Demonstration gegen den Bau des Tesla-Werks in Brandneburg. (Quelle: rbb/P. Barnstorf)
Bild: Audio: Antenne Brandenburg | 02.05.2020 | Philip Barnstorf

Gigafactory Grünheide - Bürgerinitiative demonstriert an Tesla-Baustelle

Am Samstag haben erneut Mitglieder der Bürgerinitiative Grünheide gegen Gigafactory (BI) gegen die geplante E-Auto-Fabrik demonstriert. Sie hielten sich dabei an die Abstandsregelungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie, zudem nahmen nur etwa 20 Personen am Protest vor dem Eingang der Baustelle teil, so viele wie laut Infektionsschutz zugelassen sind.

Angst vor Grundwasserverschmutzung

Die Bürgerinitiative wirft dem US-Autobauer vor, auf der Baustelle widerrechtlich Baufahrzeuge betankt zu haben. Die Baustelle befindet sich zum Teil in einem Wasserschutzgebiet, daher müssten die Fahrzeuge eigentlich auf einem gesonderten Areal außerhalb betankt werden. Umweltschützer und die Bürgerinitiative werfen Tesla vor, sich wiederholt nicht daran gehalten zu haben. Laut der zuständigen Behörden seien hingegen bei Prüfungen keine Verstöße festgestellt worden.

Zudem kritisierte die BI bei ihrem Protest am Samstag, dass Tesla unter dem Fundament der geplanten Fabrik Pfähle tief in die Erde schlagen will, ohne dass das im Bebauungsplan genehmigt wurde.  

 

Kommentarfunktion am 10.05.2020, 13:27 Uhr geschlossen

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97 Kommentare

  1. 97.

    https://www.heise.de/autos/artikel/Berlin-Einziger-Tesla-Taxifahrer-gibt-auf-4595451.html

  2. 96.

    Der Tagesspiegel hat heute einen Bericht veröffentlicht, bei dem Herr Steinbach frohen Mutes ist trotz fehlender Erörterung der Einwendungen Tesla eine Baugenehmigung zu erteilen. Laut dem Artikel hat Tesla bereits einen Antrag auf Errichtung des Fundaments gestellt. Kein Wort zum Trinkwasserschutzgebiet oder den Stattfindenden Protesten. Grünheide kann sich frisch machen für ein riesiges stinkendes Industriegebiet. Laut Artikel sind in der Ersten Ausbaustufe bis 500.000 Pkw geplant. Es soll aber noch eine zweite und dritte Ausbaustufe geben. Für wieviel Millionen Pkw? Im Trinkwasserschutzgebiet? Wird dafür dann das Naturschutzgebiet Löcknitztal an Herrn Musk verkauft? ES IST DER FALSCHE STANDORT!

  3. 95.

    Wenn die Wertschöpfung der Tesla-Ansiedlung, nicht in der Region selbst stattfindet, warum wird dann die Ansiedlung mit Hunderten Millionen an Brandenburger Steuermitteln unterstützt ??? Wenn sich die Mitarbeiter, sowieso nicht im Umland der Fabrik ansiedeln möchten, ist das der falsche Standort.

  4. 94.

    Es stehen Arbeitsplätze in zehn Berufsfeldern zur Verfügung. Allein bei der Bahn gibt es viele Stellen , die ohne Hochschulabschluss besetzt werden können, auch in touristischen Berufen, ist fast alles möglich. Lediglich in "planenden " Berufen ist ein Hochschulabschluss von Vorteil. Einfach trauen und sich bewerben.

    Jeder Arbeitgeber freut sich über freundliche, kompetente Mitarbeiter.

  5. 93.

    Gerade in den touristischen Berufen, kann auch viel zuhause gearbeitet werden. Bei Reisen mit Touristen oder zur Zentrale, entsteht kein Pentlerverkehr, weil kostenlose Bahntickets zur Verfügung gestellt werden.

    Falkensee ist - im Gegensatz zu manch einer anderen Region - gut an den ÖPNV angeschlossen, auch von dort wäre eine Erreichbarkeit gegeben gewesen.

  6. 92.

    Wenn die Mitarbeiter nur zur Tesla-fabrik pendeln und woanders wohnen, bringen diese Arbeitsplätze der Region, nicht so viel. Wer woanders lebt, gibt auch sein Geld, woanders aus.

  7. 91.

