Teslafabrik Bauplan (Quelle: rbb)
Video: rbb24 | 06.01.2020 | 16 Uhr | Bild: rbb

Genehmigungsverfahren startet - Antragsunterlagen für Tesla-Fabrik liegen öffentlich aus

Mit der öffentlichen Bekanntmachung im "Amtsblatt für Brandenburg [bravors.brandenburg.de]" ist am Montag das Genehmigungsverfahren für die Tesla-Gigafactory in Grünheide (Mark) offiziell eröffnet worden. Ab sofort lägen in der Gemeinde Grünheide, der Stadt Erkner und dem Amt Spreenhagen sowie im Landesamt für Umwelt am Standort in Frankfurt (Oder) die Antragsunterlagen und der Bericht über die Umweltverträglichkeitsprüfung zur Einsicht für jedermann aus, teilte das Brandenburger Umweltministerium am Montag mit. Außerdem könne der Bericht im Internet eingesehen werden [uvp-verbund.de/bb].

Einwendungen bis 5. März möglich

Brandenburgs Umweltminister Axel Vogel (Grüne) sagte, mit der Bekanntmachung würden die in der Tesla-Taskforce vereinbarten Termine eingehalten. "Alles läuft nach Plan. Bürgerbeteiligung und Transparenz sind uns sehr wichtig." Einen Monat lang könne die Öffentlichkeit nun die Antragsunterlagen einsehen und bis 5. März Einwendungen einbringen.

Parallel zur Öffentlichkeitsbeteiligung prüfen laut Ministerium diejenigen Behörden den Antrag, deren Aufgabenbereich von dem Vorhaben betroffen sein könnte. Es werde festgestellt, ob das Vorhaben im Einklang mit allen öffentlich-rechtlichen Vorschriften steht und insbesondere ob alle Vorschriften zum Schutz der Umwelt eingehalten werden.

Tiere sollen umgesetzt werden

Unterdessen laufen erste Vorbereitungen für die Ansiedlung. So sollen für die künftige Großfabrik 153 Hektar Wald auf dem 300 Hektar großen Areal gefällt werden, heißt es in dem Bericht. Die Fläche, auf der derzeit meist Kiefern wachsen, solle dann versiegelt und mit Produktionshallen bebaut werden.

Noch in diesem Monat sollen Zäune installiert werden, um die Einwanderung von Reptilien zu verhindern. Bis April sollen die Tiere umgesetzt werden. Waldameisen-Nester werden geborgen und an geeignete Standorte gebracht. Eine Vielzahl möglicher Quartiere für Fledermäuse werde erfasst. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass in dem Gebiet auch ein Wolf unterwegs sei.

Bereits 35 Stellen für Tesla-Fabrik ausgeschrieben

Der US-amerikanische Elektroautobauer Tesla will bis Mitte 2021 in Grünheide eine große Fabrik bauen, die den europäischen Markt versorgen soll. Gefertigt werden sollen in Brandenburg laut Ankündigung die Mittelklasse-Limousine Model 3 und das kompakte SUV-Model Y sowie "künftige Modelle". Auf seiner Website [tesla.com] hat der Konzern bereits rund 35 Stellen für die geplante Gigafactory in Brandenburg ausgeschrieben.

Sendung: Inforadio, 06.01.2020, 9:40 Uhr

Kommentar

Bitte füllen Sie die Felder aus, um einen Kommentar zu verfassen.

Kommentar verfassen
*Pflichtfelder

Mit Nutzung der Kommentarfunktion stimmen Sie unserer Netiquette sowie unserer Datenschutzerklärung (Link am Ende der Seite) zu. Die Redaktion behält sich vor, einzelne Kommentare nicht zu veröffentlichen.

5 Kommentare

  1. 5.

    Hallo icke, Dieses Gelände wunde zwar gekauft von Tesla aber das Genehmigungsverfahren das Sie dort alles Platt machen dürfen Läuft noch, das Ein zigste was die auf diesem Gelände momentan machen sind Vorbereitungen! Sie nehmen Bodenproben!
    Quellen:
    https://t3n.de/news/tesla-kaufvertrag-land-trockenen-1236477/
    https://electrek.co/2020/01/06/tesla-plans-future-vehicles-gigafactory-4-new-details/
    https://twitter.com › gigafactory4
    Und diese Fahrzeuge verwenden so gut wie Gar kein Kobalt, und wenn Kontrollieren die das schon wo Sie diesen Rohstoff hernehmen!
    P.S. Wenn sie sich diese Seiten anschauen die ich Ihnen verlinkt habe, bitte ich Sie genauer zu Lesen, anstatt erstmal zu Flamen!

  2. 4.

    Mich wundert, das dort ohne abgeschlossenes Genehmigungsverfahren schon alles platt gemacht werden darf. Der normale Häuslebauer kann das nicht. Und Umweltverträglichkeit hin oder her, wurde auch die zukünftige Verträglichkeit bedacht? Was für Umweltschäden diese Fahrzeuge zukünftig verursachen das interessiert wohl nicht.

  3. 3.

    Tiere verjagen, na klar - super Idee - das sagt sich so leicht dahin...wo sollen die denn hin, da gibt es auch die Revieransprüche der Artgenossen, aber schön dass hier überwiegend über BxLxH diskutiert wird. Solche Leute werden gebraucht. Klasse!!!

  4. 2.

    Blöd, dass Limousinen laut Ferdinand Dudenhöfer im Mittel breiter sind als SUVs und die Vans wie der des Invalidenstraßenaktrivisten nochmal einen Tick breiter. Gerade das B-Segment hatte seit 1990 allerdings das größte Wachstum zu verzeichnen. Der Corsa hat z.B. 14% zugelegt. Achja, die durchschnittliche Fahrzeughöhe ist sogar rückläufig.

  5. 1.

    Deutschlands Autofahrer lieben den Geländewagen für die Stadt.Was bringt die Umweltverträglichkeit,
    wenn für die massen SUVs Parkhäuser und Parkplätze vergrössert werden müssen?Ich plädiere für eine horrende Zusatzsteuer um diese Fahrzuge zu verbannen.Die Autobauer sagen ja der Kunde verlangt nach solchen Fahrzeugen... bei Teenagern und Alkopops hat eine Sondersteuer auch dazu geführt,dass diese Getränke nicht mehr benötigt wurden,von daher der einzig gangbare Weg.Ältere Herrschaften kommen ins Autohaus,weil sie jetzt alle plötzlich hoch sitzen müssen,ja wegen der Gesundheit und dem kaputten Rücken. Ganze Familien mit Kind und Hund steigen vom spießigen Kombi in den SUV.Der Nachbar hat ja auch schon einen.Da darf man nicht zurückbleiben,dann ist man abgehängt im ewigen Rennen der Geltungssucht.
    Und dann aber noch aufregen,wenn das Parkhaus zu eng ist,und die Parkplätze zu klein sind.
    Und Nein!Das hat nichts mit Neid zu tun bei mir.

Das könnte Sie auch interessieren