Landesumweltamt - Tesla darf Bau der Lackieranlage vorzeitig beginnen

Blick über die riesige Baustelle der Tesla Gigafactory (Luftaufnahme mit einer Drohne). (Quelle: dpa/Patrick Pleul)
Bild: dpa/Patrick Pleul

Der US-Elektroautobauer Tesla hat für den Bau seiner Fabrik im brandenburgischen Grünheide bei Berlin eine weitere vorzeitige Genehmigung erhalten. Das Landesamt für Umwelt hat zugelassen, dass Tesla die Lackieranlage im geplanten Fahrzeugwerk einbauen darf. Dies geschiehe allerdings auf eigenes Risiko, wie das Ministerium am Mittwoch mitteilte. Die Erlaubnis zum vorzeitigen Baubeginn geschieht nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz.

Die Lackieranlage soll vor allem Wasser und Lösemittel sparsam einsetzen, wie das Umweltministerium am Mittwoch weiter mitteilte. Die Prüfung des Antrags sei umfang- und detailreich gewesen, weil er die im Wasserschutzgebiet befindliche Betriebseinheit betreffe, in der mit Chemikalien umgegangen werde. Da keine neuen Flächen in Anspruch genommen werden, seien keine weiteren Auflagen zum Naturschutz erforderlich, wie es vom Ministerium weiter hieß.

Weitere Genehmigung für Waldrodung

Zuvor hatte das Landesamt für Umwelt am Montag genehmigt, dass der US-Elektroautobauer Tesla für den Bau seiner Fabrik weitere 82,8 Hektar Waldfläche roden darf. Das Gelände benötigt Tesla den Angaben zufolge für Rohrleitungen und als Lagerungsmöglichkeit. Bei einer ersten Rodung wurde eine Fläche von 92 Hektar abgeholzt.

Tesla will jährlich rund 500.000 Wagen der kompakten Fahrzeuge Model 3 und Model Y bauen. Bisher baut Tesla über einzelne vorläufige Zulassungen, weil die komplette umweltrechtliche Genehmigung des Landes Brandenburg noch aussteht. Naturschützer und Anwohner befürchten negative Folgen für die Umwelt.

Weitere Bauanträge gestellt

Nach Angaben von Brandenburgs Umweltminister Axel Vogel (Grüne) hat Tesla zwei weitere Anträge auf Zulassung eines vorzeitigen Baubeginns gestellt. Diese beziehen sich auf den Einbau der technischen Gebäudeausrüstung in den bereits stehenden Roh-Bauten auf dem Tesla-Gelände. Für den Zeitpunkt der abschließenden Genehmigung des Baus der Fabrik konnte Vogel noch keine Prognose abgeben. Noch lägen nicht alle Unterlagen vor, sagte er im Umweltausschuss.

Tesla-Unternehmenschef Elon Musk will das künftige Werk des Elektroauto-Herstellers bei Berlin auch zur weltgrößten Batteriefabrik machen. Dazu konnte das Ministerium am Mittwoch keine weiteren Angaben machen. Noch lägen keine Antragsunterlagen vor. Was genau Tesla da bauen wolle, sei mitentscheidend, in welchem Verfahren sich des Themas angenommen werde, so der Umweltminister.

Sendung: Brandenburg aktuell, 2.12.2020, 19:30 Uhr

69 Kommentare

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  1. 69.

    Habe mir soeben ein altes Foto angesehen, dass mein Vater mal machte. Ein kleinerer LKW mit Holzvergaser. Nach heutigen Gesichtspunkten voll ökologisch. "Kraftstoff" waren kleinere Holzklötzchen, die säckeweise mitgeführt wurden. Oben hatte der "Kessel" eine kräftig verriegelte Einfüllöffnung. Offensichtlich nutzte man das bei der Vergasung entstehende CO, dass dann zu CO2 verbrannte. Damals gab es mit Sicherheit keinerlei Abgasreinigung ( Rußpartikel ). Welch Leistung der Motor hatte ist mir nicht bekannt. Aber immerhin ist ein steinebeladener Anhänger an einer beachtlichen Steigung zu erkennen. Wenn ich ein solches Auto hätte würde ich humanerweise den A.Neumann als Holzzerkleinerer einstellen. Mindestlohn garantiert.

  2. 68.

    Ach so, ich bin mir auch immer noch nicht sicher, ob die Entscheidung einer Genehmigung nicht allein durch die Ämter Erfolgt. Da sind viele der Nasen mindestens so lang wie sie es mir anhängen wollen. Sie spielen auf Zeit und hoffen, dass die Lügen, die die Rechtmäßigkeit suggerieren sollen, verblassen. Im übrigen, sehr geehrter Herr N. Besteht ihr kartenhaus lediglich nur aus Konsum und Wachstum. Von Umweltschutz kann aus erwiesen Gründen nicht die Rede sein.

