Bundeskanzlerin Angela Merkel (3.v.vl, CDU) besucht zusammen mit (l-r) Michael Müller (SPD), Regierender Bürgermeister von Berlin, Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU), Andreas Geisel (SPD), Berliner Innensenator, und Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) am 20.12.2016 den Anschlagsort auf dem Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz in Berlin. (Quelle: dpa/Bernd von Jutrczenka)

Zweifel an Beteiligung des Festgenommenen - Generalbundesanwalt geht von terroristischem Anschlag aus

Der Generalbundesanwalt ist ziemlich sicher: Der Anschlag auf dem Berliner Breitscheidplatz hatte einen terroristischen Hintergrund. Zwölf Menschen wurden dabei getötet. Ein Verdächtiger ist gefasst, doch es gibt Zweifel. Bis Mitternacht müssen die Ermittler über einen Haftbefehl entscheiden.

Was wir bislang wissen (Stand: Dienstag, 20.12.2016, 18:00 Uhr)

- Am Montag gegen 20 Uhr fährt ein Lastwagen auf den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz. Der Fahrer legt eine Strecke von 50 bis 80 Metern zurück, überfährt dabei viele Menschen.

- Zwölf Menschen sterben, darunter auch der polnische Beifahrer, der von der Polizei tot im LKW gefunden wird. Er wurde erschossen. Nach Polizeiangaben werden 45 Menschen verletzt.

- Unter den Toten sind bisher sechs Deutsche identifiziert, sowie der polnische Speditionsfahrer.

- Der Generalbundesanwalt hat die Ermittlungen übernommen. Er geht davon aus, dass der LKW vorsätzlich in den Weihnachtsmarkt auf dem Breitscheidplatz gesteuert worden ist und der Anschlag einen terroristischen Hintergrund hat.

- Ein Verdächtiger flüchtet und wird nahe der Siegessäule festgenommen. Er streitet die Tat ab. Die Ermittler müssen bis Dienstag Mitternacht entscheiden, ob sie Haftbefehl erlassen.

- Nach rbb-Informationen ist der Mann vor einem Jahr über Passau nach Deutschland eingereist. Er soll in Pakistan geboren sein.

 

Die Ermittler gehen davon aus, dass der Anschlag auf den Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz einen terroristischen Hintergrund hatte. Das sagte Generalbundesanwalt Peter Frank am Dienstag. Am Montagabend steuerte ein bisher Unbekannter einen Sattelschlepper mit polnischem Kennzeichen in den Weihnachtsmarkt, dabei kamen zwölf Menschen ums Leben.

Sechs deutsche Tote wurden bisher identifiziert. Ein weiterer Toter befand sich auf dem Beifahrersitz des LKW. Er ist polnischer Staatsbürger und wurde nach den Erkenntnissen der Ermittler erschossen. Den Erkenntnissen zufolge ist er der ursprüngliche Fahrer des LKW, der möglicherweise gestohlen wurde. Seine Leiche wird derzeit obduziert.

Bei dem Anschlag wurden nach Angaben des Generalbundesanwalts zudem 45 Menschen verletzt, 30 davon schwer. Die Berliner Gesundheitsverwaltung berichtet dagegen von 49 Verletzten, von denen 14 Schwerstverletzt sind. 25 Menschen konnten den Angaben zufolge die Krankenhäuser bis zum Dienstagnachmittag wieder verlassen.

Fahndung an der polnischen Grenze intensiviert

Die Zahl der Einsatzkräfte an Bahnhöfen sowie an den beiden Flughäfen Tegel und Schönefeld sei verstärkt worden, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Zudem wurde die Fahndung in einem 30 Kilometer breiten Streifen an der Grenze zu Polen intensiviert. Die Beamten seien teils mit Maschinenpistolen und Schutzwesten ausgerüstet und zeigten diese auch offen.

Der Berliner Innensenator Andreas Geisel kündigte an, im Laufe des Dienstags an den Berliner Weihnachtsmärkten Steinbarrieren zum Schutz gegen ähnliche Anschläge errichten zu lassen.

