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Audio: rbb 88,8 | 23.02.2023 | Natascha Gutschmidt | Quelle: Morris Pudwell

Alt-Hohenschönhausen

Zustellerin hortet 10.000 fremde Briefe, Zeitschriften und Kataloge in ihrer Wohnung

Da staunte sogar die Polizei: Eine 62-jährige Frau unterschlug Tausende Briefsendungen in ihrer Wohnung, statt diese zuzustellen. Auf die Schliche kamen die Beamten der Frau, als ihr Arbeitgeber Verdacht schöpfte.

Eine Frau hat in ihrer Wohnung in Berlin-Lichtenberg rund 10.000 fremde Postbriefsendungen gehortet. Ihr Arbeitgeber, ein Berliner Zustellungsdienst, hat gegen die 62-Jährige inzwischen Strafanzeige wegen Verletzung des Brief- und Fernmeldegeheimnisses gestellt. Das teilte die Polizei am Mittwoch rbb|24 mit.

Mehrere Beamte transportierten am Dienstagabend Tausende Briefe, Zeitschriften und Kataloge in Kisten aus einer Wohnung im Ortsteil Alt-Hohenschönhausen ab. Die 62-Jährige war während des Polizeieinsatzes anwesend und leistete keinen Widerstand.

Zustellungen werden nachgeholt

Gefunden wurden auch Sendungen, die anscheinend bereits im Oktober 2021 hätten zugestellt werden sollen.

Die Briefsendungen wurden in Kleintransporter verladen und auf das Gelände des Dienstleisters gebracht. Sie sollen nun in den nächsten Tagen zugestellt werden. Warum die Frau ihrer Arbeit nicht nachkam, ist noch unklar.

Polizisten holen Briefsendungen aus der Wohnung | Quelle: Morris Pudwell

Offenbar stellte die Frau die Sendungen seit längerer Zeit nicht zu, weshalb ihr Arbeitgeber misstrauisch wurde. Der Polizei zufolge führten interne Ermittlungen des Postdienstleisters zu dem Fund an der Adresse. Möglicherweise verschickte der Dienstleister absichtlich Briefe mit einem Ortungssender. Die Polizisten trugen während des Einsatzes Schutzanzüge und Handschuhe, die die Feuerwehr zur Verfügung stellte.

Sendung: Radio Fritz, 22. Februar 2023, 15 Uhr

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