Schüler einer Grundschule warten auf ihr Mittagessen. (Quelle: dpa/Roland Weihrauch)
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Modellprojekt an Kitas, Schulen und Kantinen - Rot-Rot-Grün will mehr Bio-Essen

Das Essen in Kitas, Schulen und Kantinen soll gesünder werden. Dazu will die künftige Koalition in Berlin ein Modellprojekt starten, bei dem vegetarische und vegane Kost gleichberechtigt auf dem Speiseplan stehen. Auch die Hygiene in Gaststätten kommt auf den Prüfstand.

Berlins angehende rot-rot-grüne Regierung will mehr Bio-Essen in öffentlichen Einrichtungen. Der Anteil an ökologischer Kost in Kitas, Schulen oder Kantinen solle bis 2022 deutlich erhöht werden, heißt es im Entwurf für den Koalitionsvertrag zum Verbraucherschutz, aus dem die Nachrichtenagentur dpa zitiert. Erreicht werden soll das mit Hilfe eines Modellversuchs.

Auch Veganer sollen auf ihre Kosten kommen

"Nach dem Vorbild Kopenhagens wird in einem Modellprojekt mit Großküchen und Caterern gezeigt, wie der Anteil an Bio-Produkten, saisonalen und Frischzutaten durch Weiterbildung und Beratung weitgehend kostenneutral erhöht und wie Lebensmittelverschwendung und -verluste vermindert werden können", heißt es. "Um Wahlfreiheit zu gewährleisten, sollen in Kantinen vegane, vegetarische und fleischhaltige Mahlzeiten gleichwertig angeboten werden."

Comeback der Smileys

Einen neuen Anlauf will Rot-Rot-Grün bei der Kennzeichnung von Gaststätten mit Smileys im Hinblick auf deren Qualität bei der Hygiene. Die geplante Koalition will sich nach dpa-Informationen für eine bundesweite Regelung einsetzen. Sollte diese bis Ende 2018 nicht zustande kommen, soll ein Landesgesetz her. Vor einigen Jahren hatten mehrere Bezirke solche Smileys bereits vergeben, unter anderem wegen rechtlicher Probleme verschwanden sie aber wieder.

Die drei Parteien wollen in Berlin die bundesweit erste rot-rot-grüne Koalition unter SPD-Führung bilden und arbeiten dabei einen umfangreichen Katalog strittiger Fragen ab. Am Montag gehen die Verhandlungen in die entscheidende Phase, bis Mittwoch soll der Vertrag stehen.

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