Kollage: Diese Berliner und Brandenburger ziehen ins EU-Parlament. V.l.n.r. - Ehler (CDU), Sonneborn (Die Partei), Bischoff (SPD), Keller (Grüne), Schirdewan (Linke), Bentele (CDU), Fest (AfD), Boeselager (Volt). (Quelle: dpa, Boeselager)
dpa, Boeselager
Bild: Video: rbb|24 | 29.05.2019

Europawahl 2019 - Diese Berliner und Brandenburger ziehen ins EU-Parlament ein

139 Berliner und Brandenburger hatten sich fürs EU-Parlament beworben - sieben von acht gelang der Wiedereinzug. Dazu kommen acht neue Abgeordnete, die Hälfte stellen die Grünen. Auch die Kleinpartei Volt schickt einen Berliner nach Straßburg.

Bei der Wahl am Sonntag haben 15 Kandidaten aus Berlin und Brandenburg den Sprung ins Europaparlament geschafft und damit genauso viele wie vor fünf Jahren. Darunter sind gleich sechs Politiker der Grünen mit Wohnsitz Berlin - wobei die europäische Spitzenkandidatin Ska Keller aus dem brandenburgischen Guben stammt. Hinzu kommen drei Politiker der Linken um Spitzenkandidat Martin Schirdewan, die alle schon im Europaparlament sitze, sowie je eine Abgeordnete von SPD und CDU und je ein Abgeordneter der AfD, der Satirepartei Die Partei sowie der neuen paneuropäischen Partei Volt.

Abgeordnete aus Berlin und Brandenburg im Europaparlament

Grüne schicken sechs Berliner nach Straßburg

Für die Grünen zieht neben Spitzenkandidatin Keller auch Urgestein Reinhard Bütikofer wieder ins Europaparlament ein. Neu sind Hannah Neumann, Anna Cavazzini, Erik Marquardt und Sergey Lagodinsky. Für die CDU, die als einzige Partei Landeslisten aufstellte, ziehen die Spitzenkandidaten Christian Ehler (Brandenburg) und Hildegard Bentele (Berlin) ein. Ehler ist mit 15 Jahren Zugehörigkeit der dienstälteste Europa-Parlamentarier, Bentele war bislang Mitglied des Abgeordnetenhauses.

Die Berliner SPD entsendet die Gewerkschafterin Gabriele Bischoff nach Straßburg, während die Brandenburger Kandidatin Maja Wallstein wegen des historisch schlechten Ergebnisses der Sozialdemokraten deutlich scheiterte. Für die Linken werden ihr Bundes-Spitzenkandidat Martin Schirdewan sowie Helmut Scholz (Königs-Wusterhausen/Zeuthen) und Martina Michels vertreten sein - alle drei sind bereits Europaabgeordnete.

Semsrott gesellt sich zu Sonneborn - Neulinge Fest und Boeselager

Neu für die AfD im Europaparlament ist der Publizist und ehemalige stellvertretende Chefredakteur der "Bild am Sonntag", Nicolaus Fest. Für die Satirepartei Die Partei schaffte Martin Sonneborn, ehemaliger Chefredakteur der "Titanic", den Wiedereinzug. Zu ihm gesellt sich der Poetry Slammer und "heute show"-Comedian Nico Semsrott. Die erst 2017 gegründete pan- und pro-europäische Partei Volt, die in mehreren Ländern antrat, schaffte auf Anhieb den Einzug mit ihrem Berliner Spitzenkandidaten Damian von Boeselager.

Relativ knapp scheiterten unter anderem Malte Fiedler auf Listenplatz 8 der Linken und Thorsten Weiß auf Platz 14 der AfD. Der Spitzenkandidat der rechtsextremen NPD, Udo Voigt, schaffte nicht den Wiedereinzug. Die in mehreren Ländern antretende internationale Bewegung Demokratie in Europa DiEM25 mit dem Yanis Varoufakis scheiterte ebenso. Der ehemalige griechische Finanzminister Yanis Varoufakis hatte über den Wohnort Berlin nach Straßburg geschielt. Auch die Sozialistische Gleichheitspartei SGP (Christoph Vandreier), die Grauen (Michael Schulz) und die Partei für Gesundheitsforschung (Felix Werth) hatten in Berlin lebende Spitzenkandidaten gestellt, den Einzug ins Europaparlament aber nicht geschafft.

Auf dem fast einen Meter langen Stimmzettel bei der Europawahl tummelten sich 80 Kandidatinnen und Kandidaten aus der Region: 65 Berlinerinnen und Berliner sowie 15 Brandenburgerinnen und Brandenburger. Insgesamt kamen 139 der insgesamt 1.293 deutschen Bewerber aus der Region, die sich für einen der 96 deutschen Plätze im Europaparlament bewarben.

Sendung: Brandenburg aktuell, 27.05.2019, 19:30 Uhr

Kommentar

Bitte füllen Sie die Felder aus, um einen Kommentar zu verfassen.

Kommentar verfassen
*Pflichtfelder

Mit Nutzung der Kommentarfunktion stimmen Sie unserer Netiquette sowie unserer Datenschutzerklärung (Link am Ende der Seite) zu. Die Redaktion behält sich vor, einzelne Kommentare nicht zu veröffentlichen.

Das könnte Sie auch interessieren