  3. 67.

    H abe doch eindeutig genug benannt, dass es um die allerersten blauen Ordner geht, die wir alle hier tatsächlich präsentiert bekommen haben mit der Bemerkung, dass es so außerordentlich gründlich von Tesla formuliert wurde. Es waren 4 oder 5 Ordner. Mehr nicht. Dann begann die Salamitaktik. Halten sie uns doch nicht für blöd. Gestern sagte der Christianie; DDR-Jugendbeauftragter oder so und heute nicht in GH wohnender BM von GH, dass er mit der größten Batteriefirma nicht gerechnet hätte. Reißt doch ganz Grünheide ab und schüttet die Löcknitz zu.

  4. 66.

    Oh, der nächste Strategieschwenk, weil Sue bisher vir allem mit einer immer länger werdenden Nase aufgefallen sind. Erst waren es Tiere, die selbst die Grüne Liga nicht kennt und deshalb nicht vor Gericht vorgebracht hatte.
    Dann war es die Ihrer Meinung nach "verkorkste Energiewende" und jetzt das Konsumverhalten allgemein. Dabei hatten auch Sie doch immer wieder vorgeschlagen, dass die Fabrik woanders gebaut werden solle. Dabei hatten Sie bei Ihrem Einstieg in die Grundsatzdiskussion vor Monaten nichtmals LSG von NSG unterscheiden können und die munter miteinander verwechselt.

  5. 65.

    Wenn sie Fahrzeuge gleicher Kategorie ggü. stellen gewinnt,gerade in betracht der sehr hohen Lebenserwartung eines BEV, die E Variante ggü. einem Verbrenner. Auch wenn,noch,die Herstellung mehr benötigt. Man muss kein Genie sein,um zu erkennen,dass es effizienter ist ein Auto mit Strom zu tanken. Das fängt schon beim Wirkungsgrad der beiden Antriebsarten an. Wenn dann der Idealfall eintritt, das nur Ökostrom genutzt wird,den es wohl an Ladesäulen hierzulande nur gibt.
    Dagegen muss das Öl rund um den Globus transportiert,raffiniert u. wieder transportiert werden. Kostet alles Energie und ist gleichzeitig mit Verlust behaftet. Ich kann mir vorstellen,das es effizienter wäre,direkt ein Kraftwerk damit zu betreiben. Der Wirkungsgrad jenes sollte höher liegen, als der eines Verbrenners.Der Rest der Aufgezählten Punkte hat mit dem Thema nichts zu tun. Denn all das ist unabhängig von der Antriebsart. Da hilft nur weniger PKW.

  6. 64.

    Sind Ihnen Millionen Verbrenner lieber? Die haben zwar nur kleine Traktionsbatterien, benötigen aber über die Lebensdauer tausende Liter fossilen Kraftstoff und werden auch nicht aus Holz geschnitzt und nicht mit Ziegenleder bespannt..

    Schauen Sie sich nur Menschen wie die grünen Senatierende in Berlin, Tram88 oder den Invalidenstraßenaktivisten an, die nicht auf das MIVen verzichten wollen. Wenn Sie die alten Grundsatzdiskussion gelesen hätten, wüssten Sie, warum es einen gesellschaftlichen und politischen Konsens weg vom ICE hin zum EV gibt. Die damals nur angekündigten kobalfreien Batterien sind zum Leidwesen der Verbrennerstammtische schon Realität geworden wie eben auch die CO2-Bilanz für das BEV spricht.

  7. 63.

    Warum schreiben sie und Herr N soviel, wenn doch alles gelogen sein soll. Sicherlich gab es Nachträge, weil nicht vollständig, das LSG gab es schon vor einer Zeit zu der es keine Förderung gab. Ich denke, sie haben sorge, ihren Lebensstil nicht aufrecht erhalten zu können, wenn eines Tages die fröhliche Konsumwelt zusammen bricht. Dafür ist es dann auch recht einen Wald mit allem Leben zu opfern. Und sie haben insofern Recht, wenn sie sagen für westlichen Konsum stirbt noch mehr Urwald..

  8. 62.

    Wie würden Sie es denn angehen?Den Kampf um Senkung der CO2-Emmissionen.
    Stellen Sie sich vor, die Menschen in Indien, Indonesien und Brasilien wollen auch alle mal ein Auto besitzen und fahren.Was würden Sie diesen denn dann für ein Auto verkaufen wollen.Oder sollen sie lieber gleich verzichten.Wird wohl nicht funktionieren.

