Das Gelände der künftigen Gigafactory von Tesla bei Grünheide (Quelle: Picture Alliance/Andreas Franke)
Bild: Picture Alliance/Andreas Franke

Tesla-Gelände in Grünheide - Linke drängt auf schnellen Ausbau von Gleisanschluss

Für den Gleisanschluss des Güterverkehrs zur geplanten Fabrik von US-Elektroautobauer Tesla in Grünheide (Oder-Spree) fehlt nach Angaben der Brandenburger Landesregierung bisher der Ausbauplan. Der Bedarf für den Ausbau lasse sich erst abschließend bestimmen, wenn die Firma Tesla ihre Anforderungen eindeutig definiert habe, erklärte Verkehrsminister Guido Beermann (CDU) in einer Antwort auf eine Anfrage aus der Linksfraktion im Brandenburger Landtag.

Linke-Verkehrspolitiker Christian Görke warnte vor Verzögerungen. "Tesla und die Landesregierung müssen hier schleunigst liefern", forderte er am Sonntag in einer Mitteilung. "Andernfalls wird der Zeitplan kaum zu halten sein."

Vorbereitung der Baustelle betreibt Tesla auf eigenes Risiko

Tesla will in Grünheide von Sommer nächsten Jahres Elektroautos herstellen, jährlich sollen bis zu einer halben Million Fahrzeuge vom Band laufen. Weil eine Genehmigung noch nicht
abgeschlossen ist, betreibt das Unternehmen die Vorbereitungen in Grünheide auf eigenes Risiko.

Kritiker befürchten negative Folgen für die Wasserversorgung und hatten die Rodung von Wald und den Umgang mit Tieren auf dem Gelände kritisiert. Sie warnen vor Konsequenzen für die Umwelt, weil das Gelände in einem Wasserschutzgebiet liegt. Gegen das Projekt gab es nach Angaben des Umweltministeriums mehr als 370 Einwände. Eine öffentliche Erörterung hatte wegen der Corona-Krise zunächst nicht stattgefunden, soll aber möglichst nachgeholt werden.

Sendung: Inforadio, 17.05.2020, 13 Uhr

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84 Kommentare

  1. 84.

    Man sollte versuchen, so viele Mitarbeiter wie möglich im Umfeld der Fabrik anzusiedeln. In Fürstenwalde könnte ich mir noch Zuzug vorstellen.

  2. 83.

    Man konnte ja lesen, dass man mit 50% der Arbeitskräfte aus Polen rechnet ? Dies werden meist Pendler sein. Umweltbelastung und Verkehrsprobleme ein Klacks ? Kaum. Wer aber von Erkner nach Strausberg mit dem Bus 950 fährt hat Umwege seit Jahren hinzunehmen. Die Umleitung über Stolp u. Berghof wegen defekter Brücke ist für Mensch und Bus nicht angenehm. Dann noch die schon jahrelange Umleitung hinter Henickendorf. Eine Straßenverbreiterung bis Torfhaus u. etwas weiter. Ampelregelung hat jahrelang gekostet. Man aktiviert ja einiges an Altbahnstrecken. Städteverbindungen würde ich mit unterschiedlichen Busgrößen-bis zum Kleinbus je nach Bedarf abdecken. Per App voranmelden ? Optimale Auslastung. Hier plant man gerade ein neues Wohngebiet mit EFH am Stinitzsee u. hier in Ortsmitte MFH. Alle brauchen Wasser. DE hat zu viele Einwohner u. so ungleich verteilt. Nun noch Tesla an der falschen Stelle. Man darf ja mal mitdenken.

  3. 82.

    Die Landesregierung, soll mal die Hunderte Millionen Euro an Infrastruktur-Mitteln und Fördergeldern, in den Ausbau der Schienenwege nach Berlin und in den Ausbau der Schienenverbindungen der Brandenburger Städte untereinander, investieren. Auch die Reaktivierung von stillgelegten Bahnstrecken, ist ein weiteres Thema. In Grünheide werden die Fördergelder investiert, um Arbeitsplätze für unsere Nachbarregionen zu schaffen. Das ist aber nicht Sinn und Zweck, von Brandenburger Steuermitteln. Ob das direkte Umland der Autofabrik profitiert, wage Ich zu bezweifeln. Viele Arbeitskräfte werden garantiert aus Polen kommen und auch dort in Zukunft wohnen bleiben.

