18.01.2020, Grünheide: Gegner der Ansiedlung des US-amerikanischen Elektroautobauers Tesla halten ein Banner mit der Aufschrift «Tesla oder Trinkwasser». (Quelle: dpa/Stähle)
Video: rbb24 | 24.01.2020 | Nachrichten | Bild: dpa/Stähle

Treffen mit Umweltverbänden - BUND: Tesla will weniger Wasser verbrauchen als geplant

Der Elektroauto-Hersteller Tesla will offenbar in seinem künftigen Werk in Grünheide weniger Wasser verbrauchen als zunächst geplant. Tesla habe die Unterlagen entsprechend überarbeitet, sagte Axel Heinzel-Berndt vom Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) Brandenburg am Freitag dem rbb.

Der BUND hatte sich am Donnerstagabend gemeinsam mit anderen Umweltverbänden mit Vertretern von Tesla getroffen, um über mögliche Umweltbelastungen durch die geplante Fabrik zu diskutieren. Ursprünglich hatte das US-Unternehmen mit einem Wasserverbrauch von 372 Kubikmeter pro Stunde gerechnet. Laut Heinzel-Berndt will es den Wasserverbrauch nun auf 238 Kubikmeter senken, beispielsweise durch Wiederverwertung von Abwasser und durch andere Kühlsysteme.

BUND grundsätzlich für Tesla-Werk

In den vergangenen Tagen hatte es Diskussionen um die Wasserversorgung der Fabrik gegeben. Zuletzt hatten sich der Wasserverband Strausberg Erkner (WSE), die Berliner Wasserbetriebe, das Landesumweltamt und die Wirtschaftsförderung Brandenburg zu einem Gespräch getroffen. Demnach sollen die Wasserversorgung und die Abwasserentsorgung technisch machbar sein. Allerdings seien erhebliche Investitionen nötig. 

Grundsätzlich begrüßt der BUND aber die Ansiedlung des Tesla-Werks in Grünheide, "weil auf jeden Fall Elektroautos klimafreundlicher sind als Autos mit Verbrennungsmotor", so Heinzel-Berndt. Dennoch müssten alle Naturschutzauflagen erfüllt werden, sagte der BUND-Vertreter und nannte als Beispiel die Abholzung eines Waldes auf dem Tesla-Gelände.

Die Abholzung muss vor Beginn der Vegetationsperiode Mitte März abgeschlossen sein. Tesla will als Ersatz die dreifache Fläche wieder aufforsten und habe dafür auch konkrete Areale vorgeschlagen, so Heinzel-Berndt. Welche Flächen das sind, sagte er nicht.

17 Kommentare

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  1. 17.

    Ja die Arbeitsplätze sind willkommen und mit der Natur und der Umwelt, Verkehr, usw. muss man Lösungen finden.

  2. 16.

    Da wären neue Arbeitsplätze vor der Haustür und so dicht an der Autobahn, doch ein guter Gewinn für die Region ! Ich muss im Augenblick auch mit meinem Auto, etwas weiter zur Arbeit fahren. Ich würde sehr gerne bei Tesla in der Produktion arbeiten, moderne und saubere Arbeitsplätze vor der Haustür eben. Und die Probleme Wald, Wasser, Lärmschutz, Anwohnerschutzmaßnahmen, usw., sollten doch schnellstmöglich lösbar sein. Oder-Spree hat seit der Wende soviele Industriearbeitsplätze und damit Einwohner verloren. Gerade auch Fürstenwalde und Eisenhüttenstadt.

  3. 15.

    Wir sind ja hier gerade noch Speckgürtel. Von hier geht es mit der TRAM 88 nach Friedrichshagen. Bus nach Erkner-zum RE-1 und S 3. Früher stets voll besonders früh und abends. Warum ? Viele fahren mit dem Auto; oft genug bis zur Arbeitsstelle. Eine Bekannte fährt so täglich nach Marienfelde. Eine andere nach Berlin-Buch zum Klinikum. Man spart schon Zeit durch die A 10. Viele fahren nur bis Friedrichshagen oder ZOB-Erkner. ( P u R ).

  4. 14.

