Das Güterverkehrszentrum (GVZ) Freienbrink in der Gemeinde Grünheide östlich von Berlin. Links ist die Autobahn A10 (Berliner Ring) zu sehen. In dem riesigen Waldgebiet rechts der Autobahn plant Tesla den Bau einer Fabrik. (Quelle: dpa/P. Pleul)
Audio: Antenne Brandenburg | 29.01.2020 | Amelie Ernst | Bild: dpa/P. Pleul

Grünheide - Kaufvertrag für Fabrikgelände von Tesla ist unterzeichnet

Der Kaufvertrag über Flächen für eine Fabrik des US-Autobauers Tesla ist notariell beglaubigt. Das gab die Staatskanzlei in Potsdam am Mittwoch bekannt. Märkischen Sand besitzt Tesla jedoch noch nicht. Auch der genaue Kaufpreis steht noch nicht fest.

Der Vertrag zwischen dem Land Brandenburg und dem US-Autokonzern Tesla über Flächen für eine Fabrik ist notariell beglaubigt und damit endgültig geschlossen. Das teilte die Staatskanzlei in Potsdam am Mittwoch mit. Die Beurkundung erfolgte demnach bereits am Montag.

Vereinbart ist demnach auch eine Vertragsklausel, die ein zweites Gutachten zum Wert des Grundstücks vorsieht. Ein internes Gutachten habe einen Kaufpreis von 40,91 Millionen Euro empfohlen. Sollte das zweite Gutachten einen anderen Grundstückswert empfehlen, werde der Kaufpreis angepasst. Der endgültige Besitzübergang mit Eintragung in das Grundbuch erfolgt mit Zahlung des Kaufpreises.

Gelände wird von Blindgänger geräumt

Tesla will in Grünheide (Oder-Spree) eine sogenannte Gigafactory errichten, in der bis zu 500.000 Elektrofahrzeuge pro gebaut werden sollen. Dazu kauft das Unternehmen eine 300 Hektar große Fläche. Das Gelände wird derzeit von Müllablagerungen und Munitionsresten aus dem 2. Weltkrieg beräumt. Die Sprengung der ersten sieben gefundenen Fliegerbomben US-amerikanischer Herkunft erfolgte am vergangenen Sonntag. Es ist nicht ausgeschlossen, dass weitere Blindgänger gefunden werden.

Außerdem werden insgesamt 150 Hektar Kieferwald gerodet. Unter anderem dagegen hatten sich auch Protestgruppen gebildet, die große Belastungen für die Umwelt durch das geplante Werk befürchten. Am vergangenen Samstag fand jedoch die vorerst letzte Demonstration gegen Tesla statt, die Veranstalter beklagten eine rechte Unterwanderung. Am Dienstag wurde bekannt, wo zum Ausgleich der Rodung neue Mischwälder in Brandenburg enstehen sollen.

Sendung: Inforadio, 29.01.2020, 17 Uhr

68 Kommentare

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  1. 68.

    Danke, für die Information !!! Habe mir das gleichmal angeschaut. Also so funktioniert das. Da bin ich ja mal gespannt. Wenn das so nicht klappt, baut Tesla sowieso gar nicht. Vom Kaufvertrag kann Tesla wahrscheinlich zurücktreten, wenn die Rodung nicht geschafft wird und dieses Jahr nicht angefangen wird zu bauen. Ich glaube nicht, das Tesla in Grünheife baut. Aber ist nur meine Meinung. Danke nochmals.

  2. 67.

    Gerne:
    https://www.rbb24.de/wirtschaft/thema/tesla/beitraege/tesla-fabrik-gruenheide-antrag-vorzeitige-rodung.html

  3. 66.

    Wie soll das überhaupt funktionieren mit derTesla-Fabrik ? Der Wald ist doch noch gar nicht gerodet. Und bald ist doch Bäume Fällen verboten. Kann mir da mal jemand schreiben, wie das funktionieren soll. Die von Tesla warten doch nicht bis zum nächsten Winter. Da hätte ich mal gerne ein paar Antworten.

  4. 65.

    Wenn Sie sich informiert hätten, wüssten Sie, dass
    a) Traton schon länger eine Minderheitsbeteiligung hält
    und
    b) sowohl Traton wie auch Navistar an elektrischen Nutzfahrzeugen arbeiten.

    Da können egoistische Umweltverpester gerne draußen bleiben, auch wenn selbst Baerbock und Habeck nicht von der fixen Idee der Dienstwagenfahrerin begeistert sind.

  5. 64.