  4. 81.

    Wie war es denn nach 1990 ? Im Osten hatte man viel weniger PKW / Bürger. Da boten die "brüderlichen" Wessis ihre Altschlorren hie zu Überpreisen an. Man zahlte mit schwer erarbeiteten Geld. So viel Betrug dabei. Stets berichteten die Medien zuvor von der Untermotorisierung des Ostens. Heute spielen sich diese Medienleute als Autoverbanner auf. Firmen betrogen sogar um den Umsatz / Verkauf-zu steigern. Medien sind völlig ungeeignet Waren-Verkaufslenkungen mit zu beeinflussen. Die sind meist technisch Idioten.

  5. 80.

    Der Musk ist kein Brandenburger. Der wird es nie. Was der hier will ist Geld machen. Mit Teslas, die allerdings ökologisch umstritten sind. Um die "Dinger" aufzuladen darf nur Ökostrom Verwendung finden. Das gesamte Ladenetz ist eine ökologische Belastung. Windanlagen sind nicht der Weisheit letzter Schluss. In der untergegangenen DDR hatte auch nicht jeder Haushalt ein Auto. Diese Nichtbesitzer waren aber auch nicht alle asozial.

  6. 79.

    Das Land Brandenburg muss auf jeden Fall, der Austrocknung Brandenburgs entgegenwirken. Auf der einen Seite, zu viel Agrarindustrie mit riesigen Monokulturen-wie bei uns in der Westhälfte von Brandenburg. Und in der Osthälfte, sind das die ehemaligen Tagebaue mit großem Wasserbedarf und ein sehr großes Autowerk Tesla, mit ebenfalls großem Wasserbedarf. Da denke Ich persönlich, Brandenburg wird richtigen Wassermangel bekommen-ausgetrocknete Böden, versiegelte Böden, Monokulturen und dadurch ein sehr trockenes Klima. Und das richtig große neue Mischwälder entstehen, habe ich auch noch nicht gesehen.

  7. 78.

    Vieles ist ja richtig. Aber mir redet niemand ein, dass die TESLAS unser Klima retten. Die sind auch nur schädlich für Mensch und Natur. Ob nun die Autos groß oder klein sind; es sitzt fast nur einer drin. Geschwindigkeitsbegrenzung und auch mal Rad oder Bahn benutzen. Die Erde ist nicht für Fernflüge mit massenhafter Kerosinverbrennung ausgelegt. Auch nicht für Kriege und andere Sauereien. Man muss auch nicht jeden Kram aus Fernost holen. Aber auch nicht leere Plastikflaschen ans Ende der Welt schaffen. Das Verhältnis zu Russland muss wieder besser werden; man muss Putin ja nicht lieb haben. Einfach mal Inventur machen; aber menschlich.

  8. 77.

    Es fehlen so einige Niederschläge. Habe kürzlich eine Erklärung gelesen: Heftige Niederschläge iin den Amazonaswaldgebieten führt hier zum Mangel. Die Verdunstung erfolgt ja in den wärmeren Zonen und wird wenn alles gut geht bis hier zu uns getragen. Ein atlantisches Tiefdruckgebiet bringt uns doch den meisten Regen.

  9. 76.

    Brandenburg wird mit oder ohne Tesla zur Wüste. Lausitzer Seenland, Landwirtschaft, Nadelwälder, kaputte Schleusen und Kanäle, Einfach zu großflächige Monokulturen in der Forst-und in der Landwirtschaft. Da trocknet das ganze Land irgenwann aus.

  10. 75.

    Das Land Brandenburg muss doch Investitionen und sein Wassermanegment sowieso verbessern. Trockenheit und Wassermangel in Brandenburg, haben doch nicht Elon Musk und Tesla zu verantworten. Im Gegenteil: durch Tesla muss das Land Brandenburg, mal seinen gesamten Wasserhaushalt überprüfen. Ob großflächige Flutungen ehemaliger Tagebaue, noch sinnvoll sind ? Die Umwandlung von Monowäldern in Mischwälder. Den hohen Wasserverbrauch von Massentierhaltung stoppen. Austrocknung der Böden und der Luft durch die Agrarindustrie stoppen. Investitionen in Schleusen, Kanäle und Gräben. Investitionen in Wasserwerke. Ob Tesla gebaut wird oder nicht, das Land Brandenburg muss in seinen Wasserhaushalt und in sein Wassermanegment investieren. Tesla schafft nur Arbeitsplätze in Brandenburg, der Rest ist Sache des Bundeslandes. Tesla benötigt neue Werke, ob nun in Brandenburg oder irgendwo anders, wird Elon Musk, letztendlich egal sein.

