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Audio: Inforadio | 17.04.2021 | Thorsten Gabriel | Quelle: dpa/Geisler

Fünfte Spitzenkandidatur in Folge

Monika Grütters führt Berliner CDU in den Bundestagswahlkampf

Kulturstaatsministerin Monika Grütters führt die Berliner CDU in den Bundestagswahlkampf. Die 59-jährige wurde am Samstag auf Platz eins der Landesliste für die Wahl im September gewählt. Überraschend trat bei der Abstimmung ein Gegenkandidat auf.

Kulturstaatsministerin Monika Grütters ist die Spitzenkandidatin der Berliner CDU für die Bundestagswahl am 26. September.

Grütters wurde am Samstag mit deutlicher Mehrheit von den Delegierten eines digitalen Landesparteitags auf den ersten Platz der Kandidatenliste gewählt. Sie erhielt 158 Stimmen (69 Prozent).

Überraschender Gegenkandidat

Der Gegenkandidat Kevin Kratzsch kam auf 67 Stimmen (29 Prozent). Er war überraschend gegen Grütters angetreten. Er kämpft im Wahlkreis Friedrichshain-Kreuzberg/Prenzlauer Berg Ost um ein Mandat und ist Vizevorsitzender des Deutschen Schaustellerverbands. Noch bis vor kurzem war er in Hannover für die CDU engagiert.

Für die weiteren vorderen Listenplätze sind Jan-Marco Luczak, Ottilie Klein, Thomas Heilmann und Klaus-Dieter Gröhler vorgeschlagen.

Fünfte Spitzenkandidatur für die Berliner CDU

Grütters ist damit zum fünften Mal in Folge Spitzenkandidatin ihrer Partei für die Bundestagswahl. Sie sitzt seit 2005 im Bundestag. Seit 2013 ist sie Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien. Sie will bei der Wahl auch als Direktkandidatin in Berlin-Reinickendorf antreten.

In ihrer Bewerbungsrede betonte Grütters ihre Leidenschaft für die Hauptstadtpolitik. Sie wolle weiter bundespolitische Akzente für Berlin setzen, vor allem im Bereich Kultur. Berlin erhalte seit Jahren vom Bund "für seine strahlende Hauptstadtkultur" mehr Fördermittel als vom Senat, sagte Grütters. "Mein Berliner Herz schlägt auch aus dem achten Stock des Kanzleramts heraus für unsere Stadt." Bei der Bundestagswahl 2017 wurde die CDU in Berlin mit 22,7 Prozent stärkste Partei.

Sendung: Inforadio, 17.04.2021, 13 Uhr

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