rbb|24-Podcast zu Tesla in Brandenburg - Bekommt Tesla von der Politik eine Sonderbehandlung? (Folge 7)

Di 03.11.20 | 06:29 Uhr
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Grafik: Giga Grünheide - Tesla in Brandenburg #7. (Quelle: rbb24)
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Brandenburgs Landespolitik hat Tesla ins Land geholt. Kritiker der Fabrik in Grünheide sehen im Umgang mit dem Elektroauto-Konzern eine Sonderbehandlung. Stimmt das - oder ist das Bemühen um die Ansiedlung eine politische Selbstverständlichkeit? In der siebten Folge des Tesla-Podcasts geht es um das Wechselspiel zwischen Tesla und der Politik.

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Im beschaulichen Grünheide in Brandenburg will US-Investor Elon Musk Milliarden US-Dollar investieren, denn hier entsteht die erste Tesla-Fabrik Europas. Schon 2021 sollen dort eine halbe Million Elektroautos vom Band laufen und tausende Arbeitsplätze entstehen. In dem 9.000-Seelen-Ort gibt es viele, die sich auf die neue Fabrik freuen und andere, die dagegen auf die Barrikaden gehen.

Im Podcast "Giga Grünheide – Tesla in Brandenburg" erzählt das rbb-Reporter-Team Franziska Hoppen, Phil Beng und Philip Barnstorf Geschichten über ein Dorf, das zur Zukunft der Elektromobilität werden soll.

Der Podcast ist eine Koproduktion der Redaktionen von rbb|24, Inforadio und dem rbb-Studio Frankfurt (Oder).

23 Kommentare

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  1. 23.

    Nur leider sind nicht alle Bürger, die eine Einwendungen hatten, gehört worden. Offensichtlich war es am Ende für unsere Volksvertreter doch zu viel Aufwand für ein Theaterstück, dessen Ausgang natürlich schon lange geschriebenen steht. Deswegen können sie doch auch guter Dinge sein, da sich alles offenbar in Richtung ihrer Vorstellung entwickelt. Wie es in fünf Jahren aussieht ist auch völlig unerheblich. Dann ist es wirklich zu spät! Wie sie schon bemerkt haben, ist mein vertrauen in die -unabhängige- Entscheidung der Ämter dahin. Wenn selbst der amerikanische Sender Bloomberg über die Deutsche Politik berichtet, die fröhlich dem Herr Tesla alle Wünsche sozusagen von den Lippen abliest, sagt es doch viel über “unabhängige Entscheidungen“ aus.

  2. 22.

    "Es ist rechtlich möglich und technisch machbar eine Industrieanlage in einem Wasserschutzgebiet zu errichten."
    Tolll. So bekämpft man den Klimawandel, genauso so, in dem man Dinge, die man lieber lassen sollte, mit aller Macht durchsetzt und dafür, rechtlich, an den Rand des Möglichen bzw. Machbaren geht. Vielen Dank auch. Wirklich, sehr innovativ.
    Leider finden in den, ach so "heilvollen" Zukunftsvisionen so mancher Entscheidungsträger die Einwohner in und um Grünheide keinen Platz.

  3. 21.

    "Landschaftsschutzgebiete gibt es in Deutschland viele. Jenes ist kein besonderes und das Grundstück schon eine weile kein Teil davon."
    BITTE?
    Na dann schauen Sie sich doch mal Satellitenfotos an - natürlich die, ohne diese verachtenswürdige Betonkiste.
    Was Sie da sehen werden ist ein für mitteleuropäische Verhältnisse relativ großes zusammenhängendes Waldgebiet.
    Und dann schauen Sie bitte wo Sie das nächste zusammenhängende Waldgebiet in dieser Größenordnung finden.

    Und @ Josti: Sie können gern in 5 Jahren noch einmal schauen, wo wir stehen werden - ohne Wald.
    Klimatechnisch werden wir keinen Schritt weiter sein, wie auch, wenn man - wie in Grünheide - den Klimawandel mit noch mehr Konsum und Oberflächenversiegelung bekämpft.

  4. 20.

    Ihre Frage habe ich im zweiten Teil meines Posts doch schon beantwortet: Es ist rechtlich möglich und technisch machbar eine Industrieanlage in einem Wasserschutzgebiet zu errichten.
    Um mal beim Thema dieses Podcasts zu bleiben. Es gab eine umfangreiche Bürgerbeteiligung in Form von über 400 Einwendungen, auf welche schon im laufenden Projekt eingegangen worden ist. Die Umweltverträglichkeit ist unabhängig von politischen Einfluss von Behörden zu prüfen. Ich habe da ein gutes Gefühl.

  5. 19.