    Ja ich habe auch einen kleinen Diesel. Den möchte ich gerne weiterfahren. Diese ganze Elektro Mobilität interessiert mich nicht. Ich habe schon die ganzen 150 Meter hohen Windmühlen in der Nähe. Reicht mir mit dem Kram.

  6. 63.

    VW will NAVISTAR übernehmen und wir dürfen bald nicht mehr einen kleinen Verbrenner über Berlins Straßen führen. ???

  7. 62.

    Aber Herr Neumann; Sie "Wissen" einfach zu viel. Ich war neulich mal wieder zum A 10 Center; da mußte der i10 schneller und lauter schnurren. Wir haben auch Verwandte in Bln.-Buch. Was geht Sie das alles an ? Fragen Sie mal Politiker welch Mengen die in die Luft blasen. Für ihre IKEA-Regale war aber der Brandenburger Wald gut genug ? Wenn es nun wieder wärmer wird sind mind. 50% der Verbrenner hier an der Wdf.-Schleuse aus Berlin; essen Eis oder krabbeln in den Kranichsbergen. Im Sommer 19 -vor der Hitze war ich in Bensheim; schöne Gegend und im Norden von Hessen im Kaufunger Wald und dann zur Königsalm. Da blieb der i 10 artig in der TG. Gut so ?

  8. 61.

    In Brandenburg wird es nie mehr eine neue Industrieansiedlung für E-Mobilität geben. Brandenburg ist ein Agrarland und die Mehrzahl denkt wie ein Bauer, Fischer, Jäger und Sammler. Selbst der Umwelt- und Naturschutz denkt doch nur für Bauern. Und die vielen Behörden, werden diese Tesla-fabrik schon zu verhindern wissen. Irgendein seltener Käfer ist doch immer zu finden. Das ist für Tesla alles zu viel, da sind die schnell weg, bei so einem Bauerndenken.

  9. 60.

    Das weiß Tesla natürlich nicht, das E- Mobilität in Brandenburg, selbst durch , Natur-und Umweltschützer , abgelehnt wird. Der hat Berlin vom Flieger aus gesehen, mit tausenden Windkraftanlagen drum herum und hat gedacht : Das sind ja fortschrittliche Menschen hier-hier bau ich meine nächste Fabrik. Der wusste doch niemals, das wir unsere Äcker nur für die Bauern brauchen, damit die den Acker an die Windlobby weiterverpachten können. Wenn der merkt was hier alles so abläuft, ist der mit seiner Fabrik sowieso woanders.

  10. 59.

    Ja das ist auch meine Meinung !!! Ein globales Unternehmen wie Tesla, weiß noch gar nicht, das es sich in Deutschland, im Wir - sind - gegen - alles Land befindet. Wo jede Region seinen Finanzausgleich und Fördergelder bekommt. Dann ist natürlich des Nachbarn Wald wichtiger, als mehrere tausend Arbeitsplätze und eine Zukunft für die Hauptstadtregion. All die Menschen werden sich später nur wundern, wenn die Agrarlobby Ihnen das Land wegnimmt, für Windkraftanlagen, Solaranlagen, Biomassekraftwerke und Monokulturen. Da möchte mal ein einziges Industrieunternehmen freiwillig nach Brandenburg, dann wird in der Hauptstadtregion gleich jede Möglichkeit genutzt, das das Unternehmen schon vor dem ersten Spatenstich, die Schnauze voll hat. Die EU und der Bund sollten mal alle Fördermittel für Brandenburg streichen, dann würden die Brandenburger nach Arbeitsplätzen schreien. Genauso, wie sie jetzt gegen Tesla schreien. Dann würden alle brüllen: Gebt uns Arbeit !!!

  11. 58.

    Ach, im Ländle und in Bayern läuft es doch gut. Bayern muss in den Länderfinanzausgleich einzahlen, weil es gut wirtschaftet.
    Viele in Brandenburg denken wohl, es läuft ohne Wirtschaft, Geld kommt von der Bank, Strom aus der Steckdose. Wozu denn selber mal die Wirtschaft fördern, Arbeitsplätze gibt es in Süddeutschland, sollen die jungen Leute dorthin gehen... Nun hat Brandenburg mit Tesla endlich mal einen, der freiwillig kommt. Den hat Brandenburg ja nicht aktiv angeworben, nee, der hat sich wegen der Nähe zu Berlin und der Metropolregion das ausgeguckt. Ohne zu wissen, wie die Brandenburger ticken. Kann man sich nämlich als globaler Investor nicht vorstellen, dass eine EAutofabrik abgelehnt werden kann. Tesla ist ins Wir-sind-gegen-Alles-Land gekommen. Tesla hat es bloß noch nicht gemerkt.

