Innenhof des Finanzmnisteriums in Potsdam (Quelle: dpa/Bernd Settnik)
Bild: dpa/Bernd Settnik

Corona-Folgen - Brandenburgs Schulden steigen um knapp zwei Milliarden

Wegen der Kosten für die Bewältigung der Corona-Pandemie steigt die Gesamtverschuldung des Landes Brandenburg um fast zwei Milliarden Euro. Der Schuldenstand habe sich von 18,8 Milliarden Euro im Jahr 2019 mit dem endgültigen Jahresabschluss für 2020 auf 20,4 Milliarden Euro erhöht, teilte das Finanzministerium am Montag in Potsdam mit.

Der Haushalt des vergangenen Jahres habe mit einem Defizit von 1,71 Milliarden Euro abgeschlossen, so das Ministerium. Dies wurde durch eine Neuverschuldung in Höhe von 1,58 Milliarden Euro und einer Entnahme aus der Rücklage in Höhe von 130 Millionen Euro gedeckt. Die Ausgaben des Landes stiegen 2020 auf den Rekordwert von 14,8 Milliarden Euro. Dem standen lediglich Gesamteinnahmen von 13,1 Milliarden Euro gegenüber.

"Ursächlich für die hohen Ausgaben sind derzeit insbesondere die Corona-Pandemie und die erheblichen finanziellen und wirtschaftlichen Folgen dieser Krise", sagte Finanzministerin Katrin Lange (SPD). "Auch das Jahr 2021 wird noch voll im Zeichen von Corona und einer dynamischen Ausgabenentwicklung stehen." Lange räumte aber ein, dass der Haushalt auch strukturelle Schieflagen aufweise, die nichts mit Corona zu tun hätten. Darauf habe der Landesrechnungshof zu Recht hingwiesen. Die Rechnungsprüfer hatten gemahnt, notwendige Ausgaben nicht nur über neue Kredite zu finanzieren, sondern auch Einsparungen vorzunehmen.

Sendung: Brandenburg Aktuell, 12.04.2021, 19:30 Uhr

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5 Kommentare

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  1. 5.

    Wenn das mal wirklich alles Corona bedingt ist. Wenn ich dran denke wie RRG in Berlin die Kohle rücksichtslos aus dem Fenster haut und stets Corona als Begründung angiebt.
    Als erstes schießt mir 3 ? Milliarden für die BVG durch den Kopf.. weil die Dumping-Fahrpreise den Betrieb nicht finanzieren. Einfach mal die Fahrpreise kostendekend kalkulieren.
    Jedenfalls sind das Gelder, die nicht für Corona zur Verfügung stehen weil man sie lieber für etwas anderes ausgibt und dann für Corona als Schulden neu aufgenommen werden müssen. Übelste Taschenspielertriks.

  2. 4.

    Liebe Leser und Leserinnen, wenn Sie Angst vor Verschuldung haben ist dies berechtigt. Es ist eben kein Klischee der „Schwäbischen Hausfrau. Denn Fall von Griechenland haben einige leider schon vergessen. Wer meint Monetary Theory (MMT) habe nichts mit Inflation zu tun hat leider rein gar nichts verstanden. Dass ganze ist der reine Unsinn. Das sagt auch der frühere US-Finanzminister Larry Summers der MMT als „Voodoo-Ökonomie“ betitelt.

  3. 3.

    Die Bundesrepublik verhält sich schon lange nicht mehr wie die "Schwäbische Hausfrau", und dem zu Folge schon vor der Pandemie reichlich Schulden angehäuft hat.
    Ihre Empfehlung für ein Buch als Anleitung, da möchte ich hinzufügen, dass es etliche andere Theorien in Buchform gibt, wo man was ganz anderes erfährt.

  4. 2.

    Es müssen krisenbedingt Zuschüsse vom Bund kommen. Ganz klar.

  5. 1.

    Liebe Leser*innen, bitte keine Angst vor Verschuldung hier. Es muss wider dem Klischee der „Schwäbischen Hausfrau“ in Risikozeiten tatsächlich viel Verschuldung des Staates und dessen Organe geben. Das führt ganz und gar nicht zu der bösen Inflation. Ich empfehle die Literatur zur Modern Monetary Theory (MMT). Gibt es zwar als schwere Fachliteratur aber auch in einfacherer Form. Also keine Angst!!

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