  9. 61.

    Die Antworten kennen Sie ja selber.Als Argumente kommen dann von solchen Menschen wieder,das hier eine spektakuläre neue Tesla-Fabrik entsteht,3 Fach gesichert ect.Oder (Elon Musk verspricht "umweltfreundlichste Fabrik der Welt")'Das Tesla hier neue Verfahren einsetzt z.b.weniger Kobalt ect.benötigt.Das wird alles wieder schön geredet.In der Lackierhalle werden vielleicht auch nur Lebensmittelfarben verwendet.Gespachtelt und geschliefen wird da zwar auch,aber die Lüftungssysteme filtern zu 100% alles weg?.Sprich:Luftschadstoffemissionen und Geruch und Staubpartikel in dieser Fabrik sind natürlich gering.24/7 365 Tage ist hier bei 500.000 Autos.alles kein Problem.Aber wie Tesla den Klimawandel entgegenkommt,das wurde bisher nicht erwähnt.(Die Positiven eigenschaften)Obwohl.doch es werden ja Arbeitsplätze geschaffen.Das Hauptargument!Mehr fällt den dann auch nicht wirklich ein.

  10. 60.

    Mal wieder ein Beitrag voller Behauptungen ohne auch nur einen Beleg zu liefern.
    Wenn sie Beweise dafür haben,dass die Antragsunterlagen nicht den gesetzlichen Anforderungen entsprachen, dann legen sie diese endlich vor. Und selbst wenn welche gefehlt hätten,so reicht man diese nach,wie jeder andere auch. Und dann auch noch eine Batteriewerk mit einem Chemiewerk gleichsetzen...
    Googeln sie einfach mal nach Fotos. Eventuell fällt ihnen rein äußerlich schon was auf.
    Warum das NSG kleiner werden sollte, weil in 1km Entfernung zur westlichsten Grenze Fahrzeuge produziert werden, unbeantwortet.
    Ein LSG sollten sie nicht überbewerten. Oft will man nur die Fördermittel abgreifen. Wenn man ges. Brandenburg betrachtet sind knapp 41% der Fläche Wald,Gewässer u. sonst. Vegetation. Fast 49% Landwirtschaft der Rest Verkehr u. Bebauung. Gleichzeitig sind ca. 40% der Fläche BB LSG. Was könnte jetzt also alles LSG sein...
    Von daher ist das LSG um Tesla herum nichts besonderes, sondern die Regel.

  11. 59.

    Sie halten den BEV für das kleinere Übel?Das in Massen/Millionen Weltweit hergestellt wird.Versuchen Sie doch einmal in den Diskussionen hier rund um Tesla, überzeugte Verbrennerfahrer davon zu Überzeugen, dass die von ihrer CO2-Schleuder lassen sollen.Deren Ausreden sind vielfältig.Achso und die E-SUVs sind keine CO2-Schleuder bei der Herstellung?Dann machen Sie sich mal schlau über die vorgänge bei einen Presswerk,Gaswerk,Lackierarbeiten ect.Sie spielen das alles runter,und begründen das,dass Tesla neue Verfahren einsetzt.Weniger Kobalt benötigt ect.Das ist alles SCHÖNREDEREI von Ihnen wie von Politiker oder Musk. Hier wird in Massen Produziert,hier geht es um massen an Rohstoffen,sei es Alu,Lacke,Lösungsmittel ect.Da spielt es am ende keine grosse Rolle,ob einer weniger von Prudukt X benötigt.Gefahrenstoffe sind Gefahrenstoffe,ob 50.mg oder 1 L.Auch Tesla produziert nicht Emissionsfrei auch wenn am ende weniger als andere.Das ist alles augenwischerei.Die Masse machts.

  12. 58.

    Ich hatte ja gefragt, was gefehlt haben solle. Sie wissen das erwartungsgemäß natürlich auch nicht, sondern geben die altbekannten inhaltsleeren Allgemeinplätze und dystopischen Phantastereien ab. Dabei können (oder wollen) Sie nichtmals Batterieproduktion von Akkuzellen-Produktion unterscheiden. Erstere war mit zugelieferten Zellen vorgesehen. Die Einsparungen bei Wasserverbrauch wurden vor allem dadurch erzielt, dass Kunststoffteile fertig zugeliefert werden sollen. Sie ignorieren gefließentlich die Berichterstattung des RBB. Auch ignorieren Sie, dass die Hallen über weite Strecken nach der Planungsänderung niedriger und nur noch einstöckig ausgeführt werden.

