Die Staatsministerin für Kultur und Medien, Monika Grütters (CDU), lächelt in die kamera, rechts neben ihr Frank Henkel (Quelle: dpa/Bernd von Jutrczenka)
Bild: dpa/Bernd von Jutrczenka

Monika Grütters offiziell nominiert - CDU will am 2. Dezember über Henkel-Nachfolge abstimmen

Die Berliner CDU macht Nägel mit Köpfen: Der bisherige Parteichef Frank Henkel soll bereits Anfang Dezember abgelöst werden. Am Freitag wurde dazu ein kleiner Parteitag angesetzt. Als Nachfolgerin - jetzt auch offiziell - nominiert ist die bisherige Vizechefin Monika Grütters.

Die Berliner CDU will am 2. Dezember über die Nachfolge des bisherigen Landesvorsitzenden Frank Henkel entscheiden. Das beschloss die CDU-Spitze am Freitagabend, wie der CDU-Generalsekretär Wegner mitteilte. Bei dem Kleinen Parteitag im Dezember soll die Vize-Parteichefin und Kulturstaatsministerin Monika Grütters zur Übergangs-Vorsitzenden gewählt werden. Das Präsidium der Berliner CDU nominierte sie in Abwesenheit am Freitag einstimmig für den Parteivorsitz.

Grütters, die sich auf Dienstreise befindet, ließ mitteilen, die Nominierung sei eine "Ehre und große Herausforderung". Ziel müsse es für die CDU sein, "als kritische Oppositionspartei konstruktive und kompetente Vorschläge für die Stadt zu entwickeln".

"Monika Grütters ist eine ganz herausragende Persönlichkeit", sagte CDU-Generalsekretär Wegner am Freitagabend dem rbb. "Sie steht für Weltoffenheit, für Liberalität, aber auch für Bürgertum. Und sie kann Menschen begeistern." Wegner kommentierte aber auch: "Von daher wird das eine ganz andere Aufstellung mit ihr - aber auch eine ganz andere Auseinandersetzung, eine ganz andere Diskussionskultur in der Partei."

Beschuss aus allen Ecken

Henkel hatte nach dem für seine Partei enttäuschenden Ergebnis der Wahlen zum Abgeordnetenhaus angekündigt, sein Amt niederzulegen. Erwartet worden war zunächst, dass diese auf den regulären CDU-Vorstandswahlen im kommenden Frühjahr passiert. Am Donnerstag hatte Henkel dann aber einen rascheren Amtswechsel vorgeschlagen.

Der noch amtierende Innensenator sprach sich am Donnerstag zudem öffentlich für Grütters als seine Nachfolgerin aus: Er unterstütze ihre Kandidatur, sagte Henkel. Bereits einen Tag nach der Wahl hatten die Führungsgremien der Berliner CDU für sie als künftige Parteivorsitzende plädiert.

Warum Henkel noch früher als zuerst geplant aufhören will, ist offen. Einen Ausschlag könnte gegeben haben, dass Bild-Zeitung und B.Z. zu Wochenbeginn aus einer CDU-Veranstaltung Zitate von Henkel veröffentlicht hatten. Darin beklagte er sich vor Unionsmitgliedern über mangelnde Partei-Unterstützung im Wahlkampf. Wenige Tage nach der Wahl hatte zudem die CDU-Politikerin Jenna Behrends Sexismus-Vorwürfe gegen Henkel erhoben.

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