Quick Check-in, Schalter mit Self-service der Lufthansa
Bild: imageBROKER/Martin Moxter

Mehr als 100 Self-Service-Schalter - Am BER sollen Fluggäste künftig selber einchecken

Am Flughafen BER wird inzwischen so lange gebaut, dass sich das Luftfahrtgeschäft inzwischen komplett geändert hat: Beim Einchecken zum Beispiel geht der Trend zur Selbstbedienung. Nun werden bereits gebaute BER-Schalter ersetzt - durch Automaten.

Im Terminal des künftigen Hauptstadtflughafens BER sollen bisher ungenutzte Check-In-Schalter umgerüstet werden. Damit mehr Passagiere selbst einchecken können, will die Flughafengesellschaft mindestens 105 sogenannte Self-Service-Kioske kaufen. Dort können sich Passagiere selbst ihre Bordkarten ziehen. Außerdem sollen mindestens 50 Automaten gekauft werden, an denen Fluggäste ihr Gepäck selbst aufgeben können. Das geht aus einer europaweiten Ausschreibung hervor.

Bis zu 306 Self-Service-Kioske

"Die Geräte sind für Terminal 1 und 2 gedacht", sagte eine Flughafensprecher. Im Terminal 1 stehen seit der geplatzten Eröffnung vor acht Jahren 118 Check-In-Schalter ungenutzt herum. "Sie müssen aber nicht ausgebaut werden, die neuen Module werden aufgebaut", versicherte der Sprecher. Die Technik sei "retrofit". Die Schalter ließen sich dann sowohl mit als auch ohne Personal betreiben.

Terminal 2 befindet sich noch im Bau. Es soll möglichst zur geplanten Eröffnung des Flughafens im Oktober 2020 fertig sein.

Die Ausschreibung lässt Spielraum für noch mehr Automaten. Demnach könnte es am BER bis zu 306 Self-Service-Kioske und bis zu 95 Geräte für Gepäck geben.

Am BER wurde noch auf altes Check-In-Konzept gesetzt

Damit würden der Flughafen den Check-in im großen Stil in die Hände der Passagiere legen. An den bestehenden Berliner Flughäfen gibt es bislang 35 Self-Service-Kioske und 17 Gepäckautomaten, die von Easyjet genutzt werden. Außerdem haben die Lufthansa und Air France/KLM Automaten in Tegel.

Die Ausschreibung zeigt, dass der BER in die Jahre gekommen ist, bevor er überhaupt eröffnen konnte. Konzipiert im vorigen Jahrzehnt dominieren edle, holzvertäfelte Schalter die Haupthalle. Auch damit die Warteschlangen davor nicht zu lang werden, gibt es die neuen Möglichkeiten für Passagiere, sich und ihr Gepäck selbst einzuchecken.

Verwaiste Abfertigungsschalter im Hauptterminal (Terminal 1) des künftigen Hauptstadtflughafens BER
Bild: picture alliance/Jürgen Schwenkenbecher

Denn die Passagierzahlen in Berlin haben sich seit BER-Baubeginn 2006 nahezu verdoppelt. Erst kürzlich warnte der frühere Betriebsleiter Elmar Kleinert vor Staus im Terminal, das er für zu eng hält. Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup hält solchen Bedenken entgegen, dass an den von Billigfliegern dominierten Berliner Flughäfen nur noch ein Drittel der Passagiere Gepäck aufgebe. Die übrigen kämen nur mit Handgepäck.

Sendung: Inforadio | 27.10.2019 | 8.00 Uhr

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18 Kommentare

  1. 18.

    Vielleicht kann man auch selber fliegen?

  2. 17.

    Das Reisen komplett verbieten??? So realistisch wie das deutsche Vorbild, dem die restliche Welt folgt.

  3. 16.

    Das Reisen wird nie aufhören, weil die die Reisen wollen das auch tun. Das ist ganz einfach zu verstehen oder?

  4. 15.

    Und schon erscheint der erste verbissene Zurück-ins-Mittelalter-Mensch. Fliegen verbieten, Auto fahren verbieten, Essen verbieten, Atmen verbieten.

    Solchen verbissenen Menschen sollte man als erstes ihren PC wegnehmen. Ist einfach zu umweltschädlich.

  5. 14.

    Je abschreckender das Einchecken, desto besser für die Umwelt. Aber eigentlich muß dieser Reisewahnsinn natürlich komplett gestoppt werden, wenn wir eine Klimahölle wie in Californien hier noch verhindern wollen.

  6. 13.

    Was ist denn jetzt los? Nicht ein Einziger, der hier das Fliegen verteufelt? Klimaschutz und so? Wenn das die Greta mitkriegt!