Karte des Fahrverlaufs des LKW´s. (Quelle: rbb)

Wahrer Täter möglicherweise noch auf freiem Fuß

Noch am Montagabend wurde ein 23-jähriger Verdächtiger mit pakistanischem Pass an der Siegessäule festgenommen. Er streitet die Todesfahrt ab. Polizeipräsident Klaus Kandt sagte am Dienstagnachmittag: "Möglicherweise haben wir noch einen gefährlichen Straftäter im Raum. Es könnte sein, dass die Ermittlungen noch sehr offen sind." Die Waffe, mit der der polnische Fahrer erschossen wurde, blieb nach Angaben der Behörden verschwunden. Im Führerhaus des Lastwagens wurde blutverschmierte Kleidung gefunden. Bei dem später Festgenommenen sei allerdings keine mit Blut befleckte Kleidung gefunden worden.

Generalbundesanwalt Peter Frank erklärte: "Wir müssen uns eventuell mit dem Gedanken vertraut machen, dass [der Verdächtige, Anm.] eventuell nicht der Täter ist oder nicht zur Tätergruppe gehörte." Er kündigte an, die Auswertung von Spuren werde noch im Laufe des Tages zeigen, ob der Festgenommene der Täter sei. Bisher sei unklar, ob es einen oder mehrere Täter oder Unterstützer gebe. Bis Dienstag Mitternacht muss definitiv über einen Haftbefehl entscheiden werden. Denn die Strafprozessordnung schreibt vor, dass ein Festgenommener innerhalb eines Tages einem Richter vorgeführt werden muss. Der Richter muss dann entscheiden, ob er die Festnahme für gerechtfertigt hält. Wenn nicht, ordnet er die Freilassung an.

Die "Welt" hatte auf ihrer Webseite [externer Link] unter Berufung auf hohe Sicherheitskreise berichtet, dass der Mann, der in der Nacht festgenommen wurde, nicht der Fahrer des LKW sein soll. Die Angaben des Verdächtigen seien überprüft und für richtig befunden worden, so die Zeitung.

Verdächtiger soll über Passau nach Berlin gekommen sein

Laut dem rbb-Terrorismusexperten Michael Götschenberg kam der festgenommene Pakistani am 31.12.2015 über Passau nach Deutschland. Götschenberg twitterte, dass der Verdächtige am 1.1.1993 in Pakistan geboren worden sein soll. Nach wie vor ist nicht geklärt, ob es sich bei dem Mann um den Fahrer des LKW handelt.

Wie die Nachrichtenagentur dpa unter Berufung auf Sicherheitskreise berichtet, kam er in einer Gruppe von etwa 15 Flüchtlingen nach Deutschland. Die Personalien des Mannes seien von der Bundespolizei im bayerischen Passau aufgenommen. Am 19. Februar habe er in Berlin einen Asylantrag gestellt. Im Asylverfahren sei der Verdächtige als renitent aufgefallen, er sei zu Anhörungen nicht erschienen und habe erklärt, er verstehe die deutsche Sprache nicht.

Merkel legt weiße Rosen nieder

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) verurteilte den Anschlag als "grausame und letztlich unbegreifliche Tat". "Ich weiß, dass es für uns alle besonders schwer zu ertragen wäre, wenn sich bestätigen würde, dass ein Mensch diese Tat begangen hat, der in Deutschland um Schutz und Asyl gebeten hat", sagte sie am Dienstag in Berlin. Am Nachmittag legte sie weiße Rosen am Tatort nieder und trug sich in das Kondolenzbuch in der Gedächtniskirche ein.

Merkel kündigte ein hartes Vorgehen des Rechtsstaats an. Die Tat werde aufgeklärt werden, "in jedem Detail, und sie wird bestraft werden, so hart es unsere Gesetze verlangen".  

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hatte am Dienstagmorgen in Berlin bereits gesagt, dass er bei dem LKW-Vorfall eindeutig von einem Anschlag ausgehe.

Große Weihnachtsmärkte in Berlin bleiben zu

Die Weihnachtsmärkte in Berlin sollten am Dienstag geschlossen bleiben. Darum hatten der Regierende Bürgermeister Michael Müller und Innensenator Andreas Geisel (beide SPD) gebeten. Rechtlich könne das nicht vorgeschrieben werden, aber er wünsche sich diese Konsequenz aus Gründen der Pietät, ergänzte Geisel. Die Berliner Weihnachtsmärkte am Alexanderplatz und am Potsdamer Platz blieben am Dienstag definitiv geschlossen, sagte Veranstalter Arnold Bergmann rbb|24.

