Potential für Ladenetze in Uckermark und Teltow-Fläming - Interessensgemeinschaft sieht Bedarf für E-Mobilität im ländlichen Raum

E-Auto an Tesla-Schnelllader (Bild: rbb/Franziska Ritter)
Bild: rbb/Franziska Ritter

Die Interessengemeinschaft Elektromobilität Berlin-Brandenburg (IGEMBB) kritisiert das Netz an Ladesäulen für Elektroautos in Brandenburg nach wie vor als unzureichend. Besonders in den Bereichen der Kreise Teltow-Fläming und der Uckermark gebe es Handlungsbedarf. Das teilte Sprecher Julian Affeldt dem rbb mit.

Chancen für ländlichen Raum

Dabei seien E-Autos gerade für das Land eine gute Idee. Diese hätten Reichweiten von bis zu 300 Kilometern, erklärt Affeldt. "Gerade auf dem Land haben wir riesige Potentiale. Viele Menschen haben Einfamilienhäuser und große Dachflächen für Photovoltaik zur Verfügung und können ihren eigenen Strom tanken." Damit werde das Fahren sauberer und günstig. Besonders im ländlichen Raum mit wenigen Angeboten im öffentlichen Nahverkehr hätte die E-Mobilität mehr Nutzen als in Städten, so Affeldt weiter.

Die Mitglieder der Initiative hofften, dass die Landkreise und kleineren Städten das Potenzial erkennen. Bis dahin sollten sich E-Auto-Fahrer auf Apps mit den Hinweisen auf die nächste Ladesäule verlassen.

Nach eigenen Angaben ist die IGEMBB ein Zusammenschluss von Interessenten und Nutzern von Elektrofahrzeugen aller Art. Ziel der Vereinigung ist der Erfahrungsaustausch und der Ausbau der Ladeinfrastruktur in Berlin und Brandenburg [www.igembb].

Sendung: Antenne Brandenburg, 03.08.2021

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