Aaron Bruckmiller fordert 100% Erbschaftssteuer (Quelle: rbb/ Carolin Haentjes)
Bild: rbb/Carolin Haentjes

#träumweiter - Radikale Visionen auf dem Prüfstand - Aarons Traum: Alle erben alles

Noch nie wurde in Deutschland so viel vererbt wie im Moment: Schätzungsweise 400 Milliarden Euro jährlich. Das meiste davon innerhalb eines kleinen Teils der Bevölkerung. Ist das gerecht? Oder sollte man Erbschaften einfach ganz abschaffen?

"Es geht nicht darum, jemandem seine Zahnbürste oder seinen Laptop wegzunehmen.“ Aaron Bruckmiller verschränkt die Arme vor der Brust. "Es geht darum, dass zwei Drittel des Vermögens in Deutschland von zehn Prozent der Bevölkerung gehortet werden. Und diese so genannten Leistungsträger übergeben ihr Geld unversteuert an ihre Kinder. Das ist ungerecht. Ich fordere 100 Prozent Erbschaftssteuer.“

Erbschaftskritiker Aaron Bruckmiller im Portrait (Quelle: Carolin Haentjes)
Aaron Bruckmiller (26) im Interview auf der AdmiralsbrückeBild: rbb/ Carolin Haentjes

 Der 26-jährige Aktivist, der sich unter anderem bei der DGB-Jugend und der "Interventionistischen Linken" engagiert, lehnt an der Balustrade der Admiralsbrücke in Berlin-Kreuzberg. An den Ufern des Landwehrkanals sonnt sich die urbane Schickeria. Alle paar Minuten werden die Sonnenanbeter nach leeren Pfandflaschen oder ein paar Cent für eine warme Mahlzeit gefragt.

So sieht es aus in Deutschland im Jahr 2017: Die Wirtschaft wächst, die Arbeitslosigkeit ist auf dem niedrigsten Stand seit Jahrzehnten. Allein durch seine Arbeit wird in Deutschland aber kaum jemand reich. Laut einer Erhebung der EZB aus dem letzten Jahr sind die Netto-Vermögen in Deutschland so ungleich verteilt wie nirgendwo sonst im Euro-Raum. Ob man reich ist oder arm bleibt, hängt in erster Linie davon ab, in welche Familie man geboren wurde. Und was es in dieser Familie zu erben gibt.

In Deutschland ist es sehr schwer, von Arbeit reich zu werden

Diese Ungleichheit in Deutschland liegt unter anderem an der unausgewogenen Besteuerung von Löhnen und Vermögen auf der einen – beziehungsweise Erbschaften auf der anderen Seite. 6,8 Milliarden Euro verdiente der Staat im letzten Jahr mit der Erbschafts- und Schenkungssteuer. Übertragen werden jährlich rund 400 Milliarden. Das legt eine aktuelle Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) nah. Das sind gut 70 Milliarden Euro mehr als der gesamte Umfang des Bundeshaushalts für 2017.

Das passt nicht zu einem Land, das sich als Leistungsgesellschaft versteht, meint Markus Grabka. Er forscht am DIW zu Einkommens- und Vermögensverteilung. "Es geht dabei ja um leistungsloses Vermögen. Der Erbe hat dazu selbst nichts beigetragen. Diese Person hatte schlicht Glück in der Geburtslotterie und ist in eine wohlhabende Familie hineingeboren worden."

Was wäre, wenn wir mit einer Erbschaftssteuer radikal umverteilen?

Würde die Erbschaftssteuer auf 100 Prozent steigen, stünden diese 400 Milliarden Euro der öffentlichen Hand zur Verfügung. Was man damit anfangen könnte? Zum Beispiel eine Gesellschaft schaffen, in der alle die gleichen Voraussetzungen haben, in der sich alle auf Grundlage ihrer Talente und Interessen entfalten können.

Ein Ansatz für eine Umverteilung könnte eine "Sozialerbschaft" sein, wie sie von Soziologen wie Claus Offe vor einigen Jahren ins Gespräch gebracht wurde. Mit ihr bekämen alle Staatsbürger einen Betrag  in Höhe von 60.000 Euro zum 18. Geburtstag geschenkt. Das Geld könnte jeder frei nach Wunsch einsetzen – um ein Unternehmen zu gründen, eine Ausbildung im Ausland zu finanzieren oder den künstlerischen Ambitionen nachzugehen, ohne Mama und Papa um Hilfe bitten zu müssen.

