RÜI Köpenick Hermanns (Quelle: rbb/Sebastian Schneider)
rbb/Sebastian Schneider

Serie | Reden wir über Integration - "Jeder von uns würde wahnsinnig"

Als das Flüchtlingsheim "Allende II" Ende 2014 in Berlin-Köpenick eröffnete, gab es Proteste von Anwohnern und Neonazis. Inzwischen sind die neuen Nachbarn ein ganz normaler Teil des Viertels. Der Heimleiter Peter Hermanns erzählt, was dafür nötig war - und wie er jeden Tag das Zusammenleben von knapp 400 Geflüchteten organisiert.

"Büfett der Nationen" beim Hoffest im Schwedter Flüchtlingsheim (Quelle: Stadt Schwedt/Oder)
Stadt Schwedt/Oder

Serie | Reden wir über Integration - "Die Geflüchteten gehören zum Stadtbild"

Durch den Zuzug hunderter Flüchtlinge konnte das Schrumpfen der Stadt Schwedt in der Uckermark im vergangenen Jahr erstmals gestoppt werden. Bürgermeister Jürgen Polzehl (SPD) ist allein deswegen sehr daran gelegen, möglichst viele der Geflüchteten dauerhaft in Schwedt zu halten. Der schwerste Brocken sei dabei die Arbeit, erzählt er im Interview.

Das undatierte Handout zeigt Thomas Kliche, Politikpsychologe an der Hochschule Magdeburg-Stendal (Sachsen-Anhalt) (Quelle: dpa)
Thomas Kliche/Alexej Woronzow

Serie | Reden wir über Integration - "Es geht nicht darum, ruhig zu bleiben"

Die Flüchtlingsdebatte zieht durch alle Talkshows, über alle Titelseiten und dringt sogar bis in den intimen Kreis der Familienfeier vor. Das kommt daher, dass uns die Globalisierung auf die Füße fällt, sagt der Politologe und Psychologe Thomas Kliche im Interview. Die Debatte sollte man aber eher mit kühlem Kopf führen.

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  • Amin Ballouz ist Landarzt in der Uckermark. (Quelle: rbb/Björn Haase-Wendt)

    Serie | Reden wir über Integration 

    "Wir sitzen alle in einem Boot"

    Seine Geschichte könnte kaum aktueller sein: Als 17-Jähriger flieht Amin Ballouz vor dem Bürgerkrieg im Libanon in die DDR. Nach weiteren Stationen in Nordrhein-Westfalen, England und Schottland zieht es den heute 57-Jährigen zurück nach Deutschland - in die Uckermark. Dort arbeitet er als Landarzt und engagiert sich für die Flüchtlinge in Schwedt. Er sagt: Die Integration braucht vor allem Zeit.

  • Asylbewerber und eine Ehrenamtliche bei der Aktion "Deutsch lernen durch Kochen!" (Quelle: Mathis Oberhof)
    rbb

    Serie | Reden wir über Integration 

    "Nicht nur die Flüchtlinge müssen sich verändern"

    Wandlitz vor drei Jahren: 50 Flüchtlinge sollen in eine Unterkunft ziehen. Viele Wandlitzer sträuben sich dagegen. Der Autor und Flüchtlingshelfer Mathis Oberhof berichtet im Interview, warum viele von ihnen anschließend ihre Meinung änderten - und wie ein Syrer reagierte, der an einem See regelmäßig eine Frau nackt in der Sonne baden sah.

  • Zwei geflüchtete Kinder stehen am 29.12.2015 am Bahnhof in Berlin-Schönefeld (Quelle: imago/Jens Jeske)
    (Quelle: imago/Jens Jeske)

    Serie | Reden wir über Integration 

    "Ehrenamtlichkeit kann man nicht zum Nulltarif haben"

    Mehrere tausend minderjährige Flüchtlinge sind 2015 nach Berlin gekommen - allein, ohne Eltern, ohne Verwandte. Sie brauchen hier Erwachsene, die sich um ihr Asylverfahren kümmern. Das Problem: Es gibt nicht genügend Menschen für diesen Job. Claudia Schippel versucht mit ihrem Netzwerk Akinda, welche zu finden. Eine vielschichtige Angelegenheit, erzählt sie im Interview.

  • Kazim Erdogan (Quelle: rbb / Sabrina Wendling)

    Serie | Reden wir über Integration 

    "Warum können wir diesen Mob nicht bloßstellen?"

    Nach den Übergriffen in Köln stellt sich die Frage, ob sexuelle Gewalt etwas mit der Herkunft zu tun hat. Der Integrationsexperte Kazim Erdogan erklärt im Interview, welche Folgen falsch verstandene Religion für das Frauenbild haben kann - und er fragt sich, warum es jetzt keine Demos von Männern gibt, um zu zeigen, dass nicht alle Muslime so ticken.

