Fünfte Spitzenkandidatur in Folge - Monika Grütters führt Berliner CDU in den Bundestagswahlkampf

Monika Grütters in der 219. Sitzung des Deutschen Bundestages im Reichstagsgebäude. Berlin, 26.03.2021. (Quelle: dpa/Geisler)
Audio: Inforadio | 17.04.2021 | Thorsten Gabriel | Bild: dpa/Geisler

Kulturstaatsministerin Monika Grütters führt die Berliner CDU in den Bundestagswahlkampf. Die 59-jährige wurde am Samstag auf Platz eins der Landesliste für die Wahl im September gewählt. Überraschend trat bei der Abstimmung ein Gegenkandidat auf.

Kulturstaatsministerin Monika Grütters ist die Spitzenkandidatin der Berliner CDU für die Bundestagswahl am 26. September.

Grütters wurde am Samstag mit deutlicher Mehrheit von den Delegierten eines digitalen Landesparteitags auf den ersten Platz der Kandidatenliste gewählt. Sie erhielt 158 Stimmen (69 Prozent).

Überraschender Gegenkandidat

Der Gegenkandidat Kevin Kratzsch kam auf 67 Stimmen (29 Prozent). Er war überraschend gegen Grütters angetreten. Er kämpft im Wahlkreis Friedrichshain-Kreuzberg/Prenzlauer Berg Ost um ein Mandat und ist Vizevorsitzender des Deutschen Schaustellerverbands. Noch bis vor kurzem war er in Hannover für die CDU engagiert.

Für die weiteren vorderen Listenplätze sind Jan-Marco Luczak, Ottilie Klein, Thomas Heilmann und Klaus-Dieter Gröhler vorgeschlagen.

Fünfte Spitzenkandidatur für die Berliner CDU

Grütters ist damit zum fünften Mal in Folge Spitzenkandidatin ihrer Partei für die Bundestagswahl. Sie sitzt seit 2005 im Bundestag. Seit 2013 ist sie Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien. Sie will bei der Wahl auch als Direktkandidatin in Berlin-Reinickendorf antreten.

In ihrer Bewerbungsrede betonte Grütters ihre Leidenschaft für die Hauptstadtpolitik. Sie wolle weiter bundespolitische Akzente für Berlin setzen, vor allem im Bereich Kultur. Berlin erhalte seit Jahren vom Bund "für seine strahlende Hauptstadtkultur" mehr Fördermittel als vom Senat, sagte Grütters. "Mein Berliner Herz schlägt auch aus dem achten Stock des Kanzleramts heraus für unsere Stadt." Bei der Bundestagswahl 2017 wurde die CDU in Berlin mit 22,7 Prozent stärkste Partei.

Sendung: Inforadio, 17.04.2021, 13 Uhr

9 Kommentare

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  1. 9.

    Oh Gott, es gab einen Gegenkandidaten? Ehrlich jetzt? Und das schon bei der fünften Wiederwahl? Die CDU kommt einfach nicht zur Ruhe.

  2. 8.

    Hm, das maßgeblich von Grütters vorangetriebene Museum der Moderne erfährt gerade eine Kostenexplosion, obwohl der Bau noch gar nicht richtig begonnen hat. Das sind keine guten Vorzeichen für eine verantwortungsvolle Politik...

  3. 7.

    Eine Person, die gerne mal sich vor den Karren der SED-Linken spannen lässt, wenn es um die Aufklärung um die Stasi-Tätigkeit einiger Abgeordneter geht.
    Auch das verträgt die Stadt, die schon eine Doktorarbeit Kopierende als Regierende Bürgermeisterin installieren will oder eine, die gerne als Kind Indianerhäuptling sein wollte und heute von ihrer Partei und anderen Empörten mit einem Shitstorm überzogen wurde.

  4. 6.

    Es ist keine Unterstellung. Darüber ist in den Medien ausführlich berichtet worden.

  5. 5.

    Seltsame Unterstellung. Beziehen Sie das darauf, dass die C D U es "gewagt" hat, den von vornherein verfassungswidrigen "Mietendeckel" zu hinterfragen?

  6. 4.

    Ja, viel bewegt hat Frau Grütters nicht. Ich bin mir nicht sicher, ob man diesen Posten auf Bundesebene überhaupt benötigt. In der Frage der Coronahilfen für Kulturschaffende vernehmen ich von der Dame herzlich wenig.

  7. 3.

    Viel Erfolg? Hat die Berliner CDU doch - bei Spenden aus der Immobilienbranche.

  8. 2.

    Die farbloseste und uninspirierendste Staatsministerin für Kultur, die wir je hatten. Sie sollte von der Bühne abtreten und Platz machen für frische Ideen!

  9. 1.

    Viel Erfolg

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