Protest gegen die Tesla-Fabrik am 25.1.2020 in Grünheide (Bild: imago images/Christian Ditsch)
Bild: imago images/Christian Ditsch

Geplante Fabrik in Grünheide - Wie es weitergeht mit Tesla - und worüber gestritten wird

Waldrodung, Wasserverbrauch, Arbeitnehmerrechte: Es gibt viele Kritikpunkte an der Tesla-Fabrik, die bei Grünheide entstehen soll. Philip Barnstorf mit einem Faktencheck und einer Bestandsaufnahme zu Risiken und Chancen, die das Mammut-Projekt mit sich bringt.

Jährlich eine halbe Million Elektroautos sollen bald in Grünheide vom Band rollen, gefertigt von bis zu 12.000 Angestellten. Es könnte die größte Industrieansiedlung in Brandenburg seit der Wende werden, die Hoffnungen rund um die Tesla-Fabrik sind gigantisch: Von der Reindustrialisierung des Ostens ist die Rede. Und diesmal soll sie umweltfreundlich sein mit Brandenburg als Vorreiter in der Energie- und Verkehrswende.  Auf der anderen Seite fürchten Bürger zunehmenden Verkehr, einige Umweltverbände kritisieren die Waldrodung und Gewerkschaften warnen vor Ausbeutung am Arbeitsplatz.

Aber welche Hoffnungen sind berechtigt, welche Befürchtungen ernst zu nehmen?

Ein Faktencheck:

Wann passiert was? Der Zeitplan

Im November kündigte Tesla-Chef Elon Musk den Bau einer Giga-Factory in der Nähe von Berlin an, im Dezember reichte das Unternehmen einen fast 2.000-seitigen Baugenehmigungsantrag beim Landesamt für Umwelt ein.  

Anfang dieses Jahres lagen die Unterlagen einen Monat öffentlich aus, rund 400 Menschen haben sie sich angesehen. Bis zum 5. März konnten Bürger und Verbände Einwendungen zu den Plänen einreichen. Ungefähr 370 sind eingegangen. Sie sollten ursprünglich am 18. März in Erkner mit Tesla-Vertretern und allen beteiligten Behörden diskutiert werden, aber wegen des sich ausbreitenden Corona-Virus wurde der Termin abgesagt.

Erst nach dieser Anhörung kann das Landesumweltamt die Baugenehmigung erteilen. Ob die Behörde die Pläne - wie bisher erwartet - im Sommer genehmigt, erscheint angesichts der Corona-Krise fraglich. Frauke Zelt, Sprecherin im Landesumweltamt, teilte mit, dass das Verfahren durch die Absage nicht verzögert werde.

Wenn die Zustimmung aller beteiligten Behörden wahrscheinlich ist, kann das Landesumweltamt sogenannte "vorzeitige Maßnahmen" schon erlauben, bevor es das Gesamtvorhaben genehmigt. Auf diese Weise konnte Tesla jetzt schon 90 Hektar Wald roden und darf derzeit den Boden planieren. Allerdings: Wenn der Bauantrag wider Erwarten doch nicht genehmigt wird, muss Tesla den Wald auf eigene Kosten wieder anpflanzen. Das ist Bedingung bei den vorzeitigen Maßnahmen. Auch der angekündigte Spatenstich wäre eine solche vorzeitige Maßnahme. Er soll in der zweiten Märzhälfte stattfinden.

Der aktuelle Bauantrag beinhaltet nur die erste Ausbaustufe der Fabrik. Mit weiteren Ausbaustufen könnte das Werk noch wachsen. Dafür müssten dann allerdings neue Genehmigungsunterlagen eingereicht und genehmigt werden. Das Unternehmen will weitere Ausbaustufen wohl vom Erfolg der Fabrik abhängig machen.

