rbb24
  1. rbb|24
Audio: Antenne Brandenburg | 01.09.2021 | Philip Barnstorf | Quelle: Philip Barnstorf/rbb

Grünheide (Oder-Spree)

Die ersten Auszubildenden starten ihre Lehre bei Tesla

Tesla bildet seit Mittwoch in seinem Grünheider Werk Nachwuchskräfte aus. Insgesamt sieben junge Menschen lassen sich dort ausbilden. Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach begrüßte die ersten Azubis.

Auf der Baustelle des US-Autobauers Tesla in Grünheide (Oder-Spree) hat Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) am Mittwochnachmittag die ersten Auszubildenen begrüßt.

Steinbach: "Ihr schreibt Geschichte"

Fünf Lehrlinge - drei für Lagerlogistik und zwei für Fachinformatik - sind die ersten, die bei Tesla in die Lehre gehen. Zwei weitere werden in Kooperation mit der Hochschule Wildau (Dahme-Spree) einen dualen Studiengang im Fach Logistik besuchen. Dazu kommen zwei Studierende im Rahmen eines dualen Studiums.

Steinbach fand für den Start der Auszubildenden überschwängliche Worte. "Ihr schreibt diesmal Geschichte, ihr seid die allerersten", sagte Steinbach. In diesem Jahr seien zwar mehr Ausbildungsverträge abgeschlossen worden als im Corona-Jahr, aber weniger als vor der Corona-Zeit. Er setzt auf ein Signal durch Tesla. "Nichtsdestotrotz erhoffe ich mir, dass das auch nochmal so einen Multiplikationseffekt hat."

Als erfreulich bezeichnete er, dass unter den Azubis für Fachinformatik eine Frau sei. "Denn gerade die jungen Frauen lassen sich leider immer noch viel zu häufig Karrierechancen im Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik entgehen."

Tesla könnte größter Ausbildungsbetrieb Brandenburgs werden

Steinbach begrüßte, dass Tesla zu einem frühen Zeitpunkt Ausbildungsmöglichkeiten schafft. Die Jugendlichen, die bei Tesla ihre Ausbildung starteten, seien ein gutes Beispiel dafür, dass es hoch attraktive Möglichkeiten der betrieblichen Ausbildung in Brandenburg gebe. Dies gelte nicht nur für Großunternehmen, sondern auch für die vielen kleinen und mittleren Unternehmen, die in Brandenburg ausbildeten.

Der Leiter für Aus- und Weiterbildung der IHK Ostbrandenburg, Michael Völker, sagte mit Blick auf den Start der Azubis in einer noch unfertigen Fabrik: "Das sind beides Berufsbilder, die nichts mit der Produktion an sich zu tun haben." Die Inhalte für Lagerlogistik und Fachinformatik Systemintegration könnten bereits vermittelt werden.

Eisenhüttenstadt (Oder-Spree)

Stahlwerk erhält Zertifikat für Nachhaltigkeit

Wenn der Betrieb der Fabrik anläuft, will Tesla jährlich etwa 140 Lehrlinge einstellen, und wäre damit der größte Ausbildungsbetrieb Brandenburg. Das lieht auch daran, dass Tesla eine besondere Anziehungskraft hat, sagt Mathias Lemcke von der Agentur für Arbeit Frankfurt (Oder). "Gerade in der Automobil-Industrie, die sich jetzt so stark weiterentwickelt, ist Tesla natürlich ein Name, der viele Jugendliche anspricht. Das ist eine Entwicklung, die für Brandenburg gut ist und unserem Wirtschaftsraum Berlin-Brandenburg gut zu Gesicht steht."

Das Unternehmen hofft, dass die Produktion bis Ende dieses Jahres beginnen kann. Weil die Entscheidung des Landes über die abschließende umweltrechtliche Genehmigung bisher aussteht, baut Tesla über mehrere vorläufige Zulassungen. Tesla-Chef Elon Musk sagte bei einem Besuch der Baustelle im August, er hoffe, die abschließende Genehmigung im Oktober zu bekommen. Umweltverbände haben große Bedenken gegen die Ansiedlung.

Sendung: Antenne Brandenburg, 01.09.2021, 16:40 Uhr

Artikel im mobilen Angebot lesen