Tesla-Sitz im kalifornischen Palo Alto (Quelle: imago images/Cao)
Bild: imago stock&people/Cao

Geplantes Werk in Grünheide - Tesla sieht keine Verzögerungsgefahr durch Coronavirus

Der US-Elektroautobauer Tesla hat nach Informationen der "Automobilwoche" [automobilwoche.de] wegen der Corona-Krise sein deutsches Team in die USA zurückbeordert. Rund 30 US-Bürger, die aktuell in Berlin arbeiteten, seien zurzeit auf dem Rückweg, berichtete die Branchenzeitung am Donnerstag. Das sei ein Großteil aller Mitarbeiter.

Die Tesla-Ansiedlung in Grünheide werde durch die Corona-Krise aber nicht beeinträchtigt, hieß es vom US-Autobauer auf rbb-Nachfrage. Die Teams würden ohnehin regelmäßig zwischen internationalen Standorten ausgetauscht, sodass keine Verzögerungen entstünden, hieß es aus Tesla-Kreisen.

Einwendungen sollen wie geplant beraten werden

Auch die Einwendungen gegen die Tesla-Pläne sollen trotz des Coronavirus wie geplant am 18. März öffentlich in Erkner diskutiert werden, betonte am Donnerstag Frauke Zelt, Sprecherin des Landesumweltministeriums, im rbb-Gespräch. Das Umweltministerium habe die Veranstaltung dem Gesundheitsamt im Oder-Spree-Landkreis angezeigt. Dieses habe bisher kein Veto eingelegt.

Welche Tesla-Vertreter bei der Anhörung dabei sein werden, ist derzeit noch offen.

Rückkehrer müssen zwei Wochen in Quarantäne

US-Präsident Donald Trump verhängte zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie ein 30-tägiges Einreiseverbot für die 26 Länder des europäischen Schengenraums. Zu ihm gehören 22 der 27 EU-Staaten sowie Norwegen, Island, die Schweiz und Liechtenstein. Das Einreiseverbot tritt ab Freitag um Mitternacht in Kraft. Vizepräsident Mike Pence stellte am Donnerstag klar, dass alle aus Europa zurückkehrenden US-Bürger für zwei Wochen zu Hause in Quarantäne gehen müssen.

Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) hatte kürzlich gesagt, er rechne "um Ostern herum" mit dem Spatenstich für die Gigafactory. Tesla will die Produktion in Grünheide bereits im Juli 2021 starten und dort jährlich bis zu 500.000 Elektroautos herstellen.

Kommentarfunktion am 12.03.2020, 17.30 Uhr geschlossen. Die Kommentare dienen zum Austausch der Nutzerinnen und Nutzer und der Redaktion über die berichteten Themen. Wir schließen die Kommentarfunktion unter anderem, wenn die Kommentare sich nicht mehr auf das Thema beziehen oder eine Vielzahl der Kommentare die Regeln unserer Kommentarrichtlinien verletzt.

11 Kommentare

  1. 11.

    Hallo Timo, ich finde ihre Überheblichkeit unerträglich! Vielleicht sollten sie über ihre Worte nochmal gründlich nachdenken .

  2. 10.

    Sie machen Elon Musk und Tesla, für etwas verantwortlich, was Diese, gar nicht zu verantworten haben. Was ist denn bitte schön, das für eine Art ??? Tesla hat noch nicht ein einzigstes Elektro Auto in Oder-Spree produziert - Aber Tesla soll für die Umwelt in Brandenburg verantwortlich sein ? Was soll denn so Etwas ? Der Verursacher von trockenen Böden in Brandenburg, ist doch nicht ein Unternehmen, das noch gar nicht in Brandenburg ist ! Wie soll denn so Etwas gehen ? Verursacher der Austrocknung Brandenburgs, sind zum Bsp: Landwirtschaftlische Monokulturen, falsche Baum-Monokulturen, Massentierhaltung verbraucht Unmengen Wasser, unzureichende Be- und Entwässerungssysteme, defekte Schleusen, Baumschulen mit ihren Monokulturen, fehlende Speicherung von überschüssigem Wasser, die Flutung von riesigen Tagebauseen, Bau und Flutung von Vebindungskanälen für Tagebauseen und und und. Tesla ist ein Industrie Unternehmen, das überaus strenge Deutsche und Europäische Vorschriften einhalten muss.

  3. 9.

    Der vom RBB errechnete Stromverbrauch besteht eben sowenig eine Plausibilitätsprüfung wie der ebenfalls aus dem Spitzenwert errechnete Jahreswasserverbrauch.Dann machen Sie sich doch mal über den Maßstab vom Rohstoffabbau schlau.Deren Zahlen findet man auch in den Umweltberichten.
    Bei der Herstellung von Akkus und der Förderung der dafür benötigten Rohstoffe wird CO2 freigesetzt.
    Lithium [Tonnen] ?
    Dieselverbrauch [GWh]: ?
    Wasser [m³] ?
    Transport [CO2] ?

