Gunnar Lindemann (Quelle: dpa/AfD Berlin)

Gunnar Lindemann aus Marzahn-Hellersdorf 1 - AfD-Abgeordneter findet kein Büro

Mit 30,6 Prozent wurde Gunnar Lindemann vor der AfD im Wahlkreis Marzahn-Hellersdorf 1 direkt ins Abgeordnetenhaus gewählt. Doch bislang hat der künftige Abgeordnete in seinem Bezirk noch niemanden gefunden, der ihm ein Büro vermieten will.

Gunnar Lindemann, zukünftiger AfD-Abgeordneter aus dem Berliner Bezirk Marzahn-Hellersdorf, findet kein Büro. Anderthalb Wochen vor der ersten Sitzung des neu gewählten Abgeordnetenhauses fehlt ihm damit noch eine offizielle Basis in seinem Bezirk. Auf der Facebook-Seite von Lindemann ist zu lesen: "Leider haben wir feststellen müssen, dass viele Vermieter nicht an demokratisch gewählte AfD-Abgeordnete vermieten möchten". Zuerst hatte der "Tagesspiegel" darüber berichtet.

Lieblingsimmobilie in der Havemannstrasse

Weiter heißt es bei Lindemann, dass er mehrere Immobilien angefragt, aber keine Antwort bekommen habe. Die Anforderungen an sein Büro lauten seinem Post zufolge: "etwa 30-60 qm groß. Nicht ebenerdig und kein Ladenlokal".  

Lindemann berichtet davon, dass er gern in das Vitahaus an der Marzahner Havemannstrasse einziehen würde. Seine E-Mails würden jedoch nicht beantwortet und am Telefon werde er vertröstet, obwohl das halbe Gebäude leer stehe.

Hausverwaltung spricht von Umbauarbeiten

Die Hausverwaltung sagte dem "Tagesspiegel", dass sie dem AfD-Abgeordneten bereits vor drei Wochen per E-Mail mitgeteilt hätten, dass es Umbauarbeiten in dem Haus gebe und deshalb keine Räumlichkeiten zur Verfügung stünden.

Als Reaktion auf den Zeitungsbericht postete Lindemann am Dienstag, dass er eine solche Mail nie bekommen habe.

Lindemann hatte bei der Abgeordnetenhauswahl am 18. September eines der fünf Direktmandate für die AfD errungen. In seinem Wahlkreis Marzahn-Hellersdorf 1 setzte er sich mit 30,6 Prozent der Stimmen durch.

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Quelle: rbb

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