Tesla-CEO Elon Musk (Quelle: AP/Susan Walsh)
Bild: AP/Susan Walsh

Produktionsstart trotz Verbot - Tesla-Chef Musk bricht Corona-Regeln in Kalifornien

Tesla-Chef Elon Musk, der derzeit am Bau einer Fahrzeugfabrik in Grünheide arbeitet, widersetzt sich in der Corona-Krise den amerikanischen Behörden. Entgegen geltender Corona-Einschränkungen ließ Musk die Bänder im Hauptwerk des US-Elektroautobauers im Bundesstaat Kalifornien anlaufen.

Er nehme die Produktion im Ort Fremont trotz Verbots am Montag wieder auf, hatte Musk per Twitter angekündigt. Der Verwaltungsbezirk Alameda bestätigte kurz darauf, dass die Produktionsmaschinen wieder laufen würden. Die Behörde erklärte, sie warte nun auf den Vorschlag von Tesla für ein vorschriftsmäßiges Hochfahren.

Drohungen per Twitter

Die Tesla-Fabrik in Kalifornien war seit Mitte März geschlossen. Musk hatte sich seitdem immer wieder allgemein zur Corona-Pandemie geäußert - häufig mit dem Tenor, die Gefahr durch das Virus werde überschätzt. Ende April nannte er die Ausgangsbeschränkungen "faschistisch" und schrieb "Befreit jetzt Amerika" auf Twitter. Am Samstag drohte er den Behörden von Alameda damit, das Tesla-Werk nach Texas oder Nevada zu verlegen, sollten sie den Produktionsstart nicht genehmigen.

Musk plant auch eine Fabrik im brandenburgischen Grünheide (Oder-Spree). Die Arbeiten zur Vorbereitung für den Bau laufen bereits, eröffnen will Tesla das Werk schon im Sommer 2021. Nach Angaben der Brandenburgischen Landesregierung hat der Elektroautobauer inzwischen den dritten Antrag auf bauvorbereitende Maßnahmen gestellt.

Sendung: Antenne Brandenburg, 12.5.2020, 18:00 Uhr

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161 Kommentare

  1. 161.

    Bitte richtig wiedergeben! Ich habe eine W I R T S C H A F T S K R I S E vorhergesehen, wie
    die meisten Börsenunternehmen , übrigens, auch. Das diese von Corona ausgelöst wurde, konnte man zu diesem Zeitpunkt noch nicht wissen. Kannte man damals noch nicht!

    Ob nun gerade Tesla der geeignete Arbeitgeber ist, die arbeitslosen Fachkräfte zu übernehmen, bezweifele ich. Da gibt es bessere Alternativen. Gute Leute werden gerne genommen, kenne einige Firmen, die dringend diese Fachkräfte suchen. Sie sind zum "Verheizen" zu schade.

  2. 160.

    Allen Leuten recht getan ist eine Kunst, die niemand kann. Es ist sinnlos mit ihnen zu diskutieren. Schon die Ruhe über Berlin bemerkt ? Nehmen Sie sich ein Beispiel. Sie mögen wohl doch die nächtlichen Raser ?

  3. 159.

    Für die 8 km pro Woche wurden auch Ressourcen für Ihren privaten PKW verbraucht. Wenn das erst Recht keine Verschwendung ist...

  4. 158.

    Nach Abnahme einer importierten "Westanlage in Sachen Mikroelektronik" wurden wir Beteiligten in ein Interhotel eingeladen. Bier nur aus Flaschen; gekühlt-Radeberger schmeckte am besten. Bekam man aber so ab und an in der MITROPA-für wenig Ostgeld. Ja, es schmeckte damals so wie es August der Starke trank. Wer hat denn Radeberger zum Billigbier gemacht ? Genosse Kapitalist war es ! Sie sollten tiefgründiger nachdenken.

  5. 157.

    RR ist bekannt. Nun kann man wohl auch davon ausgehen, dass die vollen Auftragsbücher bei Airbus auch aktualisiert werden ( müssen ). Der alte SFX hätte etwas modernisiert vollkommen genügt. Vorbei die Zeit der Langstrecken-Urlaube. Habe ich schon lange gefordert. Ehe wir hier den Planeten unbewohnbar machen sollte schon noch einiges geändert werden. Die Teslabude da in Grünheide ist eine viel zu grobschlächtige Zwischenlösung. Hemmungslos verbrennt der Musk da Putingas und schnürt uns das Wasser ab. Nun ziehen Sie nicht wieder über den i 10 her. Der wird jetzt nur für Kauflandfahrten benötigt. Hin und zurück / Woche 8,2 km.

  6. 156.

    Wer hat den das Fernsehbier hier in die Diskussion über Tesla eingebracht, Sie oder ich? Nur weil dessen Markenname der heutigen zu Dr. Oetker gehörenden Brauereigruppe mit Hauptsitz in Frankfurt/Main schon lange existiert, ist die Rezeptur lange nicht die gleiche geblieben. Der von Ihnen bevorzugte Brauereistandtort existiert nebenbei nur noch, weil es Fördergelder gegeben hatte. Nach der Wende waren auch die praktisch wirtschaftlich tot. Oetker hatte sich später den Markennamen gesichert. Früher war Radeberger im Westen ein Billigbier, morgen gibt es das auch bei Ihnen im Sonderangebot.

  7. 154.

    Sie hätten viel mehr Anerkennung gefunden wenn Sie stets sachlich ihre Meinung vorgetragen hätten. Morgen gibt es Radeberger mit Träger bei NORMA. Werde mir 2 Pack holen. Radeberger existiert schon eine Ewigkeit. Bei TESLA bin ich mir nicht sicher. Mit Steuergeld wird da aber nix gerettet.

  8. 153.

