Tesla-Baustelle in Grünheide (Bild: imago images/Jürgen Heinrich)
Bild: imago images/Jürgen Heinrich

Personalplanung für Werk in Grünheide - Tesla plant zunächst offenbar mit 10.500 Mitarbeitern

Der US-Elektroautobauer Tesla rechnet für seine geplante erste Fabrik in Europa offenbar zunächst mit bis zu 10.500 Mitarbeitern im Schichtbetrieb. In einer Schicht sollen zwischen 3.000 und 3.500 Beschäftigte arbeiten, wie die dpa unter Berufung auf Branchenkreise berichtet. Vorgesehen sei ein Drei-Schicht-Betrieb pro Tag. Derzeit suche das Unternehmen noch Fachkräfte, heißt es in dem Bericht weiter.

Umweltrechtliche Genehmigung steht noch aus

Im Antrag von Tesla für die umweltrechtliche Genehmigung werden unterschiedliche Angaben zur Mitarbeiterzahl pro Schicht gemacht. Dort ist auch von bis zu 12.000 direkten Arbeitsplätzen die Rede, darunter etliche Ausbildungsplätze. In Grünheide sollen ab Juli nächsten Jahres maximal 500.000 Fahrzeuge pro Jahr vom Band rollen - dabei soll nach den Plänen des Autobauers so schnell wie möglich das Maximum erreicht werden.

Die komplette umweltrechtliche Genehmigung für den Bau steht aus. Tesla hat auf eigenes Risiko einen Teil der Fläche gerodet und bereitet den Bau vor. Die Rodung von Wald außerhalb eines Trinkwasserschutzgebiets soll weitergehen - unter anderem wegen einer geplanten Autobahnausfahrt und zur Lagerung von Bodenmaterial. Kritiker befürchten mit der Fabrik negative Folgen für die Umwelt. Bisher gingen 373 Einwände ein. Bis 3. September können Bürger noch neue Einwände gegen Änderungen des Antrags auf Genehmigung erheben.

Sendung: Inforadio, 11.07.2020, 8:20 Uhr

59 Kommentare

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  1. 59.

    Ein richtiges Autowerk in der Bundesrepublik, fängt erst bei 20000 Mitarbeitern an. Alles Andere ist nur ostdeutsche Flickschusterei. 10000 Menschen haben bis zur Wende, doch in jedem grösseren Betrieb gearbeitet.

  2. 58.

    Müssen Sie ja auch nicht! Darum kostet er ja auch ab 0,99 €. Kleinere Mengen sind eben etwas teurer.
    Die Handelskette, die den Spargel in sechs Filialen verkauft - zumeist in Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern - ist auch in Berlin bekannt, wie man an den Autokennzeichen, gelegentlich erkennen kann.

    Bezüglich Frische, hält er sich im Kühlschrank mehrere Tage, in einem feuchten Lappen. Als Beilage zu Schnitzel, Kotelett oder Kasseler Kamm und eine Spargelsuppe, lassen sich fünf Kilo innerhalb einer Woche, problemlos verbrauchen. Danach lässt der Appetit ohnehin nach.

  3. 57.

    Auch ausländischer Spargel ist beim Discounter bedeutend teurer als Sie von Ihrem behaupten. Wegen der Frische würde ich den auch eh nicht kistenweise kaufen. Ich betreibe weder ein Restaurante noch bin ich Zwischenhändler.

  4. 56.

    Typisches Vorurteil! Der Spargel verkauft sich sehr gut. Wird kistenweise gehandelt und man darf nicht zu spät kommen. Er ist nicht genormt oder Bruchspargel und geschmacklich keinesfalls schlechter, als der Beelitzer Spargel. Für den bekannten Namen bezahlen Sie sicher gerne etwas mehr.

  5. 55.

    0,99 €/kg deutet auf massive Absatzprobleme für Harzer Spargel hin. Wenn Sie schon wieder den Harz mit der Hauptstadtregion vergleichen: Beelitzer Spargel dürfte wesentlich bekannter sein als Harzer Spargel. Die Stadt darf, was Ihnen als erfahrener Reiseführer bekannt sein sollte, den offiziellen Namenszusatz "Spargelstadt" tragen.

  6. 54.

    Eien Unachtsamkeit? Diesmal untertrieben Sie ausnahmsweise mal, da das Ihrer Sache dient. Seit rd. zwei Dekaden ist das Industriegebiet (GI) überplant, in der zweiten Hälfte des vergangen Jahrzehntes gab es mehrere öffentliche Anhörungen zur Wasserverordnung, wobei sich Grünheide früh zur Beibehaltung diese GI-Potentialfläche eingesetzt hat und Erkner sogar wegen deren B-Pläne vor Gericht gezogen ist. Dass dieses GI von der Gemeinde Grünheide auf deren Interrnetseite beworben wird, hatten wir ja auch schon ein paar Mal. Wenn das nur eine Unachtsamkeit gewesen sein soll, dauerte die Jahrzehnte.