Nutzholzplantage oder Naturparadies? Das Thema Wald

Ursprünglich bedeckte Kiefernwald die 300 Hektar des Tesla-Grundstücks. Für die erste Ausbaustufe wurden in den vergangenen Wochen 90 davon gerodet. Im Herbst sollen weitere 60 Hektar folgen. Rund 200 Menschen, viele aus der tesla-kritischen Bürgerinitiative, haben immer wieder gegen die Rodung des Kiefernwaldes protestiert. Auch der NABU-Ortsverband Fürstenwalde sieht die Rodung kritisch. Mitglieder der Grünen Liga und ein bayerischer Verein, der auch erneuerbare Energien kritisiert, hatten die Rodungsarbeiten zwischenzeitig per Eilantrag unterbrochen.

Fakt ist aber: Die große Mehrheit der Naturschutzverbände hält die Abholzung der Kiefern für ökologisch vertretbar, wenn dafür woanders neue Bäume gepflanzt werden. Per Gesetz ist Tesla verpflichtet, den gerodeten Wald an anderer Stelle neu anzupflanzen. Die Flächenagentur Brandenburg hat hierfür bereits Flächen im ganzen Land gefunden. Dort soll Wald mit durchschnittlich 50 Prozent Laubanteil entstehen. Diese Mischwälder sind auf Brandenburger Sandboden eher ungewöhnlich und ökologisch wertvoller als die sonst verbreiteten Kiefernwälder, weil hier mehr Tierarten ein Zuhause finden.

Neuer Lebensraum für Fledermäuse

Tesla hat außerdem angekündigt, über dieses gesetzlich vorgeschriebene Maß hinaus Wald in Brandenburg aufzuwerten. Dafür sollen Laubbäume in bestehende Monokulturen gepflanzt werden, sodass ökologisch wertvoller Mischwald entsteht. Insgesamt wird ein Ausgleichsverhältnis von drei zu eins (Nadelbäume-Laubbäume) angestrebt.

In dem teilweise schon gerodeten Wald auf dem Teslagelände leben einige bedrohte Tiere, die umgesiedelt werden müssen. Fast 400 der gefällten Bäume eigneten sich als Fledermaushabitate. Als Ausgleich will Tesla ungefähr 400 Fledermauskästen in benachbarten Wäldern anbringen. In vier Bäumen wurden tatsächlich Fledermäuse gefunden. Erst wenn sie aus ihrem Winterschlaf erwacht sind und die Bäume verlassen haben, sollen diese vier Keifern ebenfalls gefällt werden.

Außerdem müssen die Planiermaschinen um die vier Ameisenhügel einen Bogen machen. Dieser Abschnitt darf erst planiert werden, wenn die Ameisen umgesiedelt wurden. Schließlich leben auf einer ehemaligen Müllkippe auch noch einige Eidechsenarten. Für sie soll auf benachbarten Grundstücken der Gemeinde Ersatzhabitate gebaut werden, in die die Echsen dann umgesetzt werden.

Dürresommer und ein streitbarer Verband - das Thema Wasser

Die Wasserversorgung ist eines der kontroversesten Themen, das den erbitterten Widerstand einer lokalen Bürgerinitiative provozierte. In den ausgelegten Genehmigungsunterlagen nannte Tesla einen maximalen Wasserverbrauch von 372 Kubikmeter pro Stunde. Das sind ca. 3,3 Millionen Kubikmeter im Jahr, was in etwa dem jährlichen Verbrauch einer Stadt mit 70.000 Einwohnern entspricht.

In Reaktion auf die Diskussion vor Ort hat Tesla inzwischen nachgebessert und will nun eine Luft- anstatt Wasserkühlung verbauen. Damit soll das Werk nur noch maximal gut zwei Millionen Kubikmeter Wasser im Jahr verbrauchen.

Wasserwerke müssen ausgebaut werden

Der lokale Wasserverband Strausberg-Erkner (WSE) fördert derzeit rund zehn Millionen Kubikmeter Wasser jährlich und versorgt damit rund 160.000 Menschen. Der WSE rechnet damit, dass er in Zukunft nicht nur Tesla, sondern auch zuziehende Industrie sowie eine wachsende Bevölkerung zusätzlich versorgen muss. Deshalb hat er beim Landesumweltministerium die Erlaubnis beantragt, pro Jahr 18 Millionen Kubikmeter zu fördern. Dafür müsste er seine Wasserwerke in Erkner und Petershagen/Eggersdorf ausbauen. Das Landesumweltministeriums hat inzwischen die Förderungvon knapp 15 Millionen Kubikmetern im Jahr genehmigt. Weitere Genehmigungen könnten folgen, wenn ein Gutachten zum sinkenden Wasserpegel im Straussee vorliegt.