    Das Fahrrad und auch E-Fahrräder, sind toll für kurze Strecken in Städten. Im Land Brandenburg, sind die Wege leider oftmals länger und ein Auto schon sehr angebracht. Da benötigt Berlin natürlich keine Autofabrik, aber wir im Land Brandenburg, müssen und wollen auch zukünftig mobil sein und bleiben. Wenn jedes Dorf in Brandenburg einen S-Bahn oder Regio Anschluss nach Berlin hat, verzichten wir Brandenburger auch gerne auf unser Auto. Viele schöne Grüße nach Berlin.

  5. 13.

    Bitte protestieren Sie, dass uns in allen neuen Werken 2-Rad-Fahrzeuge angeboten werden. Wir müssen die Autonutzung begrenzen.

  6. 12.

    Nun doch einen Schocker für Sie: Ich bin fest davon überzeugt, dass TESLA eines Tages wirklich weg vom Fenster ist. VW und auch andere haben viel Mist gebaut; da entstehen jetzt aber Motivationen, die VW-Erzeugnisse wieder an die Weltspitze bringen. Erst mal muss man die Akkutechnologie von heute anwenden. Verbesserungen können noch kommen aber mehr Ladungsdichte ? Ich weiss es nicht. ( Tesla wirbt ja schon um deusche Ingenieure, die man sehr schätzt . ) German first; was ist daran falsch wenn ich die Hoffnung habe, dass aus Deutschland endlich mehr Innovationen kommen als bisher ? Eine Forderung an die Politik: Voraussetzungen erarbeiten, dass einst ausgewanderte Ingenieure und Ärzte zurückkehren; keine Fachkräfte mehr das Land verlassen.

  7. 10.

    Wie Coca-Cola, der Hamburger und andere Produkte, die von Amerika aus die Welt überfluten.
    Nun, die Zeiten von Gewerkschaften scheint vorbei. Mitgliederschwund, die Anbiederung an die Industrie und Politik haben deren Ruf nachhaltig geschädigt. Das können Sie schwarz auf weiß sehen. Wenn das Werk fertig ist, und das hoffe ich inständig, werden genau die, die heute Berichte verfassen, sich servil gegenüber TESLA verhalten und um Plätze im Aufsichtsrat buhlen.
    Nebenbei: ehe ich ihrem Werben für den VW iD beeindrucken lasse, kaufe ich mir lieber einen TESLA. Haben Sie denn schon eine Vorbestellung? Letztlich hört sich Ihr dümmliches Geschrei und werben für den im Dieselskandal Hauptschuldiden irgendwie nach Trump an, nur eben mit "Deutschland zuerst".

  8. 9.

    Wie Coka-Cola, der Hamburger und andere Produkte, die von Amerika aus die Welt überfluten.
    Nun, die Zeiten von Gewerkschaften scheint vorbei. Mitgliederschwund, die Anbiederung an die Industrie und Politik haben deren Ruf nachhaltig geschädigt. Das können Sie schwarz auf weiß sehen. Wenn das Werk fertig ist, und das hoffe ich inständig, werden genau die, die heute Berichte verfassen, sich servil gegenüber TESLA verhalten und um Plätze im Aufsichtsrat buhlen.
    Nebenbei: ehe ich ihrem Werben für den VW iD beeindrucken lasse, kaufe ich mir lieber einen TESLA. Haben Sie denn schon eine Vorbestellung? Letztlich hört sich Ihr dümmliches Geschrei und werben für den im Dieselskandal Hauptschuldiden irgendwie nach Trump an, nur eben mit "Deutschland zuerst".

  9. 8.

    Heute sehen TESLA-Gläubige auch mal schwarz auf weiß was die Gewerkschaft dazu sagt. Ohne Not gäbe es diese Hinweise und Erläuterungen nicht. TESLA versteckt sich hinterm dicken Vorhang und erhofft die Realisierung aller Teslapläne und nicht den gehobenen Lebensstandard der dort schuftenden. Diese Massenfliegerei ans Ende der Welt, der Weiterbau von US-Dodge und sonst dergleichen "Zivilpanzer" made in der ganzen Welt ist hier wie die Pest eingedrungen. Wo ist denn das grüne 3-L-Auto ? Ein gesunder Mix an Individualfortbewegungsmitteln mit durchdachten ÖPV wäre sinnvoller. Ich lasse mich gern belehren. Aber fundiert. Wer hat denn schon eine VW-iD-Bestellung in der Hand ?