    Ach, sie sind also auch einer der kreativen Köpfe, die erstmal komplett niedermetzeln um dann an anderer Stelle mühsam die pflänzchen zu pflegen? Das Ganze nennen sie dann Klimaschutz und Umweltschutz? Zumal es sich im wahrsten Sinne um eine Stinknormale Fabrik handelt. Kreativ wäre es gewesen einen Ort zu finden, bei dem vorhandene Brachen genutzt würden. Infrastruktur muss sowieso hergestellt werden, wie man unschwer am B Plan erkennen kann.

  6. 18.

    "...Daran haben auch Ihre erfundenen Tierarten..."
    Bin ganz Ohr, über welche "erfundenen Tierarten" hier schon berichtet wurde...

  7. 17.

    Wie wärs mit folgender Rechnung:
    Für jedes E-Auto muss ein Verbrenner weniger gebaut werden, somit könnten man ja Verbrenner Fabriken stilllegen.
    Wenn die 'alten' Umweltverpester dann auch noch bereit wären Ihre alten Fabriken zu begrünen, ...
    Oder denken sie etwa, das all jene die sich Umweltbewusst ein E-Auto kaufen, einen Verbrenner als Zweitwagen zulegen??
    Oder das 'morgen' ein paar Millionen mehr Menschen existieren die urplötzlich Bedarf an Autos haben??

    Dabei ist noch gar nicht berücksichtigt, das eine moderne Fabrik mit heutigen Umweltauflagen wohl so oder so umweltfreundlicher ist, als ein Altbau von vor 20 Jahren, ...

  8. 16.

    Als ich vor 33 Jahren in die Region gezogen bin gab es überall Industrieschornsteine, tausende Arbeitsplätze und ausreichend Wald für Alle.
    Ich lass es gerne darauf ankommen in 5 Jahren Bilanz zu ziehen, was an Ihren Dystopien und meinem Optimismus Realität geworden ist.

  9. 15.

    Landschaftsschutzgebiete gibt es in Deutschland viele. Jenes ist kein besonderes und das Grundstück schon eine weile kein Teil davon. Immerhin haben wir in Deutschland rund 10 Mio. Hektar LSG. Auch das Trinkwasserschutzgebiet ist kein Hinderungsgrund. Es gibt allein in Brandenburg einige WSG mit Industrieansiedlung die widerlegen, dass solche Konstellationen nicht funktionieren.

  10. 14.

    Was meinen sie jetzt mit Natur? Es gibt 4 Bundesländer deren Waldanteil noch höher als in Brandenburg. Und der ist mit 37% ja schon nicht gering. In jedem dieser Bundesländer, die alle mehr Natur zu bieten haben, gibt es Autofabriken.
    Selbst in Brandenburg gibt größere Waldgebiete, als jenes bei Grünheide.

    Aber mal den Punkt Menschen/Quadratmeter aufzugreifen. Es ist tatsächlich ökologisch sinnvoller, wenn sich viele Menschen auf wenig Fläche ansiedeln, als wenig Menschen auf viel Fläche. Daher sind Gemeinden wie Grünheide eigentlich nicht ökologisch. Die nicht ganz 10k Einwohner könnten auf viel weniger Fläche wohnen.

  11. 13.

    Natur, die in Deutschland kaum zu finden ist? Sie haben schon wieder unterschlagen", dass es allein in Brandenburg weitere 750.000 ha Kiefernmonokulturen gibt. Daran haben auch Ihre erfundenen Tierarten und zig andere Fake-Behauptungen, Halbwahrheiten und maßlose Übertreibungen bisher nichts ändern können.

  12. 12.

    "Gerade wegen des Menschen-gemachten Klimawandels müssen wir in CO2-neutrale Produkte und Technologien investieren, verbunden mit klimaneutraler Energiegewinnung! ..."
    Und, was hat Ihre Aussage mit der Errichtung der GF4 durch die Tesla Manufacturing Brandenburg SE im Trinkwasserschutzgebiet inmitten des Landschaftsschutzgebietes „Müggelspree-Löcknitzer Wald- und Seengebiet“ zu tun?

  13. 11.

    Das nenne ich wirklich kreativ, einen Wald Fällen und dafür eine Auto Fabrik... in eine Region die soviel Natur zu bieten hat wie es in DE kaum noch zu finden ist. Aber das heißt ja in Fachkreisen “verschlafen“. Scheinbar gilt eine Region nur dann als “Gut“ und “rentabel“ wenn möglich viele schornsteine und Menschen sich auf dem Quadratmeter befinden. Natürliche Umgebung ist nur den oberen zehntausend vorbehalten...

  14. 10.

    Gerade wegen des Menschen-gemachten Klimawandels müssen wir in CO2-neutrale Produkte und Technologien investieren, verbunden mit klimaneutraler Energiegewinnung! Man kann eine Industrieanlage auch ökologisch konzipieren, z.B. durch geschlossene Wasserkreisläufe, indem man Niederschlagswasser eben nicht in den Gulli leitet, sondern in Mulden versickern lässt oder als Brauchwasser auffängt.
    Einen wirklichen Umweltschützer erkenne ich daran, dass er nach kreativen Lösungen sucht. NIMBYs erkennt man daran, dass sie grundsätzlich gegen jede Veränderung in Ihrer Umgebung sind.

