Eine Wählerin wirft ihren Stimmzettel in einem Wahllokal in Berlin-Weißensee in die Wahlurne zur Abgeordnetenhauswahl in Berlin (Quelle: imago/Seeliger)
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Statistik zur Berlin-Wahl - Generation Ü70 wollte weiter Rot und Schwarz

Die Statistik zur Abgeordnetenhauswahl zeigt, dass die Generation Ü70 sich deutlich stärker an der Berlin-Wahl beteiligt hat als jüngere Wahlberechtigte. Und die Senioren wählten zudem überdurchschnittlich oft SPD und CDU.  

Wäre es nach der Generation Ü70 gegangen, würde Berlin wieder Rot-Schwarz regiert. Die älteren Wahlberechtigten beteiligten sich deutlich stärker an der Abgeordnetenhauswahl im September als jüngere - und wählten überdurchschnittlich oft SPD und CDU. Das sind Ergebnisse der repräsentativen Wahlstatistik, die das Amt für Statistik am Dienstag fast zwei Monate nach der Wahl veröffentlicht hat.

Hätten nur die Generation Ü70 gewählt, hätte die SPD demnach rund sechs, die CDU fast acht Prozentpunkte besser abgeschnitten als bei der Gesamtwählerschaft - und beide hätten nicht die schlechtesten Ergebnis in der Nachkriegsgeschichte eingefahren.

Wer wen gewählt hat

Die Grünen erzielten ihr bestes Ergebnis dagegen bei den 25- bis 34-Jährigen. Die FDP punktete genau in dieser Zielgruppe am wenigsten. Die Linke ist gespalten: im Osten eine Partei für ältere Wähler, im Westen eher für junge Berufstätige.

Die AfD erzielte ihre besten Ergebnisse bei 45- bis 59-Jährigen. Während SPD, CDU und Grüne häufiger von Frauen gewählt wurden, kamen die Rechtspopulisten vor allem bei Männern gut an.

Aussagen der repräsentativen Wahlstatistik

Die repräsentative Wahlstatistik gibt Aufschluss über die Wahlbeteiligung und die Stimmabgabe unterschiedlicher Wählergruppen. Ausgewertet wurden zufällig ausgewählte Stimmabgaben aus 106 der 1779 Berliner Wahllokale und 26 der 653 Briefwahlbezirke.

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