Screenshot: Twitter von Elon Musk (Quelle: Screenshot)
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Elektroautos aus Brandenburg - Elon Musk twittert Grafik von geplanter Fabrik in Grünheide

"Giga Berlin" ist der Titel und das Bild sieht ein bisschen aus wie ein Einkaufszentrum: Tesla-Chef Elon Musk hat ein Foto getwittert, wie die geplante Elektroautofabrik in Grünheide bei Berlin aussehen soll. Auch der "Raveschuppen" spielt weiterhin eine Rolle.

Tesla-Chef Elon Musk sieht die in Grünheide (Oder-Spree) geplante Elektroautofabrik auf einem derart guten Bauweg, dass er in der Nacht zu Mittwoch schon mal ein Bild des neuen Produktionszentrums auf Twitter gepostet hat.

Fabrikdesign angepasst

Wie der rbb von Brancheninsidern erfuhr, zeigt die Grafik eine Fabrik, die so ursprünglich nicht geplant war. Im Vergleich zu den ersten im Januar eingereichten Unterlagen hatte Tesla das Fabrikdesign noch einmal überarbeitet und Anfang Juni angepasste Pläne beim Landesumweltamt zur Genehmigung eingereicht.

Im neuen, nun von Musk veröffentlichten, Fabrikdesign ist die Hauptproduktionshalle im Vordergrund der Grafik weitgehend nur noch eingeschossig geplant. Sie soll etwa den Karosseriebau und Endmontage beherbergen. Unter den höheren Dachpartien im hinteren Teil sind etwa Gießerei, Presswerk und Lackiererei geplant. Letztere wird derzeit schon gebaut. Wie Brancheninsider weiter mitteilten, sollen Treppen in den quaderförmigen Ausbauten an den Seiten der Halle etwa zu Büros, Umkleiden, Fitness- und Meditationsräumen führen. Außerdem suche Tesla derzeit Berliner Street-Art-Künstler, die die Fabrik bemalen sollen.

Auf der Baustelle soll als nächstes der Bau des rechtsseitigen separierten Gebäudes für die Antriebsproduktion beginnen. Die neuen Fabrikpläne sehen auch eine werkseigene Feuerwehr vor. Sie soll im Gebäude am oberen rechten Rand der Haupthalle unterkommen.

"Vielleicht ein Rave-Raum auf dem Dach"

Auf Nachfrage konkretisierte Musk bei Twitter: Auf dem Dach seien Solarpanels zu sehen, die Kamine seien gut versteckt, zudem gebe es einen Swimmingpool. Außerdem gab es wieder die Frage nach einem Raveschuppen. Musk antwortete: "Vielleicht ein Indoor/Outdoor Rave-Raum auf dem Dach." Obwohl die Fabrik in Brandenburg steht, betextete er das Bild mit "Giga Berlin".

Der US-Autobauer will auf dem im vergangenen Jahr erworbenen 300 Hektar großen Gelände am Ostrand Berlins Elektroautos bauen. Für Berlin und Brandenburg rechnet darum die Wirtschaft mit tausenden neuen direkten Arbeitsplätzen bei Tesla und vielen tausenden weiteren Arbeitsplätzen bei Zulieferern in der Region. In Berlin soll ein Entwicklungszentrum entstehen.

500.000 Autos pro Jahr geplant

Hinzu kämen wirtschaftliche Effekten durch die neue Wirtschaftskraft der Firma und in Folge für eine neuen regionalen Kompetenz auf dem Gebiet der Elektromobilität sowie viel Aufmerksamkeit im US-amerikanischen New-Economy-Zentrum an der Westküste, wo der Autobauer seinen Sitz hat.

Musk hatte angekündigt, dass in seiner ersten Fabrik in Europa bis zu 10.500 Mitarbeitern beschäftigt sein werden. Für die Firma läuft nach Tesla-Angaben derzeit die Rekrutierung der Arbeiter auf Hochtouren. Ziel des Autobauers ist es, dort eines Tages 500.000 Autos pro Jahr zu bauen.