Dank der zusätzlichen Fördergenehmigungen muss kein Brunnen auf dem Teslagelände gebohrt werden. Das wäre auch schwierig, denn ein Teil des Geländes liegt in einem Trinkwasserschutzgebiet.

Auch das Abwasser sorgt für Diskussionen

Wenn diese Genehmigungen erfolgen, ist auch die Mitteilung des WSE aus dem Januar hinfällig, dass die Wasserversorgung nicht gesichert sei. Möglich, dass der Verband deswegen so alarmiert auftrat, um Druck auf das Landesumweltministerium wegen der Genehmigung auszuüben. Der WSE hat schon vor Jahren vergeblich eine höhere Fördergenehmigung beantragt, die aber abgelehnt wurde. Stattdessen wurde der Verband zu Bußgeldern verdonnert, als er mehr als das genehmigte Wasser förderte.

Ein anderes Thema ist das Abwasser: Davon wird die Fabrik laut den Genehmigungsunterlagen pro Jahr bis zu zwei Millionen Kubikmeter produzieren - zu viel für das örtliche Klärwerk. Der WSE plant deswegen, eine Abwasserleitung nach Erkner zu bauen. Von dort soll das Abwasser über bestehende Leitungen in das 15 Kilometer entfernte Klärwerk Münchehofe gepumpt werden. Das gehört den Berliner Wasserbetrieben und reinigt bisher auch viel Abwasser aus Berlin. Das Berliner Abwasser soll dann stattdessen im Klärwerk Wassmannsdorf gereinigt werden.

Spottpreis fürs Grundstück und Expressgenehmigung? Gibt es die Lex Tesla?

Zumindest ein bisschen. Die Landesregierung legt sich für Tesla mächtig ins Zeug. Um das Genehmigungsverfahren möglichst schnell abzuschließen, hat sie extra eine Taskforce gebildet. So ein Tempo könne die Regierung nicht jedem Unternehmen bieten, räumte der Wirtschaftsminister im Handelsblatt ein: Dafür fehle das Personal.

Auch der Preis, den Tesla für das 300 Hektar große Grundstück ans Land Brandenburg zahlen muss, mag zunächst günstig erscheinen. Ein Anfang März veröffentlichtes Gutachten legt den Preis auf 43,4 Millionen Euro fest. Das entspricht 14,35 Euro pro Quadratmeter. Der Bodenrichtwert für einen Quadratmeter auf dem benachbarten Güterverkehrszentrum Freienbrink liegt aber bei 40 Euro. Dort muss man allerdings nicht erst roden, bevor man baut. Außerdem ist Freienbrink auch schon an das Strom-, Wasser- und Abwassernetz angeschlossen. Die Leitungen muss Tesla noch auf eigene Kosten verlegen. Und schließlich sucht das Land seit fast 20 Jahren einen Investor für das Grundstück. Auch das dürfte den Preis beeinflusst haben.

Bei den Subventionen betont die Landesregierung immer wieder, dass Tesla genauso behandelt wird wie alle anderen auch. Schon im November 2019 hat das Unternehmen Förderung bei der Landesinvestitionsbank beantragt. Wenn Tesla wie angekündigt vier Milliarden Euro in Brandenburg investiert, könnten nach dem allgemein gültigen Schlüssel gut 270 Millionen Euro an Subventionen fließen. Über derart große Fördersummen muss die EU mitentscheiden. Die Entscheidung werde daher voraussichtlich erst im kommenden Jahr fallen, teilte Andrea Beyerlein vom Landeswirtschaftsministerium mit. Beim Bund hat Tesla außerdem Fördergeld für Batterieforschung beantragt. Weitere Subventionsgelder könnten noch für die Ausbildung von Facharbeitern fließen.