Das Geld könnte auch der Gemeinschaft zur Verfügung gestellt werden. Es könnte investiert werden in kleinere Schulklassen und Musikunterricht für alle, in den Ausbau nachhaltiger Landwirtschaft, in Forschung, medizinische Versorgung oder vernünftiges Breitbandinternet. Aaron Bruckmüller würde als erstes die Toiletten in den Berliner Schulen in einen zumutbaren Zustand bringen.

Wie könnte eine Reform des Erbrechts aussehen?

  • Der Rignano-Plan

  • Spenden attraktiv machen

  • Die Flat-Tax

Unternehmerverbände hätten lieber gar keine Erbschaftssteuer

"Wir vertreten die Position: Die Erbschaftssteuer muss abgeschafft werden!“, widerspricht Eberhard Vogt, Sprecher des Bundesverbands mittelständischer Unternehmen. Denn ein guter Teil des deutschen Reichtums steckt in Betriebsvermögen. Unternehmen kämen in Schwierigkeiten und Arbeitsplätze würden gefährdet, wenn für das bereits versteuerte Geld Erbschaftssteuer bezahlt werden müsste, so Vogt. Die Unternehmensnachfolge zu regeln sei häufig schon kompliziert genug. "Oft müssen Angehörige ausgezahlt werden. Mit zusätzlichen Steuern kann die Liquidität gefährdet werden.“

Wenn es also schon eine Erbschaftssteuer gibt, dann bitte weiterhin mit großzügigen Ausnahmen. Darauf pochten die Unternehmerverbände auch im letzten Jahr, als über eine Reform der Erbschaftssteuer diskutiert wurde. Firmenerben würden steuerlich zu sehr geschont, hatte das Verfassungsgericht angemahnt.

Mit den beschlossenen Änderungen ist allerdings kaum etwas anders geworden: Kleine und mittelständische Betriebe können sehr einfach von den Steuern befreit werden. Nur für familiengeführte Unternehmensgiganten – etwa VW, BMW oder Bosch – gelten leicht verschärfte Regeln bei der Unternehmensbewertung. Luxusgegenstände wie Yachten, Oldtimer oder Gemälde müssen häufiger besteuert werden. Für Firmenerben ist es aber immer noch sehr einfach, eine Überprüfung ihres Privatvermögens zu vermeiden.

 

Auch Reiche sehen, dass Deutschland gespalten ist

Dass die Spaltung zwischen ganz oben und ganz unten in den letzten Jahren dramatisch wächst, fällt inzwischen auch immer mehr Vermögenden auf. Derzeit wächst die Zahl der Stiftungen in Deutschland um mehrere Hundert jedes Jahr. In Zusammenschlüssen wie der "Bewegungsstiftung" investieren Wohlhabende einen Teil ihrer Mittel in soziale und politische Projekte. Als Mitglieder der "Generation der Erben“ wollen sie Teile ihres Vermögens einsetzen, um "(…) gesellschaftlichen Wandel aktiv zu gestalten", schreiben sie auf ihrer Homepage.

Einer dieser Vermögenden ist Florian Weise.  Der 29-jährige Millionenerbe beschreibt den familiären Druck, der auf ihm gelastet habe, weil er als männlicher Erstgeborener das Haupterbe der Familie antreten und damit die Dynastie fortführen sollte. "Als so ein Königskind erzogen zu werden, macht einen größenwahnsinnig“, sagt er. Dass er nie arbeiten musste, stellte ihn immer wieder vor die Frage, was er überhaupt anfangen sollte mit seinem Leben. Inzwischen arbeitet Weise bei der Obdachlosenhilfe. Und wird mit seiner Arbeit doch selten ernst genommen – er müsste ja nicht aufstehen am Morgen. Er hat ja geerbt.

Millionenerbe Florian Weise im Portrait (Quelle: Carolin Haentjes)
Florian Weise (29) setzt sein Millionenerbe für politische und soziale Zwecke ein | Bild: rbb/ Carolin Haentjes

Wir brauchen ein neues Verständnis von Hinterlassenschaft

Weise findet, es sei an der Zeit, den Begriff des Erbens zu überdenken. Das Patriarchale, die Vorstellung von Familienbesitz und die Fixierung auf Blutsbande im deutschen Erbrecht – durch Pflichtteilsregeln und Freibeträge – empfindet er als nicht zeitgemäß. "Erben heißt für mich, dass man etwas erschafft, mit dem man seinen Nächsten einen Teil der Lebenslast nehmen kann.