Am Dienstag genehmigte das Umweltministerium Tesla den Bau von Teilen des Fundaments und des Rohbaus der Fabrik als sogenannte vorzeitige Maßnahmen. Das heißt, Tesla baut auf eigene Gefahr. Falls die Gesamtgenehmigung des Projekts ausbleibt, muss die Firma auf eigenen Kosten alle Bauschritte wieder rückgängig machen.

Sendung: Antenne Brandenburg, 15. 7. 2020, 10 Uhr

71 Kommentare

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  1. 71.

    Fangen Sie doch bei Tesla an zu Arbeiten, Sie wissen ja sehr gut über Teslas Unternehmensstrategie, Verkaufszahlen und über sein privates Konto bescheid. Elon Musk und Tesla suchen noch fleißige Mitarbeiter. Löhne und Gehälter in Autofabriken in Deutschland sind ja nicht zu verachten.

  2. 70.

    Sie haben keine Ahnung, dass auch in China wegen Corona Fabriken geschlossen gewesen sind.

  3. 69.

    Hier noch eine Leseübung:
    https://boerse.ard.de/aktien/tesla-punktet-in-china100.html

  4. 68.

    Warum fahren Bürger lieber mit ihrem PKW als mit ÖPNV ? Corona ist überall da wo man es nicht erahnt. Gewöhnt euch auch die Fernreisepsychosen ab.

  5. 67.

    Auch in China gibt es Corona. Achten Sie im Radio auf die aktuellen Zahlen.

  6. 66.

    Sorry, der Verkaufsrückgang war so hoch in China. Teslas sind ja da ungleich teurer als Chinaautos.

  7. 65.

    Hier etwas zum Lesen üben:
    https://www.tagesschau.de/wirtschaft/boerse/tesla-gewinn-101.html

  8. 64.

    Kein Ahnung, was Sie gehört haben "23.07.2020
    Tesla mit Auslieferungszuwachs – Im Vergleich zum ersten Quartal 2020 konnte der Elektroautobauer aus Palo Alto, Kalifornien, seinen Absatz im zweiten Quartal des Jahres 2020 auf rund 91.000 Einheiten steigern." schreibt jedenfalls das statistische Bundesamt.

    Suchworte
    "Fahrzeugauslieferungen von Tesla Motors weltweit bis Q2 2020" statista.de

    Ladenhüter produzieren andere. Haben Sie den Werbespot gesehen, mit dem Tesla den Absatz seiner Fahrzeuge ankurbeln will?

  9. 63.

    Absatz ist aber um 65 % zurückgegangen. Ladenhüter hüten bringt kein Geld. Meine Quelle ist der Öffentliche Rundfunk; suchen Sie mal; lesen üben.

  10. 62.

    Tesla hat vier Quartale in Folge einen Gewinn ausgewiesen und investiert viel in den Ausbau der Produktion. In Shanghai wird gebaut, in Grünheide wird gebaut und bald auch in Austin. Musk unternimmt etwas, Sie haben Bedenken.

  11. 61.

    Es wird Sie überraschen, dass BMW erst später mit dem Bau von BEV in Leipzig angefangen hatte. Als die eine neuen Standort gesucht hatten, war das noch kein Thema. Deren E-Strategie zeugt aber auch von zu viele deutschen Bedenkenträgern, die in Quartalszahlen denken und keine langfristigen Pläne haben. Der i3 ist zwar innovativ, aber eben nicht S3XY. Zu einem i8 als Voll-BEV fehlte den Erbsenzählern aber der Mut. Erfolgreicher ist deshalb Tesla, während BMW Entwicklungshilfe aus China bekommt und den iX von dort importiert.

  12. 60.

    Wahre Heldinnen bewerben sich bei TESLA und schindern im 3-Schicht-Betrieb. Wie wäre es mit der monotonen Ditzmontage ? Ihre Begeisterung ist ja so direkt spürbar. Mal sehen wieviel Kuchenkrümel der Musk dafür spendiert. Lesen Sie mal über die Fluktuation im US-Werk. Kennen Sie den gegenwärtigen Umsatzverlust bei Tesla ? Wird hier alles verschwiegen.

  13. 59.