    Haben Sie fundierter Einwände vorgebracht oder das bewusst unterlassen, weil Sie die wiederkehrenden Behauptungen immer noch nicht mit Fakten unterfüttern können? Falls Sie noch etwas relevantes finden, steht Ihnen der Klageweg offen. Doch Achtung: Richter urteilen nach Recht und Gesetz, auch wenn das Ihnen nicht gefällt.

  13. 57.

    Sie wissen es doch genau, dass die Unterlagen unvollständig waren. Es wurden neue Unterlagen eingereicht die zur Einsicht auslagen und es gab ein weiteres Verfahren zum einreichen von Stellungnahmen und Widerspruch. Wurde doch im übrigen darauf hin auf Batterie Produktion verzichtet um den Anforderungen an den wasserverbrauch gerecht zu werden. Nun wird es die größte Batterie Produktion der Welt, also das größte Chemie Werk im Trinkwasserschutzgebiet. In einer der trockensten Gegend Brandenburgs. Direkt an einem Naturschutzgebiet welches am Ende nicht mehr größer ist, als diese blö... Giga Fabrik. Die umliegenden Landschaftsschutzgebiet sind ein wichtiger Bestandteil des Naturschutzgebiet. Aber das wollen sie ja nicht verstehen. Konsum und Ressourcenverbrauch ist viel wichtiger.

  14. 55.

    Butter bei die Fische! Welche *vorgeschriebenen* Unterlagen hatte Tesla nicht auslegen lassen? Belegen Sie bitte auch Ihre Behauptung zur gründlichen Formulierung.

  15. 54.

    Scheibchenweise!!! Die Fabrik produziert dann irgendwann Autos, ohne Baugenehmigung? Schaun ma mal!

  16. 53.

    Schön, sie halten mich für blöd. Warum wagte Tesla es aber mit nur 4 Ordnern und warum hat man die Tesla nicht um die Ohren geschlagen sondern uns berichtet, dass bisher niemand so gründlich seine Anträge formulierte wie Tesla mit den "4" ? Wenn ein Ami uns Ossis für dämlich hält ist das ein geschichtlicher Beweis. Schreiben sie Tagebuch wie ihre Oma ? Dann los. Wenn sie mich für blöd halten-dürfen sie. Haben sie sich schon als Bandarbeiterin beworben ? Tesla sucht gerade sie.

  17. 52.

    Unser so einmalige blaue Planet mit Kontinenten, Bergen, Wiesen und Ozeanen- betreut und gewärmt von unserer Sonne zeigt deutliche Anzeichen einer chronischen Erkrankung. Menschen produzieren da aus den Schätzen der Erde heute einfach zu viel Gift und Galle. Richtig verwertet und rückgeführt wäre ja nicht die Gefahr. Plastik gehört nun mal nicht ins Meer. Wer tut aber so etwas ? Wir in Europa wohl eher nicht. Politiker könnten aber Randale machen-dort wo so gesündigt wird. Oder schlimmer: Alle wissen der nächste Krieg ist der letzte weil der tötlichste. Aber was tut man ? Rüsten; einer besser als der andere und das alles von Steuergeldern. Wir könnten Afrika erblühen lassen. Neee, ausplündern für unsere so tolle Art zu leben.

  18. 51.

    Ihre Ahnungslosigkeit ist immer wieder erschreckend. Warum Tesla zuerst nur vier Ordner und später über zwanzig eingereicht hatte haben Sie nicht verstanden. Das ist den Kritikern zu verdanken, denen der gesetzlich vorgeschriebene Umfang der Unterlagen zu dünn gewesen ist. Sie sind mit vieren schon überfordert.

  19. 50.

    Nicht nur die europäischen Verbrennerhersteller haben beim Abgasbetrug vergessen, ehrlich zu sein.

    Sie könnten ebenso gut mit der Tram88 zum einkaufen fahren. Zudem liefert nicht nur Amazon seine Kunden, auch Baumärkte tun das. Allerdings betreiben die keine Prime-Flugflotte, damit die Kunden schneller glücklich werden. Sie merken immer noch nicht, dass Sie sich mit Ihre Geschreibsel über die Umwelt unglaubwürdig machen, wenn Sie selber es nicht für nötig halten, Ihr Verhalten mit Verweis auf andere immer wieder kläglich versuchen klein zu tippen. Welcher Monegasse lamentiert hier fadenscheinig über den Fabrikneubau in diesem Industriegebiet?

    Das Thema ÖPNV interessiert "Tram88" wenig. Ihre Kommentare dort sind jedenfalls sehr selten. Dass ein BEV für die Fläche die bessere Alternative ist habe ich mehrfach kundgetan wie ich auch die SenUVK immer wieder für den schleppenden ÖPNV-Ausbau kritisiere.

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