Wer Erbe ist, sollte jeder selbst entscheiden können. Das müssen nicht die leiblichen Kinder sein.“ Eine Erhöhung der Erbschaftssteuer könnte er sich gut vorstellen. Aber 100 Prozent wären maßlos, sagt er: "Dass man seine Liebe auch in materiellen Gegenständen ausdrücken will, finde ich menschlich.“

Eine hundertprozentige Erbschaftssteuer sei sowieso utopisch, erklärt DIW-Forscher Grabka. Sie würde gegen das Grundgesetz verstoßen, das Familie, Eigentum und Erbe unter besonderen Schutz stellt. Aktivist Aaron Bruckmiller würde erwidern: Auch das Grundgesetz ist nicht in Stein gemeißelt. Und 80 Prozent Erbschaftssteuer, die täten es für ihn erstmal auch. "Ich glaube nicht, dass das alle Weltprobleme löst. Aber es wäre ein Anfang.“

Das sagen die Parteien

  • Die CDU lehne jede "Verschlechterung" der Erbschaftssteuer ab, teilte sie auf rbb|24 Anfrage mit: "Die Erbschaftssteuer wurde 2016 in einem breiten Konsens zwischen Bund und Ländern neu geregelt. Planbarkeit und Verlässlichkeit sind vor allem für die Familienbetriebe sowie den Mittelstand besonders wichtig, um die Fortführung der Unternehmen zu garantieren und Arbeitsplätze zu sichern." - CDU-Berlin

  • Die SPD fordert in ihrem Wahlprogramm eine gerechtere Erbschaftssteuer mit weniger Ausnahmen. So will sie der sozialen Ungleichheit etwas entgegensetzen. Sehr große Erbschaften sollen stärker belastet werden. Das sei in der Koalition mit der Union nicht durchsetzbar gewesen. Unsere Anfrage zu 100% Erbschaftssteuer hat die Partei nicht beantwortet.

  • Konstantin Kuhle, Bundesvorsitzender der Jungen Liberalen sagt: "Der Komplexität des Themas wird eine 100%-Erbschaftssteuer nicht gerecht. Mir ist wichtig, dass wir nicht die kleinen und mittleren Betriebe schädigen, die unsere Volkswirtschaft stark machen."  Dass die Vermögen in Deutschland so ungleich verteilt sind, ist aber auch aus Perspektive der Freien Demokraten ein Problem: "Dieses löst man aber nicht indem man den vermeintlich Reichen etwas wegnimmt und so eine Umverteilung von oben nach unten betreibt, sondern indem man allen Menschen am Anfang ihres Lebens durch eine gute und für alle Schichten zugängliche Bildung die Möglichkeit gibt alles zu erreichen."

  • Die Grünen lehnen die Position klar ab, wollen aber eine Vermögenssteuer für Superreiche: "Wir sind für ein gerechtes Steuersystem, das dafür sorgt, dass alle nach ihrer Leistungsfähigkeit zu einer intakten und funktionierenden Gesellschaft beitragen." Das aktuelle Erbschaftssteuermodell erachten sie als zu kompliziert und nicht gerecht. Persönliche Freibeträge, wie z.B. für selbstgenutzte Eigenheime sollen mit den Grünen bestehen bleiben.

  • Die Bundes-Linke sagt: "Reichtum wird vererbt – meist ohne dass nennenswerte Steuern bezahlt werden. Gerade die Superreichen können ihre Millionenvermögen in Unternehmensanteilen steuerfrei vererben oder verschenken."  Die Linke setzt deshalb auf eine Erhöhung der Erbschaftssteuer auf große Erbschaften, selbstgenutze Eigenheime sollen befreit sein. Außerdem sollen Steuerschlupflöcher geschlossen werden.

  • Zur Forderung 100% Erbschaftssteuer, sagt die AfD-Berlin: "Leute, die sich so etwas ausdenken, sollten sich schämen." Sie fordert nicht mehr, sondern weniger Besteuerung: "Weniger Steuern und Verbote würden bedeuten, dass mehr Leute zu Reichtum kommen oder ihr erwirtschaftetes Einkommen auch selbst nutzen dürfen. Wenn der Staat nicht will, dass die Reichen immer reicher werden, dann sollte er einfach aufhören immer mehr Geld von unten nach oben umzuverteilen. Zum Beispiel durch Bankenrettungen, Zwangsfinanzierung von Ökostromanlagen oder Subventionen für E-Autos."