    Es wird immer offensichtlicher, Bekommen Sie für ihren Stuss hier bezahlt ? Man unterschlug hier von mir, dass BMW dort kein.e Motoren gebaut hätte und auch keine giftigen Stinkezellen für Akkus. Was heute dort passiert war nur so durchsetzbar-Salamitaktik. Warum diskutierte Minister Weißbach nur mit den Kopfnickern und nicht mit den Bürgern in der Turnhalle ? Das wurde übrigens-natürlich erfolglos- gerügt. Lesen Sie so etwas nicht ? Sie zitieren doch sonst Frau Dr. Schröder so gern. -Wenn es ihnen in den Kram passt

  14. 58.

    Bei Manfred Stolpe wird man Ihre Frage mit einem klaren "Ja!" beantworten müssen. Schließlich war er zu der Zeit noch Ministerpräsident, als das Industriegebiet für die Errichtung einer Autofabrik überplant worden ist. Heute werden die Früchte geerntet, die er mit gesäät hatte.

    Auch Regine Hildebrandt war eine Politikerin, in deren Wortschatz der Begriff "Geht nicht!" nicht vorkam. Sie hatte sich früh für eine aktive Arbeitsmarktpolitik eingesetzt, um die Folgen der Deindustrialisierung der Wendezeit in den neuen Ländern abzumildern. Also auch hier ein klares "Ja!".

    Man fühlt sich in der Tat in die DDR-Zeit zurückversetzt. Für den Trabant 601 gab es lange vor dem ersten Golf einen modernen Nachfolger. Nur siegten bei dem die Nein-Sager mit den bekannten Folgen.

  15. 57.

    Wer hier nur ein wenig kritisch denkt fühlt sich wie zu DDR-Zeiten. Nur das "ND" galt-sonst nichts. 30 Jahre nach der Mauer.

  16. 56.

    Was sollen Naturfreunde dort auf der "Schwarzbaustelle" ? Wird dort immer noch alles wieder abgerissen wenn eine gewissenhafte Institution sagt: NEIN, hier nicht-zu gefährlich für unseer Trinkwasser ? Hätte Manfred Stolpe und Regine Hildebrand das alles zugelassen ?

  17. 55.

    Von einem Buchungsrückgang für ganz Brandenburg, habe ich nichts geschrieben. Immer alles richtig wiedergeben! Fakt ist, dass insbesondere der Fahrkartenverkauf für Ostbrandenburg rückläufig ist und ich als Begründung gehört habe, diese Gegend hat deutlich an Attraktivität verloren, nicht mehr und nicht weniger. Deshalb muss der Verkauf bei anderen Agenturen nicht abgenommen haben, bei uns schon.

    Den Bahnhof Spandau, gibt es nur einmal und dementsprechend ist Grünhofer Weg der einzige K... dort.

  18. 54.

    Wollen Sie uns weiterhin weißmachen, dass Ihr Buchungsrückgang für ganz Brandenburg etwas mit Tesla zu tun haben soll oder warum lassen das immer wieder in Ihre Kommentare zu diesem Fabrikneubau in dem Industriegebiet Freienbrink einfließen?

    In Spandau gibt es mindestens einen weiteren Bahnhof mit einem anderen K. in der Nähe.,auch wenn der erst vor kurzem eröffnet hat.

  19. 53.

    # 41: Wer außer Ihnen, stellt denn noch Vermutungen an?

    Sofern Sie meine empfohlenen Seiten nun doch noch gefunden/gelesen haben, wissen Sie, dass die Zuordnung Brandenburgs, nicht nur von einem Kriterium abhängig ist.

    Ein Reisebüro verkauft neben Ausflugstipps auch Fahrkarten, daher spüren wir einen Buchungsrückgang sofort.

    Sie kennen die Havelseen auch nur, weil Sie nachgeschlagen haben, dass kann jeder. Was wissen Sie auswendig?

    Am Bahnhof Spandau gibt es nur ein K., Grünhofer Weg. Zitadelle liegt nicht am Bahnhof, Wilhelmstadt ein anderer Stadtteil.

  20. 52.

    Weil ich so geltungsbedürftig bin, berichte ich auch zum Thema Tesla über meine Waschmaschine und meinen Fernseher.

    Die Gloster Meteor und Maschinen mit Jumo- und BMW-Strahlteiebwerken wurden of-Topic eher zur Serienreife gebracht als das Heinkel-Triebwerk von Ohain. Der ging danach in die USA.

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