80 Wochenstunden und keine Gewerkschaften? Das Thema Arbeitnehmerrechte

Angestellte des Tesla-Werks im kalifornischen Fremont berichteten von 80 Wochenstunden und schlechter Bezahlung. Tesla hat dort die Bildung einer Gewerkschaft verhindert. Auch in Deutschland ist Tesla schon mit der IG Metall aneinandergeraten, als diese höhere Löhne bei einem deutschen Autozulieferer forderte, den Tesla übernommen hatte.

Die Brandenburger Niederlassung hat Tesla als sogenannte SE (Societas Europaea) gegründet. Damit könne das Unternehmen verhindern, dass Mitarbeiter einen Betriebsrat gründen, warnt die IG Metall. Sie befürchtet außerdem, dass Tesla durch niedrig entlohnte polnische Mitarbeit Tariflöhne unterwandert. Der brandenburgische Wirtschaftsminister Jörg Steinbach bestätigte gegenüber der FAZ, dass viele, aber wohl nicht mehr als die Hälfte der Arbeitnehmer aus Polen kommen werden. Steinbach erklärte außerdem, dass Tesla sich den Themen Tariflohn und Mitbestimmung stellen müsse. Das Unternehmen teilte dazu lediglich mit, dass es "wettbewerbsfähig vergüten und sich durch besondere Prämien von Konkurrenten abheben wolle".

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Beitrag von Philip Barnstorf

167 Kommentare

  1. 167.

    Da staunt man sowieso, wo für Tesla und dann noch für die dazu notwendige Infrastruktur, die Fördergelder auf einmal herkommen??? Wir haben in HVL für 163000 Einwohner, noch nicht einmal eine S-Bahn Anbindung. Regio Strecken müssen ausgebaut werden, Stillgelegte Bahnstrecken reaktiviert werden, Eine Umgehungsstrasse in Falkensee für 45000 Einwohner fehlt. Ein Hallenbad in Falkensee fehlt-Spassbäder in HVL sowieso. Wo kommt das Geld für Tesla, auf einmal her? Und warum wieder an der Grenze zu Polen, genau wie der BER und andere Brandenburger Projekte.

  2. 166.

    Moment! Wofür S-Bahn? Sie sind doch der Meinung, dass eh vor allem Polen dort arbeiten werden.

  3. 165.

    Der gelbe Diesel schafft es selten über die Stadtgrenze ? Wozu braucht der nur die 320 PS ? Mich hier fast abkanzeln mit dem kleinen i 10 aber in Wirklichkeit ein derartigen Klopper fahren ? Der Dr. Kawasaki fährt sogar einen "G". Brrrrrrrr.

  4. 164.

    Mache ich gerne! Nur müssen Sie dafür versprechen, dass ich morgens im Berufsverkehr nicht mehr wegen der Drei-Buchstaben-PKW, die mit einer Person besetzt sind, im Stau stehe. Im Gegensatz zu denen diesele ich schon lange nicht mehr allein durch die Stadt.

    Bei der S-Bahn dürfen sich die Brandenburger gerne an die eigenen Nasen fassen. Schließlich haben die deren Ausbau jahrelang blockiert und auf mehr RE/RB bestanden, die über die eh schon überlastete Stadtbahn hätten fahren sollen.

  5. 163.

    Und ich ergänze Ihren Kommentar extra für Herrn Neumann, ich bin mal gespannt wieviele Grundstücke und Häuser weg müssen um das alles zu bauen, denn man kann nicht einfach loslegen wie man lustig ist. Es führen Brücken über so einige Gewässer und für die angepeilte Verlängerung der S- Bahn müsste sogar eine Brücke über das Flakenfließ UND eine über den Berliner Ring gebaut werden. Wer nicht ortskundig ist, kann sich bei google maps schlau machen und mit der Unterstellung aufhören, wir wären einfach Verhinderer des Fortschritts. Ich kann Herrn Neumanns gebetsmühlenartige Leier auch nicht mehr ertragen.

  6. 162.