  15. 9.

    Genau das ist es doch. Das Werk ist da und die absehbaren Probleme sind nicht gelöst geschweige denn die Probleme, die sich noch auftun. Dazu gehören Verkehr und Wasserversorgung. Niemandem ist jemals wirklich erklärt worden, in welche Richtung sich das Umfeld verändern wird. Eines ist Fakt, die Natur und Tierwelt wird in kürzester Zeit verschwunden sein. Das ist trotz verhaltener Informationspolitik, wie auch im Podcast geschieht, mittlerweile immer mehr Grünheidern bewusst geworden. Damit wächst auch der Zuspruch zur BI Grünheide. Für mich ist dieses undemokratische Durchdrücken einer Giga Fabrik im Landschaftsschutzgebiet und Trinkwasserschutzgebiet nur ein Prestige Objekt für die, die schon über genug Kapital verfügen und es damit nur noch vergrößern. Ein weiterer Punkt ist, das viele Arbeitskräfte dem Mittelstand entzogen werden. Die Märchen vom Umweltschutz kann ich auch nicht mehr hören...oder lesen

  16. 8.

    "Wegen des Klimawandels auf Industrieansiedlungen zu verzichten ist absolut unlogisch."

    Achso? Das müssten Sie mal näher ausführen. Aus meiner Sicht fahren wir mit so einer Einstellung unseren Planeten in absehbarer Zeit gegen die Wand. Industrieansiedlungen sind entscheidend mitverantwortlich dafür, dass es überhaupt einen Klimawandel gibt. Mir drängt sich da ein kurzsichtiges "Weiter so!" eher als "absolut unlogisch" auf.

  17. 7.

    Berlin leidet nicht wirklich unter Wasserknappheit. Der Grundwasserstand ist in Berlin so hoch wie seit 150 Jahren nicht mehr. Die BWB müssen sogar Wasser quer durch die Stadt pumpen, weil die Grundwasserstände in einigen Bezirksteilen schon zu hoch sind. Dazu kommt noch, dass sich der Wasserverbrauch in Berlin seit der Wende fast halbiert hat. Diese Halbierung sind knapp 200 Mio m³. Von daher wäre die einfachste Lösung, wenn Tesla aus Berlin mit Wasser versorgt werden würde. Das würde man im Gesamtverbrauch kaum merken.

  18. 6.

    Das Thema Wasser/Abwasser ist bereits durchgekaut. Die Region braucht ein Gesamtkonzept, welches die Verschwendung und Verdunstung an heißen Tagen einschränkt und bei Starkregen die Grundwasserbildung fördert. Wegen des Klimawandels auf Industrieansiedlungen zu verzichten ist absolut unlogisch.

  19. 5.

    Die Themen von Herrn Schorcht und der BI Grünheide(Wasser, Wald) sind in den bisherigen Podcasts schon behandelt worden. Die BI steht hier mit ihrer totalen Ablehnung des Projektes auf verlorenem Posten und über deren Aufruf zu einem Bürgerentscheid kann man nur mit dem Kopf schütteln.
    Was bisher im Podcast zu kurz gekommen ist, sind die Auswirkungen auf das Umfeld. Das Werk wird die Region verändern. Welche Maßnahmen ergreift die Politik in Punkto Wohnungen, Verkehr, soziale Dienstleistungen. Kann hier die Politik mit der Tesla-Geschwindigkeit mithalten?

  20. 4.

    Die Frage ist doch schon beantwortet

  21. 3.

    Nach den derzeitigen Plänen müssen nicht nur die Grünheider die Nachteile ausbaden, wie im Podcast erzählt, sondern auch zb die Berliner, die auch mit verstärkter Wasserknappheit kämpfen müssen und dann zusätzlich noch Tesla*s Industrieabwässer filtern sollen.

  22. 2.

    @rbb: was ist eigentlich mit dem Interview mit Steffen Schorcht, welches bedeutsam in eurem Podcast Erwähnung fand? Es wurde ja angekündigt, dass wir von ihm in den folgenden Podcast(s) noch viel hören würden. Jetzt steht ja nur noch die letzte Folge an und bis jetzt war noch gar nichts zu vernehmen. Oder ist mir hier was entfallen?

  23. 1.

    Bitte Vorsicht mit dem Begriff „Sonderbehandlung“. Das ist ein lupenreiner Nazi-Begriff, mit dem die systematische Ermordung der jüdischen Bevölkerung verschleiert werden sollte. Besser von „Vorzugsbehandlung“ sprechen, oder in einem kommentierenden Artikel auch gerne von „Extrawurst“. Alles besser als „Sonderbehandlung“.

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