25.09.2019, Brandenburg, Sieversdorf: Abgestorbene Fichten, die die Trockenheit der vergangenen zwei Jahre nicht überstanden haben, stehen zwischen noch gesunden Nadel- und Laubbäumen in einem Waldgebiet im Landkreis Märkisch-Oderland. (Quelle: dpa/Pleul)
Bild: dpa/Pleul

Wegen hoher Klimaschäden - Gewerkschaft fordert mehr Forstpersonal für die Lausitz

Die Industriegewerkschaft Bauen, Agrar, Umwelt (IG BAU) fordert eine Aufstockung des Forstpersonals in der Lausitz. Der Grund dafür ist laut Gewerkschaft der hohe Bestand an Schadholz in den Brandenburger Wäldern und die Notwendigkeit eines "klimagerechten Umbaus der Wälder".

"Die Brandenburger Landesregierung plant, die Situation aufwendig durch ein externes Unternehmen zu evaluieren. Aber neue Stellen sind bisher nicht in Aussicht. Hinzu kommt, dass aktuell sogar 90 Försterstellen unbesetzt sind", so die Bezirksvorsitzende der IG BAU in Cottbus, Regina Grüneberg in einer Mitteilung.

Die Gewerkschaft geht unter Berufung auf Zahlen des Landwirtschaftsministeriums davon aus, dass in den Jahren 2018 bis 2020 insgesamt 5,7 Millionen Kubikmeter Schadholz in Brandenburger Wäldern anfallen. Bis zum Jahresende könnten so rund 6.800 Hektar Wald durch extreme Wetterlagen und Schädlinge wie den Borkenkäfer vernichtet sein.

Mehr Übernahmen von Azubis gefordert

Abhilfe gegen das Absterben von Wäldern soll laut IG BAU ein Waldumbau mit mehr Mischwäldern leisten. Um die Wälder für den Klimawandel zu wappnen, müssten zusätzliche Mischwälder angelegt und resistente Baumarten angeplanzt werden. "Das aber ist eine Mammutaufgabe, für die es viel mehr Förster und Forstwirte braucht als bislang. Betriebe sollten deshalb auch mehr ausbilden und Azubis übernehmen", so Grüneberg.

In Brandenburg gibt es laut Gewerkschaft rund eine Million Hektar Wald. Drei Viertel davon seien Nadelbäume, meist in Monokulturen, so die IG BAU.

Sendung: Antenne Brandenburg, 27.07.2020, 12:30 Uhr

2 Kommentare

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  1. 2.

    Aber dafür verbrennen wir weiter feste Braunkohle und heizen den Klimawandel weiter an.
    Wer die Perversität findet darf sie behalten.......

  2. 1.

    Waldumbau, natürlich, wirtschaftlich - nachhaltig, regional, intensiv-klimafreundlich. Schafft sofort Arbeitsplätze für Akademiker, Facharbeiter und Angelernte, für Jahrhunderte. - Machen wir nicht weil kostet jetzt, sofort, viel Geld und hilft erst unseren Ur-Ur-Ur-Enkeln.

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