Um 18 Uhr wird ein Gedenkgottesdienst für die Opfer in der Gedächtnis-Kirche abgehalten, das rbb Fernsehen überträgt live. Zur selben Zeit soll das Brandenburger Tor in den deutschen Nationalfarben angestrahlt werden.

Unglückstelle weiträumig abgesperrt

Der Lkw ist am Dienstagmorgen zur Spurensicherung abgeholt werden. Die Unglücksstelle  in der Nähe der Gedächtniskirche war weiträumig abgesperrt. Die Polizei bat auf dem Kurznachrichtendienst Twitter, aus Pietätsgründen keine Fotos davon zu verbreiten.

Der dunkle Lastwagen mit polnischem Kennzeichen fuhr laut Polizei gegen 20 Uhr auf einer Strecke von 50 bis 80 Metern über den Markt und zerstörte dabei mehrere Buden.

Liveblog

Ein Zeuge folgte dem Verdächtigen durch den Tiergarten

Die Polizei konnte den Verdächtigen nach einem Bericht der Tagesszeitung "Die Welt" durch einen couragierten Zeugen dingfest machen. Zwar hatten demnach mehrere Personen die Beamten telefonisch über die Flucht des mutmaßlichen Lkw-Fahrers informiert, ein Zeuge hat ihn jedoch offenbar mit Sicherheitsabstand verfolgt. Polizeisprecher Winfried Wenzel berichtete dem Blatt, der Zeuge sei ihm durch den dunklen Tiergarten gefolgt und habe permanent die Notrufzentrale am Telefon gehabt. Somit konnte er den Beamten fortlaufend die Position des Flüchtenden durchgeben, wie es weiter heißt.

Nach etwa zwei Kilometern habe ein Streifenwagen den Lkw-Fahrer an der Siegessäule stoppen können. "Mit Hilfe dieses Zeugen war es uns möglich, den Verdächtigen zu fassen", wird Polizeisprecher Wenzel zitiert. Die Berliner Polizei wisse zwar, wer der mutige Zeuge ist, gehe aber davon aus, dass er anonym bleiben wolle.

Lkw möglicherweise in Polen gestohlen

Der Lkw selbst soll nach bisherigem Stand einer polnischen Transportfirma aus Stettin gehören. Der Eigentümer des Lastwagens sagte dem polnischen Sender TVN 24, der Fahrer sei sein Cousin. Seit 16 Uhr habe es keinen Kontakt mehr gegeben. Die Polizei äußerte den Verdacht, dass der LKW bereits in Polen auf einer Baustelle gestohlen wurde.

Nach Angaben des Spediteurs hatte der Lkw jedoch Stahlkonstruktionen aus Italien nach Berlin transportiert. Wegen einer Verzögerung habe der Fahrer bis zum Dienstag warten müssen und den Lastwagen in Berlin geparkt. 

SEK-Einsatz in Verbindung zu Breitscheidplatz

Am frühen Dienstagmorgen haben Spezialeinsatzkräfte (SEK) Hangars auf dem früheren Flughafen in Berlin Tempelhof durchsucht. Dort befindet sich Berlins größte Flüchtlingsunterkunft und dort soll der Verdächtige gewohnt haben. Sascha Langenbach, Sprecher des Landesamtes für Flüchtlingsangelegenheiten, sagte, vier junge Männer Ende 20 aus dem Hangar 6 seien befragt worden. Nach Angaben der Ermittler wurde ein Handy beschlagnahmt, dessen Informationen nun ausgewertet würden.

Bilder aus Berlin nach dem Anschlag

Kommentar

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20 Kommentare

  1. 20.

