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Quelle: imago images/Metodi Popow

26. Bundesliga-Spieltag

Auswärtsschwache Hertha zu Gast bei heimstarken Freiburgern

Nach der Länderspielpause geht es für Hertha BSC am Samstag mit einem Auswärtsspiel beim SC Freiburg weiter. Gerne würden die Berliner nach dem Debakel in Hoffenheim im Abstiegskampf punkten, doch die Ausgangslage ist schwierig.

Das Thema der Woche

Hertha hatte – wie alle anderen Bundesligisten auch – etwas Zeit zum Durchschnaufen. Die Länderspielpause ermöglichte es Sandro Schwarz und seinem Team, in Ruhe mit den Spielern, die nicht zu ihren Landesauswahlen reisen mussten, zu arbeiten. Die Blau-Weißen nutzten die Zeit außerdem für ein Benefizspiel beim Berliner AK. Die Einnahmen der Partie am vergangenen Freitag sollen den Erbebenopfern in der Türkei zugutekommen. Genauer: Der größte Teil der Erlöse des Spiels fließt in die Errichtung eines Container-Dorfes in der Erdbebenregion Türkoglu/Kahramanmaras. Der Rest geht nach Angaben des deutsch-türkischen Klubs BAK an die Hilfsorganisation I.S.A.R. Germany und das Technische Hilfswerk.

Vor 30 Jahren

Als die Hertha-Bubis die Hand am Pokal hatten

Am 31. März 1993 zogen Herthas Amateure ins Pokalfinale ein. Die "Hertha-Bubis" waren der erste Drittligist, dem das Kunststück glückte. Wohl auch, weil das Team um Carsten Ramelow den Wettbewerb locker nahm. Von Shea Westhoff

Der Gegner

Der SC Freiburg empfängt Hertha in starker Form: Die Breisgauer sind seit sechs Spielen ohne Niederlage (3 Siege und 3 Remis). Mit einem weiteren Spiel ohne Pleite würde das Team von Trainer Christian Streich seinen bisherigen Saisonrekord einstellen. Dass der SC nach 25 Spieltagen bislang nur fünf Mal verloren hat, ist hingegen bereits ein neuer Vereinsrekord. Folgerichtig stehen die Freiburger nach wie vor als Vierter auf einem Champions-League-Platz und können sich berechtigte Hoffnung auf das internationale Geschäft in der kommenden Spielzeit machen. "Freiburg wirkt sehr stabil", sagte Schwarz auf der Pressekonferenz vor dem Spiel. "Sie sind in der Arbeit gegen den Ball sehr aggressiv, haben darüber hinaus aber auch gute fußballerische Fähigkeiten und eine starke individuelle Qualität", erklärte der Trainer weiter.

Besonders gefährlich wird Freiburg nach Standards: Bereits 16 Tore konnte die Streich-Elf nach ruhenden Bällen erzielen. Das ist der Top-Wert in der diesjährigen Bundesliga-Saison. Zeitgleich weiß Freiburg, wie man Freistöße und Ecken in der Defensive verteidigt. Nach Standards des Gegners musste der SC nur sieben Gegentore hinnehmen (5 per Strafstoß). Zum Vergleich: Hertha kassierte 16 Tore nach ruhendem Ball (5 per Elfmeter.).

Auch die Heimstärke bei zeitgleicher eigener Auswärtsschwäche könnte für Hertha gefährlich werden. Der SC ist zu Hause seit elf Bundesliga-Spielen ungeschlagen (8 Siege, 3 Remis), während Hertha seit neun Partien in der Fremde ohne Sieg ist und davon die letzten acht Gastspiele gar verlor.

Personal

Bei Hertha fehlen:

Zum Angeben

Hertha war mal Freiburgs Angstgegner, doch diese Zeiten sind vorbei. In den 18 Duellen seit dem Amtsantritt von Christian Streich gab es acht Siege, sieben Remis und nur drei Niederlagen. In den vorherigen 15 Spielen gegen die Berliner war die SC-Bilanz noch deutlich negativ: Zwei Siege, fünf Remis und acht Niederlagen. Mit einem Erfolg würde Freiburg die Gesamtbilanz nun erstmals ausgleichen.

Die Aufstellung

Neben den verletzten Jean-Paul Boetius, Chidera Ejuke und Kelian Nsona muss Schwarz in Freiburg auch auf Marco Richter verzichten. Der 25-jährige Außenspieler fehlt gelbgesperrt. Für ihn dürfte Jonjoe Kenny auf der rechten Seite beginnen. In der Innenverteidigung sind die zuletzt verletzten Marc Oliver Kempf und Marton Dardai wohl wieder eine Option. Ob im Sturm wieder Florian Niederlechner beginnen wird, der nach wie vor ohne Tor für Hertha ist, oder doch Wilfried Kanga den Vorzug bekommt, wird sich am Samstag zeigen.

So könnte Hertha beginnen: Christensen - Uremovic, Kempf, Dardai - Kenny, Tousart, Cigerci, Serdar, Plattenhardt - Ngankam, Kanga

Die Prognose

Hertha steht – mal wieder – vor einer großen Aufgabe. Wieder geht man, insbesondere wegen der akuten Auswärtsschwäche, als Außenseiter in eine Bundesliga-Partie. Der SC Freiburg empfängt die Berliner mit breiter Brust und dürfte versuchen, von Beginn an die Kontrolle über das Spiel zu gewinnen und Druck auf Hertha auszuüben. Es wird spannend zu sehen sein, ob die Blau-Weißen ihre Hintermannschaft im Vergleich zum desolaten Gastspiel bei der TSG Hoffenheim stärken und Freiburg Paroli bieten können.

"Wir müssen konsequent verteidigen", sagte Trainer Schwarz. "Das wird wichtig sein. Wir müssen darüber hinaus aber auch mutig in den eigenen Ballbesitzphasen und in den Umschaltmomenten agieren."

Der rbb|24-Tipp: Hertha verliert in Freiburg mit 0:2.

Sendung: rbb24, 30.03.23, 18 Uhr

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