    Man kann es drehen und wenden wie man will.
    Tesla steht mit seinen Produkten wahrlich nicht für die Ökowende


  4. 8.

    Es sollte doch Jeder BITTE mal nachschauen, wieviele Tausende Menschen, Oder-Spree, seit Ende der 1980iger Jahre, verlassen haben. Und das, obwohl Oder-Spree, noch ein sehr hohes Kontingent an Ausländischen Mitbürgern, zugewiesen bekommen hat. Und obwohl Oder-Spree, einer besonderen Förderung, als Grenzregion unterliegt. Oder-Spree, ist der einzigste Landkreis um Berlin, der seit der Wende, Einwohner verloren hat. Und das nicht, weil kein Wald vorhanden ist, sondern weil der angrenzende Teil von Berlin und große Teile von Oder-Spree, nur aus Wald und Wasser bestehen. Aber leider, sind, die Meisten von uns, keine Fischer, Jäger, Bauern, Förster, Fahrrad-Verleiher, oder Ferienhaus-Vermieter.

  5. 7.

    Ihr Befürworter habt auch keine andere Argumente als Arbeitsplätze.Legt die Scheuklappen endlich ab und denkt ganzheitlich! Oder-Spree, hat seit der Wende tausende und tausende Einwohner verloren?Aber die Folgen für die Umwelt und Bevölkerung vor Ort,wo Kinder z.b.arbeiten/Menschen Sterben,Grundwasserspiegel,Flussläufe,
    Wiesen und Feuchtgebiete austrocknen.Transport der Materialien die Luft verschmutzen.Was ist damit?
    Hierfür ist es unerlässlich,den CO2-Ausstoss der Gesamtsysteme zu betrachten und sich bei der Debatte nicht nur auf die Arbeitsplätze zu beschränken.

  6. 6.

    Ja Liebe Inge. Oder für die südliche Walachei ? Oder wie wir Brandenburger, immer sagen : Kuhbier in der Prignitz hat doch auch soviel Platz ! Aber mal im Ernst : Warum ziehen wohl jedes Jahr, Zehntausende Personen, direkt nach Berlin, oder ins Berliner Umland Und nicht nach Kuhbier in die Prignitz und auch nicht in die Lausitz ??? Schon einmal, etwas von Innovationen, Start ups, Junge und dynamische Mitarbeiter gehört ? Und wo diese Mitarbeiter sind, dort möchten auch die Unternehmen hin. Ich und die Meisten Anderen, möchten in keine Lausitz und Tesla, demzufolge auch nicht.

  7. 5.

    Trotzdem, es ist ein Versagen der Politik, dass es bisher nicht gelungen ist den Bürgern zu erklären, woher am Ersten ihre Rentenzahlung kommt. Viele denken doch es ist die Sparkasse die es auszahlt. Mensch, hätten die sich nicht für die südliche Lausitz als Tesla Standort entscheiden können. Die sind sicher dankbarer für neue Arbeitsplätze.

  8. 4.

    Der vom RBB errechnete Stromverbrauch besteht eben sowenig eine Plausibilitätsprüfung wie der ebenfalls aus dem Spitzenwert errechnete Jahreswasserverbrauch. Als Maßstab können di Werke BMW Leipzig und VW Zwickau angesehen werden. Deren Zahlen findet man in den Umweltberichten.
    Jahresproduktion: 250.000 // 290.000
    Fläche [km²]: 2,3 // 1,8
    Stromverbrauch [GWh]: 175 // 184
    Erdgas [GWH]: 189 // 335
    Wasser [m³] 232.000//335.000
    Beide Werke unterhalten BHKW, um sowohl Wärme wie auch Strom zu erzeugen. Aufgeführt ist nur der fremderzeugte Strom. Mehr als die Hälfte die Hälfte des Stadtwasser fällt hinterher bei BMW als Sanitärabwasser an.

  9. 2.

    Tesla soll möglichst schnell anfangen zu bauen, damit die Nörgler endlich mal Ruhe geben. Der Stromverbrauch von Tesla geht voll in Ordnung. Dann könnte man endlich mal auf die Stromautobahnen - Richtung Alte Bundesländer verzichten und den bei uns produzierten Strom, wieder selbst verbrauchen. Tesla ist das Beste, was Sandpampa Brandenburg passieren konnte. Oder-Spree, hat seit der Wende tausende und tausende Einwohner verloren und das wegen fehlender Arbeitsplätze. Aber woher sollen so etwas, diese immer klagenden ,, Naturschützer,, wissen.

  10. 1.

    Ja, wie so ein kleiner Virus der Welt und der Wirtschaft so dermaßen in den Hintern treten kann.
    Die Blase der vermeintlichen Sicherheit, die alle so träge gemacht hat, platzt jetzt.....

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