    Dank für die Informationen des RBB zum Breitscheidplatz. Meine Frage und Vorschlag besteht darin, Wenn der polnische Beifahrer deshalb getötet wurde, weil er die Zahl der Getöteten so gut es eben ging, minimieren wollte und dafür sein Leben geopfert hat, indem er sein Fahrzeug aus der Fefahrenzone steuerte, st er wie ein Held zu behandeln. An seinem Grab sollte unbedingt ein offizieller deutscher Vertreter stehen, wenn das die
    Prüfung der Vorgänge im Führerhaus ergibt. Das erwartet die Witwe und der 17jährige Sohn dieses mutigen Vaters.
    Bei aller Freude über die schnelle Dingfestmachung des Terroristen sollten wir die menschliche Seite gegenüber den Hinterbliebenen auch in Polen nicht vergessen. Die Teilnahme Offizieller an dem Gottesdienst ist keinesfalls hinreichend, wenn das ehrlich gemeint sein soll.

  2. 19.

    That's very valuable information. You have this from Polish media / tv? Were these information forwarded to the German / Berlin authorities?

  3. 18.

    es wird doch immer wieder gesagt, dass der Lkw gestohlen war etc. - sich hier über so etwas aufzuregen höchst fragwürdig.

  4. 17.

    Liebe Martyna, genau das habe ich mich auch schon den ganzen Tag gefragt. Ich kann es mir nur mit Dummheit der Reporter erklären... Der Fahrer war offenbar das erste Opfer dieses feigen Verbrechens.

    Mein aufrichtiges Mitgefühl seiner Familie, den Verletzten und den Familien aller Ermordeten.

  5. 15.

    The lorry came from Turin/Italy to deliver iron bars to Berlin central area, one driver (kein Baifahrer!). It arrived there Monday noon, but was told to wait till next morning for unloading. It was parked there. No contact with the polish driver after 3pm Monday. Shortly afterwards lorry engine was started and stopped several times as someone was learning how to
    operate it. At 19:34 the lorry started moving to its fatal destination. All that was known by 9pm to Polish TV viewers,
    as Ariel Zurawski, the owner of the transport firm, was sane and able to collect available info. Only German Police and politicians were still moving in the darkness (accident or not, truck stolen in Poland-unnamed Berlin Police).
    After Koeln last year and yesterday Berlin I wish German public to be protected in a more competent way. I like your country.

  6. 14.

    Was mit als gebuertiger Polin, die seit 7 Jahren in Berlin lebt, bei dieser Berichterstattung wehtut, ist dass man staendig ueber "polnischen LKW", "polnischen" Fahrer spricht. Soll das von anderen Fakten ablenken? Wenn ja, warum tut man das auf Kosten des Opfers und dessen Familie, die trauern muss?

    Mein aufrichtiges Beileid an alle, die Ihren Angehoerigen verloren haben.

  7. 13.

    Ich habe erst überlegt, ob ich ein Schild mache und es am Breitscheidtplatz aufstelle. Aber ich habe lieber direkt an die Bundesregierung geschrieben, und dachte, kann nicht schaden, auch an die Presse zu schreiben. Christus lehrt uns, die andere Wange hinzuhalten. Schön und gut, aber was muss noch passieren? Die Wange hinhalten bis zum Tod? Letztes Jahr Silvester in Köln, Mord in Freiburg, jetzt Berlin, halten wir weiter auch die andere Wange hin, gehen weiter auf den Weihnachtsmarkt und packen Geschenke ein? Meine Meinung dazu ist: Wer als Asylsuchender hier eine Straftat begeht, und sei es eine noch so geringe, tritt die Rechtsordung Deutschlands mit Füßen. Jemand, der die Rechtsordnung des Landes, das ihn aufgenommen hat, nicht respektiert, sollte sein eignenes Recht auf Asyl verwirkt haben. Abschiebung für straffällig gewordene Asylsuchende, und zwar mit sofortiger Wirkung.

  8. 12.

    Ich denke mal, es wird sich anhand von Fingerabdrücken, Kleidungsfasern etc. im LKW sehr schnell zeigen, ob der Verdächtigte das war oder nicht. Im dunklen Tiergarten jemanden mit Sicherheitsabstand zu verfolgen, ist allerdings nicht so einfach.

  9. 11.

    Stillos: Brandenburgs Innenminister ist zwar nicht zuständig, gibt aber Details bekannt .

  10. 9.

