Wirtschaftliche Folgen der Pandemie - Brandenburg verlängert Überbrückungshilfen bis Ende September

Archivbild: Eine Friseurin schneidet in ihrem Brandenburger Friseursalon einer Kundin die Haare. (Quelle: dpa/B. Settnik)
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Unternehmen und Selbstständige in Brandenburg, die aufgrund der Pandemie wirtschaftliche Einbußen erleiden, können bis Ende September weitere Hilfen beantragen. Auch für Personalkosten soll es nun einen Zuschuss geben.

Die Brandenburger Landesregierung hat der Verlängerung der Überbrückungshilfen für von der Corona-Pandemie betroffene Unternehmen und Selbstständige um drei Monate bis September zugestimmt.

Anspruchsberechtigte erhalten vom Bund einen finanziellen Zuschuss, wenn sie ihren Geschäftsbetrieb während des Lockdowns einstellen oder stark einschränken mussten. "Brandenburger Unternehmen und Soloselbstständige sind teilweise noch stark von den Folgen der Pandemie betroffen", sagte Wirtschaftsstaatssekretär Hendrik Fischer am Dienstag nach der Kabinettssitzung. Die finanziellen Hilfen sollten den Unternehmen Stabilität geben.

Zuschuss zu Personalkosten möglich

Darüber hinaus könnten die Unternehmen bei der "Überbrückungshilfe III plus" auch Personalkosten für Mitarbeiter abrechnen, die aus der Kurzarbeit zurück geholt oder neu eingestellt würden, teilte die Staatskanzlei mit. Der Zuschuss zu den Personalkosten könne im Juli bis zu 60 Prozent betragen und werde dann bis September auf 20 Prozent sinken. Das solle Unternehmen motivieren, ihre Beschäftigten schnell aus der Kurzarbeit zurück zu holen.

Auf den Seiten des Bundesfinanzminsteriums [bundesfinanzministerium.de] heißt es, dass für das verlängerte Programm die Höchstbeträge erhöht worden seien. "Für Soloselbstständige wurde die Neustarthilfe ebenfalls als Neustarthilfe Plus bis Ende September 2021 verlängert." Durch eine Härtefallregelung könnten die Länder nun auch diejenigen unterstützen, die bei bisherigen Hilfsprogrammen nicht berücksichtigt worden waren und deren wirtschaftliche Existenz durch die Folgen der Pandemie bedroht wird, heißt es .

Berlin hat eigenes Landesprogramm für Soloselbstständige

Auch Berliner Unternehmen können von der "Überbrückungshilfe III plus" profitieren. Zudem hat das Land Berlin ein Programm aufgelegt, dass sich konkret an Soloselbstständige richtet sowie an kleine Unternehmen mit maximal fünf Beschäftigten.

Weitere Informationen dazu finden Sie bei der Investitionsbank Berlin [ibb.de/coronahilfen].

Kabinett will Weg frei machen für Großveranstaltungen

Für die Veranstaltungsbranche soll es nach dem Willen der Brandenburger Landesregierung zudem bald mehr Möglichkeiten geben. Trotz der zunehmenden Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus sollen wieder Großveranstaltungen mit bis zu 25.000 Besuchern zugelassen werden. Details dazu sollen vom Kabinett in einer neuen Umgangsverordnung am Mittwoch kommender Woche beschlossen werden, wie die Staatskanzlei am Dienstag mitteilte. Bislang sind nur maximal 1.000 Teilnehmer erlaubt.

In Schulen, Kitas und Horten sollen die Schutzkonzepte mit Tests und Maskentragen in den ersten Wochen nach den Ferien fortbestehen. Noch keine Einigung gab es im Kabinett zu der Frage, ob auch Grundschüler dann wieder Masken tragen sollen. Das werde erst in der kommenden Woche entschieden, teilte die Staatskanzlei mit.