    Mit etwas weniger Fernsehbier intus hätte man in den Nachrichten verfolgen können, dass viele Firmen einen massiven Jobabbau planen und noch mehr derzeit nicht neu einstellen. Rolls-Royce ist nur ein prominentes Beispiel aus der Region. Gerade wegen der von Klaus S. bereits voriges Jahr erahnten Corona-Krise werden neue Arbeitsplätze benötigt.

  9. 152.

    Ingo, halte doch andere Bürger nicht für blöd. Hier fehlen eher Arbeitskräfte als dass die auch ihre angestammte Arbeitsstelle verlassen würden. Es sei denn, dass TESLA viel besser bezahlt. Dann fehlen aber die Abgewanderten. AK 50% aus Polen ist keine Lösung. Das Werk dort in Grünheide auch nicht. Viel zu große Gefahr für Trinkwasser und Menschen.

  10. 151.

    Dann kann ja der Ausbau der Lehrter Stammbahn gestrichen werden und die A2 wieder zurückgebaut werden.

  11. 150.

    Man hört doch in Brandenburg sowieso immer: Brücken und Schienenwege in Richtung Polen müssen ausgebaut werden. Da denke Ich persönlich schon, das die Tesla-fabrik einen Beitrag dazu leisten wird. Und wurde nicht auch mit besonderen Fördertöpfen als Grenzregion zu Polen geworben ?

  12. 149.

    Es wird noch mehr Infrastruktur in Richtung Osten ausgebaut werden. Ist der Ministerpräsident nicht der Polen Beauftragte der Bunderegierung ? Und wohnt der nicht sogar, irgendwo an der Grenze ? Vielleicht wird hier auch Ostbrandenburg mit Westpolen verwechselt ?

  13. 148.

    Was soll an Tesla gut sein für Brandenburg? Ausser Kosten für den Ausbau der Infrastruktur nach Osten? Hohe Co2 Belastung durch eine ach so Umweltschonende Giga Fabrik, plus höchst gefährlicher Chemischer Abfälle und das in einem sehr empfindlichen Trinkwasserschutzgebiet? Zerstörung letzter Naherholungsgebiete? Täglich fast 12000! Pendler vermutlich auch größtenteils aus dem Osten? ... das für wenige Arbeitsplätze für das Umland, und die Frage, ob Gewerbesteuern und andere erhoffte Erträge vielleicht irgendwann mal in Grünheide oder Brandenburg ankommen?

  14. 147.

    Tesla ist sehr Gut für unser Bundesland. Mal was Anderes als Schweine und Hühnerställe und Windräder. Und dem das nicht gefällt, der klagt sowieso.

  15. 146.

    48.000 € dürften neben den Kundenerwartungen das stärkste Gegenargument gewesen sein. Ein i3 war rd. 1/3 billiger, eine Zoe kostete zu der Zeit die Hälfte. Für das Model S zahlte man 2011 in den USA ab 49.000 $.

    Hier träumt so mancher Fernsehbiertrinker davon, bei -20 °C von Rüdersdorf an die Ostsee und wieder zurück zu fahren. Mit einem BEV wäre er damals aber wieder nüchtern geworden. Der i3 war für BMW ein veritabler Flop, die Zoe verkaufte sich halbwegs und das Model S wurde u.a. 2015 das meistverkaufte Auto der Oberklasse in Europa. Tesla hatte früh erkannt, dass auch BEV S3XY sein müssen, da Emotionen beim Autokauf eine große Rolle spielen. Mit einem Messerschmidt Kabinenroller 1.1 kann man nicht punkten wie auch ein e.Go zwar preislich interessant ist, aber viel zu minimalistisch für das geplante Produktionsziel. Dabei könnte man mit dem locker zum nächsten Fressnapf fahren anstelle eines asiatischen Verbrenners, wie er im östlichen EU-Ausland gebaut wird.

  16. 144.

    Das wusste ich nicht. Schon wieder so lange her, dass ich von dieser Entwicklung gehört hatte. Vermutlich war die Batterieentwicklung der letzten Jahre damals noch nicht absehbar. Ein interessantes Konzept, vielleicht wird es wiederbelebt.
    Mit dem automatisierten Fahren müsste sich doch auch die Unfallgefahr deutlich verringern und damit der leidige Trend zu immer schwereren und vermeintlich sichereren PKW umkehren, so dass auch solche wirklich sparsamen Kleinfahrzeuge wieder an Akzeptanz gewinnen.

  17. 143.

    2013 wurde Jetcar übrigens liquidiert und e.Go befindet sich im Schutzschirmverfahren. Es finden sich einfach zu wenige Kunden wogegen Tesla immer weit vorne in den Zulassungsstatistiken für BEV zu finden ist. Ich persönliche bevorzuge in (sub-)urbanen Räumen dann aber doch lieber Fahrzeuge von Konzernen wie VW oder Mercedes, träume allerdings von einem Hess.

  18. 142.

    Jedenfalls sind bei Tesla, BER, Lausitz-hilfen und so weiter, immer Brandenburger Steuergelder, als Gegenfinanzierung der Fördergelder im Spiel. Das sind Steuergelder des gesamten Landes Brandenburg und nicht nur, Steuergelder der Region 60 - 100 Km zur Grenze. Und diese Steuergelder unseres Bundeslandes, fließen nunmal zu großen Teilen, nur in die Grenzregion. Da kann Herr Neumann schreiben, das im gesamten Land, kleinere Projekte gefördert werden- die Milliarden werden aber in der Grenzregion versenkt und das seit Jahrzehnten. Wir förden seit Jahrzehnten, Arbeitsplätze für unsere Nachbarländer und Grünheide, wird genauso werden. Wir schaffen Arbeitsplätze und wissen von vornherein, 50 Prozent pendeln, von Sonstwo.

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