  11. 71.

    Die Sanitärabwässer werden nicht aufbereitet und machen in ähnlichen Fabriken einen erkläglichen Anteil am Wasserverbrauch aus. Allerdings brauchen die insgesamt um ein Vielfaches weniger Wasser als die investigativen Journalisten des RBB mit 8760 x 250 für Grünheide errechnet haben. Auch das Grauwasser kann nicht beliebig im Kreis geführt werden, sondern wird irgendwann verworfen und durch Frischwasser ersetzt. Ich hatte bereits mehrfach auf die Umweltberichte von VW Zwickau und BMW Leipzig hingewiesen. Beide Standort liegen allerdings im Sendegebiet des MDR und sind damit wohl außerhalb der Zugriffsmöglichkeiten von Frankfurt/Oder aus.

  12. 70.

    Wenn man genügend Pfähle gerammt hat, kann man zwischen den Pfählen die Erde herausholen und hat dann unter der gesamten Fabrik, einen gigantischen Wasserspeicher. Und Elon Musk, kann sogar noch seine unterirdische Rave-Höhle bauen. Die ,,Alten Römer,, haben doch schon unterirdische riesige Wasserspeicher gebaut. Und Wasserkanäle über viele Kilometer, kennt man auch schon seit Hunderten von Jahren. Mein Fazit: die Tesla-fabrik wird gebaut, da alle Probleme, technisch lösbar sind und der Flächen-verbrauch der Fabrik, sehr sehr gering ist. Wasser kann man mehrfach aufbereiten, auch speichern bzw. über weite Strecken transportieren. Willkommen Elon Musk/ Willkommen Tesla !!!

  13. 69.

    Auch wenn Sie es nicht gelesen haben, so ist das längst schon abgeschlossenen Setzen von 19 Probepfählen von der unteren Wasserbehörde des Landkreises Oder-Spree genehmigt worden.
    https://www.berlin.de/wirtschaft/nachrichten/tesla/6177507-5973744-teslagegner-uebergeben-offenen-brief-an-.html

  14. 68.

    Als ich hörte, dass Kuka in Chinahand gelangt ist bin ich vor Wut die Wände hochgekrabbelt. Heidelberger Betonpumpen ebenso. Sieht so heute Entwicklungshilfe aus ? Soll das so weiter gehen ?

  15. 67.

    Der billigste Roboter, ist doch wohl immer noch der Mensch !!! Oftmals ist menschliche Arbeitskraft, immer noch preiswerter, als Roboter. Und der Mensch, lässt sich auch am Besten ausnutzen. Die Folgekosten wie Ärzte und Krankheiten, muss nämlich die Gesellschaft tragen. Beim Roboter muss die Reparatur, das Unternehmen tragen. Umd jetzt zum Bsp. bei Corona, wird der Mensch in Kurzarbeit geschickt und die Kosten, trägt wieder die Gesellschaft. Wohingegen, der Roboter nur da steht und veraltet und Kosten-wie Wartung, für das Unternehmen anfallen. Das Robotermärchen ist kein Grund, um Tausende Neue Arbeitsplätze in Ostbrandenburg abzulehnen. Genau wie 1 bis 3 Quadratkilometer Flächenverbrauch und Andere technisch lösbaren Dinge, keine Argumente gegen ein Industrie-Unternehmen sind.

  16. 66.

    Ich lese hier immer nur von Arbeitermassen, gibt es im Osten wirklich keine Industrieroboter , z. B. von Kuka?
    Ist doch beste Chinaware :-)

  17. 65.

    Was wird denn schon an Nahrungsmitteln in Berlin produziert-incl. Anbau. Habe gerade Kohlrabieintopf- meine Frau kocht wunderbar-gegessen. Aus Sachsen-Anhalt. Na und ? Es gab hier bei NETTO sogar Möhren aus Israel ! Das kleine Land beliefert Deutschland; ich trate erst meinen Augen nicht. Wenn Sie wüßten was wir alles aus unserem Garten selbst ernteten. ( War leider Westgrundstück...etc. ) Dann noch Gartenhaus gebaut-alles nach der Arbeitszeit.

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