    (AfD-Berlin)

Beitrag von Clara Ehrmann und Carolin Haentjes

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17 Kommentare

  1. 17.

    @Capricorn Es ist toll zu hören, dass Sie sich mit viel Engagement und Leistungsbereitschaft erarbeitet haben, was auch immer ihr Lebensstatus nun ist. Herzlichen Glückwunsch dazu. Warum muss nun aber aus ihrem individuellen Beispiel eine Ableitung für alle Menschen gezogen werden? Im meinem Freundeskreis sind etliche fleißige Menschen, die idealistisch und fast von klein auf zu Kindergärtnerinnen oder Altenpflegern geworden sind und so sehr sie sich auch abmühen, Topverdienste sind weit entfernt. Genauso kann ich von Akademikern berichten, die nicht weniger fleißig und selbstfinanziert ihr Studium erfolgreich bestritten haben und nun unterm Strich 1400 Euro im Monat haben. (befristet) Ich finde es unverschämt, immer wieder latente Vorwürfe zu hören, dass es hier um "Neid" ginge oder diejenigen dann wohl nicht engagiert gebug wären. Es geht um faire Entlohnung und Beschäftigung für alle die arbeiten.

    Auch der ein oder andere Diesel-Manager inkl. Team hat sich hochgearbeitet und viel Geld verdient. Steht die Arbeitsentlohnung hier wirklich im gerechten Verhältnis - und wie wird dann z.B. Betrug nachträglich "entlohnt"?

  2. 16.

    Dieses Jammern u. diese linke Neid-Diskussion ko..t mich an. Ich komme aus einer Bergarbeiterfamilie. Wir haben mit 6 Personen auf 64 m2 Wohnfläche gelebt. Neue Kleidung bekam in der Regel nur eins der Kinder, da ja die nächsten die Kleidung schön weitertragen konnten. Mit 10 Jahren hab ich mein Taschengeld durch einfache Hilfsarbeiten aufgebessert.
    Nach heutigen Maßstäben waren wir also richtig arm.......
    Ich habe erst ein Handwerk erlernt, dann Fachabitur gemacht,musste zur BW gehen, konnte erst danach studieren. Dann viele Zeitverträge mit ungewissem Ausgang. Meinen Lebensunterhalt und den meiner Familie, habe ich immer allein bestritten. Ich habe noch nie auch nur einen Euro vom Staat bekommen.Und weil ich mir für wirklich keine Arbeit zu schade war,war ich noch nie arbeitslos.
    Ich habe mich aus eigener Kraft von ganzen unten hochgearbeitet...so wie meine Geschwister... Ich kann also aus eigener Erfahrung sagen:
    Bildung und eiserner Willen hilft mehr als Neid u. Jammern !!!

  3. 15.

    Wenn die Forderung nach "fairer Bezahlung für fleißige Arbeit" hier als "linkes Gesülz" abgekanzelt wird, bin ich ja fast geneigt zu denken, dass diese Autoren noch nie gearbeitet haben. Wer könnte sonst etwas gegen diese Forderung haben? Mir fallen hier nur Menschen ein, die keinen Bezug zum täglichen Arbeiten haben und solche verächtlichen Plattitüden ggü. Arbeitenden "unters Volk mischen". Was ist denn nicht richtig an dieser Vision?

    Ähnlich geht es mir mit der Mär vom Tellerwäscher, der zum Millionär wird (alternativ wird bekanntlich auch gern der Schmied eigenen Glücks herangezogen) und als Regel der Möglichkeiten für die nacheifernde Menschenmasse herhalten darf. Es gibt ca. 30 Mio Millionäre auf der Welt, demgegenüber stehen 7 Milliarden Menschen. Damit sind weniger als 0,5 % der Weltbevölkerung Dollar-Millionäre. (Zitat Wikipedia) Würde ich den typischen Verallgemeinerungen hier folgen, müsste ich schlussfolgern, dass es nur 0,5% wirklich fleißige Menschen auf der Welt.

  4. 14.