    Wenn Sie ernsthaft wissen würden, dass "unter Missachtung geltender Gesetze" vorgegangen werden würde, wie Sie hier immer wieder agitieren, wäre es ein leichtes, dagegen ggf. mit weiteren Gleichgesinnten vorzugehen. Das tun Sie aber wohl wissend aus gutem Grund nicht, sondern erfinden Ausreden.

  7. 53.

    Salzgitter ist anders strukturiert, hat vielmehr Fläche, mehr Einwohner und bedeutend mehr Stadtteile. Ähnelt mehr Braunschweig! Auch VW -Stadt! Ich halte den Vergleich mit Grünheide vermessen. Warum denken Sie in so großen Dimensionen? Der Vergleich Oker : Grünheide trifft es ziemlich genau! Warum sollte ich unbedingt nach Salzgitter fahren? Andere Tarifklasse!

    Es gibt im gesamten Harz diverse Möglichkeiten, Obst und Gemüse direkt vom Feld zu ernten oder wird kostenlos abgegeben. Spargel gab es während der gesamten Saison ab 0,99 €/KG.

  8. 52.

    „Dieses Gemaule um den Standort ist einfach nur noch ermüdend.“ So sprechen sie Herr Josti und weiter heißt es bei ihnen: „Wenn die Einwohner von Grünheide und Erkner bei der Planfeststellung pennen, kann da schon mal ein Werk hingesetzt werden.“
    Danke, dass sie die Situation so genau auf den Punkt bringen. Genau so wird hier in Grünheide vorgegangen. Es wird eine Unachtsamkeit der Bevölkerung ausgenutzt, um dieses Monster „Giga-Factory“ unter Missachtung geltender Gesetze vor ihre Tür zu setzen.

  9. 51.

    Ich wusste gar nicht, dass 2 t Elektroschrott satt machen. Man lernt halt nie aus.

  10. 50.

    Herr Josti hier in Kürze die Beantwortung ihrer Fragen:
    Zu 1: Warum lässt man Politiker, die unfähig waren, BER und all die anderen Großobjekte zum Erfolg zu führen ohne zur Verantwortung zu ziehen in Grünheide weiter gewähren?
    Zu 2: Tesla hat die katastrophalen Ausgangsunterlagen nicht überarbeitet, sondern nur ohne inhaltliche Qualitätsverbesserung die Papiermenge verdreifacht. Sie haben das Zeug nicht mal ansatzweise gelesen, sonst würden sie nicht so reden.
    Zu 3: Apropos Spanier, Teslas Bauleitung besteht aus einer Luftgestalt mit spanischem Namen und Telefonnummer, der deutsche Tesla-Ableger ist ein „Fliegender Holländer“, dessen Vertreter In Deutschland nicht gemeldet ist.
    Zu 4: Zum Thema Umweltsicherheit nur soviel, Tesla baut blind, ohne zu wissen wie der Untergrund aufgebaut ist und welche negativen Folgen zu erwarten sind. Oberirdisch werden sämtliche Klimaschutz- und Naturschutzbelange missachtet, eine Landschaft und das Umfeld der hier lebenden Menschen wird zerstört.

  11. 49.

    Die Planungen welcher Bahn meinen Sie? Die der DB oder die der ODEG oder ...? Beide fahren das, was der Aufgabenträger, also das Land, bestellt.

  12. 48.

    Sie wollen doch China nicht mit Deutschland vergleichen oder?

  13. 47.

    Um etwas ähnliches zu sehen wie es z.B. in Grünheide entsteht, müssten Sie in der Tat nicht weit fahren: Ein Luftbild des knapp drei km² großen VW-Werkes in Salzgitter hatte ich ja bereits verlinkt. Direkt daneben werden übrigens von der Landwirtschaftsindustrie Nahrungsmittel produziert.

  14. 46.

    Inzwischen fahren die Züge fast durchgängig,das Fürstenwalde schönere Ecken hat als das Bahnhofsumfeld stimme ich zu,aber Kultur gibt es inzwischen hier und in der näheren Umgebung sehr viel und sehr vielfältig. Das Thema Kaufkraft,Angebot usw ist wie überall,die Innenstädte haben es schwer,aber das ist ein Problem,das nun so gar nichts mit Tesla zu tun hat.Wenn Tesla Mitarbeiter nach Fürstenwalde ziehen,pendeln sie auch,und nutzen Fürstenwalde dann auch oft nur als Schlafstadt denke ich. Und die Pendlerströme werden Fürstenwalde,Grünheide und alle andere Umlandgemeinden eben unnötig noch mehr belasten,da ist heute schon täglicher Wahnsinn angesagt.

