Wegen Corona-Lockdown - Fast 120 Millionen Euro Einnahmeausfälle im Brandenburger Nahverkehr

Fahrgäste mit Mundschutz sitzen in einer am Hauptbahnhof haltenden Straßenbahn. (Quelle: dpa/Soeren Stache)
Audio: Antenne Brandenburg | 23.07.2021 | Daniel Gäsche | Bild: dpa/Soeren Stache

Der Öffentliche Personennahverkehr in Brandenburg leidet auch in diesem Jahr unter Einnahmeausfällen in Millionenhöhe. Wie das Brandenburger Verkehrsministerium am Freitag auf Anfrage der Linksfraktion im Landtag mitteilte, wird für das laufende Jahr ein Schaden von über 118 Millionen Euro erwartet.

Einbruch der Fahrgastzahlen

Im vergangenen Jahr waren es rund 108 Millionen. Grund war in beiden Jahren der Lockdown wegen der Corona-Pandemie und der damit verbundene dramatische Einbruch der Fahrgastzahlen.

Der Bund gleicht den Verlust den Angaben zufolge mit knapp 28 Millionen Euro aus. Wieviel das Land beisteuert, steht noch nicht fest.

Sendung: Antenne Brandenburg, 23.07.2021, 14 Uhr

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5 Kommentare

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  1. 5.

    Mehr Kontrollen in Bus und Bahnen, Bußgelder (für ffp2-Maskenverweigerer, falsch getragene oder keine) nur mit Höchstbetrag und drauf dringen, dass Atteste grundsätzlich im ÖPNV nicht mehr akzeptiert werden (von denen swowieso viele gefälscht sind). Schwuppdiwupp wäre das Defizit getilgt und die Personalkosten der Kontrolleure so gedeckt, dass laufend neue beschäftigt werden können, die dann auch gleich die Verzehrer und Durstigen mit Bußgeld im Höchstbetrag belangen können. Warum wurde in der DDR präzise Tachonadel auf der vorgeschriebenen Geschwindigkeit und NUR 0,0 Promille gefahren? (sonst empfindlichste Strafen). Genauso verhält es sich an stadtbekannten Radarblitzern. Eigenverantwortung funktioniert nicht, weil die weiche Tour von zu vielen ausgenützt wird. Leider müssen auch Erwachsene durch Grenzen gebändigt werden.

  2. 4.

    Solange der Einzelfahrschein unverhältnismäßig teuer bleibt und es kein flexibles Abo gibt bleiben die Öffis leer.

  3. 3.

    Kein Wunder, da es keine an die Situation angepasste Tarife gibt.
    Man ist nicht flexibel.

  4. 2.

    Ist der ÖPNV ein unfinanzierbares Auslaufmodell für angetüdelte Party-Wanderheuschrecken und Shoppingqueens das von der Allgemeinheit finanziert wird? Dann sollen die Vergnügungsnutzer das auch voll bezahlen. Denn dass Homeoffice Bestandteil unseres Lebens bleibt, davon ist auszugehen.

  5. 1.

    Das Problem hat halt so viele Variablen. Die Verkehrsunternehmen machen Verluste, sind für viele kleine Leute aber auch keine Heilsbringer. Sie rechnen vor allem bei ihren treuesten Kunden 100% ab! Jeder Abonnent, der auch zwangsweise nun mehr im Home Office ist, bezahlt seit Anfang von Corona voll .. und natürlich hat man zu Jahresbeginn auch die Preise erhöht. Das haben die jetzt 1 Mal mitgemacht, ein zweites Mal sicher nicht. Ich werde mein Abo kündigen, sie können ja mal den Preis Berlin ABC+2 Kreise raussuchen. Mit Bahncard 25 + die neuerdings 1, 2 Mal reinfahren ins Büro die Woche ist man einfach billiger.

    Alternativen sind Fehlanzeige. Die Bahn mit ihrem Pendlerticket und zehn Fahrten im Monat oder so .. mediale Nebelkerze, die ja auch sofort wieder ausläuft. Hier im Osten ging damit quasi eh kaum was. Und das im Januar mal angekündigte neue Tarifmodell der VBB/BVG wird wohl noch 3 Jahre brauchen, so flexibel wie die bei sowas immer sind ...

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