    Ich profitiere schon mal nicht von Tesla, aber meine Steuergelder fließen trotzdem dahin. Und die S-Bahn von Spandau nach Nauen, wird durch die Tesla-Ansiedlung, wahrscheinlich nie mehr gebaut. Radfahrwege fehlen auch, Landesstrassen unter aller Kanone. Ca. 50 Prozent der Förderung, schaffen von vornherein Arbeitsplätze für unsere Nachbarregionen. Wie möchte denn die Brandenburger Landesregierung, für die anderen Regionen da sein, wenn Tesla, BER, und und und, Steuer- Milliarden verschlingen ??? Was kommt nach BER und Tesla, Flugzeugwerke in Erkner oder in Fürstenwalde??? Venedig in der Lausitz ??? Computerfabriken in Frankfurt, Alle Bundesbehörden nach Cottbus ??? Das ist einfach nur ,,Brandenburger Wahnsinn,, !!!

  7. 161.

    Ganz Brandenburg soll von Tesla profitieren ??? Das ich nicht lache. Das ist wie jedes Andere Brandenburger Wahnsinns-Projekt der letzten Jahrzehnte, doch nur eine strategische Entscheidung. Das nennt man schlicht und einfach: Aufbau- und Strukturhilfen für unsere Nachbarregionen und Nachbarländer. Schauen Sie, mal Alle Bitte auf eine Landkarte, dann wissen Sie, wer von all den Brandenburger Projekten, selbst von unserem BER profitieren wird. Dann sehen Sie Alle, wie TOLL, Brandenburg, auch wieder von Tesla, profitieren wird. Viele Grüße, nach Grünheide.

  8. 160.

    Das finde Ich eine sehr sehr Tolle Idee von Ihnen, Danke. Und wenn der gute Herr Neumann, in ihrer Region, mit den einzupflanzenen Setzlingen irgendwann mal fertig ist, schicken Sie ihn BITTE BITTE ins Havelland. Auch Bei uns wäre die Aufforstung neuer Wälder und alter Brachflächen eine Super Idee, Danke.Dafür können dann auch Elon Musk und Tesla in den USA oder China bleiben. Neue Wälder braucht das Land. Ich denke auch, ihre Region hat jetzt schon genügend Infrastruktur und verstopfte Straßen. Also, bei uns fehlen auch Wälder, Danke, das für Neupflanzungen, dann Herr Neumann die Verantwortung übernimmt. Schöne Grüße aus HVL.

  9. 159.

    Putzigerweise wurde gerne immer wieder angeführten Projekte wie Lausitzring, A10-Center, Cargo-Lifter alle zu einer Zeit angegangen, als es die AfD noch nicht gab. Das hilft enorm bei der Einordnung Ihrer Meinung.

  10. 158.

    Es liegt an Ihnen, die anderen geeigneten Orte aufzuzeigen. Schließlich haben Sie behauptet, etwas besseres gefunden zu haben. Dem ist offensichtlich nicht so.

    Leider schafft es der Diesel nur selten über die Stadtgrenze - aber schön gelb ist er: https://3.bp.blogspot.com/-Or21NT7GKng/VIVe0XrpcFI/AAAAAAAAYFA/5TdjeRzte7M/s1600/4426.jpg

  11. 157.

    Hatte mal in der Wohnung meiner Mutter eine Zeitung gefunden; über "Das Jahr der großen Initiative" war wohl noch Ulbrichtzeit. Ich lästere so gern mit diesen Worten wenn hier an unserer Grünanlage etwas zu realisieren ist und es zu langsam geht. Soweit-; ergreifen Sie doch nun die Initiative und sorgen für die Bereitstellung von Setzlingen für den SUPERMmISCHWALD der Teslainitiave und sorgen auch für gutes anwachsen und Pflege. Sie wären Brandenburgheld und es könnte eine Prämie von Elon Musk rausspringen.

  12. 156.