    Vor vier Jahren zur Bt Wahl traten die Grünen mit einem Erbschaftssteuer Konzept an. Das würde natürlich von der Springerpresse und den Unternehmerverbänden sls Linke Gleochmacherei verurteilt. Es waren aber unterschiede zwischen Geldvermögen und Firmenkapital geplant.
    Die neoliberale Botschaft ist in den Hirnen angekommen: das Geld ist bei den Reichen gut aufgehoben.
    Und wer nix hat ist selber schuld.
    S

  5. 12.

    Das stimmt eben nicht (mehr). Besonders in den neuen Bundesländern einschließlich Berlin (West) sind unbefristete Arbeitsstellen mit Tarifgehältern eine Seltenheit. Ob BSR, BVG, Daimler, Allianz, Commerzbank oder Siemens - zeigen sie mal die vielen tausend Arbeitsstellen mit Festvertrag und Tarifgehalt direkt beim Unternehmen. Die gibt es nicht mehr. Outsourcing, Leiharbeit und Werksverträge mit deutlich niedrigem Gehalt sind die Regel. Managerriegen und Großaktionäre werden immer reicher. Alles nachzulesen unter Vermögensverteilung und REICHTUMSUHR.

  6. 11.

    Entschuldigung,da muss ich nachfragen.
    Handelt es sich bei den Beispielen,die Sie hier nennen, um Fachkräfte im Pflegebereich oder um Hilfskräfte?? Meine Tochter ist examinierte Krankenschwester und bekommt 2300 Euro monatlich..... Netto!! Also bitte immer schön bei der Wahrheit bleiben.

  7. 10.

    Seit wann hat "Vermögen haben" oder "Reich sein" was mit Fleiß zu tun? es gibt Menschen die müssen drei Jobs annehmen und arbeiten verdammt hart und können sich gerade mal so finanziell über Wasser halten oder welche die 12 Stunden täglich in sozialen Einrichtungen arbeiten und wenn es hoch kommt 1000 Euro monatlich zur Verfügung haben, Krankenpfleger_innen, Altenpfleger_innen usw sind verdammt fleißig und gehen mit einem Hungerlohn nach Hause........und es gibt viele Reiche, die nur reich sind weil sie das Letzte aus anderen Menschen und der Natur ziehen ohne Rücksicht auf Verluste.....und diese Leute werden immer reicher...außerdem ist es absolut ungerecht, das Menschen, nur weil sie in "armen" Familien geboren werden immer arm bleiben sollen obwohl sie fleißig sind.......das Ding "vom Tellerwäscher zum Millionär" gibts einfach nicht.....oder nur ganz, ganz selten.....selbstverständlich wird Geld überbewertet aber es lässt einen Menschen etwas sorgenärmer leben....

  8. 9.

    Fünf- bis zwölf Millionen Euro Jahreseinkommen bei Managern und hunderte Millionen Dividendenerträge auf riesige Aktienpakete - so fleißig kann kein Mensch sein! Heute können Alten- und Krankenpfleger, Lieferfahrer und Fachhandwerker noch so fleißig sein, durch Arbeit kann man nicht mehr wohlhabend, geschweige denn reich werden. Schon garnicht wenn man outgesourct ist oder als Scheinselbstständiger oder Subunternehmer oder als Leiharbeiter oder als Mitarbeiter zweiter Klasse mit Werkvertrag arbeitet.

  9. 8.

    Ich kann dieses linke gesülze nicht mehr hören.
    Jeder ist seines Glückes Schmied, das kommt eben nicht darauf an,in was für eine Familie man geboren wurde.
    Jeder hat die Möglichkeit in diesem Land zu arbeiten.... Es werden überall Fachkräfte gesucht. Niemand muss betteln oder auf der Straße leben. Also hört auf zu heulen,und packt an.

  10. 7.

    Es soll fleißigen Unternehmern und Selbstständigen nicht ihr erarbeites Vermögen weggenommen werden. Große Konzerne machen Milliardengewinne und zahlen null bis fünf Prozent Steuern während der Assistenzarzt im Krankenhaus nach einer 50-Stundenwoche mit Nacht- und Wechselschicht 40 Prozent Steuern und Abgaben zahlt. Dies ist nicht nur ungerecht sondern asozial. Die Fleißigen werden zu häufig nicht belohnt sondern ausgebeutet.
    Das muss geändert werden.
    Große Konzerne vermeiden Steuern in Milliardensummen und schädigen so unser Gemeinwesen.
    Die Senkung des Rentenniveaus auf 43% BRUTTO bringt in den nächsten Jahren die millionenfache Altersarmut per Gesetz. Hier muss gegengesteuert werden.

