Fußabdruck
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CO2-Fußabdruck minimieren - So schützen Sie im Alltag das Klima

Man hört sie immer wieder: Tipps, um den eigenen CO2-Fußabdruck zu minimieren. Weniger Fleisch essen, kein Autofahren, nicht mehr Fliegen. Was aber, wenn das nicht so einfach möglich ist? Wir zeigen Ihnen, was schon kleine Veränderungen bewirken können.

Zuhause...

Der durchschnittliche CO2 Fußabdruck eines Deutschen beträgt 11,61 Tonnen CO2 pro Jahr. Laut einer Studie schmilzt dadurch umgerechnet eine Fläche von knapp 35 Quadratmetern antarktischen Eises. Wollen Sie daran etwas ändern, dann fangen Sie am besten gleich mal in den eigenen vier Wänden an:

1. Drosseln Sie die Temperatur im Haus um ein Grad (das spart im Schnitt 300 kg CO2 pro Jahr).

2. Steigen Sie auf einen Ökostromtarif um (das spart im Schnitt 1930 kg CO2 pro Jahr).

3. Verlegen Sie den Kühlschrank an einen kühlen Ort (das spart im Schnitt 150 kg CO2 pro Jahr).

4. Essen Sie Margarine statt Butter (das spart im Schnitt 140 kg CO2 pro Jahr).

Bei der Arbeit...

Gerade unser Job zwingt uns oft dazu, ordentlich CO2 zu produzieren. Seien es weite Arbeitswege, Termine in anderen Städten oder Reisen. Wollen Sie am Arbeitsplatz CO2 einsparen, dann sollten Sie Folgendes in Betracht ziehen:

5. Ersetzen Sie eine Geschäftsreise durch eine Telefon- oder Videokonferenz (so könnte Deutschland im Schnitt 121 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr sparen).

6. Arbeiten Sie einen Tag pro Woche von Zuhause aus (das spart den durchschnittlichen Arbeitnehmer in Deutschland rund 383 kg CO2 pro Jahr).

Im Auto...

Der individuelle Fahrverkehr in Deutschland ist jedes Jahr für durchschnittlich 85 bis 90 Millionen Tonnen ausgestoßenes CO2 verantwortlich. Wer stattdessen mit dem Bus fährt, spart rund 90% seiner CO2 Emissionen ein. Wenn das Auto aber mal unverzichtbar ist, dann sollten Sie auf Folgendes achten:

7. Schalten Sie früh und fahren Sie vorausschauend (das spart im Schnitt 330 kg CO2 pro Jahr).

8. Kontrollieren und optimieren Sie den Reifendruck (das spart im Schnitt 140 kg CO2 pro Jahr).

Auf Reisen...

Der Luftverkehr bleibt der Klimakiller Nummer eins. Er ist aktuell für den Ausstoß von rund drei Prozent der weltweiten Treibhausgase verantwortlich. Da die schädlichen Gase aber in knapp 10.000 Metern Höhe abgelassen werden, ist ihre Wirkung deutlich schädlicher als die von bodennahen Treibhausgasen. Deshalb vermuten Wissenschaftler, dass ihr Anteil am Treibhauseffekt eher fünf Prozent beträgt. Sind Sie auf eine Flugreise angewiesen, dann:

 9. Zahlen Sie online für eine CO2-Kompensation. Die verschiedenen Plattformen errechnen, wieviel COSie durch Ihren Flug verursacht haben. Anhand des jeweiligen CO2-Ausstoßes wird Ihnen dann eine Geldsumme vorgeschlagen, mit der verschiedene Klimaschutzprojekte unterstützt werden. So fliegen Sie also, zumindest in der Theorie, CO2-neutral.

Wenn ein bisschen Geld übrig ist..

Klimafreundliche Haushaltsgeräte sind effizient, aber auch teuer. Für den Anfang und den Geldbeutel sind folgende Anschaffungen sinnvoll: 

10. Installieren Sie einen Sparduschkopf (das spart im Schnitt 50% Wasser und zwischen 390 und 520 kg CO2 pro Jahr).

11. Kaufen Sie einen Wasserkocher, anstatt das Wasser auf dem Herd zu erhitzen (so spart man jährlich bei einem Liter gekochtem Wasser am Tag rund 90 kg COpro Jahr).

