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Die entstehende Wasserreinigungsanlage bei Plessa | Quelle: rbb/Mastow

Folgen des Alttagebaus

Bau der Wasserreinigungsanlage Plessa liegt im Zeitplan

Wer derzeit über die Bundesstraße 169 nach Plessa (Elbe-Elster) fährt, kommt zwangsläufig an einer riesigen Baustelle vorbei. Über 400 Meter Länge und 100 Meter Breite erstreckt sich eine neu entstehende Wasserreinigungsanlage. Sie soll zukünftig die Folgen des Alttagebaus in der Region abdämpfen. Die Arbeiten liegen im Zeitplan, im kommenden Jahr soll die Anlage in Betrieb gehen.

80 Arbeiter sind täglich auf der Baustelle beschäftigt. Rund 40 Prozent der Arbeiten seien fertig, sagte Michael Matthes vom Bergbausanierer LMBV dem rbb. "Die Betonarbeiten sind weit vorangeschritten. Anschließend kommen dann die Installationsarbeiten" erklärte er. Dann sollen Kabel verlegt und Turbinen und Pumpen angeschlossen werden.

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Keine Bekalkung aller Seen möglich

Rund 80 Millionen Euro kostet der Bau der Wasserreinigungsanlage. Sie ist nötig, um die Schwarze Elster vor saurem Wasser zu schützen, denn die Tagebau-Seen im Sanierungsgebiet Lauchhammer haben eine schlechte Qualität. Der PH-Wert liegt über drei, das Wasser ist zudem stark eisenhaltig, so Matthes.

Eine Bekalkung der Seen, um die Säure zu neutralisieren, ist in der Region Lauchhammer nicht möglich, dafür sind es zu viele Restseen. Man habe sich deshalb dazu entschieden, die Reinigungsanlage dort zu errichten, wo das Wasser aus allen Restseen gebündelt zusammenläuft, bevor es in die Schwarze Elster fließt, erklärt Matthes.

Zum Ende des nächsten Jahres soll die Anlage in den Probebetrieb gehen.

Sendung: Antenne Brandenburg, 25.05.2021, 16:10 Uhr

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