    ...genau Herr Neumann, das ist die Reaktion, die ich erwartet habe. Nehmen sie doch mal ihren dreihundert PS Diesel und fahren nach grünheide. Schauen sie sich die Orte an, die “angepasst“ werden müssen. Gehen vielleicht auch mal spazieren ohne Auto. Vierspuriger ausbau von Landesstrassen, Ausbau von Brücken und Unterführungen.... usw. Alles für unsere internationalen Gäste. Und wenn sie schon unterwegs sind, können sie sich die Industriebrachen und Kasernen der Vergangenheit anschauen. Wo diese zu finden sind, wissen sie doch am besten. Dieser Ort wurde nur Strategisch ausgewählt! Ganz Brandenburg könnte von Tesla profitieren, aber darum geht es nicht. Mir ist es übrigens nicht egal, nicht mehr den Brandenburger Forst zu erleben. Und die gewählten Vertreter, die ich nicht mehr wähle, weil sie mich nicht mehr Vertreten ... sei alles dahingestellt... und nicht wieder die rechte Schublade aufmachen, zieht bei mir nicht und ist nur ein primitives Argument, wenn genau diese ausgehen.

  13. 155.

    Aber warum immer nur Fördermittel für die Brandenburger Osthälfte ? Aber Ich denke, ich habe dafür ein bisschen Erklärung. Seit den letzten Wahlen, spricht man doch auch vom zweigeteilten Land. In Ost und Südbrandenburg hat die AfD fast alle Wahlkreise gewonnen. Also wird dort besonders mit Fördergeldern umhergeschmissen, wo die AfD, schon immer sehr stark war und ist. Gucken Sie sich die politische Landkarte der letzten Wahlen in Brandenburg an. Ich möchte sagen, da war eine totale Zweiteilung in die Osthälfte und in die Westhälfte von Brandenburg. Und auch genauso werden die Gelder verteilt. Erst Osthälfte und dann lange Zeit gar nichts mehr. Das muss mit den starken AfD Ergebnissen zu tun haben. Die Westhälfte wählt nicht die richtige Partei und bekommt dadurch keine ausreichenden Fördergelder. Das ist meine persönliche Meinung zum Thema Fördergeld Vergabe an Tesla, Lausitz und den anderen Großprojekten.

  14. 154.

    Die SED-Nachfolger sind nicht mehr in der Landesregierung vertreten. Sonst hätten Sie sich bei denen ja noch beschweren können, dass es vor 50 Jahren noch keinen See gegeben hat als Ausgleich für riesige Mondlandschaften gegeben hatte.

    Wenn Sie mit
    Einkaufszentrum Brandenburg
    googlen, finden Sie auch mehrere Möglichkeiten in Westbrandenburg, um Ihr Geld woanders als beim lokalen Einzelhandel auszugeben. Was fehlt Ihnen konkret an Geschäften? Der Erdbeermund? ;-)

    Kennen Sie übrigens Karls Erdbeerhof oder das Designer Outlet-Center in Wustermark? Ist nicht weit von Ketzin weg.



  15. 153.

    In der Nauener Umgebung, wollte sich schon vor einigen Jahren ein Großes Unternehmen der Auto-Logistik-Branche vergrößern. Dafür, wäre ein Stück Umgehungsstrasse zur B5 notwendig gewesen. Mehrere Unternehmen, hätten ihren Beitrag dazu geleistet. Da hat das Land Brandenburg, keine Verantwortung übernommen. Dadurch sind aber auch ,,NUR,,einige Hunderte Arbeitsplätze in Brandenburg verloren gegangen. Das ist auch bestimmt nicht der einzigste Fall, wo Fördergelder durch das Land Brandenburg, nicht gewährt wurden. Da wird dann, doch schon, mit zweierlei Maß, gemessen - Wo möchte die Politik fördern und Wo wird dafür NEIN gesagt.

  16. 152.

    Oh, ich hatte gehört, dass der Takt des RE1 verdichtet werden sollte. Hat man das wieder gestrichen? Die Stadt Brandenburg dürfte zudem zu klein für ein eigenes S-Bahn-Netz sein.

    Sie haben zudem kein Exklusivrecht auf marode oder fehlende Infrastruktur.

  17. 151.