    Wenn ich, wie Sie glauben, gegen neue Arbeitsplätze wär, hätte ich kaum soviel Zeit in eine Standortbestimmung und Ausschreibung investiert. Die Stellenausschreibungen bezogen sich auch nicht auf die Gründung eines Reisebüros, sondern um die Ansiedlung verschiedener Berufsfelder, an einem Standort.

    Gewerbliche Arbeitsplätze sind gefragt, nur muss man den richtigen Standort und die passenden Interessenten finden.

    Letztendlich habe ich gefunden, was ich gesucht habe, nur das zählt. Es muss nicht in Brandenburg sein!

    Hätte gerne beide Standorte in der Nähe gehabt, aber nicht um jeden Preis!

    Siemens und Osram bauen seit Jahren Personal ab, auch ein Grund, warum die Siemensbahn, nicht in Betrieb genommen wird.

  8. 90.

    Da fragt man sich schon, warum viele Autobahn-Abschnitte in der Hauptstadtregion, nicht schon sechsspurig, ausgebaut sind. Man benötigt nach Politiker Angaben, Fachkräfte aus Osteuropa, aber die Infrastruktur ist dementsprechend, noch immer nicht ausgebaut.

  9. 89.

    Gerade die touristischen Berufe, bieten auch die Möglichkeit, zuhause zu arbeiten. Für Fahrten mit Touristen oder zur Zentrale, werden kostenlose Fahrkarten zur Verfügung gestellt.

    Schon als unter mehreren Standorten ausgewählt werden konnte, war ersichtlich, dass es wohl keine Interessenten aus Brandenburg geben würde. Wir haben auch in mehreren Regionen Arbeitsuchende, erfolglos angeschrieben. Es wurde gar nicht geantwortet oder wir haben dumme Sprüche kassiert. Interesse sieht leider anders aus.

  10. 88.

    Abgesehen, dass Sie ganz andere Fachkräfte benötigen und Ihr Lamentieremn nur wenig mit dem Thema zu tun hat: In der Region gibt es keinen Mangel an Reisebüros, die Ziele außerhalb des Speckgürtels anbieten.

    Und gerade wegen Corona dürfte jeder gewerbliche Arbeitsplatz willkommen sein, vor allem wenn die Bezahlung sich auf vergleichbaren Niveau wie in dem Werk in RLP bewegt. Dort hat Tesla die Löhne und Gehälter wie bereits erwähnt kurz nach der Übernahme um 30% auf Tarifniveau angehoben.

    Sie haben ja vor Monden die massive Rezession kommen sehen. Umso unverständlicher deshalb Ihr Widerstand aus der Ferne gegen neue Arbeitsplätze. Ihnen ist dabei ja garantiert bekannt, dass Firmen wie Siemens und Osram bereits vor Corona gewerbliche Arbeitsplätze abbauen wollten und auch die Zukunft von Bombardier mit Fragezeichen versehen ist etc.

  11. 87.

    Abgesehen, dass Sie ganz andere Fachkräfte benötigen und Ihr Lamentieremn nur wenig mit dem Thema zu tun hat: In der Region gibt es keinen Mangel an Reisebüros, die Ziele außerhalb des Speckgürtels anbieten.

    Und gerade wegen Corona dürfte jeder gewerbliche Arbeitsplatz willkommen sein, vor allem wenn die Bezahlung sich auf vergleichbaren Niveau wie in dem Werk in RLP bewegt. Dort hat Tesla die Löhne und Gehälter wie bereits erwähnt kurz nach der Übernahme um 30% auf Tarifniveau angehoben.

    Sie haben ja vor Monden die massive Rezession kommen sehen. Umso unverständlicher deshalb Ihr Widerstand aus der Ferne gegen neue Arbeitsplätze. Ihnen ist dabei ja garantiert bekannt, dass Firmen wie Siemens und Osram bereits vor Corona gewerbliche Arbeitsplätze abbauen wollten und auch die Zukunft von Bombardier mit Fragezeichen versehen ist etc.

  12. 86.

    Das geeignete Bewerber fehlen, liegt wahrscheinlich auch, an oftmals fehlenden Hochschulen bzw. Universitäten in Brandenburg. Viele Brandenburger Regionen, haben keine Hochschule bzw. Uni in der Nähe. Der Zugang zu Bildung, ist schon sehr wichtig.

  13. 85.

