rbb24
  1. rbb|24
  2. Panorama
Quelle: dpa/Annette Riedl

Schlangen, Echsen, Schildkröten

In der Energiekrise füllen sich die Tierheime mit exotischen Tieren

Viele Halter exotischer Tiere können oder wollen sich ihre Exoten offenbar nicht mehr leisten. Der deutsche Tierschutzbund meldet, in den vergangenen Wochen hätten sich viele Menschen bei Tierheimen gemeldet, um ihre exotischen Tiere - zum Beispiel Schlangen, Echsen oder große Schildkröten, loszuwerden.

Das Tierheim Berlin habe bereits erste Anfragen ablehnen müssen, teilte eine Sprecherin der Deutschen Presse Agentur mit. Das Exotenhaus sei bereits zu 90 Prozent ausgelastet, nur in Terrarien seien noch Notfallplätze frei. Bereits im Herbst habe es beim Tierheim "aufgrund der Energiekrise" Anfragen gegeben.

Die Tiere brauchen Temperaturen von 25 bis 30 Grad

Das Tierheim leide jedoch selbst unter den gestiegenen Energiekosten, so die Sprecherin. Der Gasabschlag habe sich im November verdreifacht. Die Reptilien brauchen allerdings ein warmes Gehege mit Temperaturen zwischen 25 und 28 Grad, einige Schlangen sind sogar auf 30 Grad angewiesen.

Insgesamt gibt es 206 Reptilien im Berliner Tierheim. Rund 160 Schildkröten seien darunter, außerdem Schlangen, Echsen und Geckos. Die Vermittlung der Tiere sei nicht einfach, so die Sprecherin.

Auch deutschlandweit sei die Situation ähnlich angespannt, hieß es vom Tierschutzbund. "Die Rückmeldung aus vielen Tierheimen ist einhellig, dass sich in den vergangenen Wochen immer mehr Halter gemeldet haben", sagt eine Sprecherin des Tierschutzbundes.

 

Sendung: Fritz, 07.12.2022, 18:00 Uhr

Artikel im mobilen Angebot lesen