  11. 6.

    In Deutschland gibt es so viel Reichtum wie nie zuvor und er wird immer ungleicher vererbt/verteilt. Das gesellschaftliche Gesamtvermögen wird immer mehr zulasten der Schwachen und zugunsten der Reichen verteilt. Der Staat steht vor großen Herausforderungen, doch den politischen Entscheidungsträgern fehlt der Wille, sich mit den Konzernen, Großverdienenden und Besitzern von Milliardenwerten in Form von Aktienpaketen und Immobilien anzulegen. Es könnten überall Tariflöhne und eine Rente von 60% gezahlt werden wenn Konzerne, Aktionäre, Millionäre endlich prozentual soviel Steuern und Abgaben zahlen müssten wie Mechaniker, Krankenpfleger, Erzieher und Maler. CDU, SPD, GRÜNE und FDP wollen dies nachweislich seit Jahrzehnten nicht.

  12. 5.

    Irgendwie hängt ja alles schon mit der recht pauschalen und damit eben unzutreffenden Vorstellung zusammen, dass derjenige, der viel besitzt, eben auch reicher sei als derjenige, der vglw. weniger besitzt. Da wird materielle Begütertheit pauschal mit Reichtum gleichgesetzt.

    Reichtum ist eher die Frage, inwieweit eine Vielfalt zum Ausdruck kommt oder ob - im Gegenteil - eine übergroße Einfalt bloß multipliziert wird.

    Es kann so oder so sein. Wir finden Beides, Angeber, die mit 30 Ferraris, jeden Tag im Monat einen anderen, durch die Gegend fliitzen und wir finden eben auch Menschen, die mit viel Geld kulturelle Projekte fördern, was ich als Mäzenatentum begreife.

    Ich glaube, jedem die gleiche Menge Geld in die Hand zu drücken, kündet genauso von einer Überhöhung des Geldes wie die Neurose, das Maximum davon zu bekommen. Erst wenn Geld und Besitz gepaart sind mit empfundenem Sinn und nicht mit Ausschluss der anderen, wird das Berauschen an beidem der Vergangenheit angehören.

  13. 4.

    Ich stimmme dem Zuschauer in allen Punkten zu. Warum soll das Geld, das ich sauer verdient habe, jemand anderes bekommen als mein Mann oder meine Kinder? Dass Gleichmacherei nicht funktioniert, hat der Sozialismus/Kommunismus hinreichend gezeigt. In diesem Staat bestehen doch alle auf ihre Individualität, dann sollen sich diese Individualisten doch bitte auch individuell um ihr Vermögen kümmern und nicht immer auf Kosten der Fleißigen leben wollen.

  14. 3.

    Der Aaron möchte eine neue DDR, oder besser gesagt die Steigerung.

  15. 2.

    Das Problem dabei: Die Menschen können unterschiedlich gut mit Geld umgehen. Wenn ich jemandem 60.000 EUR gebe, dann kann es sein, dass er das Geld in kürzester Zeit verjubelt. Ein anderer macht damit etwas Schlaues, und hat in wenigen Jahren das Zehnfache auf dem Konto.

    Ich bin gegen jede Form von Substanzbesteuerung. Das Geld muss in den Familien bleiben, da gehört es hin. Der Staat ist nicht der bessere Unternehmer. Staatliche Umverteilung ist ungerecht, weil sie eben nicht an Fleiß und Sparsamkeit gekoppelt ist.

    Außerdem ist das meiste Vermögen gar nicht in Geld auf einem Konto vorhanden, sondern steckt in Unternehmen und Immobilien. Von daher muss ich ganz deutlich sagen: Ich habe die Nase voll von diesen linken Umverteilungsphantasien. Statt solche Ideen zu formulieren, sollten die Leute lieber mal überlegen, wie sie ihr Leben auf eigene Beine stellen, statt diejenigen abzukassieren, die fleißiger sind als sie.

  16. 1.

    hier gilt es wohl zu differenzieren.

    Ich gehe jetzt mal von mir aus.....bei der Vorstellung, dass mein Elternhaus nach dem Tod meiner Eltern automatisch an die Allgmeinheit geht wenn ich die Hütte dann nicht bezahlen kann - und das wäre so - wird mir schon etwas anders.

    Millionenerbschaften sind aber eine andere Sache.

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