Sendung: Brandenburg aktuell, 20.07.2021, 19.30 Uhr

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10 Kommentare

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  1. 10.

    Da muss man nicht mal bis 3 zählen können. Außerdem rast die Schuldenuhr. Einige Menschen müssen zur Zeit aber ein glückliches Händchen haben. In einem Wohn-und Geschäftshaus-voll unterkellert; große Keller für die Gewerbe- wird gerade ein Keller völlig aufgemotzt. Gekonnte Farbgestaltung, Fußbodenbelag-nicht der schlechteste, romantische Beleuchtung. Viele neue Steckdosen-feinste Ausführung. Fensterbretter. Heimeliges Ambiente. Man spricht hier von SPIELBAR. Hier gibt es ja auch reiche Leute mit Spieltrieb. Werde berichten; Eröffnung wird bald sein.

  2. 9.

    Ich bin tatsächlich entsetzt, was wieder auf die Schüler in unserem Land drauf zukommen wird.
    Maske, testpflicht und am Ende geschlossene Schulen.

    Wieder ist der Sommer ohne jegliche Bemühungen seitens des Senats oder unser Bildungsministerin verstrichen!

    Großveranstaltungen, Hochzeiten, Hotels, private Partys alles wiwder erlaubt ....aber 25 Kinder im Klassenraum.....Sicher wieder nicht.

    Evtl können wir Eltern unsere Wohnungen abwechselnd zur Verfügung stellen um den Unterricht abhalten zu können

  3. 8.

    Unser Vermieter hat die Miete zum 1.10. um 26% erhöht.
    Ich dachte, ich falle vom Glauben ab.

    Zum Glück habe ich bereits neue Räume gefunden und hoffe der alte Vermieter findet keinen Nachmieter

  4. 6.

    das ist vollkommen richtig
    Da stimmen wir zu trotzdem sollten die Vermieter zurückstecken

  5. 5.

    Weil den Gewerbetreibenden per Verordnung verboten wird ihr Geschäft im normalen Umfang zu betreiben sollen die Vermieter ran ?
    Nebenbei … alle Möglichen großen Firmen haben schon Klage eingereicht…. die denken dabei nicht an gönnerhafte Hilfen, sondern verlangen Schadenersatz.
    https://www.wiwo.de/politik/deutschland/klagen-gegen-corona-lockdown-das-wird-die-groesste-klagewelle-die-deutschland-je-gesehen-hat/26932298.html

  6. 4.

    Vielleicht benötigen wir auch einfach nicht mehr so viele Läden. Wir haben doch alles. Wer benötigt das 100te 0815 Restaurant oder Klamottengeschäft? Gute Sachen werden bestehen bleiben. Und die restlichen Beschäftigen sollten lieber Hilfe bekommen um Umzuschulen in zukunftsträchtige Bereiche, wo händeringend gesucht wird. IT, Wissenschaft, Landwirtschaft, Soziales..es gibt so viele offene Stellen.

  7. 3.

    Das werden nicht die letzen Überbrückungshilfen sein
    Da kann noch etwas auf uns zu kommen ,wenn eine Welle nach der anderen kommt
    Es werden trotzdem viele Läden und Unternehmen aufgeben müssen wer kann das auf Dauer finanzieren
    Die Vermieter der Läden müssten rangenommen werden in der Krise ,die volle Miete bei keinem Gewinn und nicht Nutzung
    Viel Glück den Unternehmern

  8. 2.

    "Brandenburg verlängert Überbrückungshilfen bis Ende September." Ja klar weil dann Bundestagswahl und bis dahin eine Übermaß an Insolvenzen verhindert werden soll, um keine Wählerstimmen zu verlieren. Nach der Bundestagswahl...dann wird's interessant.

  9. 1.

    Es muss nicht weiter frei gemacht werden, sondern alle Coronamassnahmen bis auf die Maskenpflicht vielleicht sind aufzuheben

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