  • Ein Plattenbau in Schwedt (Quelle: rbb/Sebastian Schneider)
    (Quelle: rbb/Sebastian Schneider)

    Serie | Reden wir über Integration 

    "Wir haben doch Platz, wir haben Luft!"

    Schwedt in der Uckermark hat seit der Wende fast 40 Prozent seiner Bewohner verloren. In diesem Jahr aber sind Flüchtlinge gekommen - Bürgermeister Jürgen Polzehl hat den Abriss weiterer Blocks gestoppt. Im Interview sagt er, wie die Menschen verteilt werden, damit die Integration funktioniert - und weshalb die schwerste Aufgabe erst bevorsteht.

  • Serie: Redien wir über Integration - Eine Familie posiert vor einem Weihanchtsbaum (Quelle: imago/Westend61)
    imago stock&people

    Serie | Reden wir über Integration 

    "Und deswegen kommt es zu diesem Knall"

    Es ist Heiligabend, der Braten thront auf dem Tisch - und dann fangen Onkel, Tante oder Opa plötzlich an, gegen Flüchtlinge zu wettern. Was kann man Vorurteilen entgegnen? Der Psychologieprofessor Peter Walschburger erklärt im Interview, warum Besserwisserei nichts bringt, weshalb Gespräche in der Familie schnell eskalieren - und volle Bäuche hilfreich sind.

  • Teilnehmer des Flüchtlingshilfsprojektes Arrivo in Berlin-Kreuzberg bereiten sich in einem der Kurse in der Köpenicker Straße auf ein Praktikum vor (Quelle: Arrivo Berlin).

    Serie | Reden wir über Integration 

    "Sie sagen natürlich: Ich hätte gerne einen syrischen Flüchtling"

    Die Initiative Arrivo Berlin bereitet Geflüchtete auf die deutsche Arbeitswelt vor und vermittelt ihnen Praktika und Ausbildungsplätze. Im Interview erzählt der Projektleiter Anton Schünemann mit welchen Schwierigkeiten Betriebe zu kämpfen haben, die gerne Flüchtlinge einstellen würden - und von wem sich Deutschland etwas abschauen kann.

  • Integrationssenatorin Dilek Kolat (SPD, l) übergibt ein Deutschzertifikat an den Syrischen Flüchtling Mohammad Kadi an der Otto Suhr Volkshochschule am 07.10.2015 in Berlin im Bezirk Neukölln (Quelle: dpa).
    dpa

    Serie | Reden wir über Integration 

    "Der Satz 'Wo bitte Bahnhof?' funktioniert und ist höflich"

    Ohne gute Deutschkenntnisse kommen Geflüchtete nie an, sagt Michael Weiß, der Leiter der Volkshochschule Berlin-Mitte. Aber gibt es genug Kurse? Und was brauchen Lehrer und Schüler am Dringendsten? Im Interview erzählt Weiß, wie der Unterricht für Geflüchtete aussieht, was er in diesem Jahr gelernt hat - und warum er für mehr Gelassenheit plädiert.

  • Freiwillige helfen Flüchtlingen (Quelle: imago/ZUMA Press)
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    Serie | Reden wir über Integration  

    "Den Schock aussprechen"

    Eine vergewaltigte Frau schläft in einer Halle zusammen mit hunderten Menschen, im Bett neben ihr liegt ein Fremder: Geflüchtete leben in Berlin teils am Rande der Belastungsgrenze. Über die psychischen Verletzungen sprechen hilft, sagt der Psychiater Andreas Heinz. Im Interview erzählt er von Kriegstraumata, Alltagssorgen und flüssiger Kultur.

  • Magommed und seine Mutter sind aus Tschetschenien geflohen. Der Junge geht jetzt auf die Puschkin-Grundschule in Boitzenburg. (Quelle: Puschkin-Grundschule)

    Serie | Reden wir über Integration 

    "Ich weiß nicht, ob sie bleiben dürfen"

    Vor einem Jahr hat Heike Koopmann überraschend Nachwuchs bekommen: 20 geflüchtete Kinder aus Krisengebieten lernen jetzt an der Puschkin-Grundschule in Boitzenburg. Im Interview spricht die Schulleiterin Koopmann über fehlende Dolmetscher, überforderte Ämter und hautnahen Religionsunterricht.  

  • Flüchtlinge kommen am Bahnhof des Flughafen Berlin-Schönefeld an (Quelle: imago/Christian Thiel)
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    Serie | Reden wir über Integration 

    "Es geht schief, wenn die Menschen nicht den Alltag teilen"

    Die Politik hat derzeit noch Probleme damit, überhaupt Unterkünfte für Flüchtlinge zu finden. Wie die Ankömmlinge eingegliedert werden, steht noch in den Sternen. Integrationsforscher Wolfgang Kaschuba spricht im Interview über notwendige Begegnungen mit den Einheimischen, Neonazi-Nester - und ein deutsches Wintermärchen.