Berliner Wirtschaftssenatorin - Ramona Pop verteidigt teilweise aufgehobene Corona-Testpflicht

Archivbild: Gäste sitzen im Außenbereich einer Gastronomie in Berlin. (Quelle: dpa/S. Zeitz)
Bild: dpa/S. Zeitz

Die Berliner Wirtschaftssenatorin Pop hat sich zuversichtlich geäußert, dass die Coronapandemie weiter eingedämmt werden kann. Im rbb inforadio verteidigte sie die beschlossenen Lockerungen und die in einigen Bereichen aufgehobene Testpflicht.

Angesichts der ab Freitag geltenden Lockerungen für Restaurants und Kneipen geht die Berliner Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) von einem "guten Sommer" für das Berliner Gastgewerbe aus.

"Wir schauen positiv auf den Sommer, aber natürlich mit einem Gefühl von Vorsicht und das muss auch so bleiben", so Pop im rbb inforadio. Angesichts der sinkenden Inzidenzen und der gleichzeitig steigenden Impfquote sei Berlin in einer guten Situation. "Wir können jetzt sowas sagen wie: Land in Sicht."

Die Wirtschaftssenatorin verteidigte die Senatsbeschlüsse, wonach zusätzlich zu Lockerungen in einigen Bereichen auch die Testpflicht aufgehoben wird. Man folge dem Grundsatz "draußen hat Vorrang vor drinnen." Demnach wolle man unter freiem Himmel "alles möglich machen, was geht." Auch in anderen Bundesländern gebe es keine Testpflicht für den Einzelhandel oder die Außengastronomie, so Pop.

Dort wo mehrere Menschen länger zusammen drinnen sitzen, wie etwa in der Innengastronomie, Kinos oder Theatern werde es dagegen weiter eine Testpflicht geben. Im Einzelhandel entfalle zwar die Testpflicht, dafür gebe es aber eine Flächenbegrenzung, damit sich nicht zu viele Menschen beim Einkaufen gemeinsam drinnen aufhielten.

Die Hotels müssen jedoch noch eine Woche warten und können erst am 11. Juni öffnen, weil Berlin in diesem Bereich gemeinsam mit Brandenburg agiert. Begrenzungen der Gästeanzahl sollen dann aber entfallen. "Ab dem 11. Juni können wir tatsächlich wieder Gäste in der Stadt empfangen und ich gebe zu, darauf freue ich mich tatsächlich ein bisschen", so Pop.

Sendung: inforadio, 7:45 Uhr

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11 Kommentare

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  1. 11.

    Auch in anderen Bundesländern gebe es keine Testpflicht für den Einzelhandel .....

    das gleich ist bei den Friseuren.
    In Berlin gehen wir gerade gemeintschaftlich kaputt. Viele Leute rennen nach Brandenburg um sich die haare schneiden zu lassen.

    Gern würde ich meine Angestellten wieder aus der Kurzarbeit holen, denn denen geht das Geld auch aus. Die Mieten und sonstiges Kosten meiner Angestellten verringern sich nämlich auch nicht.

  2. 10.

    wenn sogar die Frau Pop die Bundesländer miteinander vergleicht.... warum gibt es immer noch die Testpflicht beim Friseur? In anderen undesländern ist dies auch nicht mehr so

  3. 9.

    „... anschließend sich und andere durch Quarantäne schützte...“
    Wie schützt man denn SICH durch Quarantäne ?
    Er ist nicht erkrankt.
    https://www.rnd.de/gesundheit/corona-test-positiv-trotz-impfung-wie-ist-das-moeglich-MIVGBDJQIFBSVD7KN6YIQUESVM.html
    Und was mal ganz weggelassen wird.... hätte er denn überhaupt andere anstecken können, das besagt der ct Wert.

  4. 8.

    Das Leid der kleinen Einzelhändler "
    Nu is aber langsam auch mal gut.
    Es gab dutzende von Hilfs- und Förderprogrammen, von der Übernahme der Lohnkosten aka Kurzarbeitergeld bis zum 75%-Umsatzersatz.
    Und dann immer noch vom Leid der klelnen Einzelhändler zu jammern hat schon was groteskes.
    Die Seuche hat alle getroffen, alle mussten und müssen Abstriche machen.

  5. 7.

    "Die Testpflicht sollte komplett aufgehoben werden angesichts der neusten Enthüllungsskandale. Der Informationszugewinn ist nahe "0" bei sehr hohen Stückkosten - also ein unwirksames Instrument." >wieder was gelernt. Dass der Test von Seehofer trotz Impfung positiv war und er anschließend sich und andere durch Quarantäne schützte, ist also unwirksam

  6. 6.

    Das Leid der kleinen Einzelhändler war ihr doch so was von...

  7. 5.

    Na ja, immerhin hat der eine oder andere jetzt ein Leben lang ausgesorgt;-)

  8. 4.

    So, so, Frau Popp hat wohl einen besonderen " grünen Draht" zum Virus?

    "zuversichtlich geäußert, dass die Coronapandemie weiter eingedämmt werden kann"...Wie macht Sie das? Welche Info´s hat sie, die wir nicht haben?

  9. 3.

    Gegenüber wem verteidigt sie das denn ?
    Der Gastro, dem Einzelhandel, der Bevölkerung ? Die einzigen die da ein Interesse hätten das es weitergeht wie bisher wären wohl die Testcentren :D

  10. 2.

    Vor wem muss sie die Beschlüsse denn verteidigen? Der Artikel gibt darauf jedenfalls keinen Hinweis. Ansonsten wäre 'begründen' vielleicht das bessere Verb.

  11. 1.

    Die Testpflicht sollte komplett aufgehoben werden angesichts der neusten Enthüllungsskandale. Der Informationszugewinn ist nahe "0" bei sehr hohen Stückkosten - also ein unwirksames Instrument.

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