Was bedeuten die Zahlen?

1. Setzen Sie die aufgezählten Tipps um, so reduziert sich Ihr jährlicher COFußabdruck um 3,85 Tonnen.

2. Laut einer aktuellen Studie des Max Planck Instituts verursacht eine Tonne ausgestoßenes CO2, im Durchschnitt das Abschmelzen einer drei Quadratmeter großen Fläche arktischen Eises. Das bedeutet: Allein mit dem Umsetzen der oben genannten Tipps, kann jeder Mensch rund 11,56 Quadratmeter Eis pro Jahr vor dem Schmelzen bewahren.

 

Quellen

Kommentar

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30 Kommentare

  1. 29.

    Mir wuerde ja schon reichen, wenn mir endlich jemand bitte sagen könnte, wo diesen Freitag in Potsdam bzw. Berlin fuer due Schueler Demo stattfindet. Vielleicht wissen Sie es?

  2. 28.

    Wollen Sie den Satz, dass "weltweit" demonstriert wird, jetzt von der Logik her umdrehen, dass dies so lange nicht stimme, wie - ich überspitze das jetzt bewusst mal - nicht auch in Nowosibirsk, in Timbuktu und Adelaine internationale Reporter zuwege sind?

  3. 27.

    Die Aussage hat angesichts der Bevölkerung des Planeten Erde und der Größe der Eisfläche schon etwas Humoristisches. Kann jeder mal rechnen.

  4. 26.

    Weniger Joggen und Radeln, reduziert stinkendes Atem-CO2!

  5. 25.

    Ist sie eben nicht. In den Medien wurde mehrfachverichtet, dass Kids for Future eine welt weite Aktion ist. Nur wird eben in NY nicht demonstriert. Auch in Prag und Warschau wird nicht demonstriert. Frage: warun ist das so?

  6. 24.

    Dann ist für Ihre Anfrage in Ihrem vorletzten Kommentar der RBB aber gänzlich der falsche Ansprechpartner. Ich empehle für Ihre Anfrage nach Demotreffpunkten sich vor Ort zu erkundigen.

  7. 21.

    Frage an die RBB Redaktion: War letzten Freitag und vorige Woche gar keine Kids for Future Demo oder habt Ihr es auf Grund anderer Ereignisse nicht geschafft darüber zu berichten? Ist kommenden Freitag Kids for Future Demo und wo sind die Treffpunkte. Meine Kinder würden gern teilnehmen. Danke!

  8. 20.

    Frechheit.... Mein Job macht mir Spaß. Die Behörde ist toll, die Kollegen auch, die Projekte vielseitig und vielschichtig. Warum soll ich da weg? Nur damit ich dann aus Klimaschutzgründen zuhause arbeiten soll? Wenn es Ihnen Spaß macht und es bei Ihrer Arbeit geht, bitte. Unsere Tätigkeit bedingt auch Teamarbeit und Kommunikation persönlicher Art. Da ist Homeoffice weltfremd.

  9. 19.

    " ... und Margarine essen, die mag ich nämlich überhaupt nicht."

    Ich übrigens auch nicht, was ich hier im Beitrag Nr. 2 schon zum besten gab. Ich werde mir also weder die Lust am Essen noch die Butter vom Brot nehmen lassen. Doch das hat auch niemand wirklich vor.

    Kann es sein, dass Sie das "Bild", es wolle Ihnen jemand etwas verbieten, pardon, nur in sich selber tragen? Selber sehe ich das "nur" als Tipps an, wobei selbstverständlich ich entscheide, was und wann ich davon was umsetze. Mein ein- oder zweimaliges Eisbein pro Jahr - vorzugsweise im Winter - wird ebenso Bestand haben wie ungefähr einmal im Monat ein Bad zu nehmen, ansonsten tut´s das Duschen auch. Und das nicht etwa aus Sparsamkeit.

    Spielerisch mit Informationen umzugehen, anstatt sie nur bärbeißig umzusetzen oder bärbeißig abzulehnen, würde der Angelegenheit Flügel verleihen.

  10. 18.