  12. 57.

    Ja ja erst kamen die ganzen Windkraftanlagen und jetzt auch noch Elektro Autos. Und für meinen 5 Jahre alten VW Diesel bekomme ich keinen Pfennig mehr. Alles wegen diesen E-Autos. Und der Strom in Brandenburg wird immer teurer.

  13. 56.

    Ja was soll der ganze Öko Kram ? Mit den Windanlagen hat alles angefangen und jetzt auch noch Strom Autos. Die Windmühlen stehen überall rum und verschandeln die Umwelt. Was soll das alles mit diesem Öko Zeug??? Dann noch mehr Windmühlen, oder was, dann noch für diese E-Autos? Ich habe mir vor 6 Jahren einen neuen Diesel geholt. Und jetzt wohl nur noch E,Autos ?

  14. 55.

    Ja, ich kann mit dem Elektro Fahrrädern und Autos och nix anfangen, ich fahre meinen Diesel solange wie ick kann. Aber die Windmühlen will ick och nicht noch mehr haben. Die sind och blöd. Die Grünen wollen ja auch keine Elektro Autos. Die sind ja auch gegen Tesla. Ich will dann auch nix mit diesem Öko Zeug zu tuen haben. Ich fahre meinen Diesel solange wie möglich!

  15. 54.

    Tesla soll in Polen bauen, Dieselfahrverbote in Berlin aufheben, Kohle-kraftwerke nicht abschalten. Und das ganze ist in Ordnung. Wir wollen die Kohle behalten und mit alten Dieseln fahren. Aber Bitte Nicht mit E-Autos. Ich will an die Tankstelle fahren und Diesel tanken. Mit E-Mobilität will ich nichts zu tun haben. Ich will Strom aus Kohle und meinen alten Diesel fahren.

  16. 53.

    Alles Leben auf der Erde ist vom Klima abhängig.Wenn der Wolf z.b.zu dicht ans eigene Grundstück kommt,dann sind Wir Menschen daran schuld.Wer Zerstört denn nebenbei Lebensraum?
    Wald Wasser Tiere gehören zur Natur-und Umwelt.Veränderungen sind immer gut,solang die Positiv sind.Aber bitte nicht auf Kosten von Umwelt und Klima.Die Reduzierung des Rohstoffhungers und ein gerechtes System zur nachhaltigen Nutzung der globalen Ressourcen sind nicht in Sicht.Da sind die Neuen Arbeitsplätze die ja immer als Hauptargument bei den Befürworter genommen werden,keine Perspektive bei der Klimagerechtigkeit.

  17. 52.

    Nur mal so nebenbei: Der BER wurde direkt an ein Landschaftsschutzgebiet gebaut. D.h.: die Flugzeuge gehen im Tiefflug über dieses. Interessiert das jemanden? Nein.

  18. 51.

    Da sind doch andere Unternehmen schon abgeschreckt, wenn die das hier mitkriegen, wie das in Deutschland läuft. Immer Hin und Her. Wald Wasser Tiere Klima, nur keine Veränderung ! Und kommt der Wolf dann zu dicht ans eigene Grundstück, schreien die gleichen Leute nach dem Staat und wollen Wolf Biber und Wildgänse abknallen. Dann auch im Namen des Natur-und Umweltschutzes.

  19. 50.

    Hoffentlich nicht, aber dieses Gezerre schreckt andere Unternehmen eher ab. Und Brandenburg benötigt Investoren. Die ganze Kritik an Tesla ist ideologischer Natur, zum Teil auch Angst vor Veränderung.

  20. 49.

    Ist es für Euch tragbar,dass langfristige,extreme ökologische Schäden mit unberechenbaren Folgen für neue Arbeitsplätze und ökonomischer Profit im Kauf genommen werden?Für euch Befürworter zählen hier nur die Arbeitsplätze.Das ist für euch der einzige Positive aspekt.Bevor Elektroautos also langfristig eine ökologisch sinnvolle Rolle im Verkehrsgeschehen spielen können,müssen die bestehenden Mängel so gut wie möglich behoben und die richtigen Voraussetzungen geschaffen werden.Da ist selbst Tesla in Deutschland Meilenweit von entfernt.Also hört bitte damit auf euch alles schön zu reden.Wir "Nörgler" haben wenigstens berechtigte Argumente was gegen Tesla spricht.Und das fängt mit dem Wasserschutzgebiet an.Mal abgesehen von den Rohstoffen und Energieverbrauch/Wasserverbrauch für die Herstellung der SUVs.Deren Technologie nichts mit Umwelt/Klimaschutz zu tun haben.Sorry

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