  15. 45.

    Für den normalen Berufsverkehr mögen Sie recht haben. Wenn ich ab 23 Uhr von den Dienstreisen in Westdeutschland kam, ging es dann ab Erkner nur noch mit dem Taxi weiter.
    Fürstenwalde hat sich in den letzten 30 Jahren von einer Industriestadt mit mehreren 1000 Arbeitsplätzen in eine Pendler- und Schlafstadt entwickelt, kaum kulturelle Angebote, die Kaufkraft bleibt zum großen Teil in Berlin und das Warenangebot ist eher auf Rentner ausgerichtet. Als wir im vergangenen Jahr das Haus der Schwiegereltern verkauft haben, waren wir schockiert vom Altersdurchschnitt und wie piefig es im Bahnhofsumfeld aussieht.
    Tesla wird sich in jedem Fall positiv auf Fürstenwalde auswirken.

  16. 44.

    Wenn der politische Druck so groß wäre, dass hier in der Region alles durchgewunken wird, warum ist dann der BER nicht in Betrieb? Auch das Tesla-Projekt wäre längst durch. Die 5 Ordner haben in China gereicht und die Richter beim OVG überzeugt, für eine UVP in Deutschland reicht das nicht. Das haben die über 370 Einwände und das Land Brandenburg klar gemacht. Tesla hat die Antragsunterlagen gründlich überarbeitet und die Planung an die örtlichen Gegebenheiten angepasst. Als BI wäre ich stolz wie ein Spanier, weil hier das maximale an Umweltsicherheit rausgeholt worden ist.
    Wenn Sie anderer Meinung sind lesen Sie die Antragsunterlagen und weisen Sie Lücken in der Umweltverträglichkeit nach.
    Mir fehlt nur ein klares Logistikkonzept. Hier liegt der Ball wohl eher bei Bund und Bahn.

  17. 43.

    Flächennutzungspläne sind dazu da für mögliche Investoren Rechtssicherheit zu schaffen und bei den Einheimischen und den hinzukommenden Häuslebauern für Klarheit zu sorgen. Seit dem Interesse von BMW vor 20 Jahren hat das Land Brandenburg hier Planungssicherheit geschaffen.
    Viele Kommentatoren erinnern mich hier an die Neuberliner, welche viel Geld ausgeben, um in den Szenevierteln zu wohnen und sich dann über den nächtlichen Lärm zu beschweren.

  18. 42.

    „Das Thema ist entschieden und der Bauantrag wird hinsichtlich der Qualität mit großer Wahrscheinlichkeit durch die UVP kommen.“
    Was möchten Sie denn damit sagen?
    Dass der polit. Druck auf die Ämter so groß ist, dass nur noch durchgewunken werden darf?
    Was wird uns hier vorgespielt?
    Ein Kasperletheater, bei dem die Drahtzieher schon seit fast einem 3/4 Jahr wissen, wann welche Puppe als Nächste die Bühne betritt?
    Zur Erinnerung, die drei vorzeitigen Genehmigungen wurden auf Grundl. der im Januar ausgelegten Antragsunterlagen erteilt.
    5 Ordner, jetzt sind es 23! Erzählen Sie jetzt bitte nicht es seien alles Detailzeichn., die in 18 Ordner ihren Platz finden. Was sollte uns denn vorenthalten werden und vor allem warum?
    Mit Demokratie und rechtsstaatlichem Verfahrensgang hat dieses Gebaren nichts mehr zu tun.
    Hier geht es weder um Umweltschutz noch um Arbeitskräfte, Sie werden sehen, dass diese Themen ab Juni 2021, wenn es denn so kommen muss, Niemanden mehr interessieren.

  19. 41.

    Wenn man nach Einzelheiten sucht, dann fallen mir noch andere Dinge ein, die mir im Harz deutlich besser gefallen. Betrachte ich die Erreichbarkeit von Halberstadt und den Preis, würde ich immer den Harz wählen. Ich brauche auf nichts verzichten und ich sehe das gleiche .

  20. 40.

    Fürstenwalde ist doch im 30 min Takt angebunden und das denke ich geht ja schonmal im Gegensatz zu Famgschleuse, was wie beschleunigt wird ist nicht vorauszusehen, denn die Planungen der Bahn richten sich nicht nach einem Investor der alles ganz schnell haben will. Ich bin weiter der Meinung falscher Standort und wir sprechen uns einfach in paar Jahren wieder mal sehen wo alle Hurra Schreier dann hin sind

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