    Und der Berliner Senat rot,rot, Grüne hatte beschlossen, das Berlin überhaupt keine Asyl suchende mehr abschieben wird, weder kriminell noch abgelehnte , dies sollte der Herr Bürgermeister nun doch schleunigst überdenken, in Pakistan ist kein Krieg und Polizei bekannt war der Täter auch, reicht dies noch nicht um ab zu schieben ????warum war der Täter nach über 1 jahr immer noch hier in Berlin, was läuft da schief in unserem Land, es ist leider zu befürchten das alles nach einigen Wochen so weiter läuft wie bisher, was muß noch passieren das die Damen & Herren endlich mal aus Ihren Dauerschlaf erwachen, aber wahrscheinlich werden nur die Weihnachts Märkte in Winter Märkte umgetauft und das ist genau der falsche Weg,ich kann jetzt kein fröhliches Fest mehr feiern, ich denke an die vielen Angehörigen die jetzt an Weihnachten ohne Ihre Liebsten sein werden, den Verletzten möglichst eine schnelle Genesung- das ist Weihnachten 2016

  11. 8.

    Werte Redaktion, dies ist KEIN Kommentar, NUR ein Berichtigungshinweis.

    Sie haben unter:
    'Lkw rast in Weihnachtsmarkt'
    folgenden (fehlerhaften) Bildtext geschrieben:
    [Ein Lastwagen ist am Montagabend (20.12.2016)]
    Richtig müsste es lauten:
    [Ein Lastwagen ist am Montagabend (19.12.2016)]

    Vielleicht haben Sie es sonst noch wo stehen.

    Mitfühlend mit dem Geschehnis.

    Lieben Gruß

    Olaf Walter (56), Tuttlingen

  12. 7.

    Frau Merkel wird sich wieder verstecken und warten bis Gras über die Sache gewachsen ist. Vielen Dank auch im Namen der Angehörigen. Wir schaffen das!

  13. 5.

    Es wird immer schwerer werden die Emotionen noch zu versachlichen...die unangenehme Frage an Frau Merkel nach dem Anschlag wird die nach ihrer Flüchtlingspolitik werden, auch wenn zunächst die Trauer vorherrscht. Ich persönlich finde unsere Hilflosigkeit erbärmlich-entwaffnend. Wie Lemminge warten wir ab....dem Schicksal ergeben...

  14. 4.

    Unsere Kanzlerin hat es nicht so mit direkter Anteilnahme, ich hoffe sie wird es nicht noch lernen müssen. Danke an den mutigen Zeugen der dem Verdächtigen nachgegangen ist, ist ja in unserer Gesellschaft leider nicht mehr selbstverständlich. Danke auch an alle Helfer vor Ort für ihren Einsatz. Danke auch an den größten Teil der Presse, die versucht objektiv über diese schlimme Tat zu berichten und nicht sofort die Terror-Keule herausgeholt hat, bevor die offiziellen Stellen es bestätigt haben.
    Meine Anteilnahme den Familien der Opfer.

  15. 3.

    Der LKW hatte GPS und einen digitalen Fahrtenschreiber. Daher wird es für die Ermittlungsbehörden überhaupt kein Problem darstellen, die letzten Tage (bis zu 28) nachzuverfolgen. Erste Infos dazu liegen ja schon vor, so z.B. die Aussage der Spedition zu angeblichen "Startversuchen" des Motors am Nachmittag. In solch einer Software wird alles aufgezeichnet: Fahrtroute, Zeit, Geschwindigkeit und alle weiteren Parameter des LKW sowie Daten des Fahrtenschreibers. Daraus ergibt auf Knopfdruck ein Routenprofil. Dann wird sich zeigen, von wo der LKW tatsächlich kam.

  16. 2.

    Wo ist eigentlich die Kanzlerin? Habe sie bisher vermisst. Kondolenzworte über den Pressesprecher sind hier wohl fehl am Platz. Regierungschefs anderer Länder sind innerhalb von Stunden nach einer solch schlecklichen Begebenheit vor Ort.

  17. 1.

    Der LKW wurde vom eine Baustelle in Polen gestohlen (Quelle, bitte!) oder in Berlin zum Aus- und Beladung geparkt?

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(Quelle: dpa/Burgi)

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