    Aber die Frage bleibt doch, kann sich Brandenburg, immer wieder solche Großprojekte in Süd-oder Ostbrandenburg leisten? Woanders fehlt doch oftmals moderne und intakte Infrastruktur. Marode Landesstrassen, kaputte oder fehlende Radwege,fehlende S-Bahn oder Regio Anbindung, Reaktivierung stillgelegter Bahnstrecken, Kitas,Schulen,Ärzte,Schwimmbäder, und und und. Da ist doch schon die Frage erlaubt: Kann sich Brandenburg diese hohen Millionen und Milliarden Förderungen leisten, wenn andern Ortes die Dorfstrasse nur aus kaputtem Kopfsteinpflaster besteht und die einzigste Kultur, die örtliche Feuerwehr ist. Da ist mir Tesla, BER und Co. Immer in derselben geförderten Region, für das gesamte Land Brandenburg, einfach viel viel zu wenig. Die DDR hat auch nur die Grenzregion gesehen- war wahrscheinlich Angst vor dem Klassenfeind. Wir alle wissen doch, wo die Wirtschaftspolitik der DDR hingeführt hat.

  18. 150.

    Bei ins in Ketzin/Havel wurde der erste Untergrund-Gasspeicher der DDR errichtet. Dafür musste, in unserer kleinen 4000 Einwohner Stadt, ein großes Dorf umgesiedelt werden. Die Einwohner wurden schon in den 60iger Jahren großzügig entschädigt. Aber künstliche Seen oder Milliarden Förderungen, gab es dafür nicht. Und auch ein riesiges Einkaufszentrum, wie das A10 Center, siedelt sich natürlich dort an, wo die Förderungen am höchsten sind. Dort war auch schon mal Insolvenz und Vergrößerung und So. Das wird auch von Brandenburger Geldern bezahlt. Und alle Einwohner, die in der BRD umgesiedelt wurden und werden, bekommen großzügige Entschädigungen. Das rechtfertigt noch lange nicht, künstliche Badesseen und eine riesige künstliche Tropenhalle. Und Formel eins Rennstrecken passen auch eher in reichere Regionen. Fragen Sie auch mal, die vielen tausenden Menschen, die von Hunderten hohen Windrädern umgeben sind, wie Diese, für den Raub an ihrer Natur, entschädigt werden ? - GAR NICHT !!!

  19. 149.

    Dass auch Tesla gefördert werden soll, berichtete auch vor einer Zeit der RBB. Die Landesregierung wäre eine schlechte, wenn sie nicht alles legale versuchen würde, ein solches Projekt an Land zu ziehen. Die anderen europäischen Alternativen werden ebenso vorgegangen sein.

    Haben Sie aber schon einmal die Förderung dieser einen Ansiedlung in Relation zu den Summen gesetzt, die das Land in den letzen Jahren für eine Vielzahl kleinerer Maßnahmen verteilt hatte? Dass allein in 2018 knapp eine Mrd. verteilt worden ist, hatte ich ja schon erwähnt. Solche Großansiedlungen sind nun einmal selten.

  20. 148.

    Kennen Sie denn irgendwelche geförderten Großinvestionen in der Westhälfte Brandenburgs ? In der Größenordnung von BER,Tesla,Cargolifter,Chipfabriken und so. So richtige Milliarden Investionen in der Westlichen Hälfte von Brandenburg ! Oder ein paar schöne Spassprojekte: Wie dieser ,,neue Ostsee,,oder dieser Fläming-Skate, oder das A10 Center ? Falkensee mit 45000 Einwohnern hat kein Hallenbad, kaum Radwege, keine S-Bahn. Der Berliner Ring ist bei uns nur 4 Spurig, für stillgelegte Bahnstrecken in HVL fehlt Geld. Da bin auch Ich der Überzeugung, Fördergelder gehen überwiegend in die Brandenburger Osthälfte. Also in die Grenzregion zu Sachsen,Tschechien,Polen. Und das wird auch durch das Land Brandenburg großzügig gefördert- einseitige Förderpolitik- Tesla bekommt ca. 300 Mill. plus geförderter Infrastruktur. Wo bleibt bei All dem, die Förderung der Westhälfte von Brandenburg ??? OHV,HVL,PM,P,BRB,OPR,PR,sind auch Bevölkerungsreich. Viele Grüße aus Falkensee.

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