  7. 12.

    wäre es nicht sinnvoller,den willy brandt flughafen,in eine wohnanlage umzubauen?dadurch könnte man die mietsitution entschärfen,und gleichzeitig eine neue wohn und lebensart ausprobieren-und da es dort einen bahnhof gib,könnte man auch auf das auto verzichten-und gleichzeit,wäre man von der innenstadt nicht abgeschnitten-auch würde der willy brandt flughafen,mehr touristen anziehen-und somit würden auch die mietpreise wieder anziehen,da die wohnungen für die touristen,den berlinern fehlen würde-

  8. 11.

    ja, dat Köfferchen muss ja irgendwo hin. Eigentlich eher ein Ding für die Damen dieser Welt, die Herren haben irgendwo ne Zahnbürste im Aktenkoffer und mehr brauchen die für 3 Tage München eh nicht ;-)

    (Damen für die gleiche Reisezeit: ganzer Koffer, Kulturbeutel in Aktenkoffergröße, Wäsche aller Art, div. Schuhe, Buch aus Papier, eigener Fön, etc etc etc...sorry, wir BRAUCHEN das *_° )

  9. 10.

    Gute Sache , aber erst mal muss ja der BER fertig und eröffnet sein und das glaube ich erst wenn ich im Flieger sitze und der hebt vom BER ab.

  10. 9.

    Normalerweise check doch mittlerweile jeder online ein (home/smart/etc...)
    Da sind diese Automaten nur noch Ergänzung für's Gepäck und für ganz schwere Fälle gibts dann noch den Schalter.

  11. 8.

    ... und somit weniger Service der 5 Star Airline. Die Verantwortung liegt dann beim Kunden, Arbeitsplätze fallen weg... Zeigt den Kurs des Unternehmens....

  12. 6.

    Finde ich gut! Dann haben die in der Regel sehr unfreundliche Flughafenpersonell eine Möglichkeit weniger, Fluggäste anzumotzen...

  13. 5.

    Das allerwichtigste aber ist, das man möglichst viele Arbeitsplätze einspart. Automaten können maximal kaputt gehen. Die zahlen auch keine Beiträge und Steuern etc. Wahrscheinlich werden die Geräte auch noch außerhalb Deutschlands hergestellt. Sehr gut, ich hatte schon Angst, auf diese Einsparmöglichkeit kommt gar keiner mehr.

  14. 4.

    Vielleicht liegt es daran, dass die Verantwortlichen ENDLICH gemerkt haben, wie dämlich sie die Checkin-Schalter angeordnet hatten. Die standen sich nämlich gegenüber, so dass Eincheckende nach z.B. Hamburg engen Kuschelkontakt mit dem Hintern des nach Lanzarote Eincheckenden haben konnten. Bei spätestens 10 Fluggästen auf jeder Seite wäre es lustig geworden.

    Wenn die Fluggäste nun "selber" einchecken, warum ist das dann nicht Selber-Bedienung? Und wer jemand ankommt, dass selbst (was richtig wäre) auch noch eine andere Bedeutung haben kann: Da kommt es immer noch auf die Satzstellung an.
    Viele Grüße von jemandem, dem diese Straßensprache in Schriftform einfach auf den Keks geht.

  15. 3.

    Wie IKEA, Bauhaus oder REAL, dauert dann noch länger, da nicht jeder vertraut ist. Aber ansonsten der Weg in die richtige Richtung. Ich freue mich dann auf günstigere Flüge, da ja Personal eingespart wird.

  16. 2.

    Damals, als ich beruflich noch viel reisen musste... bevor wir auf mein Betreiben hin auf Telkos/Videokonferenzen geschwenkt sind, ja damals... also um die Jahrtausendwende (!) gab es diese Dinger schon in MUC, oder anderen Flughäfen in D, und die Dinger liefen tadellos, tadelloser als manche Blondine oder Brünette am Check in :-) die in Stoßzeiten echt gestresst waren/sind. Die Dinger haben keinen Stress, nie. Warum aber der BER, der ja vor einigen Jahren bezugsfertig sein sollte, jetzt erst solche Teile bekommt, wo sie schon vor dem ersten Termin sonstewo usus waren, ist mir unklar. Hoffentlich haben die WCs Wasserspülung.... (Handyempfang und WLan habe ich gedanklich schon verworfen, der BER liegt in Brandenburg, da wird ab Stahnsdorf getrommelt...).

    Viele dieser Nachrichten machen mich einfach fassungslos und ich bin froh, nicht mehr auf Flugreisen angewiesen zu sein!

  17. 1.

    Finde ich eine sehr schöne Sache, macht vieles beim einchecken einfacher. Ich hoffe sehr, das es mit der geplanten Eröffnung klappt.

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