    Das Argument der Billiglöhne lasse ich nicht gelten, denn es stehen auch Berufe , mit Hochschulabschluss ,
    zur Verfügung, auch kein Interesse von Brandenburger Bewerbern. Es ist ausschließlich Desinteresse und mangelnde Qualifikation. Ansonsten gäbe es ja auch keine Bewerber aus anderen Bundesländern, die große Entfernungen in Kauf nehmen , um Arbeit zu haben.
    Fachkräfte zieht es auch nicht nach Berlin, viele Ex-Berliner (kluge Köpfe), ziehen nach Niedersachsen, um dort zu bauen oder eine preiswerte Wohnung zu haben. Wenn der Lohn stimmt und sie in Berlin arbeiten dürfen, stimmt alles.

    Gerade viele kleinen Gemeinden in Brandenburg locken Touristen , mit besonderen Sehenswürdigkeiten an, die sie besonders reizvoll machen, nicht nur der Spreewald, außerdem bieten wir nicht nur Reiseziele in Brandenburg an.

  14. 84.

    Ja mit solchen guten Vorschlägen sollte das Pendeln auf ein Mindestmaß reduziert werden - Werksbusse und so. Ist ein sehr guter Vorschlag. Und A12 Ausbau müsste wahrscheinlich auch überlegt werden.

  15. 83.

    Die A12 ist nur 4-spurig und jetzt schon oft überbelastet. Werkbusse wären zu überdenken.

  16. 82.

    Nirgendwo gibt es hier beachtlichen Leerstand. Allerdings entstehen hier im Umkreis gerade hochwertige Wohnungen in Mehrfamilienhäusern-auch toll am Wasser gelegen. Früher standen dort oft Altbauten. In Erkner-Ri. Berlin ebenfalls. Dort standen früher NVA-Panzer etc. Diese Gebäude werden oft von Berlinern bezogen, die die Stadt satt haben. Unser Problem ist die Wasservversorgung. WSE kennt das alles. Es wird in Grünheide bei den Pendlern bleiben. Aus Polen. Heimat bleibt Heimat. Natürlich wohnen hier auch temporär Ukrainer und Rumänen, die meist in Bln. arbeiten. Der Arbeitskräftemangel ist grotesk. Auch corona verhinderte Nachwuchs. Teslas Gießerei und die Akkufertigung müßten; sollten nicht in Grünheide liegen. Ob man nun Ausgangsprodukte transportiert oder Fertigteile.

  17. 81.

    Wo werden die vielen tausenden Mitarbeiter, überhaupt wohnen ? Darüber habe Ich noch gar nichts gelesen. Viele Städte in Brandenburg, haben hohen Leerstand an Wohnraum. Wie sieht es da mit dem Leerstand in Grünheide und dem Umland überhaupt aus ? Das sind doch auch Fragen, die zu einer Ansiedlung gehören. Ist in der Region, Wohnraum vorhanden, wird unnötiges und Klimaschädliches Pendeln vermieden ? Pendeln muss soweit wie möglich vermieden werden, sonst bringt so ein Autowerk nicht sehr viel für Brandenburg.

  18. 80.

    Sie schauen immer wieder auf den Touristikbereich, der ja bekannt für die große Zahl an "gut bezahlten" Arbeitsplätzen ist. Jenseits vom Spreewald und den Städtetourismus nach Berlin gibt es aber hier wenig, was Touristen in größerer Zahl anzieht. Die Fachkräfte dürfte es deshalb eher in die Meteopole ziehen.

    Der Speckgürtel rund um Berlin, den Sie gerne mit dem Harz vergleichen, profitiert dabei auch von deutlich niedrigen Gewerbesteuerhebesätzen und dem Flächenmangel in Berlin.

  19. 79.

    Wirtschaftsförderung fürs Land Brandenburg ??? Wie weit von der geplanten Tesla-Ansiedlung, ist der nächste Grenzübergang entfernt ? Kann man mit Fahrgemeinschaften wahrscheinlich gut und preiswert erreichen ? Und in Brandenburg reicht dann ein riesiger zubetonierter Parkplatz. Tolle Wirtschaftsförderung. Und da sollen dann Alle in Grünheide und Umgebung noch Jubeln, das der Verkehr zunimmt ???

  20. 78.

    Wer hat den Bebauungsplan ausgearbeitet und beschlossen ? Die Bürger in Grünheide /Erkner ? Ich sprenge keinen Rasen; kapieren Sie doch endlich.

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