    Toll, daß ich bei einem so überirdischen Arbeitgeber tätig sein darf, da geht sowas schon lange. Sie sollten sich lieber einen anderen Job suchen, wenn moderne Arbeitsbedingungen bei Ihrer jetzigen Dienstbehörde weltfremd sind.

  11. 16.

    Kostengünstigere Tipps:
    - Foodsharing.de / TooGoodToGo App --> weggeworfenes Essen ist für 22 Mio. Tonnen CO2 verantwortlich. Hierbei holt man bei verschiedenen Geschäften aussortiertes Essen ab, das noch gut ist. Brötchen beispielsweise werden nur einen Tag verkauft und abends bekommt man dann tagfrische Brötchen kostenlos!
    - Umsonstläden --> hier werden Kleidung, Bücher, Möbel, Elektrogeräte hingebracht und man kann sich einfach welche mitnehmen - tauschen statt neu kaufen ist meist viel umweltfreundlicher.
    Allein in Berlin gibt es 7 Umsonstläden, in Brandenburg 6. Wenn man nicht gerade in Berlin, Potsdam, Cottbus oder Prignitz wohnt, ist das dann natürlich keine Alternative, aber auch in anderen Kleinstädten gibt es schließlich Kleinanzeigen, so dass man vieles nicht neu kaufen muss.

  12. 15.

    Sie bringen es auf den Punkt! Immer mehr Unternehmen (und Behörden) bieten flexible Arbeitszeitmodelle und Home-Office an. Das ist arbeitnehmerfreundlich und zeitgemäß. Außerdem sind Videokonferenzen ein sehr guter Ersatz für Meetings mit verschiedenen Standorten und sparen den Unternehmen schon allein eine Menge Flug- und Hotelkosten. Wer das alles als Öko-Spinnerei bezeichnet, hat es entweder nicht verstanden oder will absichtlich provozieren.

  13. 14.

    Man seid Ihr alle verbittert. Das sind nur Vorschläge. Jeder kann dieses umsetzten muss es aber nicht.
    Meine Dienstbehörde erlaubt mit, dass ich an 3 Tagen in der Woche von zu Hause arbeiten darf. Ich fahre nur an den Sprechtagen ins Büro.

    Das hat für mich einige Vorteile. Ich muss zum Beispiel nicht jeden Tag die grimmigen Gesichter der Menschen in der Bahn sehen, deren Dienstbehörde keine Heimarbeit erlaubt.


    Vielen Dank an den RBB, dass Ihr uns hier immer wichtige und interessante Infos zur Verfügung stellt. Dafür zahle ich gerne meinen monatlichen Beitrag.

    Beste Grüße aus einer netten Dienstbehörde

  14. 13.

    Strom kommt aus der Steckdose, Wasser aus dem Wasserhahn, Milch aus dem Tetrapak und Wurst aus der Kühltruhe. Ich brauche keine Infos über die Herkunft der Dinge die ich konsumiere. So ungefahr, Danny?

  15. 12.

    Tipp Nummer drei finde ich sehr klug für Menschen mit kleiner Wohnung. Ich habe nur eine kleine Küche, und keinen anderen Ort wo ich einen Kühlschrank aufstellen kann. Überhaupt sind viele dieser Tipps adressiert für Menschen mit Geld. Erinnere mich an Berater, die an meiner Tür klingelten und mir zeigen wollten wie ich klimafreundlich lebe. Die quatschten was von Heizung drosseln. Ich heize aber mit Kachelöfen in meiner Mietwohnung. Ich war auch ehrlich daran interessiert zu lernen, wie ich klimafreundlicher da heizen kann, ein bisschen Auswahl bei Brennmaterial etc. hat man schon. Aber auf so was ist heute kein "Tippgeber" eingestellt, obwohl es einfach Teil der Realität ist.

  16. 11.

    Gleich Morgen werde ich meinem Chef die Vorschläge 5 und 6 präsentieren, oder lieber doch nicht? Würde meinen Job gern behalten und nicht wegen Öko Spinnern gefeuert werden. Der Kühlschrank A++++ steht übrigens da, wo der einzige Platz dafür ist und einen Wasserkocher habe ich auch schon. Nur Öko Strom brauche ich nicht extra, bei mir kommt der Strom aus der Steckdose. Viel Spaß beim Weiterträumen und Margarine essen, die mag ich nämlich überhaupt nicht.

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