so das Bergbauamt. Für die neuen Pläne wurde nun das Zulassungsverfahren gestartet.

Betroffene Bürger können ab 3. Januar die Planunterlagen ansehen und kommentieren. Sie liegen bis 2. Februar im Landesbergbauamt Cottbus aus.

Welzow Süd II bis 2020 auf Eis gelegt

Dies Pläne beziehen sich auf Welzow Süd I. Die dortige Fördermenge lag 2015 bei 18,2 Millionen Tonnen Braunkohle.

Im März dieses Jahres hatte der Vattenfall-Nachfolger LEAG erklärt, die bisherigen Erweiterungspläne für Welzow Süd - also Welzow Süd II - zunächst auf Eis zu legen. Drei Jahre lang will der Tagebau-Betreiber beobachten, wie sich die deutsche Energiepolitik weiter entwickelt. Sollte ab 2020 weiterer Bedarf an Braunkohle-Verstromung bestehen, könnten die Pläne für Welzow-Süd II wieder aus der Schublade gezogen werden.

Sendung: Antenne Brandenburg, 28.12.2017, 17.00 Uhr

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