  10. 7.

    Was soll ihr Kommentar? Haben Rentner nicht auch ein Recht auf ein schönes, ruhiges Leben? Ich wünsche Ihnen mal die Horde von LKWS an ihrer Wohnungstür vorbei, da haben sie wahrscheinlich keine Ahnung davon, was dort abgeht.

  11. 6.

    Lemming - ein Schimpfwort?
    Da haben Sie wohl nicht den Panorama-Bericht gesehen.
    Danke @Klaus für die Link. Jetzt verstehe ich den Begriff "Wutbürger", besonders die blonde ältere Dame. Köstlich. So werden Meinungen gebildet. Jetzt weiß ich endlich, woher einige Foristen, die sich mit ihrem Halbwissen in anderen TESLA-Foren tummeln, her haben.
    Und schämen brauchen Sie sich wahrlich nicht. Karikieren sich die aufgebotenen TESLA-Gegner selbst.

  12. 5.

    Heinzel-Berndt(chen) hat genau wie ermittelt, das Elektroautos umweltfreundlicher sind? Als Fachmann muss man sagen, das alle Antriebsarten ihre Daseinsberechtigung haben. Der Königsweg ist der Energiemix. Ein an sich gutes Projekt wird durch arrogant anmutendes dilettantisches Agieren hinreichend bekannter veralteter Ideologien ein Fall für Mario Barth - Wetten das?

  13. 4.

    Ich fand da nichts gehetzt. Sind sie aus der Gegend? Vermutlich nicht, sonst hätten sie für diese Aussage Verständnis. Und bitte nochmal das Wort "Hetzen" nachschlagen. Davon war dieser Kommentar Meilenweit entfernt! Ansonsten bitte ich alle mal hinzuschauen wer da demonstriert: Den geht's nicht um Trinkwasser, den Naturschützern mal ausgenommen, dem Rest geht's um ihre Ruhe. Die Brauchen nämlich keine Arbeit mehr. Das sind Rentner!Übrigens genau die, die Jammern das nie ein Bus fährt und keiner mehr da Wohnen will. Aber wie gehabt: Lasst sie demonstrieren, ist ihr gutes Recht. Verhindern können sie es ja nicht mehr.

  14. 3.

    Den Wasserverbrauch von 372 Kubikmeter pro Stunde auf 238 Kubikmeter senken ist natürlich was anderes.Ernsthaft?
    Und das stündlich 16.000 Kubikmeter Erdgas für Heizung, Gießereischmelze und Trockenöfen benötigt werden,wird natürlich auch gesenkt?
    Für die Produktion braucht die Fabrik 109 Megawatt Strom,da kann man nichts mehr senken.
    24/7 in drei Schichten.
    Kurz gesagt:Dreckige Rohstoffe für "saubere E- Autos".Das hat mit Klimaschutz nichts zu tun.

  15. 2.

    Jeder hat das Recht sich zu engagieren und politisch zu betätigen. Wenn Sie ihnen dieses Recht absprechen sollten Sie sich was schämen. Man sollte nicht gegen Menschen mit Begriffen wie Lemminge hetzen. Man kann ganz normal diskutieren.

  16. 1.

    Wer gestern den Bericht bei Panorama zu diesem Thema gesehen hat, fragt sich dann doch, wie uninformiert die Menschen sind und wie sie wie instrumentalisierte Lemminge hinter dem selbst ernannten "Heiland" und TESLA-Gegner hinterher rraben.
    Da versteht man, woher der "Rüdersdorfer" seine Informationen hat.
    Ich musste mich doch einmal informieren, ob das nicht billige Satire war.
    https://www.ardmediathek.de/daserste/player/Y3JpZDovL25kci5kZS83OTZhYTY1Mi05YTE2LTQ2YzctYTI1Yy1mNDhhMGU3MTM4MmI/panorama-vom-23-januar-2020

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